und selbst wenn nich, pohoda, is es erlaubt.


    ich führe selbst ein "trennungs-tagbuch" hier. es schreibt zwar kaum jemand rein, aber wenn doch, freue ich mich. und ich finde es schön, wenn andere mir helfen bestimmte sachen durchzustehen. außerdem tut es gut, es nieder zu schreiben. forum= schreiben.


    also holli, tu was DIR gut tut! :)* @:)

    Zitat

    dann schreib ich es einfach nur noch für mich. wenn es hier stört möchte ich ja auch keinen damit nerven.

    Dass es jmd stört glaub ich nicht, bzw wär das dann dessen Problem. (wobei eine Triggerwarnung in Titel oder Eingangsbeitrag vllt sicherheitshalber trotzdem nicht schlecht wär).


    Hauptsache das Schreiben (egal ob hier oder privat) ist sinnvoller Teil deiner Aufarbeitung. Tipp: Schreib nicht nur auf was passiert ist sondern fühle auch in dich was es heute mit dir macht, was das schreiben mit dir macht, nach welchem emotionalem Umgang damit du dich sehnst und solche Gefühlsdinge die sich im hier und jetzt befinden.


    Das ist aber nur ein intuitiver Tipp und absolut unverbindlich, es gibt keine Vorschriften wie Missbrauch "richtig" aufzuarbeiten wäre und du musst letztendlich selbst einen Weg finden. Vllt ist das Nacherzählen ganz richtig für dich, zu der Intuition des Tipps kam ich nur weil die reine Nacherzählung wirklich etwas abgespalten klingt.


    Vllt schreibst du den emotionalen Bestandteil einfach nicht her das wäre auch in Ordnung, da ich das aber nicht weiß mach ich mir etwas Sorge dass sich das Erlebnis des Missbrauchs ohne das emotionale Zulassen und trotzdemiger Konfontation durchs schreiben vllt einfach nur weiter ins Gedächtnis einbrennt ohne wirklich etwas zu verändern in dir. Aber das musst du alles selbst wissen, fühl dich auf keinen Fall kritisiert, sind nur meine Gedanken dazu die ich dir anbiete um vllt was damit anzufangen oder auch nicht, beides voll ok.


    Auf alle Fälle viel Erfolg auf deinem weiteren Weg :)*

    ok...dann schreib ich jetzt mal wie ich mich dabei fühle wenn ich das alles auch wieder lese und aufkeimen lasse.


    auf der einen seite ist es natürlich befreiend, sonst würde ich es denke ich auch nicht weiter machen. aber auf der anderen seite fühle ich mich manchmal schon wieder sehr stark in der opferrolle. ich kann es manchmal selbst nicht fassen was da alles passiert, was da für mich normal war/ist. z.b. das ich mir selbst den arm gebrochen habe und auch heute noch wieder den drang dazu habe. mal mehr mal weniger, aber stehts vorhanden. und ich finde es unfair das ich keine normalen startmöglichkeiten bekommen habe. ich finde es unfair und es macht mich unendlich traurig. ich werde keine möglichkeit mehr bekommen ein kind zu sein. das hat mir eine person einfach weg genommen. und angemessen bestraft worden ist er auch nicht. ich verliere immer wieder das vertrauen in mich, die menschen und auch die justiz. wenn ich teilweise in den nachrichten von urteilssprüchen höre fühle ich mich benachteiligt.


    ganz viele gefühle^^

    Zitat

    ganz viele gefühle^^

    kein Stress^^ das war keine Aufforderung nur Anregung ;-)

    Zitat

    ich finde es unfair und es macht mich unendlich traurig.

    versteh und kenn ich

    Zitat

    ich werde keine möglichkeit mehr bekommen ein kind zu sein.

    ganz so aussichtlos ist es nicht, man trägt immer ein Stück Kind in sich und mit ihm kann man sich versöhnen und es ausleben (vereinfacht ausgedrückt, gibt ganze Fäden, Bücher und Internetseiten zu dem Thema "inneres Kind")

    Zitat

    und ich finde es unfair das ich keine normalen startmöglichkeiten bekommen habe. ich finde es unfair und es macht mich unendlich traurig.

    so empfinde ich es auch. auch ich habe ähnliches durch und finde es einfach unfair, dass einem kind durch sowas das ganze leben ruiniert werden KANN. kann weil es NICHT muss. kämpfen. kämpfen und dem täter keine chance mehr geben das eigene leben beherrschen zu können. lange genug "HATTE er die macht". aber auch nur weil du ein kleines KIND warst aber soll ich dir mal etwas sagen? er hatte vielleicht die macht über deinen körper und das auch nur weil du zu klein warst, zu gebrechlich... du hattest auch nich den hauch einer chance, eben weil du ein kind warst. doch ich glaube ganz, ganz fest daran, er hatte NIE die macht über deine seele! sicher, er hat sie verletzt, gedemütigt und ihr weh getan, aber er hat sie NICHT zerstört! und warum nicht? weil er es nicht konnte! weil du stark bist- seelisch! sonst würdest du nich mehr leben! sonst würdest du nicht so stark sein! sonst wärst du zerbrochen, aber du kämpfst. sehe es als deinen persönlichen sieg! DU hast gewonnen, denn du hast überlebt!


    ganz viele :)*

    Liebe HolliWood,


    ich lese seit gestern fassungslos Deine Berichte und kann immer weniger begreifen, wie eine Mutter nicht merken kann, wie ihr Mann immer wieder nächtens durch die Wohnung schleicht, bei ihrer Tochter im Zimmer landet und solch verabscheuungswürdige Dinge tut.


    Und wenn sie es doch bemerkt hat und nichts unternommen hat, aus welchen Gründen auch immer, ist sie genauso verabscheuungswürdig wie Dein "Vater" - entschuldige, aber ich sehe das so.


    Um so mehr freue ich mich, daß Du beginnst, alles zu verarbeiten und noch mehr, daß Du einen Partner gefunden hast und das Zusammenleben ja offensichtlich gut funktioniert, das ist bei dem von Dir erlebten sicherlich nicht selbstverständlich.


    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für die Zukunft und bin gespannt, wie Deine Berichte weitergehen .


    Ich habe Hochachtung vor dem , was Du hier machst.

    ich bin aber auch nur so weil ein sehr guter freund mich mühsam wieder aufgepäppelt hat. er hat mir schöne orte gezeigt, mit mir kurse besucht die mir sehr viel selbstsicherheit gegeben habe, er hat mit mir den prozess bestritten, und er hat mir damals auch zugehört als ich ihm erzählt habe was mit mir passiert ist. nur deshalb bin ich so wie ich bin :-)

    Zitat

    nur deshalb bin ich so wie ich bin

    nein, du bist so, weil DU stark bist und weil DU nicht aufgegeben hast! oder kennst du ihn schon seitdem du 5 jahre alt bist? ;-)


    sicher, er wird dir geholfen haben und das ist auch super, ABER den entscheidenen teil hast DU beigetragen. verstehste?


    und nochmal :)*

    Zitat

    Naja, Tagebuchschreiben könnte sie auch zu Hause auf ihrem Computer oder eben ein Buch schreiben. Dieses Forum bietet doch etwas ganz anderes, sprich ist doch eine Plattform für Kommunikation mit anderen und genau das kommt hier etwas zu kurz – nämlich der Austausch, in welcher Form auch immer für welchen Zweck auch immer, sprich, dass sie etwas ändern will, sich mit anderen austauschen will, die ähnliches erlebt haben, Trost will, oder was auch immer. Es ist eher ein Monolog von der TE und vielleicht auch das, was manche UserInnen hier irritiert. In einem Forum will man sich in der Regel austauschen und nicht nur lesen. Insofern geht es – soweit ich es verstehe – auch nicht unbedingt in die Richtung, dass es erfunden ist, sondern dass kaum Kommunikation stattfindet.


    Kleio

    Hallo?


    Die Kommunikation kommt nicht zu kurz!


    Holli schreibt hier was ihr geschehen ist um sich anderen mitzuteilen, das kann man nicht mit einem Tagebuch???!!!


    Wenn man zu unsensibel ist, um ohne mit der Nase darauf hingestoßen zu werden zu merken, das sie Trost und vielleicht auch Zuversicht aus den Beiträgen der Anderen zieht, sollte vielleicht einfach nicht mitlesen und schreiben!


    Warum tut man das überhaupt, wenn einem ein Beitrag, indem jemand einfach seine Erlebnisse aufschreibt, nicht interessiert?


    Ein Forum ist nämlich meiner Meinung nach auch dazu da! %-|


    Sorry, das macht mich ein wenig wütend!


    Aber natürlich hast du auch ein Recht auf deine Meinung! :=o