sternenstaub, mal fliegt da auch nicht raus, wenn man die 700g nicht schafft und die vorgegebene Menge isst. Ich habe einmal nicht die Richtmenge gegessen und mir wurde ziemlich klar gesagt, dass ich gehen kann, wenn ich das nochmal mache. Wenn ich die 700g trotzdem nicht geschafft habe, weil der Körper irgendwann einfach mehr braucht, um zuzunehmen, dann kamen Zwischenmahlzeiten dazu und man hat dann weiter zugenommen.


    JessSlytherin

    Zitat

    Ich glaube nicht, dass du mit der Einstellung therapiefähig bist. Normalgewicht als fett bezeichnen, und Mindestmengen an Essen als utopisch viel zu betrachten, dazu die Weigerung ein gesundes Gewicht zu erreichen...

    Das bedeutet nicht automatisch, dass man nicht therapiefähig ist. Die Körperschemastörung gehört nunmal zum Krankheitsbild dazu und verschwindet nicht automatisch, nur, weil man sagt, dass man etwas ändern will. Sonst wäre Therapie ja auch nicht nötig, aber es gibt spezielle Übungen und die werden dort gemacht.


    Die entscheidende Frage ist eher, OB sie was ändern will und bereit ist, hart dafür zu arbeiten.


    Aber ich stimme Dir ansonsten zu. Einfach nur so hingehen, weil andere es wollen, ist sinnfrei, das habe ich auch gemacht und - welch Wunder - es hat nichts gebracht. Man muss es selbst wollen.


    Broken-mirror

    Zitat

    Gesundheitlich geht es mir momentan nämlich eher sehr schlecht, aber solang ich nicht unter BMI 13 bin kann man mich nicht zwangseinweisen.

    Der Satz spiegelt wunderschön Deinen Trotz wieder. Ist übrigens eine Fehlinformation, dass man erst ab einem BMI unter 13 eingewiesen werden kann. Die Indikation für Zwangseinweisung ist Fremd- oder Selbstgefährdung. Du kannst auch - weil wir sind alle individuelle Menschen mit individuellen Körpern - bei einem BMI von 15 oder 15 oder 16 gesundheitlich so schlecht dran sein, dass du schneller eingewiesen bist, als du schauen kannst. Da spielen viel mehr Faktoren eine Rolle als nur das Gewicht.

    Zitat

    Wenn ich acht Wochen dort bin,muss ich also 5,6 kg zunehmen. Dann wieg ich 54,6 . Das wäre viel zu viel zu viel .

    Das heißt, du bist momentan bei ca 49kg. Wie groß bist du denn, wenn ich fragen darf?

    Dé.liée


    Danke für die Erklärung. Dennoch kann ich sagen, dass ich die angegebene Klinik für mich hilfreicher empfand. Ich war zwar nicht in der Klinik am Chiemsee, aber in der in Bad Bramstedt mit dem gleichen Konzept.


    Bin dort übrigens auch gegangen worden...


    Vor allem die Transparenz in der Klink Lüneburger Heide hat mir zugesagt, auch und grade was das Essen angeht. Zudem wird dort auch ohne Sonden-/ Zwangsernährung gearbeitet und sie nehmen dort auch Menschen auf, die bereits im Lebensbedrohlichen Bereich sind, haben dort auch Monitorüberwachung,etc.


    Dort war ich 9 Monate. Ist allerdings schon ne Weile her...

    Zitat

    Das heißt, du bist momentan bei ca 49kg. Wie groß bist du denn, wenn ich fragen darf?

    Wenn ihr BMI nei 16 ist wird sie 1,75 sein. Gewicht:BMI=Größe^2

    Zitat

    Die Körperschemastörung gehört nunmal zum Krankheitsbild dazu und verschwindet nicht automatisch, nur, weil man sagt, dass man etwas ändern will.

    Ja, das war von mir missverständlich formuliert. Keiner erwartet, dass sie sich mit Normalgewicht super fühlt, nur weil sie in der Klinik ist. Aber ohne Krankheitseinsicht und dem eigenen Wunsch etwas zu ändern bringt die ganze Sache wirklich nichts, wie du ja selber sagst.

    Das macht Prien auch und nutzt Sonden auch nur im Extremfall. Aber ich kann Dich verstehen, ich fands ja für mich auch nicht hilfreich, was aber auch an meiner Diagnose lag und das einfach nicht die richtige Klinik dafür war. Wie die meisten Kliniken für Essgestörte.


    Das ist so individuell, aber freut mich, dass du für Dich eine gefunden hattest, die Dir geholfen hat!

    Ich glaube, die wenigsten sind scharf drauf, zuzunehmen. Weil ja schon direkt klar ist, dass man dazu zunehmen muss, also gehört der Wunsch, zuzunehmen nicht unbedingt dazu. Dass gesund werden das mit sich bringt, ist halt vollkommen logisch, deshalb muss man dem indirekt schon zustimmen.


    Ich gehe niemals in eine Klinik und will zunehmen. Ich weiß, dass das immer passiert, aber deshalb wünsche ich mir einfach jedes Mal, dass ich an den Punkt komme, an dem es für mich okay ist. Vorher ist es das auch nie für mich, das entwickelt (oder soll) sich in der Therapie, deshalb würde ich nicht von vornherein sagen, dass du nicht so weit bist, nur, weil du jetzt nicht scharf darauf bist, zuzunehmen, Broken-mirror.


    Aber das ist Deine Entscheidung.

    Zitat

    Nicht scharf drauf sein zuzunehmen oder zu sagen man bringt sich um, wenn man 5kg zunimmt ist schon ein dezenter Unterschied.

    Ich habs untertrieben. Aber

    Zitat

    Was nützt mir es wenn ich mega fett aus der Klinik komme und dann dadurch einfach nur noch depressiver werde und A) mich wieder U50 kg hungere oder B) gleich aufhänge ???

    bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man sich direkt umbringt. Wenn sie es aber nicht versucht, ists eh egal. Und dass sie jetzt denkt, dass sie das nicht verkraftet, ist ja auch sowieso klar. Mehr Optimismus wäre sicher besser, aber ich kenne ihre Einstellung nur zu gut. Broken-mirror, du lässt hier ja komplett außer Acht, dass du in der Klinik AUCH an der Körperschemastörung arbeitest. Ja, vielleicht bist du nicht glücklich, wenn du mehr wiegst, vielleicht aber doch.

    Zitat

    Ich denke ich werde dahin gehen und es wenigstens versuchen mich soweit zusammenzureißen 😐

    Das finde ich sehr gut!


    Wir verstehen alle, dass du nicht zunehmen willst. Aber wenn du gesund werden willst führt da kein Weg dran vorbei. Natürlich findest du das jetzt kacke, und du denkst du würdest fett werden, und deine 'Leistungen' aka Runterhungern würden jetzt zunichte gemacht.


    Aber du musst daran denken, dass du krank bist. Dass deine Ansichten durch die Krankheit verschoben sind. 2 Brötchen zum Frühstück ist nichts. Da ess ich noch nen Joghurt zu. 3 Scheiben Brot am Abend? Ok, wenn ich danach noch nen Snack darf. Und nach der Pizza zum Mittag gibts Eis als Nachtisch. Nicht besonders gesund, aber ich habe kein Übergewicht deshalb.


    Steck dir ein Ziel, das du erreichen willst. Keine Zahl auf der Wage. Vielleicht unbeschwert essen zu können, ohne den Nährwert analysieren zu müssen. Spontan weggehen, ohne automatisch zu planen, wann wie wo was (nicht) gegessen wird. Klamotten kaufen gehen, und einfach mal ein Shirt anprobieren das gefällt, nicht, weil hinten drin XS steht.


    Und die körperlichen Vorteile. Nicht so schnell frieren. Nicht mehr schwindelig. Bessere Ausdauer. Bessere Haut, Haare, Nägel. Hast du schon Herzrhythmusstörungen? Ekliges Gefühl.

    Eigentlich geht es ja ums Gesundwerden in dem Sinne, dass man ein normales Essverhalten (wieder) erlernt.


    Gesunde Menschen essen allerdings auch nicht jeden Tag gleich viel, haben auch mal wenig Appetit oder kaum oder mögen etwas nicht. Ich würde das nicht mal heutzutage in Ordnung finden, wenn mir andere Menschen vorschreiben, wann ich was und wie viel zu essen habe und außerdem auch noch, wie viel ich zu wiegen hätte. Auch wenn das aufgrund des Krankheitsbildes und je nach körperlichem Zustand angebracht sein mag, im Grunde hört sich das nach totaler Entmündigung und Selbstbestimmung an. ... Ob man davon gesund wird? ":/

    Wenn man nicht in der Lage ist sich selbst gesund zu erhalten wird einem das abgenommen. Wäre broken-mirror in der Lage sich richtig zu ernähren, müsste das auch keiner für sie kontrollieren. Sie kann es zur Zeit durch die Krankheit nicht, also hilft ihr die Klinik dabei.


    _Kitsune freu dich einfach, dass du nie in soeiner Situation warst.