Wow, ich lese schon seit Anfang des Beitrages mit, aber ich konnte noch nicht antworten, weil mir einfach die Worte fehlen! Deine Beiträge bringen mich zum weinen!


    Ich finde dich bewundernswert! Du bist vielleicht von deinem "Vater" zerbrochen worden, aber du bist so stark!


    So offen habe ich noch nie erlebt, dass jemand darüber geredet, oder geschrieben hat!


    Wenn du eine Therapie beginnst, bin ich mir sicher, dir steht noch ein tolles Leben bevor!


    ER ist vielleicht ein Dämon der dich jagt, aber du wirst am Ende die Siegerin sein!


    :°_

    Als Er an diesem Abend wieder in mein Zimmer kam, weinte ich das erste mal nach 4 Jahren wieder. Ich wollte das alles nicht mehr und sagte Ihm das er dass nicht darf. Er ist ja nicht mein Papi und darum darf er das auch nicht. Doch anstatt zu antworten schlug er zu. Er hatte mir mit seiner großen Faust in mein kleines Gesicht geschlagen. Immer wieder schlug er zu. Er traf mich überall. Erst als ich am Boden lag hat er aufgehört. Mit einem Ruck riss er mich hoch und schmiss mich ins Bett. Langsam ließ er die Hose fallen und drang in mich ein. Eine kleine Träne lief über mein Gesicht. Auf einmal tat er was das mir noch mehr weh tat. Als er aufgehört hat lag ich nur noch verkrampft im Bett. Ich zog die Beine ganz nah an mich ran. Noch einmal kam er ganz nah an mich ran und drohte mir. Sobald ich nur einen Ton meiner Mutter sagen würde, würde er uns alle erschießen. Das Wohl der ganzen Familie lag auf meinen Schultern. Meine Gedanken waren durcheinander.

    Er war nicht mein Vater. Es gibt einen richtigen Vater und er lässt mich hier. Warum befreit er mich nicht? Ich hatte Angst dass Er wieder kommen würde und mir wieder weh tun könnte. Ich zog die Decke über meinen Kopf und hoffte unsichtbar zu sein. Irgendwann zog ich die Decke wieder von meinem Kopf und wollte aufstehen. Ich konnte nicht. Die Schmerzen waren unerträglich. Nach ein paar Minuten sitzen konnte ich dann irgendwann aufstehen. Ich riss das Fenster auf um ein bisschen frische Luft zu bekommen. Mir war schwindelig und schlecht. Irgendwann habe ich dann gemerkt dass ich am bluten war. Es lief an meinen Beinen runter. Ich war geschockt und habe schnell zu einem Tuch gegriffen was im Zimmer lag. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte es dann auf zu bluten. Irgendwann realisierte ich dann was er an diesem Abend mit mir gemacht hat. Er ist in meinen After eingedrungen. Ich lag am Boden und zitterte am ganzen Körper.

    Ich lese hier auch still mit, und es fehlten mir einfach die Worte.


    Man sitzt hier und liest deine Geschichte, und man weiss nicht was man denken soll.


    Es klingt vielleicht hart, aber wenn ich so lese, dass du (öfters) das Fenster öffnest, stelle ich mir ein kleines, hilfloses Mädchen vor, das im Fensterrahmen steht. Und ich habe ein Bild in meinem Kopf von einem sehr starken Mädchen, denn viele wären in deiner Situation aus dem Fenster gesprungen (ich weiss ja nicht in welchem Stockwerk dein Zimmer war).


    Aber das du hier sitzt und deine Geschichte niederschreibst, zeigt mir/uns, wie unwahrscheinlich stark du bist, und du hast es verdient einen Platz zu finden, wo du das alles verarbeiten kannst :)*