Ich danke euch für die netten Worten @:)


    Bei meinen Eltern war es so, zumindest bei meinem Vater, dass nichts gut genug für ihn war. Ich habe in seinen Augen irgendwie alles falsch gemacht und das hat er mich jedes mal nonverbal spüren lassen. Und dass ich wieder was falsch gemacht habe, hab ich dann immer nur anhand seiner Gestik, Mimik und seinem Verhalten mir gegenüber gemerkt, aber wirklich angesprochen hat er es nie :°( .


    Könnt ihr beide sagen, ihr habt es geschafft? Wie lange habt ihr insgesamt gebraucht um euer Leben umzukrempeln? @:)

    Zitat

    Bei meinen Eltern war es so, zumindest bei meinem Vater, dass nichts gut genug für ihn war. Ich habe in seinen Augen irgendwie alles falsch gemacht und das hat er mich jedes mal nonverbal spüren lassen. Und dass ich wieder was falsch gemacht habe, hab ich dann immer nur anhand seiner Gestik, Mimik und seinem Verhalten mir gegenüber gemerkt, aber wirklich angesprochen hat er es nie

    Ja, bei mir war es genauso, nur von beiden Seiten aus und mit dem Unterschied, dass ich meistens nur negative Dinge an den Kopf geknallt gekriegt habe, du bist doof, du bist schlecht usw. Dagegen wurde bei Dingen, die ich "gut" gemacht habe einfach nur geschwiegen als wäre es selbstverständlich und sich im Scheinwerferlicht vor Anderen präsentiert( Mein kind kann das und das, sieh was für ein toller Elterteil und überhaupt perfekter Mensch ich bin %-| :-/ ). Ich glaube, für die zwei ist eine ganze Welt zusammengebrochen als die "perfekte "Tochter nicht mehr so funktioniert hat und erst als ich keine Großverdienerin wurde. Die haben sich das immer gewünscht, dass ich sie überall finanziere. Allgemein sind sie sehr materiell eingestellt. Und dann kamen noch mehr Sprüche wie "du hast soo viele Möglichkeiten und nutzt die nicht, wenn ich an deiner Stelle wäre... .Mach doch das und das, das ist richtig. Ach, du bist unfähig usw usw." Ich glaube ich habe die wirklich enttäuscht....das tut mir aber sehr leid.... :=o Ich glaube, die haben sich nie wirklich für mich als Menschen interessiert, nur was ich denen als Wirtschaftsfaktor bringe ( immer weiter , immer höher, alles, was ich wollte ignoriert, was ich nicht wollte, gefödert und so ein zeugs). Was mir wirklich geholfen hat, war, mich von ihnen zu distanzieren und einfach seltener Kontakt zu haben. Weil das Schlimme ist, wenn man mit sdolchen Ansichten und Sprüchen aufwächst, denkt man irgendwann, dass es normal ist, sowas zu hören und so behandelt zu werden, so abwertend und missbilligend. Aber das ist nicht normal.


    Also die Muster zu durchbrechen hat bei mir schon ein Weilchen ( Monate...?) gedauert und ich denke, der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, aber ich merke die Veränderungen und fühle mich auch besser, menschlicher. Einfach schön, ein Mensch zu sein, zu leben, seine Gefühle ernst zu nehmen und niemandem was beweisen zu müssen.

    @ Chiquitaa

    Zitat

    Könnt ihr beide sagen, ihr habt es geschafft? Wie lange habt ihr insgesamt gebraucht um euer Leben umzukrempeln?

    Also, mein Leben umgekrempelt habe ich nicht - aber meinen Selbsthass-Modus bin ich losgeworden. Also ich würde schon sagen, ich habe es geschafft. Auch wenn ich von 100% noch ein Stück entfernt bin. Aber mit früher kein Vergleich mehr. Gar keiner.


    Ich hatte zwei Jahre Therapie, aber die Wirkung ging nach der Therapie sozusagen weiter, ich würde also mal schätzen so vier Jahre habe ich bis zum aktuellen Stand gebraucht.


    Allerdings hatte sich auch vor der Therapie schon einiges getan (durch Ausziehen von zu Hause, Partner kennen lernen, neues Umfeld kennen lernen, neuen Einflüssen ausgesetzt sein etc.). Aber entscheidend war für mich die Therapie.