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    Antfortas, je mehr ich von Dir lese, desto mehr habe ich den Eindruck, Du suchst etwas in ihm, in seinen (hineingedachten) Eigenschaften, was Du in Dir vermisst und was Dir Sicherheit geben soll. ":/


    Du suchst also eigentlich DEINE Dir Sicherheit gebende Gesellschaft, das Selbst-Sicherheitsgefühl, das Du instinktiv aufbauen möchtest. Deshab lässt es Dir keine Ruhe. Kann es auch nicht, weil es für Dich so sehr wichtig ist, und das spürst Du...

    Schön, dass sich nach dem ganzen Gezänk zu Anfang noch eine Diskussion entwickelt hat. Das liegt auch an Antfortas, die ihr Denken und Fühlen nun präziser beschreibt. Dafür vielen Dank. Aber auch die Interpretationen von SilkPearl, Isabell etc. bringen zunehmend Licht in die Sache.


    Antfortas, du hast vor ein paar Tagen auch deine sozialen Ängste erwähnt. Kann es sein, dass du ausgerechnet in der Klinik zufällig ein Umfeld gefunden hast, in dem du dich anderen Menschen mehr öffnen konntest? So dass es dadurch überhaupt erst möglich war, diesen kranken, jungen Mann näher kennenzulernen?


    Angenommen, du würdest nach solchen tauglichen Umfeldern vermehrt suchen, dann ergäben sich doch sicher weitere Chancen, die dich stärken und aufrichten. Du müsstest dich nicht dann nicht "bloß" an einen solchen Strohhalm klammern, sondern hättest zunehmend mehr Alternativen zur Auswahl, falls eine davon gerade "streikt".


    Damit du dich nicht so im Kreis drehen musst.


    Zwei Sätze von dir sind mir deinem letzten Post aufgefallen:


    Nummer 1:

    Zitat

    Ich habe zwar meistens seine Nähe gesucht, aber wir haben relativ wenig miteinander geredet, da mir Gespräche sehr schwer fallen.

    Nummer 2:

    Zitat

    Nachdem wir dann ein längere Unterhaltung geführt hatten, war ich sofort im 7. Himmel.

    Auf einmal warst du also gesprächsbereit, bist über deinen Schatten gesprungen und hattest ganz zufällig ein prägendes Erfolgserlebnis. Sich nun darauf so zu fokussieren (den Mann und diese eine Situation so zu idealisieren), schränkt dich wieder ein.


    Deshalb nochmal: Suche öfter nach Situationen, die dir solche "Zufälle" bringen. Du wirst Erfahrungen sammeln, Menschen besser einordnen können und selbst souveräner im Bewerten dieser Situationen sein. Das ist ein langer Weg, so wie das Leben selbst. Irgendwann findest du, allein mit deinem "Bauchgefühl" das, was SilkPearl beschrieb:

    Zitat

    DEINE Dir Sicherheit gebende Gesellschaft, das Selbst-Sicherheitsgefühl, das Du instinktiv aufbauen möchtest.

    :)*

    @ SilkPearl

    Zitat

    Antfortas, je mehr ich von Dir lese, desto mehr habe ich den Eindruck, Du suchst etwas in ihm, in seinen (hineingedachten) Eigenschaften, was Du in Dir vermisst und was Dir Sicherheit geben soll. ":/


    Du suchst also eigentlich DEINE Dir Sicherheit gebende Gesellschaft, das Selbst-Sicherheitsgefühl, das Du instinktiv aufbauen möchtest. Deshab lässt es Dir keine Ruhe. Kann es auch nicht, weil es für Dich so sehr wichtig ist, und das spürst Du...

    Was meinst du mit "Selbst-Sicherheitsgefühl"? Wenn das geklärt ist, kann ich besser auf deinen Beitrag eingehen.

    @ Vulkanier64

    Zitat

    Antfortas, du hast vor ein paar Tagen auch deine sozialen Ängste erwähnt. Kann es sein, dass du ausgerechnet in der Klinik zufällig ein Umfeld gefunden hast, in dem du dich anderen Menschen mehr öffnen konntest? So dass es dadurch überhaupt erst möglich war, diesen kranken, jungen Mann näher kennenzulernen?

    Ja. Allerdings liefen meine "Abhängigkeitsbeziehungen" vorher eben via Internet. Hm.

    Zitat

    Angenommen, du würdest nach solchen tauglichen Umfeldern vermehrt suchen, dann ergäben sich doch sicher weitere Chancen, die dich stärken und aufrichten. Du müsstest dich nicht dann nicht "bloß" an einen solchen Strohhalm klammern, sondern hättest zunehmend mehr Alternativen zur Auswahl, falls eine davon gerade "streikt".

    Ich glaube eigentlich nicht, dass ich nur aufgrund mangelnder Alternativen so abhängig von dem Kontakt bin. ":/

    Gespräche (mit positivem Verlauf) habe ich ja schon vorher führen können. Zu mal ich ihn ja erst nach einigen Wochen in der Klinik kennen gelernt habe und schon vorher auf ihn fixiert war. ":/




    Danke für eure Beiträge. @:)

    Zitat

    Ganz einfach: Ich meinte Deine eigene Sicherheit, die Du in Dir selbst finden kannst, also Selbstsicherheit. Ich hatte es extra anders geschrieben, eigentlich um es deutlicher zu machen.

    Oh. |-o


    Für mich war Selbstsicherheit immer eng verknüpft mit Selbstbewusstsein. Aber du meinst bestimmt meine innere Sicherheit, oder?


    In meinen Abhängigkeiten ging es - vor allem früher - oft um Sicherheit, Halt und emotionales "Aufgefangen" werden.


    Allerdings hat sich das irgendwie weiterentwickelt. ":/


    Kann aber natürlich trotzdem sein, dass ich dieses emotionale "Festklammern" brauche, um eine Sicherheit in meinem Leben zu haben, die ich von meinem Umfeld nicht bekomme und mir selbst auch nicht geben kann.

    Selbstsicherheit wird gemeinhin gleichgesetzt mit Selbstvertrauen, mehr noch als mit Selbstbewusstsein. Es geht explizit um die Sicherheit, die man sich nur selbst geben kann, und die natürlich auch durch ein stabiles Selbstvertrauen gefördert wird.


    Wie auch immer, ich glaube, Du bist auf der Suche danach, und der junge Mann ist eine Art Synomym oder Sinnbild dafür. Was er Dir vermittelt, kannst Du tatsächlich in Dir selbst aufbauen. Das braucht allerdings in aller Regel Zeit - Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, je nachdem, was man von zuhause mitbekommen hat.


    Egal, gibt nicht auf, Du bist auf dem Weg der Selbstreflektion, und so beginnt es ...

    Ich möchte auch kurz erzählen, was in den letzten Tagen so passiert ist.


    Freitag habe ich "ihn" aus einigen Metern Entfernung gesehen, als ich ein Dokument in die Tagesklinik gebracht habe. Er hat scheinbar auf die Visite gewartet, ich bin mir aber nicht sicher, ob er mich bemerkt hat.


    Zu dem Zeitpunkt war ich aber irgendwie froh, dass ich mich dagegen entschieden habe, ihm noch einen "Kontrollbesuch" abzustatten.


    Ich habe auch den Eindruck, dass ich mir der Idealisation viel bewusster geworden bin.


    Trotzdem ist die Situation sehr schwierig für mich.


    Ich hätte die Möglichkeit, in 2-3 Wochen wieder in die Tagesklinik zu gehen.


    Vielleicht wäre er dann auch noch dort. Das ist natürlich verführerisch, da ich zwangsläufig meine Sicherheit bekommen würde.




    In unserer Nachsorgegruppe ist seit Donnerstag eine junge Frau. Sie hat Kinder, ist glücklich vergeben und hat scheinbar sehr große Probleme.


    Aber ich merke, dass sie mich irgendwie beschäftigt. Vielleicht auch, weil sie mich ein bisschen an meine Bezugsschwester erinnert, an der ich sehr hänge und die ich auch sehr vermisse. ":/


    Ich befürchte, dass sich dieses beschäftigen in dieselbe Richtung entwickeln könnte, wie bei diesem Bekannten.


    Das Thema Abhängigkeit/Idealisation wurde in der Gruppe sogar kurz angesprochen. Ich habe die Gelegenheit genutzt und die leitende Therapeutin gefragt, warum man jemanden idealisieren würde. Sie meinte, weil man es brauchen würde.. ":/

    Na ja, wenn man genug Sicherheit bei sich selbst findet, braucht man ja niemanden anders mehr, um Sicherheit zu bekommen.


    Man findet natürlich immer noch mal andere Menschen toll (vielleicht einfach, weil sie toll sind), aber man kann sie besser einfach so sein lassen, ohne sie deswegen unbedingt haben zu müssen.