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    Da kann man mit der Ernährung anfangen. Sich gesund ernähren , ohne diesen ganzen Industriefraß, kann auch Spaß machen und man fühlt sich freier.

    Ja, das sollte man meines Erachtens tun, und tatsächlich ist es eine der größten stark unterschätzten Freiheiten. Es macht tatsächlich auch Spaß, sich bewusst zu sein, was man sich da tagtäglich so reinschiebt. Allerdings setzt das auch irgendwie Wissen voraus, und das wiederum tatsächlich einen gewissen Aufwand bzw. Bildung, welche nicht einfach so vom Himmel fällt.

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    Nicht jeder hat einen Garten, aber einfach sich von dem ernähren was da gerade wächst hat was Ursprüngliches, man fühlt sich unabhängig.


    Ja, es ist ein ganz anderes Gefühl etwas zu essen was man selber geerntet hat, als wenn man sich mit Sachen aus dem Supermarkt ernährt.

    Auch dem stimme ich zu, wobei es wohl auch ganz praktisch nachvollziehbar ist, dass viele Menschen in ihrem ganzen Leben keine einzige Kartoffel aus dem Erdreich buddeln – oder so ähnlich. Oftmals ergibt sich die Situation einfach nicht. Dass die Pflegefamilie, wo ich in jungen Jahren aufgewachsen bin, neben einem Garten auch einen Kartoffelacker und ein Gemüsefeld hatten, wo ich oft mit war, ist gewissermaßen reiner Zufall. Sonst, hmm – keine Ahnung.


    Dann wiederum die Entscheidung, ob Fertigessen oder Kochen, wenn man nicht gerade Rohköstler ist. Ich selbst bevorzuge warmes / gekochtes Essen, was allerdings ein gewisses Maß an Zeit und Fähigkeit benötigt. Eigentlich braucht es von beidem nicht so extrem viel, aber... ja, in vielen Fällen Fehlanzeige. In jedem Falle finde ich was – auch preislich gesehen – "Akzeptables" vom Italiener oder Asiaten schon mal besser als Tiefkühlkost, Konserven oder Tüten. Kochen ist tatsächlich mit gewissem Aufwand verbunden, den ich aber als sehr lohnenswert empfinde. Das Schnipseln der Zutaten und dampfende Kochtöpfe auf dem heimischen Herd – wunderbar. x:)


    Und dann natürlich das Verzehren des Ganzen, womöglich mit Freunden oder der Familie. x:)


    Natürlich hätte man auch mal die Zeit, sich auf ein Feld oder Bauernhof zu begeben. Und natürlich könnte man seine Zeit und Fähigkeiten auch mal fürs Kochen aufwenden. Allein, man verwendet seine Zeit und Fähigkeiten für andere Dinge.


    Auch ist es schön, bekocht zu werden oder für andere oder mit anderen zu kochen. x:)


    Da weiß man, was man hat, und was man isst.

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    In jedem Falle finde ich was – auch preislich gesehen – "Akzeptables" vom Italiener oder Asiaten schon mal besser als Tiefkühlkost, Konserven oder Tüten.

    Ja, das stimmt, kommt auch ganz auf den Laden an. Manche sind gut, andere verkaufen nur so´n Fertigmampf.

    Weiß nicht mehr, wer es sagte, aber ich stimme dem zu, dass man auf möglichst frische Zutaten zurückgreifen sollte, und auf Chemikalien möglichst verzichten. Chemikalien, deren Namen man noch nicht mal aussprechen kann oder sich hinter irgendwelchen E-Nummern verstecken, gehören nicht wirklich ins Essen, respektive Körper.

    Ich persönlich ernähre mich nicht wirklich gesund. Auf jeden Fall geht da noch was. Mein Körper wird es mir danken, je älter ich werde, desto mehr. Wie sagte mein Lieblingsonkel so schön: "So wie du deinen Körper in der Jugend behandelst, so wird er es dir im Alter zurückzahlen."


    Ja, ich denke, er hat seine Lehren gezogen, und wollte mich trotz seiner Froh- und Risikonatur darauf hinweisen, dass ich es nicht zu bunt treiben soll.


    Auf meiner Plusseite gesunden Ernährungsverhaltens steht, dass ich zum Beispiel keine Chips esse und sehr viel Wasser trinke. Wenn ich jetzt anfangen würde, regelmäßig Chips zu essen und Softdrinks zu trinken. Ja, es bliebe nicht ohne Effekt. Und der Effekt über Monate und Jahre wäre sehr viel gravierender, als nur der über ein paar Wochen.


    Meine gesunden Ernährungsgewohnheiten bestehen meines Erachtens weniger in dem, was ich verzehre, als in dem, worauf ich verzichte, weil es einfach nicht den Status Lebensmittel verdient hat. Mittlerweile ist das tatsächlich eine Gewohnheit geworden – es geht automatisch. Wie jedoch gesagt, da geht noch Einiges, in Bezug auf beides – also den Verzicht sowie den Verzehr.

    Natürlich geht es auch um diverse Genussmittel, z.B. Tabakwaren und Alkoholika, wobei auch viele "typische Ernährungsmittel" wie zum Beispiel Chips und Softdrinks nichts anderes als Genussmittel sind. Es geht nicht um Gesundheit oder Nachhaltigkeit, sondern um den kleinen physiologisch-chemischen Kick, das kleine, leicht beeinflussbare Glück.


    So ganz kommen wir offensichtlich ohne das Ganze nicht aus. Soweit es um mich geht, geht es mir auch gar nicht um irgendeine Art von "Perfektion", aber um ein bisschen mehr Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit, und wenn ich es schaffe, dann eben noch ein bisschen mehr.

    Ja, Verzicht ist oft Gewohnheit, z.B. Tee ohne Zucker trinken. Nach kurzer Zeit vermisst man den Zucker gar nicht mehr.


    Nochmal etwas zurüchgeblättert, es ging ja um gesund und frei. Selbstgeerntetes Obst und Gemüse ist ja nicht nur gesünder, es ist ein ganz anderes Gefühl von Unabhängigkeit und auch Freiheit, als wenn man Sachen kaufen tut. Wie der Konditor aus Hamburg , man muss ja keine Käfer essen, aber mal einen Tag sich von Dingen ernähren die man so findet. Ob nun im Garten oder im Wald, Fluß, Wiese. Man bekommt eine ganz andere Beziehung zu den Dingen.

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    Ob nun im Garten oder im Wald, Fluß, Wiese.

    :-o ;-D


    Klingt gut für mich, aber bei meiner mangelnden Kenntnis, würde ich wahrscheinlich was essen, was zwar nicht wie ein Fliegenpilz aussieht, aber denselben Effekt hat.

    Unter vielen möglichen, finde ich diese Prioritätensetzung ganz gut:

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    1) Freude


    2) Gesundheit


    3) Geschäfte

    In direktem oder übertragenem Sinne (insbesondere Punkt 3 betreffend) sind das unumgängliche und wichtige Bestandteile des Lebens. Ohne Freude macht die beste Gesundheit keinen Sinn bzw. zur Gesundheit gehört auch immer Freunde. Freude und Gesundheit gehen offenbar nicht immer einher (z.B. die Ernährung oder Drogen) – irgendwie wird man sich immer wieder entscheiden.


    Zum Glück und der Gesundheit gehören aber auch die Geschäfte bzw. die Arbeit – oftmals zwingend entgeltlich, oftmals auch nicht. Noch etwas einfacher ausgedrückt, geht es, da man nicht alleine ist, um Kommunikation und Verhandlungen. Manchmal verhandelt man mit sich selbst, oftmals mit anderen, um Überleben und Wohlergehen – manchmal ehrlich, manchmal scheinheilig. Man dealt sich gewissermaßen durch das ganze Leben. Man dealt sich in Arbeitsverhältnisse und man dealt sich wieder heraus, gleichfalls dealt man sich in Beziehungen hinein und wieder heraus. Manchmal findet man Beständigkeit, manchmal nicht. Selbstfindung? Vielleicht.

    Man entfernt sich von der Natur. Als Kind habe ich oft Beeren gesucht oder Sauerampfer oder Kamille gegessen. Es ist aber klar, wenn man in der Stadt aufgewachsen ist hat man sowas nicht kennengelernt. Da lernt man eben Essen gibt es beim goldenen M . ;-D