Wem willst du schaden? Dir oder deinem "Vater"?


    Dein "Vater" hat dir bereits geschadet - das tut noch immer weh. Klar, es ist wie ein Echo der Seele.


    Deine körperlichen Schmerzen sollen das übertönen, doch sie können es nicht. Du musst in dein Inneres, dort liegt die Lösung. Dein Körper, dein Leben können nichts für das, was geschehen ist. Du bist weder Ursache, noch Ziel der Übergriffe deines "Vaters" gewesen. Dein Körper war sein Opfer. Er war nicht fürsorglich, er hat dich nicht beschützt, sondern er hat dich angegriffen und verletzt. Aber er hat nicht dich gemeint, sondern deinen Körper, weil er schutzlos war, weil er ihn nicht beschützt hat.


    Das macht es so schlimm für dich, weil er das Gegenteil von dem tat, was er eigentlich hätte tun müssen.


    Doch das ist vorbei und du hast es überlebt. Gönn ihm nicht den Triumpf, deinen Körper völlig und endgültig zu vernichten, sondern stehe wie Phönix aus der Asche deiner verlorenen Kindheit und werde zu einer starken, selbstbewussten Frau. Das ist eine schlimmere Strafe, als ein paar Jahre Gefängnis. Und für dich ist es die Chance auf ein schmerzloses Leben.


    Das wünsche ich dir von ganzem Herzen! @:) :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

    Langsam stand ich auf und machte mich auf den Weg nach Hause. Dort wartete meine Mutter schon mit Vorwürfen auf mich. Ich war 2 Stunden zu spät nach Hause gekommen. Sie sagte sie habe sich Sorgen gemacht. Und obwohl Sie sich Sorgen gemacht hat, merkt Sie nicht dass ich verletzt bin. Sie merkte auch nicht das ich zerbrochen war. Innerlich schrie alles. Und trotzdem merkte Sie nichts. Sie gab mir Stubenarrest und schickte mich ohne Abendessen ins Bett. Wie konnte Sie mir nur Stubenarrest geben? Draußen war ich doch sicher und konnte dem ganzen entfliehen. Die folgenden 3 Wochen waren sehr schlimm für mich. Wir hatten Ferien und Er hatte Urlaub. An diesen Tagen war es das erste mal das Er sich am Tag an mir verging. Meine Mutter schlief wie jeden Tag auch diesmal Mittags als er zu mir ins Zimmer kam. Er schmiss mich aufs Bett und hielt mir den Mund zu. Kurz darauf nahm er die Hand von meinem Mund und legte sie mir in den Nacken. Er stellte sich vor mir auf und ich sollte mich hinsetzen. Auf einmal drückt er mich in Richtung seines Schosses. Ich sollte ihn Oral befriedigen. Mir wurde schlecht und ich übergab mich. Er zog sich schnell wieder an und ging aus dem Zimmer. Ich fühlte mich noch leerer als sonst und fiel im nächsten Moment in Ohnmacht.

    Irgendwann kam ich wieder zu mir und setze mich hin. Was war mit mir passiert?Mir tat alles weh. Im selben Moment rief uns meine Mutter zum essen. Ich wollte aber nichts essen und blieb einfach sitzen. Irgendwann kam meine Mutter hoch um mich zu holen. Sie sah das ich mich übergeben habe und wischte das sofort weg. Ich saß noch immer noch benommen am Boden. Sie legte mich ins Bett und verließ das Zimmer. Und wieder hat Sie nichts gemerkt. Wieder hat sie nicht das kleine schreiende Kind in mir gemerkt. Wieder war Sie einfach keine Mutter!

    Also da haben dir deine Eltern aber nen ganz schön großen Rucksack aufgepackt. Man kann jetzt diese Menschen natürlich (völlig zurecht) moralisch verteufeln und sich auch mit der Frage beschäftgen warum das alles so passiert ist. Aber leider wird dir das bei deinen heutigen Problemen wohl nicht all zu sehr weiterhelfen..


    Das Problem, das du jetzt hast ist nämlich nicht mehr, dass andere dir weh tun. sondern dass du das (unfreiwillig) selber machst. Die wirklich interessante Frage ist jetzt also: Warum tu ich mir selbst (körperlich und seelisch) so weh?

    HolliWood

    Zitat

    ich nutze das hier auch um meine geschichte zu verarbeiten.

    Das Niederschreiben ist zumindest einmal ein Schritt. :)^ Wirklich aufgearbeitet sollte es schon im Rahmen einer Therapie werden. Du willst es ja hinter Dich lassen, oder?

    Zitat

    sehr lange einen therapieplatz und bis jetzt hat sich noch nichts konkretes ergeben.

    Wie meinst Du das? Stehst Du noch nirgends auf der Warteliste?

    Inzwischen war ich 9 Jahre alt geworden. Seid vier Jahren musste ich nun schon durch diese Hölle. Eine unglaublich lange Zeit wenn man noch ein Kind ist. Die Schule war zu meinem Alltag geworden, auch wenn ich sie meistens eher schlecht als recht meisterte. Freundinnen hatte ich keine und gemocht wurde ich von den meisten auch nicht. Sie merkten alle das ich *anders* war. Die meiste Zeit saß ich schweigend in der Klasse und guckte auf den Tisch. Ich konnte mich oft kaum wach halten und schlief zeitweise ein. Irgendwann kam dann der Tag der Tage der alles nochmals komplett geändert hat. Meine Mutter hatte uns zu einem Gespräch gerufen. Wir saßen dann alle zusammen und meine Mutter begann zu erzählen. Sie sagte das Sie mich liebt und das Sie das so machen musste. Mir wurde schlecht und ich ahnte was kommt. Mein *Vater* ist nicht mein Vater. Es war alles gelogen. In mir brach alles zusammen. Auf einmal hatte alles seinen Sinn verloren. Wenn er doch garnicht mein Vater ist, warum machte er das alles dann? Warum tat er mir weh? Meine Mutter betonte immer wieder das sich trotz allem nichts ändern würde. Es würde alles beim alten bleiben und er würde immer noch mein Vater sein. Als Er an diesem Abend wieder in mein Zimmer kam, weinte ich das erste mal nach 4 Jahren wieder.

    seid ein paar tagen schießen mir diese bilder alle wieder durch den kopf. ich habe das gefühl das ich beim prozess nicht klar machen konnte was da mit mir passiert ist. dass er mich zerstört hat. es ging nur um die sache. nur um den sex. es ging nich darum das da mit mir passiert ist. es ging auch nicht darum das er aus einem kleinen doch recht frölichen mädchen ein wrack innerhalb von wochen gemacht hat. er hat so eine geringe strafe bekommen und ich fühle mich zum teil nicht ausreichend verteidigt. es wurde nur der körperliche schmerz war genommen. aber nicht der schmerz der in mir ist. der schmerz der um weiten größer ist. der schmerz der mir das leben heute noch viel schwerer macht.

    oh meinn gott, erschreckende geschichte :°_


    aber ich finde es gut, dass du jetzt einen ausweg suchst, einen weg um das alles zu verarbeiten...


    ich hoffe du findest schnell einen therapieplatz...


    wir hören dir natürlich immer zu, wenn dir das hilft


    ein paar kraftsterne für dich :)* :)* :)* :)* :)*

    Ich habe wirklich Respekt vor dir, dass du das so durchgehalten hast und heute da stehst und darüber reden kannst!


    Ich vertiefe mich total in deine Beiträge rein und kann es irgendwie nach fühlen. Natürlich nicht die ganzen Schmerzen aber wie du dich gefühlt hast, was in deinem Kopf vorging, dass dich niemand wahr genommen hat und du so laut wie du nur konntest geschrien hast in einer, für andere nicht sichtbaren Blase. Dein Hilferuf wurde nicht bemerkt und das schlimme dabei, dass es nichtmal deine Mutter bemerkt hat. Du hast unzählige male Sachen aufgewiesen, die deine Mutter hätte merken können, aber es einfach ignoriert hat. :°_


    Aber meine Mutter hat das damals auch nicht gemerkt, meine Schwester musste sich Jahrelang vor meinem richtigen Vater nackt zeigen, seinen Penis anfassen und sonst was für dinge tun und sie als 4-jährige hat sich nicht wohl gefühlt bei der Sache. Hat sich sicher teilweise wie du gefühlt und jedesmal auf's neue Angst gehabt. Er hat irgendwann mal auch die Dinge getan, während meine Mutter zuhause war. Er war ein Kinderschänder, hat das auch bei anderen Kindern gemacht und nicht lange dann hätte er dasselbe wie bei dir meiner Schwester angetan. Erst als meine Mutter sich von ihm scheiden lies und wegzog und meine Schwester 18 wurde, dann kam alles raus. Er ist immer vor dem Gefängnis entkommen früher und war auch nie drin. Es ist mir Peinlich so einen Vater zu haben.