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    Erklaer mal, was "wahre Gerechtigkeit" ist, und woran man sie erkennt.

    In aller Kürze wäre das meine Antwort:

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    Gerechtigkeit ist etwas, für was man sich einsetzen und in sich spüren kann.

    Die lange Variante wäre, dass man jede kleinste Kleinigkeit auf den Aspekt der Gerechtigkeit hin untersuchen bzw. betrachten könnte – allerdings ein gigantisches Unterfangen. Dieses Unterfangen würde eine riesige Menge an Wörtern, Beschreibungen und Vergleichen produzieren – in gewisser Weise passiert das schon -, aber letzten Endes auf das Prinzip Gerechtigkeit zurückführen, welches sich besser spüren als beschreiben lässt.

    Die kurze Antwort ist aber keine Antwort, weil man sich ja auch fuer alle moeglichen anderen Sachen als "Gerechtigkeit" einsetzen und sie in sich spueren kann.


    "Gerechtigkeit" ist anscheinend ein Thema, wo unsere "philosophischen Unterschiede" am deutlichsten zu sehen sind. Fuer mich ist Gerechtigkeit in erster Linie ein Wort, welches von verschiedensten Menschen fuer verschiedenste Sachen gebraucht wird, das gut klingt, das aber der Verstaendigung eher abtraeglich ist, weil wenn es benutzt wird, die Leute meistens voraussetzen, dass man sich einig ist; eine Illusion, die sich aufloest, wenn man genauer hinguckt.

    Gerechtigkeit ist die annehmbare Einstellung, Gerechtigkeit walten zu lassen - hauptsächlich in sich selbst.


    Gerechtigkeit hat nicht nur etwas mit Glück zu tun, sondern auch mit Liebe - zumindest ist Ungerechtigkeit kein guter Nährboden für Glück und Liebe.


    Gerechtigkeit kann auch Barmherzigkeit bedeuten.


    Man sollte nicht zu hart mit sich ins Gericht gehen, wenn es um Gerechtigkeit geht.

    Lewian

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    Da aber nicht alle das Gleiche sehen – warum sagst du, dass alle das Gleiche sehen muessten? Warum kann man nicht genauso gut damit leben, dass alle sehen, was sie eben sehen?

    Man kann alles, und Vieles nur für begrenzte Zeit.


    Natürlich sehen Menschen Dinge verschieden, teils grundverschieden, und gleichzeitig streben Menschen nach Nähe bzw. Annäherung. Die Lösung eines vermeintlichen Paradoxon besteht darin, Dinge ähnlich oder auf die eine Weise zu sehen.

    Lewian

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    Es ist leider schwer, jemanden davon zu ueberzeugen, die Welt anders zu sehen, denn das widerspricht ja seiner Weltsicht. 8-)

    Niemals würde ich jemanden von einer bestimmten Sicht überzeugen wollen. Eher ist der Prozess so, dass das Leben ein gigantisches Sammelsurium an Sichtweisen anbietet, wenn man genau hinschaut. Jeder entscheidet selbst.

    Setzen

    Ja.


    Ich persönlich würde kleine Modifikationen vornehmen.

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    Fröhlich sein – so gut wir können.

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    Lieben – wann immer wir es können.

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    Durchhalten – immer.

    Ich denke nicht, dass man immer durchhalten muss und kann.


    Und noch etwas anderes:


    Ich darf gerade ziemlich deutlich spüren, dass ich die auch vorhandene positive Kraft des Schicksals oft unterschätze.


    Zugegebenermaßen ist diese Erkenntnis gerade sehr durch meine persönliche Situation geprägt (aber das sind ja alle Erkenntnisse, die nicht wissenschaftlich sind – wobei auch die manchmal subjektiv gefärbt sein können) und wohl nicht "überdauernd", aber jetzt gerade...jetzt....stellt sie sich so dar.


    Es gibt positive Schicksalsschläge.

    Setzen6


    ist gerade eher


    AufstehenReden.


    Ich hätte nicht gedacht, dass in mir so eine Krawallbürste stecken kann. Meine Macht ist derzeit nicht Selbstbeherrschung sondern mein Mund.


    Holy crap, war ich in den letzten Tagen ehrlich. :=o Verbaler Befreiungsschlag. Vielleicht ist das meine Logik vom Glücklichsein? Aufstehen können, reden können, nein sagen können, den Kopf hoch?


    Auf jeden Fall ist es befreiend und das ist sicherlich schon einmal eine Stufe zum Glück.