• Emetophobie - Angst vor Erbrechen - euer Krankheitsbild

    hallo ihr lieben, durch zufall hab ich hier von der krankheit gelesen und wusste bisher nicht, dass es sowas als krankheit gibt. ich habe viele parallelen zu meinem eigenen verhalten entdeckt und nun würde ich gern genau wissen wie es bei euch aussieht. jeder hat ja andere symptome/verhaltensweisen... würde mich über reges interesse freuen... mein…
  • 21 Antworten

    @ die eine 2006:

    Ich bin nicht wegen der Emetophobie in Behandlung, sondern wegen zahlreichem anderen Kram. Meine Thera schlug erst vor, Konfrontation zu machen, was ich jedoch ablehnte. Das hat sie akzeptiert. Dann haben wir ein bisschen daran gearbeitet, wie ich besser mit der Übelkeit umgehen kann. Aber die Angst vorm Erbrechen kann sie mir natürlich auch nicht nehmen, ich wüsste auch gar nicht wie. :-/

    huhu mariechen84,

    Zitat

    Letztens musste sich mein Freund nachts üerbgeben. Das war der Horror! Ich bin sofort auf die Couch umgezogen, habe mir die Decke über die Ohren gezogen und wollte nichts hören und nichts sehen.


    Wie gehen denn eure Mitmenschen damit um? Bei mir weiß es kaum jemand, nur mein Freund. Der nimmt mich nicht wirklich ernst, sondern ärgert mich meistens nur damit :-/

    Unfassbar....wie bei mir, vor ein paar wochen kam mein freund auch aus der disko heim und schon als er die tür aufegschlossen hat, wusste ich da stimmt was nicht...dann hab ich schön gehört was nicht stimmt, hab sofort mien bettzeug geschnappt, ab in die stube auf die couch und tür zugeschlossen. dann hat er ca. 7 mal ** und ich lag auf der couch mit kalt-schweißnassen händen, panikattacken, unruhe, übelkeit...ich hab ihn so gehasst in dem moment, weil ich ja dachte er wäre super voll (da haben wir nämlich ne abmachung) und vorallem musste ich pipi...als er dann mal kurz nicht im bad war bin ich hin hab alles desinfiziert und so schnell pipi gemacht wie noch nie ;-D und 30 sek nachdem ich toilette verlassen hatte kam er auch schon wieder...am nächsten tag stellte sich heraus das es nicht vom alk kam und das es mehrere von seinen kumpels hatten...komisch...naja dann hab ich ihn auch nicht mehr gehasst o:)


    hab es ihm neulich erst erzählt, vor ein oder zwei wochen, er kann es nicht verstehen wie man sich da so reinsteigern kann - weiß ich ja selbst nicht wie das geht, ich weiß nur das es geht...


    naja und das hat man nun vom vertrauen - er macht sich lustig wenn ich aufs mhd 100%tig achte etc. -> Arsch ;-D

    Huhu *:)


    Bin auch so ein Kandidat. Bei mir ist es im täglichen Leben nicht soooo schlimm, esse eigentlich fast alles, außer Sachen mit rohen Eiern (also nix Tiramisu oder sowas), kein Mett und auch - leider, seufz - keine Sahnetorte mehr. Davon hab ich mal Salmonellen bekommen, also von der Sahnetorte, das werde ich mein Lebtag nicht mehr vergessen- Horror!!!!


    Ansonsten esse ich alles, auch mal mehr als gut ist (bin ziemlich schlank), habe dann oft Völlegefühl und Blähbauch etc. Geht aber meist wieder weg. Ich schleppe allerdings auch immer MCP mit mir rum, wobei ich das schlimmstenfalls 1x im Jahr oder so wirklich nehmen muss.


    Oft ist die Übelkeit, wenn sie denn kommt, bei mir psychisch bedingt. Es gibt bestimmte Situationen, die ich nicht abkann, womit ich nicht klarkomme (z. B. wenn irgendwo ein Rettungswagen steht und es jemandem sichtlich schlecht geht, wenn ich nen Unfall sehe, wenns irgendwo brennt, also solche Horrorszenarien), dann krieg ich sofort ne Panikattacke, und weil ich dann hyperventiliere, geht mein Kreislauf in den Keller, und dadurch dann kommt die Übelkeit.


    Leider bin ich eh ein nervöser Typ, denke auch oft "mir ist schlecht", ist es aber eigentlich nicht. Alles psychisch.


    könnte allerdings NIE mit nem Eimer neben dem Bett pennen, geht GAR nicht :|N ich will ja grad NIX sehen, was mich an das *** erinnern könnte *grusel*


    Mein Mann kennt mein Problem, meine Familie auch - meine Schwiegerfamilie allerdings nicht. Wenn ich bei denen esse, dann auch nie soviel wie zuhause. Doof eigentlich, oder? Aber zuhause geht alles viel besser, irgendwie fühle ich mich hier sicherer.


    Neulich musste mein Mann auch mal ***, nur 1x, reicht aber. Ich - wusch, ab ins Wohnzimmer, Tür zu, RAdio an, bloß nix hören :(v WAs bin ich nur für ne Ehefrau???


    Wenn ich höre, es geht MDG um, guck ich auch immer, wieviel neue Fallzahlen gibt es (gibt da so nen Link für NRW), und wenn die signifikant hochgeht in meinem Kreis, meide ich auch öffentliche Toiletten und Menschenmassen. Ansonsten auf öffentlichen T.´s immer Klobrille abdecken, Hände noch gründlicher waschen.


    Aber das war´s so ziemlich. Reicht aber auch!


    Halt, stimmt nicht, aufm Beifahrersitz mitfahren kann ich auch nicht gut, manchmal gehts, manchmal wird mir übel - dann aber nicht eingebildet, sondern echt :(


    lg, skye

    Zitat

    WAs bin ich nur für ne Ehefrau

    ich finde nicht, dass das ein Grund ist, sich Vorwürfe zu machen. Ich glaube, dass auch nicht-Emetophobiker nicht unbedingt beim Partner bleiben und Händchen halten oder sowas, während "es" passiert...des weiteren steckt da ja nicht der Gedanke "ach, mir egal was mit ihm ist" dahinter, sondern die Angst...


    Das mit dem Eimer habe ich mir erst angewöhnt, als ich 1999 damals tatsächlich nachts aufgewacht bin und direkt...naja, ihr wisst schon. Hätte Angst,dass ich es sonst nicht aufs Klo schaffe, denn das Putzen wäre sehr schwierig für mich und vermutlich müsste ich mich da aus lauter Ekel erneut übergeben.

    Hi Silber,


    danke für den Zuspruch. Klar, nicht alle Nicht-Emos würden daneben stehen und nicht mit der Wimper zucken, aber manche, z. B. mein Mann, er würde mir sicher den Kopf halten und mich trösten, wenn ich denn mal müsste... sowas könnte ich für ihn NIE leisten :( Naja, er findet´s nicht schlimm, kann auch locker damit umgehen, wenn er mal muss (oh, wie ich ihn beneide!!!!!), ich hingegen bin der Total-Looser, was das Thema angeht :-/


    Verstehe was du sagst wg. dem Putzen. Ginge mir auch so. Dennoch, wenn ich mir nen Eimer dahinstellen würde, würde mich das nur auf die Gedanken zu dem Thema bringen, und gerade dann, paradoxerweise, wenn mir tatsächlich schlecht ist, kann ich gar nix um mich ertragen, was mich auch nur ans *** denken lässt! Also hat der Eimer bei mir keine Chance ;-)

    Ja eine Tüte hab ich auch immer in der Handtasche, auch wenn ich sie noch nicht gebraucht habe :-) gibt trotzdem irgendwie die Sicherheit, dass man ne Möglichkeit hat, sollte man eine brauchen. wobei das auch nicht wirklich beruhigend ist.


    Tabletten hab ich auch welche. Und Tropfen. Und helfen tun sie mir auch oft, wobei ich auch schätze, dass es viel mit Einbildung zu tun hat. Früher hatte ich immer den Kaugummi "Superpep" gegen Reiseübelkeit...man lässt sich wirklich einiges einfallen.


    Dass dir im Kino öfter übel ist, versteh ich. Die besten Plätze sind ja eigentlich in der Mitte, aber ich sitz am Liebsten am Rand wegen der Fluchtmöglichkeit und weil ich dann nicht an so vielen Leuten vorbeimüsste, wenn ich schnell raus muss!


    Stimmt, frische Luft hilft mir auch oft, oder mein Ex hat nachts dann oft mit mir Kniffel gespielt, weil mich das auch abgelenkt hat.


    Alkohol hab ich noch nie getrunken...auch aus dem Grund, dass ich zu arg Angst habe, dass mir schlecht wird und ich mich übergeben muss. Wenn andere zu viel getrunken haben, nehm ich sie ungern im Auto mit. Ich frag dann immer: gehts dir gut? oder ist dir schlecht? wie schlecht ist dir? usw...ich glaub das nervt meine mädels manchmal, aber damit müssen sie und ich leben! :-)


    Das hört sich bei dir wirklich so an, als wärst du in Therapie! Find ich echt super...aber ich wüsste gar nicht, wie ich da anfangen soll drüber zu reden...ist ja irgendwie schon komisch....