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    Das ist eine sehr spannende Frage. Ich finde eine gute Anregung liefert das Buch die 4-Stunde Woche, die auf übertriebene Art und Weise mit Standardglaubenssätzen aufräumt. Es bedarf keinem Reichtum um glücklich zu Leben. Auf jedenfal ein sehr lesenswertes Buch =)

    Vier-Tage-Woche kenne ich, aber die Vier-Stunden-Woche noch nicht ;-)


    Ob uns kürzere Arbeitszeiten glücklicher machen, wer weiß?


    Ich glaube nicht daran, obwohl ich weiß, dass glauben nix wissen heißt.


    o:)


    Euch allen einen guten Jahreswechsel und ein gutes, gesundes und harmonisches Jahr 2012 @:)

    Zum Thema Glücklichsein:


    Ich glaube, es ist ganz ganz wichtig, dass man durch Unglück nicht zu hart wird. Um glücklich werden zu können, muss man mit Härte immer mal wieder Tiefschläge verkraften können. Aber wenn das Glück dann kommt, dann muss man rechtzeitig weich werden und es hereinlassen.


    Richtig glücklich war ich immer in den Momenten, in denen ich alleine war (weil ich mir da meine Schwäche zugestehen konnte) und wenn es jemand vermochte, meine Härte zu untergraben und meine Schwäche auszupacken.

    Mich hat ein guter Freund gefragt, was ich von meinem Leben gerne sagen können würde, wenn ich mit 80 sterbe.


    Was möchte ich am Ende meines Lebens gerne sagen können?


    Vielleicht das:

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    Ich habe bis zum Schluss lieben können. Mich hat jemand beständig geliebt und seine Liebe war verlässlich im höchstmöglichen Maße. Ich habe verlässliche Menschen kennen gelernt und habe überwunden, wenn Menschen nicht verlässlich waren. Ich habe gelernt, ehrlich zu mir zu sein, so schwer es auch war. Ich habe die Hoffnung verloren und immer wiedergefunden. Ich habe ohne Gott leben können und durfte dann erfahren, dass es mit Gott ein wenig leichter geworden ist. Ich habe nicht immer mein Bestes gegeben, aber oft genug. Ich verzeihe mir die Momente, in denen ich nicht ehrlich war und in denen ich auf meinen eigenen Vorteil bedacht war und damit anderen schadete. Ich hoffe, dass ich die Welt ein bisschen verändert habe, und sei es nur in etwas Kleinem, fast Unsichtbaren. Ich hoffe, dass meine Existenz nicht nur für mich einen Sinn hatte, sondern auch für andere Menschen. Ich bin dankbar, dagewesen zu sein und erachte es als Geschenk.

    Nun kenne ich das Wunschende meiner Geschichte.


    Es gilt nun, den Weg dorthin zu finden.


    Und es ist auch wichtig, zu akzeptieren, dass das Wunschende vielleicht ein Wunschende bleibt.


    Müde werde ich auf alle Fälle am Ende sein, und schlafen wollen, und das ist doch schon einmal eine gute Perspektive.

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    Was möchte ich am Ende meines Lebens gerne sagen können?

    "Danke."


    Wenn ich dann mit einem tiefen Gefühl der Liebe diese Bühne verlassen kann, bin ich dort angekommen, wo ich hin möchte.


    Ja, so wirds kommen. Ob mit 80, mit 90 oder mit 108...das ist unwichtig ;-)


    Grüße und alles Gute *:) @:)

    Meine Mutter ist ganz schön anstrengend. Ich weiß, dass sie es gut meint, ihre Pflicht erfüllt – eben auch gar nicht anders kann, als sie es eben tut. Jedoch macht das jegliches unbefangene Gespräch zunichte oder lässt es erst gar nicht entstehen. Ihre ganze Welt besteht aus Härten, Pflicht und Ernst. Ihr Lachen, ihr Frohsinn, ihre Lockerheit wirken gezwungen auf mich, wie die "gute Miene zum bösen Spiel". Und so läuft es vom Belanglosen immer auf das Ernste hinaus – alles dreht sich um Geld und Pflichterfüllung (insbesondere gegenüber der Familie). Da ist kein wirkliches Verständnis für die Dinge, die ich erzähle / erzählen könnte, und was sie mir bedeuten – was nur seltenst etwas mit gut oder schlecht zu tun hat, sondern damit, wie die Natur von Dingen ist und wie sie auf mich wirken. Doch alles, was ich von mir gebe, alles was ich bin, durchläuft ein extrem grobes und strenges Raster und fällt somit entweder in die Kategorie "anständig" oder "verfehlt". Das ist verdammt anstrengend für mich.


    Letzen Endes bleiben mir nach reiflicher Überlegung immer nur drei Handlungsoptionen:


    1) heftigster Streit


    2) zu Allem mein Ja und Amen bekunden


    3) schweigen und die Dinge nicht zu nah an mich ranlassen


    Es ist traurig, aber wahr: Ich muss mich vor meiner Mutter schützen.


    Muss mich davor schützen, dass sie mich infiltriert, mich bricht. Und sei es nur dadurch, das ich offenkundig sie und mich belüge, selbst "gute Miene zum bösen Spiel" mache und letzten Endes ihr Leben lebe anstatt mein eigenes. Also schweige ich.

    Bezogen auf die drei oben genannten Punkte:

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    1) heftigster Streit

    Das wäre zwar ehrlich, aber führt erfahrungsgemäß nicht zu irgendeiner Einigung oder Verständnis, sondern nur dazu, dass jeder seine Position beibehält und sich einfach nur herausstellt, wer den längeren Atem hat bzw. am lautesten ist.

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    2) zu Allem mein Ja und Amen bekunden

    Das ist die Lüge, mit welcher ich mich nicht gut fühle. Das kann zwar kurzfristig "Harmonie" erzeugen, aber ist langfristig nicht haltbar. Ich kann mich nur sehr schlecht verbiegen. Schon das Verbiegen mittels Wörtern tut mir mehr oder weniger weh.

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    3) schweigen und die Dinge nicht zu nah an mich ranlassen

    Toll finde ich diese Variante nicht, aber sie erscheint mir in Anbetracht aller Umstände und Möglichkeiten noch die ehrlichste und beste.

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    Und sei es nur dadurch, dass ich offenkundig sie und mich belüge, selbst "gute Miene zum bösen Spiel" mache und letzten Endes ihr Leben lebe, anstatt mein eigenes.

    Das wäre entsprechend der von mir genannten Option 2, und eben das, was ich nicht mache, nicht kann, nicht will.


    Schweigen ist für mich keine Lüge, zwar ein Statement, aber nicht unwahr. (Option 3)

    Im Übrigen kann es sehr unangenehm sein, wenn zwei Menschen gemeinsam am Tisch sitzen (beispielsweise beim Essen) und die ganze Zeit schweigen. Eher ein schlechtes Zeichen für die Beziehung – obwohl das eine subjektive Sicht ist, zu der es sicherlich auch gute Gegenbeispiele gibt.


    Ich habe mir schon vor geraumer Zeit angewöhnt, mein eigenes Schweigen und das anderer zu mögen. Manchmal gibt es einfach nichts zu sagen, und das muss in keinster Weise negativ sein.


    Natürlich ist nicht jedes Gespräch gleich, so wie auch nicht jedes Schweigen gleich ist.

    Ich werde meine Mutter ganz sicher nicht umerziehen. Allerdings wird auch sie mich nicht umerziehen. Ich akzeptiere gerne, dass das, was sie als richtig empfindet, für sie richtig war und immer noch ist. Und ganz sicher möchte ich keinen Krieg mit meiner Mutter, aber dennoch bestehe ich darauf, dass ich in meiner ganz eigenen Zeit lebe, mit meinen ganz persönlichen Umständen und Lebenserfahrungen, und somit mein ganz persönliches Wertesystem und Weltsicht anwende, und nicht das irgendeines anderen – auch nicht das meiner Mutter.


    Ich kann und will nicht das Leben meiner Mutter leben, weil mein Leben anders ist.

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    Ich kann und will nicht das Leben meiner Mutter leben, weil mein Leben anders ist.


    _Tsunami_

    das ist doch mal ein statement. :)=

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    Ihr Lachen, ihr Frohsinn, ihre Lockerheit wirken gezwungen auf mich, wie die "gute Miene zum bösen Spiel".

    vielleicht ist das ja wirklich nur deine sichtweise ":/ .......für dich mag das also stimmen aber andere würden das vielleicht anders sehen.......jeder mensch hat irgendwo seine eigene wahrheit die weder richtig noch falsch ist. :)z

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    Muss mich davor schützen, dass sie mich infiltriert, mich bricht.

    sehe es als "training" um deinen willen zu prüfen........die menschen die uns am meisten aus dem gleichgewicht werfen und uns sorgen bereiten sind unsere grössten lehrer. ;-)

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    Im Übrigen kann es sehr unangenehm sein, wenn zwei Menschen gemeinsam am Tisch sitzen (beispielsweise beim Essen) und die ganze Zeit schweigen.

    in der tat.........man kann halt nicht nicht kommunizieren. ;-)

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    Im Übrigen kann es sehr unangenehm sein, wenn zwei Menschen gemeinsam am Tisch sitzen (beispielsweise beim Essen) und die ganze Zeit schweigen.

    Du koenntest versuchen, "unverfaengliche Themen" anzusteuern.

    Bei mir gibt es sowas wie unverfängliche Themen, mehr als nicht, aber bei Mutter nicht.


    Würde sagen, dass keine Welt schlechter ist als die andere, aber beide sind weit voneinander entfernt. Ich würde schätzen, dass du, Lewian, relativ gut durchkommen würdest. Aber auch du kämst nicht ungeschoren davon.


    Bevor meine Mutter einen Fehler macht, hast du schon mindestens ein Dutzend begangen. Meine Fehler hingegen sind schon gar nicht mehr zählbar. So ungefähr läuft das.