Hallo zusammen,


    als ich mir eure Beiträge durchgelesen habe, habe ich sofort an mich selbst erinnert. Leider!


    Eigentlich bin ich ja grad in der "Blüte meines Lebens", wie man so schön sagt, mit 23. Doch schon wieder ist Samstagabend und ich bin alleine zuhause und habe nix vor.


    Es macht mich sehr traurig, weil ich auch mit niemanden darüber reden kann, deshalb schau ich auch hier so gern rein :)


    Ich hatte nie viele Freunde, aber ich find, dass ist auch nicht das entscheidende. Wichtig ist eigentlich nur, dass man jemanden hat (egal wieviele), der für einen da ist. Diesen Jemand habe ich leider nicht, so, dass ich mit meinen Problemen immer alleine bin.


    Seit 1 1/2 Jahr mache ich mein Abitur per Fernstudium neben meinem Job als Krankenschwester nach. Mir war vorher bewusst, dass das sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würde....und dieses Abi brauch ich leider umbedingt, um später Ärztin werden zu können :)


    Die Zeit investier ich daher gern.


    Vor 3 Jahren bin ich von einem Dorf in eine Großstadt gezogen, ohne dort jemanden zu kennen. Das Leben hier gefällt mir super, auch Freunde habe ich gefunden, wenn auch nur von der Arbeit. Nach 1 1/2 Jahren hab ich aus Fortbildungsgründen den Arbeitsplatz, allerdings innerhalb der Stadt, gewechselt. Die neue Stelle gefällt mir von der Arbeit total, allerdings ist Team ein egoistisches Dilemma.


    Nach meinem Wechsel wurde der Kontakt zu den Leuten von der alten Stelle abrupt weniger, obwohl ich so oft versucht habe, den Kontakt zu halten.


    Ansonsten hab ich viell. 2 Freunde, mit denen ich mal Kaffee trinken gehe, aber denen ich nie meine Sorgen anvertrauen würde, da wir kein so inniges Verhältnis haben.


    Vor einem Jahr habe ich einen Mann kennen gelernt, der mir bis heute wahnsinnig viel bedeutet. Er war mein erstes Mal, ihm konnte ich meine Probleme erzählen....der perfekte Mann. Auch er wusste, dass ich keine Freunde hab; er selber hatte dutzende und war überall beliebt. Aus Angst, verlassen zu werden, hab ich nach kurzer Zeit Schluss gemacht.


    Er hat immer gesagt, ihm ist es egal, wenn ich keine FReunde hab, mich selbst hat es in meinem Selbstbewusstsein allerdings so gehemmt, dass ich diese Beziehung nicht zulassen konnte.


    Dazu kommt, dass ich mich auch äußerlich nicht so akzeptieren kann. Ich bin wohl nicht wirklich hässlich, werde, wenn ich weggehe, auch mal angesprochen, aber ich selbst mag mich einfach nicht.


    Ich komme aus einer Großfamile. 5 Geschwister. Jeder hat eine Freundin bzw. FReund. Alle sind erfolgreich im Beruf, Freundeskreis usw....


    Ich denke so oft, dass ich die einzige bin, auf den meine Eltern einfach nicht stolz sein können. Fast täglich weine ich. Mittlerweile ist es schwierig mich auf meine Schule zu konzentrieren.


    Vielleicht möchte sich ja auch mal jemand von euch mit mir austauschen :)

    Vorweg: Freundschaften zu haben und sozial angebunden zu sein heißt nicht, dass man deswegen nichts mehr alleine macht. Ich gehe auch lieber alleine einkaufen und kann sogar mal alleine ins Kino oder spazieren gehen. Meine Freunde halten das ganz genauso und es ist nur verständlich, dass man ab und zu auch mal mit sich allein sein will (zB kreative Menschen, die müssen das ohnehin). Es gibt auch Leute, die können überhaupt nicht eine Sekunde für sich sein, aber das ist wieder ein (ungesundes) Extrem.


    Freunde haben zu wollen, ist gar nicht so leicht, wie es klingt. Es hilft mMn nicht viel, gezielt nach ihnen zu suchen in Anzeigen usw., denn oft hängt ein ganzer Rattenschwanz an Problemen an der Ursache der sozialen Isolation.


    Ein ganz wesentlicher ist dieser Punkt:

    Zitat

    Oft denke ich, dass mich eh niemand mag oder liebenswert findet.

    Wenn man Freunde will, muss an etwas anbieten können. Man muss aufgeschlossen, zugänglich, offenherzig und verbindlich sein. Gleichzeitig brauch man eine ordentliche Portion Toleranz, um jeden so zu nehmen, wie er ist. Leute reagieren leichter auf dich, wenn sie dich einsortieren können und da fallen schüchterne, verschwiegene und zurückhaltende Menschen eher raus. Natürlich kann man auch mit Scheuklappen Leute finden. Aber der Erhalt der Freundschaft wird schwerer. Wenn du aber der Meinung bist, du bist im Grunde nicht liebenswert, dann wird das Aufrechterhalten von Freundschaften sehr anstrengend. Ich stelle es mir schwer vor, damit Leute für sich zu gewinnen. Du brauchst das Gefühl, liebenswert zu sein! Dann traust du dich auch was, weil du das Scheitern nicht fürchtest und öffnest dich mehr für deine Umwelt.


    Ich frage mich also eher, ob deine soziale Isolation eher ein Symptom deines Selbstwertgefühls oder sogar waschechten Depressionen ist, die man erstmal an den Hörnern packen sollte. Danach stellt sich oft auch das Privatleben um, so dass man eher wieder Leute an sich heran lässt. Eine Psychotherapie wäre vielleicht angesagt, mit Vorgespräch beim Hausarzt! :)z

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    Naja man kann aber auch trotz Ehemann alleine sein . Das ist vielleicht manchmal noch schlimmer . Da ist jemand bei dir mit im Haus aber er interessiert sich kein bisschen für dich und möchte nichts von dir sehen oder hören es seidenn er hat Hunger ...


    Glaube manchmal es währe besser alleine zu sein ...

    Discos und Partys - nööö, Hilffeee. Ginge ich nie und nimmer hin, allerdings ist genau das das was die meißten Leute gerne mögen und wo man somit auch am ehesten mal jemanden kennenlernen könnte.


    Da ich nahezu in sozialer Quarantäne lebe hätte ich mir am besten doch auch nen Namen wie "diewirklicheinsame" oder so ähnlich zugelegt.

    mir gehts ähnlich wie dir liebe einsame.


    warum auch immer....aber ich habe so gut wie alle freunde verloren und nie besucht mich jemand oder jemand lädt mich ein.


    wenn ich selber rat wüßte würde ich dir gerne helfen...aber im moment stehe ich selber total im raum.


    kannst aber immer gerne schreiben wenn du jemanden zum reden brauchst. *:)

    Hy,


    werde versuchen bei neuem Job in einen lebendigeren Ort oder Stadtrand zu ziehen und dann in eine Sportverein


    oder Volkshochschulkurse besuchen. Denn Freunde liegen schließlich nicht irgendwo rum. Die Leute wissen ja nicht, dass da in der Bude Frau X sitzt und Freunde sucht.


    Gruß

    Der Tag heute ist scheiße und zum Kotzen. Habe fast nur geheult heute, so scheiße ist mir.


    Wahrscheinlich gehe ich, wie vorgeschlagen, mal zu meinem Hausarzt und lass überprüfen, ob


    es nicht doch Depressionen sein können, so vermindertes Selbstwertgefühl. So kann das auf


    die Dauer nicht mehr weitergehen mit mir. Sonst gehe ich seelisch zu grunde.