Ja, über den künstlerischen Wert lässt sich bekanntlich streiten, was wohl in Bezug auf das "Rolling Horse" (Fusion aus Pferd und Eisenbahnrad), welches auf der Nordseite des Hauptbahnhofs steht, schon zur Genüge getan wurde. Ich persönlich sage mal so: Es stört mich nicht.


    Viel schöner/ausdrucksstärker/ergreifender finde ich diese schwarzen Bronzeskulpturen im Kolonnadenhof der Museumsinsel. Leider finde ich gerade keine Bilder von den einzelnen Skulpturen, außer dieses, welches wohl die neueste Skulptur darstellt, welche ich aber im Vergleich zu den anderen eher "langweilig" finde.

    Zitat

    Schon merkwürdig, wie groß die Differenz zwischen dem ist, was ich meine was man von mir erwarten kann und dem, was andere tatsächlich von mir erwarten.


    Entweder ich bin ein verdammt guter Blender oder ich bin tatsächlich gar nicht so schlecht in dem, was ich mache. ":/

    Wo finden wir nun hierin die Wahrheit? ":/

    Ich denke alles ist ein bisschen wahr: Ich bin wohl gut und gleichzeitig ein guter Blender. 8-)


    Nein, mal im Ernst: Bei allem Guten, was mir widerfährt, denke ich immer, ich hätte es nicht verdient oder es mir durch unlautere Mittel verschafft. :-|


    Ich glaube ich war noch nie wirklich stolz auf mich. ":/


    Aber ich habe gerade einen Glücks-Flow: Räume die Wohnung auf, packe meine Arbeitstasche, schmeisse ein paar Dinge weg, sortiere meine Arbeitskleidung, die Waschmaschine läuft.


    Aufbruchstimmung. Verdammt, ich freue mich auf den Alltag, der gar kein Alltag ist.


    Struktur, ich komme! Endlich wieder Struktur. Menschen die sich wundern würden, wenn ich nicht kommen würde; Pflichten die erledigt werden müssen; früh aufstehen; sich auf den Feierabend freuen; morgens begrüßt werden; "Sie sehen heute schön aus!" hören; vermisst werden...all das.


    Wieder wirklich da zu sein. Gebraucht zu werden. Geachtet zu werden, mal mehr mal weniger. Und wenn weniger, dann um die Achtung kämpfen müssen.


    Selbstvergewisserung.

    Zitat

    "Was hilft, hat Recht."

    Weise Aussage.


    Allerdings verstehe ich den Zusatz

    Zitat

    Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, ist das ein durchaus wahrer Spruch.

    nicht.


    Eher denke ich, "was hilft, hat immer Recht".


    Natürlich kann man auch Hilfe und/oder Unterstützung relativieren, aber das ist irgendwie pervers, und zeigt nur die Dummheit, vor der Bedeutung der Wörter zu flüchten.


    Und natürlich ist Hilfe immer Hilfe zur Selbsthilfe – für einen selbst und für andere – von anderen und von einem selbst. Zumindest sollte es so ein.

    Es ist, wie es ist. Natürlich helfen Drogen nicht, nicht wirklich. Nun sind sie aber existent und werden konsumiert – aus verschiedensten Gründen. Manchmal ist es einfach nur Neugier, mal Abwechslung, mal Abhängigkeit, mal der einzige Schmerzlöser.


    Drogen verändern die Welt in verschiedenster Weise – hauptsächlich können sie relativ effizient eine "schöne Welt" produzieren. Es ist ein "einfacher" Weg, die Welt zu "verändern". Natürlich merkt man meist recht bald, dass sich die Welt nicht wirklich verändert hat. Grundsätzlich gibt es drei Handlungsalternativen:


    1) die Welt akzeptieren, wie sie ist


    2) die Welt zu verändern


    3) "auf Droge bleiben"


    In der Regel sind wir alle Mischformen aus den drei Vorgenannten.

    Zitat

    Nein, mal im Ernst: Bei allem Guten, was mir widerfährt, denke ich immer, ich hätte es nicht verdient oder es mir durch unlautere Mittel verschafft. :-|

    Smile. :-) Du kannst dir nicht immer alles aussuchen. Das weißt du. Und trotz allem tust du, was du tust. Du tust viel und du tust es gut. Für mich persönlich besteht daran kein Zweifel, und das ist etwas, was ich nur selten sage, auch und gerade in Bezug auf andere Menschen. Du wirst es nicht verhindern können, dass andere dir Geschenke machen bzw. du sie erfährst. Das geht jedem Menschen so, mal mehr, mal weniger, mal kleinere, mal größere Geschenke. Das ist weniger deine Wahl, als die Wahl anderer oder die Wahl des Lebens. Wenn du es mit dir, deiner Selbstvergewisserung, deinem Selbstbewusstsein, deinem Leben vereinbaren kannst, dann akzeptiere und genieße Geschenke. Das Leben besteht auch und insbesondere zu einem wichtigen Teil darin, Geschenke zu machen und anzunehmen. Geschenke werden nicht verdient, sondern gemacht. Und dann werden sie eben angenommen oder abgelehnt.


    Es ist immer eine Entscheidung zu treffen – natürlich auch bei Geschenken.


    Ich zum Beispiel mag Geschenke, aber ich würde nicht jedes annehmen.