Emetophobie - Angst vor Erbrechen - euer Krankheitsbild

    hallo ihr lieben,


    durch zufall hab ich hier von der krankheit gelesen und wusste bisher nicht, dass es sowas als krankheit gibt. ich habe viele parallelen zu meinem eigenen verhalten entdeckt und nun würde ich gern genau wissen wie es bei euch aussieht. jeder hat ja andere symptome/verhaltensweisen...


    würde mich über reges interesse freuen...


    mein verhalten:


    *ich esse ungern eier, gehacktes, alles was roh ist


    *ich achte peinlichst genau darauf, dass fleisch richtig durch ist, sobald ich was rotes sehe weigere ich mich das zu essen


    *ich achte sehr auf das haltbarkeitsdatum, sobald der tag erreicht ist also z.b. heute der 13.01. esse ich es nicht mehr


    *ich hasse das gefühl nach zuviel essen und denke immer "gleich wird dir schlecht, gleich wirst du ** müssen


    *ich koche z.b. und danach kommt das essen in den kühlschrank, sogar am nächsten tag grübele ich schon ob es überhaupt noch gut ist


    *wenn mir wirklich mal schlecht ist, werde ich richtig panisch, ich schwitze, bin verwirrt, steuere sofort in die küche zum kamillentee kochen und dann setz ich mich raus auf den balkon (neulich bei 5 grad minus), weil mir die frische luft hilft (hatte ich vor ein paar tagen erst, mein freund wollte mich in den arm nehmen, ich habe ihn angeschrien das er mich bloß nicht anfassen soll ]:D)


    *wenn ich mal durchfall hab, denke ich sofort, jetzt hast du magen-darm, gleich gehts mit dem ** auch noch los


    *nach jedem essen hoffe ich "hoffentlich war an dem essen jetzt alles gut...."


    *neulich hatte eine kollegin auf arbeit wirklich magen-darm, ich hab mich so geekelt, hab alles ständig desinfiziert, bin nicht in ihre nähe gegangen, konnte mich den ganzen tag aus angst nicht konzentrieren etc. (unfassbar wie man mit sowas zur arbeit kommen kann, an der kollegin haben sich in der zeit mehrere leute angesteckt...ich zum glück nicht ;-D *dreimalaufholzklopf*)


    vermuteter grund:


    *als kind hab ich nicht oft **


    *mein bruder dagegen sehr oft, auch mal im auto auf mich drauf :(v


    *das letzte mal ist auch schon ca. 12 jahre her, also ich weiß nicht mal mehr genau wie es ist


    ...wenn ich das jetzt alles so lese,fällt mir erstmal auf wie sehr es mein leben beeinflusst :|N


    lg

  • 21 Antworten

    hi :-Dalso jeder deiner gründe von anfang bis ende jeder einzelne grund ist haar genau wie bi mir


    soar das mit dem desinfezieren


    hab mir für die arbeit sagrotan gekauft und sprüh alles ein was mir in die quere kommt und geh auch leuten aus dem weg die magen darm haben sogar mein eigener freund und das mit dem haltbarkeits datum habe ich auch und ich ha untergewicht weik ich so angst habe zu essen... egal was ich esse ich denke es ist schlecht

    omg dachte ich wär der einzige auf der welt,der solche sachen denkt...viele deiner punkte treffen auch auf mich zu, das schlimmste, nachjedem essen hoffe ich dass ich morgens nicht erbrechen muss...bin schon so einer der fast jeden monat durchfall und erbrechen hat:-(

    hi wale,


    also essen tu ich normal, also keine spur von untergewicht zum glück...dafür esse ich zu gern...also dick bin ich auch nicht...hat sich grad so angehört *lach*


    ja hab auch desinfektionsmittel auf arbeit...benutzt ich auch so mal zwischendurch wenn ich irgendwie ein ungutes gefühl hab und eben bei jedem toilettengang...


    hi cevo,


    hab ich bis vor ein paar tagen auch gedacht...wär niemals drauf gekommen das sowas krankheit sein könnte, sondern einfach nur das ich nen schuss hab ;-) hab ich auch schon ewig...als kind fing das an und es wird irgendwie mit zunehmenden alter schlimmer...


    wieso hast du das denn so oft? weil du es dir selbst einredest oder wie?


    zumal ich mir auch gedanken mache, was ist wenn ich mal schwanger bin...*angsthab* und wenn das kind dann da ist...kinder müssen ja nun mal öfter als erwachsene **


    echt schon ne miese sache aber ich wüsste auch nicht, was es besser machen würde...habt ihr zwei ne ahnung woher es bei euch kommen könnte?

    Ich weiss auch nicht...Mein Problem ist wohl dass ich viel zu schnell esse...Es gibt mal Tage an dem ich fast garnix esse und trinke, und auch Tage an dem ich sehr viel esse und trinke..könnte möglicherweise auch damit was zutun haben...ich erbreche meistens wenn ich teigwaren esse, doch davon bekomm ich nie genug:D

    hm ja da könntest du recht haben...mit der unterschiedlichen nahrungsaufnahme kann der magen schon mal überfordert werden...also langsam essen, ohne stress und regelmäßig essen dann grenzt du das ganze schon mal nen bissl ein...

    also bei mir weis ganz egnau woher es kommt..


    war bei mir in der heimat in russland im urlaub


    una hab mir da was eingefangen


    hab die ganze nacht durchgekotzt und durchfall gehabt


    mir kam es echt aus allen löchern ich hab so oft erbrochen in dieser nacht ichw erde das nie mals vergessen


    seit dem war ich auch nie wieder da und so schnell fahr ich da auch nie wieder hin


    das werde ich echt nie vergessen mir ging es noch nie so dreckig wie in dieser nacht

    huhu wale,


    ach herrje das ist ja super eklig...ich glaube in solchen momenten würde ich lieber sterben wollen...hatte noch nie magen-darm aber schon der gedanke daran ist echt furchtbar.


    wie reagiert eure umwelt auf eure "macken"??? oder haltet ihr es so gut wie es geht geheim?


    lg

    ich kenne die Ursachen nicht, jedoch den Zeitpunkt der Entstehung - ich war da 5. Es gibt Vermutungen, die ich jedoch nicht näher erwähnen möchte.


    Ansonsten hat mich die Phobie schon immer begleitet, klar - war aber eigentlich 17 Jahre lang nur latent da. Sprich, wenn ich konfrontiert wurde, und halt die üblichen Macken:


    -vermeide Speisen mit rohen Eiern, mit wenigen Ausnahmen (z.B. wenn ich weiss, dass es grad frisch gemacht wurde)


    -bin sehr penibel beim MHD, meistens ist schon ein Tag vorher, z.B. beim Joghurt, für mich zu kritisch, um es zu essen. Da können mir 10 Leute sagen, dass es noch essbar ist - reicht mir nicht.


    -Wenn ich mal Fleisch zubereite (also selten und dann eh nur Putengeschnetzeltes), brate ich das seeeehr lange an - es könnten ja Salmonellen oder sowas drin sein.


    -Gehe nicht gerne auf öffentliche Toiletten, und wenn, dann wird die Klobrille abgedeckt. Habe ein spezielles Handwaschritual, jedoch keinen Zwang. Ich würde aber sagen, dass ich da schon etwas extremer bin als andere Leute. Ich achte darauf, mit der Hand nicht in der Nähe meines Mundes zu kommen, wenn ich draussen unterwegs bin- angeblich holt man sich so die meisten Krankheiten.


    -habe manchmal magisches Denken, wobei das als Kind viel ausgeprägter war. Heute kann ich eigentlich ganz gut damit umgehen. Wobei der Gedanke, dass ich krank werde, wenn ich xyz nicht mache, eigentlich dauerpräsent ist.


    -Ich esse nicht mehr auswärts. Das ging zwischenzeitlich wieder, jetzt aber schon länger gar nicht mehr. Habe nicht nur Angst, dass mir davon schlecht wird, sondern auch, dass ich es nicht vertrage. Habe einen Reizdarm sowie eine Lactoseintoleranz und es gibt noch ein paar andere Dinge, die ich nicht vertrage - esse ich die trotzdem, hat das eine seeeehr abführende Wirkung + Übelkeit und das möchte man in der Öffentlichkeit lieber nicht.


    -ich esse nicht mit anderen zusammen. Ausnahme: Familie.


    Ich habe mich sehr lange wie ein Alien gefühlt, wusste nicht, dass andere diese Angst auch haben. Von meinem Umfeld kam wenig Verständnis, z.B. wenn meine Katze sich übergeben hat und ich total panisch geworden bin und es nicht wegputzen wollte/konnte. Da hiess es dann, ich würde meine Katze nicht lieben, denn sonst würde mich das nicht stören. :- so richtig abnormal habe ich mich gefühlt, als sich in der Schule jemand in meinem Beisein übergeben hat und ich nur noch panisch weggerannt bin und nicht merh aufhören konnte zu weinen. Leider haben das alle mitgekriegt und man hat sich lustig gemacht - kann ich ihnen nicht verübeln. Weiss noch, dass ich da dachte "was bist du gestört, mit deiner Kotzphobie- niemand hat sowas ausser dir!"


    Mit 2003 begann die Dauerübelkeit, und dadurch wurde die Emo dauerpräsent. Die netten, dramatisierenden Berichte über das Noro-Virus, die jeden Winter in der Zeitung erscheinen, gaben mir dann den Rest.


    Momentan ist es bei mir nicht mehr so akut wie auch schon. Die Übelkeit ist etwas seltener da, aber nicht weg, leider. Aber ich werde dann, sofern ich zuhause bin, nicht mehr so panisch.


    Zuletzt brechen musste ich im Dezember 1999, da hatte ich eine Magen-Darm-Grippe. Und 2005, da war ich aber derart besoffen, dass ich es eh nicht mitgekriegt habe. %-|


    Weil es schon so lange her ist, bilde ich mir ein, dass ich jetzt anfälliger bin für MDG - eben weil es wieder mal "an der Zeit" ist. Seltsame Logik, ich weiss...


    Meinem Vater habe ich mal einen Link geschickt, er weiss also von der Phobie, auch wenn er es natürlich nicht nachvollziehen kann und damit argumentiert, dass ich mich ja schon lange nicht mehr übergeben musste und es deswegen jetzt auch nicht passieren kann (das Argument verstehe ich nicht, sorry), meine Mutter weiss es eigentlich auch.


    ich ekle mich nicht nur vor dem Erbrechen, sondern habe auch massive Probleme mit Spucke, Zahnpastaschaum (wenn ich anderen beim Zähneputzen zuschauen muss (wir musste in der 2. Klasse immer gemeinsam Zähne putzen), muss ich sofort würgen), Zähneputzen allgemein (2 Minuten am Stück wäre absolut unmöglich, muss das unterteilen), Dingen in meinem Mund (Zahnarzt!!)...und: Konfrontation führt bei mir nicht nur zu Angst, sondern dazu, dass ich würgen muss. Einmal musste ich mich deswegen auch übergeben - mein Bruder hat ausgepuckt und ich fand das so eklig, dass ich würgen musste und naja..ich kam nicht schnell genug weg. %-|


    Deswegen würde ich auch niemals eine Konfrontationstherapie machen, da ich nicht nur die Angst aushalten müsste, sondern auch jedesmal selber brechen. Nein, danke. Zumal ich in meinem Fall sehr stark am Erfolg zweifle.

    hallo silber,


    vielen dank für deinen tollen beitrag.:)^


    da seh ich gleich auch noch parallelen zu mir, die mir gestern gar nicht eingefallen sind.


    *wenn ich unterwegs bin, geb ich mir auch enorm mühe, mir nicht an den mund oder so zu fassen, passiert es dann doch mal schiebe ich sofort panik...


    *und wenn ich jemanden höre, der bricht dann wird mir sofort schlecht und ich würge mit...verlasse dann panisch den platz des geschehens...neulich hatte ich erst wieder so eine erfahrung, da saß ich auf dem balkon und hab eine geraucht, plötzlich höre ich eine klobrille vom bad nebenan und dann die elenden geräusche...gott war mir schlecht, und dann kommen die gedanken waren * die jetzt, was hat sie...???!!!


    *wenn auch nur jemand im fernsehen * dann schalte ich SOFORT um und auch nicht wieder zurück (z.B.Schwangere(obwohl die ja nun keine anstreckungsgefahr haben---der kopf eben), Jackass, irgendwelche Esswettbewerbe)


    *bei meiner katze zum beispiel habe ich absolut kein problem das wegzumachen, klar macht es keinen spaß aber mir wird nicht schlecht oder so...weil da weiß ich das es von haaren oder so ist und nicht für mich potentiell die gefahr es auch zu bekommen


    *also schlecht is mir eigentlich selten, also nicht so wie bei dir wo ständig übelkeit ist - zum glück


    das mit dem zähne putzen ist ja echt crass, ich meine ich hatte es auch schon ab und an mal das ich zuweit nachhinten gerutscht bin und würgen musste aber davor mach ich mir keine panik...das passiert ja meist auch nur 1-2 im jahr...


    schlimmer find ich da reizhusten, wenn man kaum luft bekommt und man dann so würgen muss...ekelig...


    ne also konfrontation wäre für mich auch ziemlich ungeeignet und ich denke auch nicht das es was bringt...klar bei der angst vor spinnen hilft sowas vielleicht aber nicht bei uns...:=o


    :)D ich warte auf antworten, beiträge, tipps *:)

    Oh mein Gott bin ich froh, dass ich nicht bescheuert und allein bin! :-)


    Ich habe genau die gleichen Probleme wie ihr.


    Mir ist eigentlich grundsätzlich schlecht und wenn, dann hab ich immer sofort das Gefühl, dass ich mich übergeben muss...obwohl ich das so gut wie nie muss!


    Es passiert, dass ich irgendwo unterwegs bin und mir schlagartig übel wird, ich nicht sofort eine Toilette finde und dann in Panik ausbreche. Ich fange an zu zittern, meine Hände haben kalten Schweiß...ich krieg fast die Krise. Deswegen suche ich eigentlich immer sofort, wenn ich irgendwo bin, als erstes die Toilette.


    Wobei ich auf öffentlichen Toiletten sowieso schon mit Angst reingehe. Es könnte ja immer jemand neben mir sein, der sich gerade übergibt. (z.B. in der Disco...wo ich immer vermeide, auf die Toilette zu gehen) Also halte ich mir vorsorglich die Ohren zu.


    Bei Magen-Darm-Grippe bin ich eigentlich nicht anfällig, aber wenn sie rumgeht, reicht schon der bloße Gedanke und ich bilde mir ein, ich habe sie und mir wird augenblicklich schlecht.


    Eine ganze zeitlang habe ich nur mit Eimer neben dem Bett geschlafen.


    Besonders schlimm war es, bevor meine Lactoseintoleranz festgestellt wurde, wobei es heute trotzdem noch so ist, dass ich auswärts essen vermeide und auch bei anderen bzw. bevor ich weggehe.


    Wobei meine Übelkeit nicht wirklich mit dem Essen zusammenhängt, weil mir auch ganz grundlos schlecht sein kann. Und da kann man sich noch so oft sagen: nicht reinsteigern, dann wird es gleich besser!! Das hilft einfach nicht.


    Manchmal muss ich fluchtartig Läden / die Disco / Kneipen verlassen, weil ich es nicht mehr aushalte. Umso mehr Menschen da sind, umso schlimmer ist es, weil ich immer denke, ich übergeb mich mitten in die Menge.


    Also schaue ich immer, dass ich einen Fluchtweg finde und so wenig wie möglich anstehen muss.


    Im Fernsehen kann ich sowas natürlich auch gar nicht sehen. Mache die Augen zu und halt mir die Ohren zu...


    Wenn ich mal zu viel gegessen hab und mich total voll fühl wird mir auch sofort schlecht und ich denke: Jetzt musst du dich übergeben...das ist die Strafe :-) Ich ess nieeeeeeeee wieder so viel!


    Für öffentliche Toiletten hab ich immer einzeln verpackte Sagrotantücher bzw. Papieraufleger für die Klobrillen in der Handtasche.


    Man kann schon sagen, dass einen so eine Angst sehr stark einschränkt im Alltag. Ich gehe manchmal schon gar nicht weg, aus Angst, mir wird schlecht.


    Leider habe ich nicht wirklich Tipps, wie man es anders machen kann...sonst hätte ich das schon längst getan :-)


    Wünsche euch einen schönen Abend!

    Zitat

    Eine ganze zeitlang habe ich nur mit Eimer neben dem Bett geschlafen.

    *wirft einen Blick zu ihrem Bett* %-| na, rate mal, wer das auch tut...geht nicht ohne.

    @ die eine 2006:

    Oh ja, Reizhusten hasse ich auch. Gottseidank bin ich nur sehr selten erkältet. Wenn ich solchen Husten habe, nehme ich immer Halswehtabletten - die helfen da meistens auch.


    Jackass und Co...ohne Worte. Will gar nicht dran denken. %-|


    Hatte noch vergessen: Ich schleppe immer eine Plastiktüte mit mir rum (für die ÖV, da z.B. im Tram und im Bus ja kein Klo ist). Und in letzter Zeit nehme ich leider wieder ziemlich viele Tabletten (Domperidon in meinem Fall, ist sowas wie MCP, dieses vertrage ich jedoch nicht).


    Kino und sowas mache ich ungern. Ich habe leider auch absolut keinen Einfluss darauf, es kann sein, dass ich ohne einen Hauch von Angst oder Übelkeit ins Kino kann, es kann aber auch sein, dass mir die ganze Vorstellung durch nonstop schlecht ist. Man hört ja oft, man soll sich der Angst stellen und dann würde es besser - nein, das wird es nicht. Kein Stück. :|N


    Tipps hab ich halt auch nicht wirklich welche. Ich versuche halt, trotzdem immer rauszugehen. Klappt aber nicht immer. :-( vor allem weil ich mich da oft frage, woher ich die Kraft nehmen soll - es geht schon seit über 5 Jahren so, dass das Rausgehen je nach Tagesform nur noch ein Kampf ist. Es wird nicht besser; egal wie oft ich es durchstehe. Da kann ich mir nicht mal sagen "ach komm, halte durch, dann wird es besser". :-/


    mir helfen im Akutfall übrigens Schmerzen. Sich auf einen Igelball legen, ABC-Wärmepflaster oder Finalgon-Salbe (brennt), den Schmerzpunkt zwischen Daumen und Zeigefinger drücken - sowas halt. Der Schmerz scheint die Übelkeit zu überdecken. Wenn ich richtig Angst habe, höre ich Kinderkassetten oder lese Bilderbücher - hab noch "der Regenbogenfisch" und "der Zauberlehrling" von früher. :-)


    Desinfektionsmittel würde ich mir auch sehr gerne kaufen. Lasse es jedoch, auch auf Anraten meiner Thera, will nicht, dass das ein Zwang wird. :-|

    huhu...


    also einen eimer neben dem bett habe ich nicht und auch keine tüten dabei - bei mir ist es nicht die angst das ich mich selbst übergeben muss, denn ich weiß das es bei mir schon ca. 12 jahre nicht mehr so war und daher denke ich daran nicht so. mir ist ja auch nicht direkt schlecht, eigentlich selten vll. einmal im monat wenn überhaupt.


    bei mir ist es eben mehr die angst das mich jemand anbricht...


    alkohol trinke ich z.b. seit 6 jahren nicht mehr aus der angst heraus ich könnte davon brechen müssen (blöd ich weiß - denn ein glas wein tut niemandem was), ich fahre auch keine besoffenen leute durch die gegend, nur meinen freund weil ihm so gut wie nie schlecht ist, aber ansonsten kommt mir keiner ins auto der zu betrunken ist und wenn doch, dann muss der jenige nur sagen "mir ist schlecht" dann halte ich an und weigere mich weiter zu fahren, weil ich aus der situation ja dann nicht weg kann...auf der autobahn anhalten geht ganz schlecht. aber meine freunde wissen das ich betrunkene nicht leiden kann also fragt schon kaum noch einer ob ich sie fahre ;-)


    meine rettungsmaßnahmen sind auch eher komisch...ich nehme dann immer rennie (ist ein mittel aus der apotheke gegen übelkeit, völlegefühl, sodbrennen), ist auch echt einbildung denn sobald ich die tablette zerkaut hab ist es ab der sekunde weg obwohl es so schnell niemals wirken könnte.


    kamillentee hat bei mir die gleiche wirkung und eben ab an die luft, egal wie kalt es ist, auf dem balkon haben wir noch die sommerstühle zu stehen und dann stell ich die so niedrig wie es geht, dass ich fast liege und atme dann gaaaanz langsam ein und aus. dann ist es meistens weg...


    hab auch oft so eine innere unruhe, mir ist nicht schlecht oder so sondern ich hab innerlich son kribbeln, kann ich echt nicht beschreiben - dann spiele ich, so blöd es auch klingt, allein mit mir rommee, dass lenkt mich dann so ab das alls gut ist. ab in die badewanne hilft auch bei dem komischen gefühl.


    man hat doch echt ne meise,...undfassbar, so bewusst wie es mir hier beim schreiben so wird...da krieg ich echt angst...


    ach silber du bist schon in behandlung deswegen? schon länger? hilfts? was wird da so gemacht?

    Huhu,


    ich leide auch an Emetophibie, anscheinend aber nicht so ausgeprägt, wenn ich eure Berichte hier lese.


    Ich habe wirklich große Angst vor dem Erbrechen, aber essen tu ich eigentlich alles. Ich meide auch keine öffentlichen Plätze, aus Angst mich dort übergeben zu müssen.


    Ich glaube, was mir wirklich sehr hilft ist, dass ich immer Vomex Dragees dabei habe. Ohne die würde ich gar nicht aus dem Haus gehen. Auch wenn ich sie fast nie brauche, alleine schon die Gewissheit, dass ich sie dabei habe und sie mir im Notfall helfen werden, lässt mich viel unbeschwerter leben.


    Wenn mir dann wirklich mal schlecht ist (ob aus Einbildung oder real), dann nehme ich auch mal eine. Meistens hilft es dann auch.


    Die Vorstellung, mich wirklich mal übergeben zu müssen, besonders vor anderen Personen, ist für mich der Horror.


    Mir fällt hier auf, dass die meisten Emetophobiker sich wirklich selten übergeben müssen. Bei mir ist das letzte Mal etwa 10 Jahre her. Damals war ich über Nacht bei einer Freundin und hatte wohl was falsches gegessen. Jedenfalls musste ich die ganze Nacht....


    Damals hat es wohl langsam angefangen.


    Als ich dann vor 3 Jahren für zwei Monate alleine in einer fremden Stadt war und ich wohl wirklich eine Magen-Darm-Grippe hatte (mit Durchfall und starker Übelkeit), wurde es dann ganz schlimm.


    Ich komme auch überhaupt nicht damit klar, andere Menschen k* zu sehen. Wenn ich es nur sehe, ob ich Fernsehen oder in Wirklichkeit, dann habe ich die Bilder tage- oder wochenlang im Kopf.


    Letztens musste sich mein Freund nachts üerbgeben. Das war der Horror! Ich bin sofort auf die Couch umgezogen, habe mir die Decke über die Ohren gezogen und wollte nichts hören und nichts sehen.


    Wie gehen denn eure Mitmenschen damit um? Bei mir weiß es kaum jemand, nur mein Freund. Der nimmt mich nicht wirklich ernst, sondern ärgert mich meistens nur damit :-/