Setzen6

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    "Das Glueck, das ich gerade spuere, ist verdient". Aber das ist doch nicht ganz dasselbe, es verzerrt irgendwie, worauf es eigentlich ankommt.

    Tut es das wirklich?'Ich würde sagen, die Frage, ob man es verdient hat und die dann hoffentlich folgende Erkenntnis, dass man es verdient hat, ergänzt lediglich das Gefühlsspektrum des Glücks.

    Ich glaube, die Verzerrung, die ich meinte, besteht darin, dass der Satz mit dem "verdient" indirekt sagt: "Das Glueck ist da, weil ich etwas geleistet habe", waehrend es eigentlich heissen muesste: "Das Glueck ist da, indem ich etwas geleistet habe." Kann man den Unterschied sehen? Es sind wohl nur Nuancen. Aber sie kommen mir bedeutsam vor.


    Nabenbei, was "wirklich" ist, darf man mich nicht fragen... keine Ahnung. 8-)

    YinYang


    Wenn der Wesenssatz bloss immer so einfach zu leben waere...


    Ich habe mir mal vorgenommen (und der Vorsatz gilt immer noch), dass ich nicht mehr, wenn ich Leuten was raten will (vor allem in psychischen Dingen) das Wort "einfach" benutzen will. Also so etwa: "Mach doch einfach das und das..." Weil ich den Leuten anerkennen moechte, dass es fuer sie nicht einfach ist, und dass es auch nicht allgemein einfach ist, wenn es nicht fuer die einfach ist, an die es gerichtet ist (denn die sind massgeblich).

    Ja, ich kann den Unterschied sehen.

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    Das Glueck ist da, weil ich etwas geleistet habe

    Diese Aussage würde das Glück aber auch stärker personifizieren als ich es jemals tun würde.

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    Das Glueck ist da, indem ich etwas geleistet habe.

    Gefällt mir.

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    Ich habe mir mal vorgenommen (und der Vorsatz gilt immer noch), dass ich nicht mehr, wenn ich Leuten was raten will (vor allem in psychischen Dingen) das Wort "einfach" benutzen will. Also so etwa: "Mach doch einfach das und das..." Weil ich den Leuten anerkennen moechte, dass es fuer sie nicht einfach ist, und dass es auch nicht allgemein einfach ist, wenn es nicht fuer die einfach ist, an die es gerichtet ist (denn die sind massgeblich).

    Genau das habe ich neulich auch zu jemandem gesagt: "Mach doch einfach..." und habe dann hinterhergeschoben: "Einfach isses übrigens nicht, das ist eine syntaktische Macke, die ich habe" 8-)

    ja einfach und eigentlich sind dumme wörter die immer zweifel im raum stehen lassen.........

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    ja einfach und eigentlich sind dumme wörter die immer zweifel im raum stehen lassen.........

    :)z


    Einfach impliziert auch irgendwie, dass man es selbst scheinbar besser könnte, auch wenn man es eigentlich vielleicht auch nicht könnte.


    Eigentlich hinterlässt immer den Nachgeschmack: ich habe selbst keine Ahnung, meine Ratlosigkeit ist übermächtig, aber sagen will ich trotzdem was.


    Ich benutze beide Worte zu oft.