Zitat

    Solange man sich wandelt und verändert; solange lebt man.

    Man muss vielleicht noch ergänzen: Solange man sich bewusst wandelt und verändert.


    Als Kind und später unterlag ich ständig einem Wandel, auf den ich keinen Einfluss hatte (haben wollte ":/ ); nun muss ich jetzt seine zahlreichen Folgen korrigieren.


    Man soll schon Acht darauf geben, wie man sich verändert - nicht, dass daraus falsche Gewohnheiten entstehen.


    Tsunami schrieb:

    Zitat

    Gewohnheiten sind lebens- bzw. wegbestimmend, das ist eine Binsenweisheit. Deswegen ist es nützlich und sinnvoll, sich zu (hinter)fragen und zu verstehen, warum man bestimmte Dinge tut, ob sie eine Gewohnheit sind, und wie diese Gewohnheit motiviert ist. Das Ganze gibt einem zwei Möglichkeiten bzw. zwei Freiheiten. Zum einen, seine Gewohnheiten zu verändern, denn was man nicht verstanden hat, kann man auch nicht ändern. Zum anderen die Möglichkeit, zu verstehen, warum andere einen auf eine bestimmte Weise sehen, und gleichfalls die Möglichkeit, zu verstehen, warum man andere auf eine bestimmte Weise sieht.

    Jestem

    Zitat

    Man muss vielleicht noch ergänzen: Solange man sich bewusst wandelt und verändert.

    Life has it's ways. ;-)


    Bewußtheit und Aufmerksamkeit sind sicherlich immer gut. Doch es sind von Natur aus auch Grenzen gesetzt. Man trifft keine direkten Entscheidungen darüber, wem man im Leben begegnet, wie sich dieser verhält, was einem passiert und wie die Dinge sind. Man kann sich jedoch bewußt sein bzw. darüber entscheiden, wie man einem Impulsgeber gegenüber reagiert. Mit anderen Worten: Die Fragen kann man sich oft nicht aussuchen, die Antworten aber schon.


    Natürlich wirst du oft Mensch treffen, die antworten mit "Ich habe es nicht besser gewußt." oder "Ich konnte gar nicht anders."
    Das sind in der Regel Ausreden dafür, dass man einen geringen Freiheits- und Verantwortungsgrad hat, oder es ist ein Anzeichen dafür, dass man noch sehr jung ist (Kleinkind, Kind, Jugendlicher). Das Problem damit ist, dass man keine Wahl hat, und sich aus unglücklichen Situationen nicht selbst hinausnavigieren kann. Bei einem Kind ist das verständlich, bei einem Erwachsenen weniger.

    Zitat

    Als Kind und später unterlag ich ständig einem Wandel, auf den ich keinen Einfluss hatte (haben wollte ); nun muss ich jetzt seine zahlreichen Folgen korrigieren.

    Ich persönlich finde es äußerst spannend, mal darüber nachzudenken, wie viel man von seinen Eltern auf den Weg bekommen hat. Ich habe schon vor geraumer Zeit und immer wieder mal darüber nachgedacht, welche meiner Eigenschaften auf meine Eltern zurückzuführen sind – sei es durch Dinge wie Genetik oder dass ich es mir abgeschaut habe. Die Anzahl der Parallelen war verblüffend, was mich zu der Erkenntnis führt, dass ich gar nicht so frei und individuell bin, wie ich es vielleicht sein möchte. Das führt mich wieder auf mein Montessori-Posting von letztens zurück. Jeder hat seine Wurzeln und jeder wird eine Wurzel sein. Das gilt noch nicht mal nur für verwandtschaftliche Beziehungen, sondern für alle Beziehungen des alltäglichen Lebens. Jeder ist jeden Tag nicht nur ein Kind anderer, sondern gleichzeitig Vater bzw. Mutter anderer. Ist logisch, oder?


    Es gibt diesen, ich glaube, afrikanischen Spruch:


    Es bedarf eines ganzen Dorfes, um ein Kind großzuziehen.


    Macht das nicht irgendwie Sinn?




    Und wenn man sich nun auf meine Logik einlassen möchte, welche ich natürlich nur der Logik des Lebens abgeknappst habe, dann...


    1) Wir möchten alle, dass es uns und unseren Kindern gut geht.


    2) Wer ist nun das Kind bzw. wer ist der Vater bzw. die Mutter?



    Das Leben hat seine Phasen – wenn man ein Kind ist, ein Jugendlicher, ein Erwachsener, ein Gebrechlicher. Jeder darf und wird diese Phasen i.d.R. durchleben. Jede Phase bringt neue Fähigkeiten, Ansprüche und Herausforderungen mit sich. Es scheinen teils sehr große Herausforderungen zu sein, doch man sollte niemals vergessen, dass man sich selbst verändert – das Leben bleibt so, wie es schon immer war. :)z

    Zitat

    Natürlich wirst du oft Mensch treffen, die antworten mit "Ich habe es nicht besser gewußt." oder "Ich konnte gar nicht anders."

    und ... "ich weiß nicht besser", "ich kann gar nicht anders", "DIE sind schuld, ich kann also weiter jammern".

    Zitat

    Das sind in der Regel Ausreden dafür, dass man einen geringen Freiheits- und Verantwortungsgrad hat

    Hier in Forum ist eine Userin Namens Tränentaucherin, die in diesem Thread ihre Meinung zur Pedophilie vertritt. Sie beweist - meiner Meinung nach - einen unglaublich hohen Freiheits- und Verantwortungsgrad. Hut ab!

    Du klingst traurig. Ob eine Insel da Abhilfe schaffen kann?
    Auf dass es dir bald besser geht – ob mit oder ohne Insel. :)*


    Ich für meinen Teil habe gleich Feierabend, und kann meinen Blick dann etwas weiter schweifen lassen, als bis zu diesem bekloppten Monitor. Yeah. :-D

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    Einsame Insel finde ich auch ganz nett. Am besten mit 'ner fetten Villa drauf oder doch lieber mit 'ner Hütte aus Palmenblättern, und Essen, dass man sich selbst fangen bzw. pflücken muss. Aber so ganz einsam auf einer Insel, wo kriege ich da meinen Traumpartner her, oder jemanden, der mich unterstützt, wenn ich mal Hilfe brauche?


    Mal angenommen, ich bin nicht alleine auf der Insel, sondern mit anderen, dann will ich aber auch der sein, der dort die Gesetze macht. ;-) ;-D

    Zitat

    Schlummert da ein kleiner Diktator in dir ]:D

    Aber sicher. Warum sollen immer andere mir sagen, was ich zu tun und zu lassen habe, wenn ich das selbst doch viel besser kann. ;-)

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    Die Vorstellung alleine dort zu sein ohne einen menschen...Wunderbar.

    Dann hört die YangYin-Linie dort allerdings auf.

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    "Den" Traumpartner gibt es sowieso nicht

    Deswegen heißt es ja auch Traumpartner. ]:D