• 38 Antworten

    Das haben sicher die meisten Menschen in ihrem Leben so schon mal mehr oder weniger erlebt. Manche haben es ohne Hilfe geschafft, andere brauchten Hilfe.

    In welcher Situation steckst Du denn? Welche Hilfe erwartest Du bzw. was könnte dir helfen, was brauchst Du?

    Wenn Du hier mehr Informationen geben würdest, könnte man dir hier auch gezieltere Antworten zur Hilfe und Unterstützung geben.

    Danke für deine Antwort.


    Es ist kompliziert. Ich bin 24 und lebe mit meiner Familie, die ich zwar liebe, aber ich fühle mich durch sie auch stark eingeschränkt. Ich kann den Dingen, die mir wirklich Spaß machen im Leben, nicht nachgehen. Das geht so seit ich 17 war. Ich habe seitdem nicht wirklich gelebt, habe dieses Alter nie wirklich zu spüren bekommen. Meine Probleme führen zu körperlichen Symptomen (Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, Apathie u.s.w) - Habe das ärztlich abgeklärt, die Ursache kann nur psychosomatisch sein. Dass die körperlichen Symptome mit dem Mangel an Leidenschaft und Aufregung in meinem Leben zusammenhängt, ergibt Sinn für mich.


    Letztes Jahr habe ich mir nun endlich eine Wohnung kaufen können, die Ende nächsten Jahres fertig gebaut sein wird und ich hoffe dann, endlich ein freieres Leben zu haben. Die Zeit bis dorthin zu überstehen wird jedoch hart und einsam. Eine andere Möglichkeit als einfach nur weiter warten habe ich aber nicht.

    Zitat

    Ich bin 24 und lebe mit meiner Familie, die ich zwar liebe, aber ich fühle mich durch sie auch stark eingeschränkt.

    Eigene Familie, Frau und Kind?


    Was machst du denn in deiner Freizeit so?

    Zitat

    Nein. Mutter, ihr Freund und mein Bruder. Meinen Vater sehe ich über das Wochenende.

    Nun, dann wird es wirklich Zeit das du von zu Hause ausziehst. Denn wenn man zu Hause noch bei Mutter wohnt, ist man immer das Kind und nicht wirklich frei.

    Du kannst dich dort ach nicht selbst entfalten, selbst verwirklichen. Das führt dann zu Frust und Depression.

    Zu einem eigenen Leben gehört auch ein eigenes Wohnumfeld was du selbst gestaltest, wo du lebst.

    Das ist wie mit einem Vogel im Käfig. Du kannst erst fliegen wenn du den Käfig verläßt ;-)

    oliman schrieb:

    Eine andere Möglichkeit als einfach nur weiter warten habe ich aber nicht.

    Wieso hast Du keine andere Möglichkeit ausser zu warten. Auf was? Bedeutet das, deine Familie hindert dich immer noch ein eigenes Leben zu führen? Wieso meinst Du mit dem Auszug noch so lange warten zu müssen? Stecken dahinter finanzielle Angelegenheiten - Abhängigkeit von deinen Eltern?


    oliman schrieb:

    Habe das ärztlich abgeklärt, die Ursache kann nur psychosomatisch sein.

    Kann oder ist die Ursache psychosomatisch? Wurden evtl. körperliche Ursachen komplett abgeklärt? Vllt. steckt dahinter ja auch eine tiefe Depression. Darüber solltest Du auf jeden Fall auch mit deinem HA sprechen, damit Du von dort Hilfe und Unterstützung bekommst. Wurde denn auch eine Therapie mit einem Psychologen/Psychiater in Erwägung gezogen?

    Ich bin der Meinung Du solltest dringend etwas für dich unternehmen - jetzt. Denn deine Situation wird sich nicht automatisch verändern, wenn Du in deine neue Wohnung eingezogen bist. Hast Du darüber schon mal nachgedacht?

    Wenn finanziell die Möglichkeit besteht, eine Wohnung zu kaufen (noch dazu Neubau und erst im Entstehen), dann hätte doch erst Recht die Möglichkeit bestanden, eine Wohnung (oder auch nur ein WG-Zimmer) zu mieten, oder? So ganz einleuchten will das nicht. Klingt irgendwie blockiert, auch mental.


    Ansonsten pack Deinen Rucksack und fahr mit der Bahn kreuz und quer durch Europa bis die Wohnung fertig ist.


    Letztlich kann man meistens viel machen, aber es kann vorkommen dass man die Möglichkeiten einfach nicht sieht.

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Wieso meinst Du mit dem Auszug noch so lange warten zu müssen?

    Weil es bis dahin dauert bis die Wohnung fertig gebaut ist.

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Kann oder ist die Ursache psychosomatisch? Wurden evtl. körperliche Ursachen komplett abgeklärt? Vllt. steckt dahinter ja auch eine tiefe Depression. Darüber solltest Du auf jeden Fall auch mit deinem HA sprechen, damit Du von dort Hilfe und Unterstützung bekommst. Wurde denn auch eine Therapie mit einem Psychologen/Psychiater in Erwägung gezogen?

    Körperliche Ursachen wurden abgeklärt, ja. Diabetes hätte dahinter stecken können, aber das habe ich laut Test eindeutig nicht. Auch hormonell ist bei mir kein Problem. Diese Symptome habe ich seit ich 17 war. Sie haben sich seitdem auch nicht verschlimmert. Eine Weile lang bin ich wöchentlich zu einer Psychologin gegangen, die mir auch nicht weiterhelfen konnte.

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Ich bin der Meinung Du solltest dringend etwas für dich unternehmen - jetzt. Denn deine Situation wird sich nicht automatisch verändern, wenn Du in deine neue Wohnung eingezogen bist. Hast Du darüber schon mal nachgedacht?

    Ich glaube wenn ich ausziehe, werde ich endlich den Freiraum haben, um mich ganz dem zu widmen, was mir Spaß macht im Leben. Ich denke das ist es, was einen glücklich macht. Das fehlt mir aber zurzeit.

    gauloise schrieb:

    Was machst du denn beruflich?

    Das werde ich hier nicht von mir preisgeben, aber arbeiten tue ich und ich bin mit meiner Arbeit ganz zurfrieden. Mit dem Job den ich habe, kann man nur zufrieden sein.

    sensibelmann99 schrieb:

    So oft wie möglich die Wohnung deiner Mutter verlassen und etwas außerhalb unternehmen.

    Ich spüre, dass das mir auf jeden Fall gut tut und ich versuche, das auch zu tun. Leider stresst die Situation zuhause mich aber so, dass dadurch meine Symptome auch nicht ganz verschwinden.

    rr2017 schrieb:

    Wenn finanziell die Möglichkeit besteht, eine Wohnung zu kaufen (noch dazu Neubau und erst im Entstehen), dann hätte doch erst Recht die Möglichkeit bestanden, eine Wohnung (oder auch nur ein WG-Zimmer) zu mieten, oder? So ganz einleuchten will das nicht. Klingt irgendwie blockiert, auch mental.

    Ich verdiene (noch) nicht genug, um für Vermieter vertrauenswürdig zu sein. Beim Finanzieren der Wohnung haben mir meine Eltern geholfen.