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    Ich weiß es nicht. Ich habe die Befürchtung, dass ich in ein tiefes Loch falle, wenn ich ihn jetzt einfach loslasse. Als wäre er mein Rettungsboot auf einem sinkenden Schiff.

    Genau da liegt meines Erachtens eins Deiner wirklichen Probleme.


    Wenn man andere Menschen als "Rettungsboot" betrachtet, verleiht man ihnen eine Bedeutung, die sie schnell in die "Rolle" eines Heilsbringers drängt. Sage ich: Er/sie ist mein Retter, stellt man sein Gegenüber auf einen Sockel und macht sich selber klein. Das verleiht einer Beziehung von vornherein ein Ungleichgewicht. Einer ist mächtig und der andere nichts.


    Das ist nicht gesund. Und das weißt Du auch.

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    Meine größte Angst ist, dass ich es vielleicht irgendwann bereuen könnte, wenn ich jetzt nicht alles tue um die "Freundschaft" und die schönen Erinnerungen zu erhalten.

    Kann schon sein; dennoch braucht Freundschaft ein Gegenüber. Das kann oder will er Dir nicht bieten. Eigentlich ist es völlig egal, ob es an seiner Depression liegt, oder daran, dass er keine Lust auf weitere Kontakte hat, denn das Ergebnis bleibt das Gleiche.


    Ein weiteres Problem sehe ich in Deiner Verbissenheit. Du hast Dir in den Kopf gesetzt, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Nun läuft es nicht wie gewünscht; es kommt nichts zurück. Das macht Dich noch verbissener und Du sagst Dir: Wenn ich mich noch mehr bemühe, wird er evtl. irgendwann merken, wie wichtig er mir ist. Du bemühst Dich also noch mehr und es kommt immer noch nichts zurück. Was ist der nächste Schritt? Wie weit wirst Du gehen, bis Du das Gefühl hast, alles versucht zu haben. Wie viel Energie wirst Du sinnlos verplemperm, um am Ende vielleicht mit leeren Händen dazustehen und Dir einzugestehen, dass all Deine Versuche nicht nur nichts gebracht haben, sondern Dir auch noch Energie geraubt haben, die Du besser für andere Dinge eingesetzt hättest?


    Ich muss Dich mal ausdrücklich loben:


    Du bist ehrlich. Aus vielen Deiner Sätze spricht Einsamkeit und der Wunsch nach Nähe. Das finde ich mutig. Und gleichzeitig bist Du so selbstunsicher. Man liest bei Dir ganz viele Sätze, die zukünftige Befürchtungen ausdrücken. Ich könnte, hätte ich x oder y getan, wäre ich jetzt vielleicht...Salopp gesagt, machst Du Dir viel zu viele Gedanken um ungelegte Eier. Das ist nicht produktiv und es bringt Dich auch nicht weiter. Auch eine Therapie wird nicht Dein Rettungsboot sein. Du musst selber viel aktiver werden; hab Mut, nimm Dein Leben in die Hand. Du wirst dann ganz zwangsläufig auch scheitern, aber Du wirst genauso wachsen. Das Leben ist eine Herausforderung; nimm sie endlich an.

    Antfortas

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    In der Klinik ging es nie explizit um Verlustängste bzw. um diese destruktiven Abhängigkeiten, in die ich schon mein ganzes Leben immer wieder rutsche. Ich habe das bisher immer als "Nebenproblem" gesehen. Fragt mich nicht, warum.

    Finde ich merkwürdig, dass das auch von Seiten der Therapeuten, des Therapieansatzes, nie Thema war ":/ - allerdings weiß ich ja auch nicht, warum Du ursprünglich in Therapie gegangen bist ;-).

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    Das ist der springende Punkt: Ich muss endlich lernen mich an erster Stelle zu sehen und nicht andere Menschen.

    Nein.


    Du mußt Beides unabhängig voneinander sehen lernen.


    In gewisser Weise siehst Du schon jetzt nur Dich an erster Stelle und eben nicht den anderen Menschen. Aber auf ungesunde Weise für beide Seiten.


    So erklärt:


    Du "suchst" Dir Menschen die in Dir gewisse Lücken füllen, füllen müssen; die bestimmte Bedürfnisse in Dir befriedigen (müssen). Dabei vergisst Du den Menschen in Deinem Gegenüber der dahintersteckt. Dieser interessiert Dich zu wenig, wird benutzt.


    Andererseits aber sollst Du dann an Dich denken, wenn Dir genau dieser Mensch der dahintersteckt nicht gut tut. Weil sein individuelles Verhalten, welches völlig unabhängig von Dir ist, Dir nicht gut tut. Dir Energie raubt.


    Oh je, ich weiß, das klingt jetzt sehr verwirrend %:| ;-) .


    Es geht einfach darum sich selbst genauso zu wertschätzen und zu schützen, seine eigenen Bedürfnisse nach Freundschaft und Nähe nicht zurückstellen zu müssen - wie man dies aber auch bei seinem Gegenüber tut. Hier ein Gleichgewicht zu halten.


    Um es greifbarer zu machen:


    Wenn einer meiner engsten Freunde gerade nicht für meine Bedürfnisse die ich in dem Moment habe ansprechbar ist, weil er selber ein Problem hat - dann ist das so, denn ich kann nicht verlangen, dass er nur oder auch lediglich immer genau dann, wenn ich es brauche für mich da ist. Er hat sein eigenes Leben, seine eigenen Probleme, seine eigenen Umstände usw.....


    Aber es muß eben ausgewogen sein - genauso sollte auch mir gegenüber denken und fühlen.

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    Scheinbar fehlt mir etwas, dass ich durch diese Abhängigkeiten zu kompensieren versuche. Irgendeine Ursache muss es doch geben.

    Es gibt eine Ursache sicher. Deshalb meine Frage, ob Du noch weiter Therapie machst. Denn die Ursache ist nicht immer das Wichtigste, diese zu kennen löst/löscht nicht automatisch die Auswirkungen. Die Ursache zu kennen hilft lediglich dabei es besser zu verstehen. Dran arbeiten es zu ändern mußt Du trotzdem.

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    Einen Einzeltherapieplatz habe ich derzeit leider nicht.


    Ich überlege aber, ob ich nicht vielleicht sogar einen stationären Aufenthalt anstreben soll.

    Nun bin ich weder Fachmann noch kenne ich Dich gut genug - aber wenn Du das Gefühl hast, dass es gut wäre und auch dran arbeiten willst, was ändern willst - dann solltest Du es unbedingt tun @:)

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    Aber wenn er sich so verhalten würde, wie ich es mir wünsche, würde mir das vermutlich nichts geben. Es würde mich nicht glücklich machen, ganz im Gegenteil - ich würde schnell auf den Boden der Tatsachen zurückkehren und mein Interesse verlieren. Vermutlich hätte ich schon bald jemand Neues, den ich idealisieren würde. Das bedeutet aber nicht, dass er mir völlig egal wäre.

    Ganz ehrlich: Ich finde diese Ehrlichkeit, diese Erkenntnis Deinerseits ist schon mal ein Superschritt, der für eine Therapie die beste Grundlage ist.

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    Aber ja, ich benutze ihn. Er erfüllt einfach eine Rolle, er ist auswechselbar. So gesehen bin wohl ich die Person, die die Freundschaft des anderen nicht verdient hat.

    Nein. Nicht so denken, nicht auf diese Schiene des "ich habe es nicht verdient" rutschen. @:) :)*


    Sondern das Positive in Dir selbst daran sehen - ja, das Positive ;-) - denn das ist genau mit solchen Worten deutlich zu sehen: Du erkennst, dass Dein Handeln aufgrund der Gefühle die Du hast nicht ok ist. Weder für Dich selbst, noch für Andere. Und Du willst es ändern.

    @ Baldurhh

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    Wenn man andere Menschen als "Rettungsboot" betrachtet, verleiht man ihnen eine Bedeutung, die sie schnell in die "Rolle" eines Heilsbringers drängt. Sage ich: Er/sie ist mein Retter, stellt man sein Gegenüber auf einen Sockel und macht sich selber klein. Das verleiht einer Beziehung von vornherein ein Ungleichgewicht. Einer ist mächtig und der andere nichts.

    Das habe ich wohl etwas missverständlich formuliert. Ich betrachte ihn nicht als meinen "Retter". Es fühlt sich nur so an, als müsste ich unbedingt an diesem Kontakt festhalten wie an einem Rettungsboot. Ich kann dieses Gefühl leider nicht besser beschreiben. ":/

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    Meine größte Angst ist, dass ich es vielleicht irgendwann bereuen könnte, wenn ich jetzt nicht alles tue um die "Freundschaft" und die schönen Erinnerungen zu erhalten.

    Kann schon sein; dennoch braucht Freundschaft ein Gegenüber. Das kann oder will er Dir nicht bieten. Eigentlich ist es völlig egal, ob es an seiner Depression liegt, oder daran, dass er keine Lust auf weitere Kontakte hat, denn das Ergebnis bleibt das Gleiche.

    Im Prinzip hast du Recht.


    Selbst wenn er sich wieder melden würde, wäre die Freundschaft ohnehin nicht die, der ich gerade hinterhertrauere.


    Trotzdem macht mich der Gedanke traurig, dass wir überhaupt keinen Kontakt mehr haben könnten. Ich würde gerne eine normale und "gesunde" Freundschaft zu ihm aufzubauen.

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    Ein weiteres Problem sehe ich in Deiner Verbissenheit. Du hast Dir in den Kopf gesetzt, den Kontakt aufrecht zu erhalten. Nun läuft es nicht wie gewünscht; es kommt nichts zurück. Das macht Dich noch verbissener und Du sagst Dir: Wenn ich mich noch mehr bemühe, wird er evtl. irgendwann merken, wie wichtig er mir ist.

    Das ist nicht ganz richtig. Ich möchte den Kontakt nicht auf "Biegen und Brechen" aufrechterhalten. Mir geht es einzig und allein darum, jegliches Missverständnis ausschließen zu können.


    Der Grund meiner Verbissenheit ist also hauptsächlich Sorge und Sicherheitsbedürfnis.

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    Du bemühst Dich also noch mehr und es kommt immer noch nichts zurück. Was ist der nächste Schritt? Wie weit wirst Du gehen, bis Du das Gefühl hast, alles versucht zu haben. Wie viel Energie wirst Du sinnlos verplemperm, um am Ende vielleicht mit leeren Händen dazustehen und Dir einzugestehen, dass all Deine Versuche nicht nur nichts gebracht haben, sondern Dir auch noch Energie geraubt haben, die Du besser für andere Dinge eingesetzt hättest?

    Vermutlich würde ich ich erst damit abschließen können, wenn ich mir sicher wäre, dass er keinen Kontakt mehr möchte.


    Ich kann keine Freundschaften beenden, egal wie mühselig oder unbefriedigend sie vielleicht geworden sind.

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    Auch eine Therapie wird nicht Dein Rettungsboot sein. Du musst selber viel aktiver werden; hab Mut, nimm Dein Leben in die Hand. Du wirst dann ganz zwangsläufig auch scheitern, aber Du wirst genauso wachsen. Das Leben ist eine Herausforderung; nimm sie endlich an.

    Ich habe schon einige meiner Probleme ohne therapeutische Unterstützung "verbessern" können. Aber diese Problematik ist so verzwickt, dass ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich sie ohne Therapie in den Griff bekommen soll.


    Trotzdem muss ich den Hauptanteil zu meiner Gesundung beitragen. Danke für deine Worte. :)_



    @ Isabell

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    Finde ich merkwürdig, dass das auch von Seiten der Therapeuten, des Therapieansatzes, nie Thema war ":/ - allerdings weiß ich ja auch nicht, warum Du ursprünglich in Therapie gegangen bist ;-).

    Ich hatte während meines Aufenthaltes dringendere Probleme, die ich bearbeiten wollte/musste.


    In meiner Therapie habe ich das Thema sehr wohl angesprochen, allerdings hat meine Therapeutin das Ganze immer etwas "abgetan". Sie war der Ansicht, dass sich das Problem von selbst lösen würde, wenn ich mich erst sozial besser integriert hätte. ":/

    Nein, nein - das klingt absolut logisch und du hast auch vollkommen Recht damit. @:)

    Also wenn dieser gute Freund deine Bedürfnisse auf Dauer nicht mehr erfüllen kann/will, wäre es keine Freundschaft mehr für dich. Umgekehrt achtest du darauf, die Bedürfnisse deines Freundes zu erfüllen, jedoch ohne dabei deine eigenen (dauerhaft) zurückzustellen. Habe ich das richtig verstanden? ":/

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    Denn die Ursache ist nicht immer das Wichtigste, diese zu kennen löst/löscht nicht automatisch die Auswirkungen.

    Natürlich nicht. Aber alleine das Wissen um die Ursache würde es mir vermutlich sehr viel einfacher machen, mit den Auswirkungen umzugehen. Zu mal es wohl am Effektivsten wäre, die Ursache meines Problemes aufzuarbeiten.

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    Nun bin ich weder Fachmann noch kenne ich Dich gut genug - aber wenn Du das Gefühl hast, dass es gut wäre und auch dran arbeiten willst, was ändern willst - dann solltest Du es unbedingt tun @:)

    Ich werde mich auf jeden Fall um einen Einzeltherapieplatz bemühen, weil sich das Problem mit einem stationären Aufenthalt vermutlich nicht in den Griff bekommen lassen wird.

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    Nein. Nicht so denken, nicht auf diese Schiene des "ich habe es nicht verdient" rutschen. @:) :)*


    Sondern das Positive in Dir selbst daran sehen - ja, das Positive ;-) - denn das ist genau mit solchen Worten deutlich zu sehen: Du erkennst, dass Dein Handeln aufgrund der Gefühle die Du hast nicht ok ist. Weder für Dich selbst, noch für Andere. Und Du willst es ändern.

    Das ist auch das einzig Richtige, was ich tun kann. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich schon ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber habe. Wobei er sich mir gegenüber auch nicht ganz korrekt verhält.


    Wie könnte/sollte ich mich denn jetzt weiterhin bzgl. des Kontaktes verhalten? ":/

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    Wie könnte/sollte ich mich denn jetzt weiterhin bzgl. des Kontaktes verhalten? ":/

    Ich dachte mir, dass ich vorerst einfach abwarte und mich wieder mehr auf mein Leben konzentriere. In einigen Wochen kann ich mir ja immer noch überlegen, ob und wie ich weiter vorgehe. Vielleicht kommt er sogar von sich aus wieder auf mich zu, auch wenn ich da starke Zweifel habe.


    Jedenfalls versuche ich etwas von meiner "Verbissenheit" und dem Sicherheitsdenken wegzukommen. Auch wenn keine Sekunde vergeht, an der ich nicht an ihn denke. :-(

    Ja. Manchmal fällt es mir ganz leicht, in anderen Momenten etwas schwerer.


    Ich bin mir unsicher, wie ich mich ihm gegenüber verhalten werde, falls ich ihn morgen wieder bei der Nachsorge-Gruppe treffe. Würde vermutlich von seinem Verhalten abhängen. Allerdings halte ich das ohnehin nicht für besonders realistisch. ":/

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    Selbst wenn er sich wieder melden würde, wäre die Freundschaft ohnehin nicht die, der ich gerade hinterhertrauere.


    Trotzdem macht mich der Gedanke traurig, dass wir überhaupt keinen Kontakt mehr haben könnten. Ich würde gerne eine normale und "gesunde" Freundschaft zu ihm aufzubauen.

    Aber du darfst dich jetzt nicht mehr melden. Als Belästigung empfinde ich das schon von dir dem Mann gegenüber und wenn du nicht aufpasst wird es noch zu einem satten Stalking und du bekommst dann echten Ärger.

    Vielleicht solltest du dich genauer darüber informieren, was Stalking wirklich ist, bratze.


    Sich in dieser Situation noch mal zu melden, könnte von ihm möglicherweise als aufdringlich empfunden werden. Aber da tickt ohnehin jeder anders.


    Mich deswegen als potenzielle Stalkerin zu bezeichnen ist allerdings wirklich sehr, sehr weit hergeholt und darüber hinaus auch ziemlich daneben.

    Ich habe mich bis jetzt zurück gehalten und nichts unternommen. Von seiner Seite kam bisher nichts und letzten Freitag war er (leider?) auch nicht in der Gruppe.


    Ich merke allerdings, dass mich diese Ungewissheit zunehmend belastet. Ich habe schon teilweise schlechte Träume deswegen. :°(

    Antfortas


    Welche Ungewissheit?


    Du hast doch schon längst die Gewissheit, dass Du ihn nicht (mehr) interessierst, wenn er sich denn wirklich jemals überhaupt für Dich interessiert hat (Du hast ja geschrieben, dass selbst in der Zeit des Kontakts das meiste von Dir ausging, schon da gab es keine Balance zwischen Euch).


    Ich glaube Dein Problem ist, dass Du genau das aber nicht akzeptieren kannst. Du hast Dich da dermaßen festgebissen sozusagen, dass es für einen Außenstehenden kaum nachzuvollziehen ist.


    "Er", diese Festbeißen an einer Person/einer Beziehung die es so nie gegeben hat - das steht stellvertretend für irgendwas in Dir selbst. Und scheinbar hast Du eine solch große Angst Dich dem zu stellen, dass "er" dafür herhalten muß.


    Was ist es wovor Du so große Angst hast?

    Kurz und knapp:


    Hör' auf, ihn zu bedrängen. Sein Nichtmelden wird Gründe haben, ob nun Krankheit oder bewusste Entscheidung. Und: Er solte die Chance haben, sich auf die Behandlung zu konzentrieren. "Beziehungsdrama" obendrein ist da einfach zu viel.


    Kurzum:


    Schicke ihm eine Nachricht, dass Du Dich freuen würdest, wenn er sich irgendwann wieder meldet. Dass Du ihn aber erstmal in Ruhe lässt. Und dann halte Dich dran.

    Hallo Antfortas,


    Verliebtheit ist was Schönes: in Gedanken bei jemandem sein, seine Nähe suchen und ganz für ihn da sein... etc. Da kann man sich schon in sehr große Gefühle hineinsteigern. ;-) Sicher steckt auch, wie schon mehrmals erwähnt, dein Bedürfnis nach einem seelischen Ankerpunkt dahinter. (und wer hat das nicht?)


    Dennoch: Bei so starken Symptomen einer Depression, wie "der junge Mann" sie zeigt, erübrigen sich sämtliche Spekulationen über sein Verhalten. Er ist vorläufig als Patient und als schwer krank zu betrachten.


    Nicht ohne Grund befindet er sich immer noch in einer psychatrischen Klinik.


    Die Ärzte versuchen dort, eine geeignete Therapie zu finden, die sein Leiden lindert. Es werden wohl einige Medikamente zum Einsatz kommen und wieder abgesetzt werden. Das nimmt mehrere Wochen, eher sogar Monate in Anspruch, bis man eine passende Kombination gefunden hat, evtl. zusammen mit einer Psychotherapie. Alles nicht nur zeitaufwendig, sondern auch mit ungewissem Ausgang.


    Es ist bestimmt gut, wenn Du dich über seinen Zustand auf dem Laufenden hältst. Vielleicht wird er später sogar dankbar sein, dass du von "draußen" an ihn denkst. Du kannst ihm auch eine Hilfe sein, wenn es ihm eines Tages besser geht und vielleicht wird er diese Hilfe gern akzeptieren. Bis sich "gesunde" Gefühle entwickeln, muss er aber erst die Voraussetzung dafür mitbringen, d.h. selber "geheilt" sein.


    Dann erst wirst du realistisch einschätzen können, wie weit die Liebe zwischen euch wirklich geht. Und wenn es wirklich funken sollte, wünsche ich euch ein superromantisches Happy-end.


    :)* @:) :)^


    PS: Oder es kommt doch wieder alles ganz anders. Das Leben steckt voller Überraschungen. :-o