Erster Eindruck der Psychologin

    Hallo Zusammen,


    ich war gestern zum ersten Mal bei einer Psychologin und bin mir nicht ganz sicher, wie ich die Sache einschätzen soll. Es ist grundsätzlich mein erster Gang zum Psychologen, daher wäre es für mich mal ganz interessant zu hören, was andere zu meinem Eindruck sagen und ob mein grummelndes Bauchgefühl berechtigt ist oder nicht.


    Sie hat mich insgesamt sehr viel reden lassen, was ich als positiv empfunden habe, hatte aber auch hin und wieder den Eindruck, dass sie leicht indifferent an die Sache herangegangen ist.


    Was mich besonders stutzig macht: Sie hat mich gefragt, was ich denn glaube, wieviel Stunden ich brauchen werde. ":/


    Wie um Himmelswillen soll ich das denn wissen? Ist das eine "normale" Frage? Sie war auch schnell dabei zu sagen, dass ich wohl keine 25 Stunden brauchen werde nach allem, was ich so erzählen würde. Ich bin mir bewusst, dass ich nach außen stark und reflektiert wirke, ich habe aber trotzdem meine "schwachen Momente" und fand diese Aussage irgendwie extrem vorschnell so nach 20 Minuten. Ich bin nicht suizidal, habe keine sozialen Ängste, Essstörungen (danach hat sie gar nicht gefragt) oder ernsthaften Depressionen, trotzdem habe ich innere Konflikte und das wurde bis dahin nur sehr oberflächlich thematisiert, bzw. sie hat da nicht so wahnsinnig intensiv nachgefragt, wohl eher ihr Standardprogramm abgefragt. Ist das in der ersten Sitzung so alles im Rahmen?


    Sie wirkte außerdem manchmal ein wenig unsouverän. Zum Beispiel musste ich sie am Ende darauf ansprechen, wie das denn mit der Bezahlung ablaufen wird (bin Selbstzahler) und dann ist ihr noch schnell eingefallen, dass sie ja mal meine Adresse bräuchte, um Rechnungen stellen zu können. Kann ja mal passieren, bin in solchen Dingen auch schusselig, aber ihre Reaktion war so wenig selbstbewusst danach. Ich brauche jemanden, der mich fordert und bei dem ich absolut das Gefühl habe, dass er weiß, was er da tut. Sonst wird es glaube ich schwierig für mich, mich darauf einzulassen.


    Ich hab mich insgesamt nicht unwohl gefühlt (abgesehen von ihrem feucht-lauwarmen Händedruck ]:D ) und werde bestimmt nochmal hingehen. Aber bei mir hat sich in den letzten Stunden ein komisches Bauchgefühl eingeschlichen. Ich kann nichtmal genau sagen, weshalb. Bin ich zu streng oder soll ich meinem Bauchgefühl trauen?


    Falls jemand Erfahrung hat und mir eine Einschätzung geben kann, was alles so im Rahmen ist und was nicht, wäre ich echt dankbar.

  • 24 Antworten

    Es ist äusserst schwer zu vergleichen...


    Als ich zur therapie ging war ich am ende und hab meinem therapeuten alles vor die füsse gekotzt...ungefiltert...verbal jetzt.


    Aber bei mir übernahm das dann die kasse von daher musste er das alles wissen...


    Ich weiss nur dass ich reinkam...total nervös war und meine erste frage war, ob ich auf die toilette dürfte...


    Und als ich bei ihm sass, dachte ich so ..der mann...der macht das...der entwirrt jetzt den ganzen mist.


    Wsr ein älterer herr...wirkte souverän und ruhig...neutraler blick.


    Mein Eindruck hat sich in folge in der therapie bestätigt...humorvoll und an den richtigen stellen streng.


    Die erste therapeutin bei der ich war...bei der konnte ich mich nicht öffnen...sie hat die falschen fragen gestellt...und ich hatte das gefühl ich passe nich zu ihr.


    Ich bin der meinung dabei sollte man seinem bauchgefühl vertrauen. ... wenn du dich unwohl fühlst, besuche noch einen 2. Therapeuten... und dann nimm den, bei dem du dich wohler fühlst.


    Ich glaub bei mir lags auch dran...dass ich nich gut mit frauen kann die mir irgendwelche dinge vorschreiben wollen...

    Bei Finanzierug über die Krankenkasse hat man 5 sog. probatorische Sitzungen, wo beide Seiten entscheiden, ob man zusammenarbeiten möchte. Dazu gehört erstmal eine entsprechende Diagnostik, das Festlegen von Zielen/Ansatzpunkten - und in all dem auch das persönliche Beschnuppern.


    Wenn Du zudem noch keine Erfahrungen hast, ist die Situation erstmal eh ungewöhnlich. Dem Patienten viel Raum zu geben beim ersten Treffen ist auch normal; irgendwo muss man anfangen und mit "Verhörtaktiken" schreckt man eher ab.


    Selbstzahler sind tendenzielle ungewöhnlich

    Man kann ihre Reaktion "unsouverän" nennen; man kann aber auch positiv sehen, dass sie nicht das Geld in den Vordergrund gestellt hat.


    Kurzum: Mach noch 2-3 Termine und sieh dann weiter. Und äußere Erwartungen/Eindrücke offen und schau, wie die Reaktion ist.

    Zitat

    Ich glaub bei mir lags auch dran...dass ich nich gut mit frauen kann die mir irgendwelche dinge vorschreiben wollen...

    Mh. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, das kann ich auch nicht gut ab. Ich hab seit gerade einer Woche meine letzten Uniprüfungen hinter mich gebracht und muss noch ein bisschen Zeit überbrücken bis es weiter geht (6 1/2 Monate) und sie hat mich direkt gefragt, ob ich mir schon einen Job gesucht hätte. Fand ich irgendwie übergriffig, anstatt mal zu fragen, wie ich mir die nächsten 6 Monate vorstelle. Ich bin gerade noch in der "Geil-vorbei-genießen-Phase". Und auch da hat sie hinterher leicht fahrig und unselbstbewusst reagiert und so getan als wäre ihre Frage ja echt dämlich gewesen.


    Das sind alles nur so Kleinigkeiten, weiß ich, aber ich brauche ein echtes Gegenüber, sonst komme ich wieder in so eine schon-mal-lieber-dein-Gegenüber-und-nimm-dich-besser-zurück-Spirale und das will ich ja gerade absolut nicht. :-|

    Zitat

    Bei Finanzierug über die Krankenkasse hat man 5 sog. probatorische Sitzungen, wo beide Seiten entscheiden, ob man zusammenarbeiten möchte. Dazu gehört erstmal eine entsprechende Diagnostik, das Festlegen von Zielen/Ansatzpunkten - und in all dem auch das persönliche Beschnuppern.

    Das hat sie mir so auch erklärt, allerdings lassen wir das Diagnostizieren wohl aus, wenn ich das richtig verstanden habe, weil es keinen Namen braucht (Krankenkasse fällt ja weg) und sie es wichtiger findet, im Alltag klar zu kommen. Sehe ich prinzipiell auch so, weiß aber nicht, ob das aus ihrer Sicht professionell ist. Wenn sie jetzt erstmal so gar nicht diagnostiziert, kann sie dann überhaupt in die richtige Richtung lenken? Sie möchte dann wohl das nächste Mal mit mir anfangen, meine Biographie durchzugehen. Sie hat mich auch gefragt, ob mir das alles so Recht ist, aber ich hab ja keine Ahnung, wohin das alles führt.


    Mir wäre wichtig, dass ich den ganzen Kram, den ich mit mir rumtrage mal irgendwo auskotze und dann endgültig zur Seite legen kann, um da nicht ständig dran rumgrübeln zu müssen. Und vorallem auch, dass ich solche Situationen, die mich hinterher grübeln lassen, besser vemeiden kann und mich nicht mehr so in die Probleme anderer hineinziehen lasse.


    Habe ich so ähnlich auch formuliert. Konkret ist sie da aber noch nicht drauf eingegangen.

    Zitat

    man kann aber auch positiv sehen, dass sie nicht das Geld in den Vordergrund gestellt hat.

    Ja, da war sie sehr verständnisvoll. Ich gehe 2 Mal im Monat hin, mehr ist finanziell nicht drin und sie war auch sehr deutlich mir gegenüber, was es für mich beruflich für Konsequenzen hätte, wenn irgendeine tiefergreifende Diagnose herauskommen sollte, so ganz allgemein gesprochen. Fand ich auch positiv, erstmal. Jetzt denk ich mir aber schon, naja, vielleicht hab ich ja doch tiefergreifendere Probleme als mir bewusst ist und nur, damit niemand jemals was davon wissen darf, damit ich beruflich keine Probleme kriege, sprechen wir da besser mal nicht drüber? Ist ja auch irgendwie nicht richtig, oder? Es geht konkret um eine Verbeamtung, die mir aber gar nicht so sehr am Herzen liegt, weil ich nicht weiß, ob ich in diesem Beruf auf Dauer überhaupt glücklich werde. Ich will mir nur alle Möglichkeiten offen lassen, daher läuft das ohne die Krankenkasse. ":/

    Zum einen sollte es sehr egal sein, wer die Behandlung zahlt, wenn es um die Erhebung der wichtigen Eckdaten geht. Dazu gehören aktuelle Lebenssituation, Biographie, aktuelle Probleme und Ziele. Egal in welchem Therapieverfahren. Ohne den entsprechenden Über- und Einblick kann man nicht richtig behandeln.


    Und bzgl. der "beruflichen Konsequenzen" einer Diagnose: Psychotherapie ist bei Verbeamtung immer kritisch; der Aspekt entfällt bei Selbstzahlen. Grauzone. Ansonsten sind in best. Berufsfelden Schizophrenie und Sucht problematisch. Vernünftige Aufklärung: Ja. Bangemachen: Nein. Und für die Verbeamtung ist die Therapie an sich relevant; nicht die Diagnose.


    Du solltest daher OFFEN über alles sprechen. Gerade wenn Du selber zahlst, solltest Du die Zeit möglichst effektiv nutzen. Und wenn die Behandlung etwas bringen soll, dann bringt diese Selbstzensur nichts. Wichtig ist halt nur, dass Du selber zahlst und es somit nicht auf dem klassischen Weg aktenkundig wird.

    Zitat

    Was mich besonders stutzig macht: Sie hat mich gefragt, was ich denn glaube, wieviel Stunden ich brauchen werde. ":/


    Wie um Himmelswillen soll ich das denn wissen?

    Vielleicht wollte sie einfach antesten, wie du dich selbst einschätzt. Als schweren Fall, der ewig braucht, oder jemand, der mit ein paar guten Sitzungen wieder allein klarkommt. Das sagt auch schon etwas aus.

    Zitat

    Sie wirkte außerdem manchmal ein wenig unsouverän. Zum Beispiel musste ich sie am Ende darauf ansprechen, wie das denn mit der Bezahlung ablaufen wird (bin Selbstzahler) und dann ist ihr noch schnell eingefallen, dass sie ja mal meine Adresse bräuchte, um Rechnungen stellen zu können. Kann ja mal passieren, bin in solchen Dingen auch schusselig, aber ihre Reaktion war so wenig selbstbewusst danach. Ich brauche jemanden, der mich fordert und bei dem ich absolut das Gefühl habe, dass er weiß, was er da tut. Sonst wird es glaube ich schwierig für mich, mich darauf einzulassen.

    Das klingt mir eher so, als seist du überskeptisch. Du wirst keinen Therapeuten finden, der perfekt ist. Jeder vergisst mal was, kommt vielleicht mal verschusselt rüber. Das heißt nicht, dass er in fachlicher Sicht nicht weiß, was er tut. Weitaus besorgniserregender wäre es, wenn sie die Rechnung und das Geld, was sie von dir will, voll auf dem Schirm hat, alles andere aber eher vergisst.

    Zitat

    Das sind alles nur so Kleinigkeiten, weiß ich, aber ich brauche ein echtes Gegenüber

    Ein "unechtes" Gegenüber ist sie sicherlich nicht.


    Kann es sein, dass es Teil deines Problems ist, dass du denkst, jemand sei nur hilfreich oder habe etwas zu sagen, wenn er perfekt auftritt? - das ist nicht so.

    Zitat

    Mh. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, das kann ich auch nicht gut ab. Ich hab seit gerade einer Woche meine letzten Uniprüfungen hinter mich gebracht und muss noch ein bisschen Zeit überbrücken bis es weiter geht (6 1/2 Monate) und sie hat mich direkt gefragt, ob ich mir schon einen Job gesucht hätte.

    Find ich nicht übergriffig, sondern normal. Berufstätigkeit zählt zu den Rahmendaten, die jeder Hausarzt abfragt. ":/


    Wie hat sich ihre "unselbstbewusste" Reaktion auf deine Antwort dargestellt?

    Zitat

    Bin ich zu streng

    Ja.


    Und: Wenn du meinst, dass sie dich nicht so schnell einschätzen kann, kannst du sie in der kurzen Zeit umso weniger abschließend einschätzen.

    Danke für deine Rückmeldung. Ich bin absolut bereit alles offen anzusprechen, weil ich nicht in 5, 10 oder 15 Jahren doch nochmal feststellen will, dass da Dinge nicht aufgeräumt sind. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen pathetisch, aber ich möchte mich "frei" fühlen und damit ist es mir auch wirklich ernst.

    Zitat

    Und für die Verbeamtung ist die Therapie an sich relevant; nicht die Diagnose.

    Okay, das hat sie anders dargestellt. Bei mir stand mit etwa 13 Jahren die Diagnose einer ADS im Raum. Das Thema ist aber irgendwann komplett im Sande verlaufen. Wir hatten damals schon den Verdacht, dass die Ärztin recht diagnosefreudig unterwegs war, weil meine Mutter eigentlich mit meinem Bruder dort war und die Ärztin gefragt hat, ob es noch andere Kinder gäbe und Schwupps war ich mit diagnostiziert. Ich war damals zwar schon arg verpeilt unterwegs, aber ich habe eine andere Theorie, weswegen das so war. Es gab bei uns einfach immer Stress, oft durch äußere Belastungen. Ich war zum Beispiel auch in der Grundschule nie auffällig. Da war so eine Diagnose überhaupt nicht angedacht, meine Noten waren gut bis sehr gut, ich konnte in der ersten Klasse schon flüssig lesen, war später Klassensprecherin. Das ist jetzt auch schon so lange her und ich glaube nicht, dass man heute so schnell noch Diagnosen vergibt.


    Ich hatte das jedenfalls gestern bei dem Gespräch mit ihr angesprochen. Mein Lebenslauf ist zwar nicht ganz so gerade wie bei manch anderen (Schulabgang in der elften Klasse, dann Ausbildung, dann Abi nachholen, dann Studium), aber ob das ausreicht, um dem heute nochmal nachzugehen? Sie meinte so lange ich meinen Kram gebacken kriege und das kriege ich definitiv (auch wenn ich bisschen chaotisch bin, aber da kenn ich auch noch andere...), würde sie da nicht nachstochern, weil es eben für die spätere Verbeamtung schlecht aussehen würde, sollte sich das heute immer noch erhärten.


    Aber das Thema ist auch gar nicht mein Anliegen, weswegen ich dort hingehe. Mir geht es eher um ungesunde Beziehungen und Aufarbeitung von schlechten Prägungen familiärer Art. Ich wollte es nur nicht unerwähnt lassen, eben weil ich Nägel mit Köpfen machen und alles ansprechen will.


    Sorry, das es ist jetzt doch ein bisschen länger geworden, aber es hilft mir gerade ein wenig zu sortieren, was ich dort ansprechen muss/will/kann.

    mnef

    Danke auch für deine Rückmeldung!

    Zitat

    Kann es sein, dass es Teil deines Problems ist, dass du denkst, jemand sei nur hilfreich oder habe etwas zu sagen, wenn er perfekt auftritt? - das ist nicht so.

    Gute Frage. Das kann durchaus schon sein, wobei ich das eigentlich eher immer von mir erwarte, gar nicht so sehr von den anderen. Vielleicht ist das jetzt gerade hier so extrem, weil es ja eigentlich um mich geht und ich mich jetzt zum ersten Mal vor jemandem schonungslos öffne. Ich habe bis jetzt eigentlich fast alles mit mir alleine ausgemacht oder hier im Forum mal ein paar wenige Versuche gestartet, Dinge auszusprechen, oder eher auszuschreiben.


    Danke, dass du mir das so direkt sagst, dass ich überskeptisch bin. Ich neige grundsätzlich schon ein bisschen dazu und deine klare Aussage bestätigt mich gerade darin, gedanklich jetzt Stopp zu machen und nicht anzufangen alles zu durchdenken. Ich lass das jetzt auf mich zukommen und gucke, wie sich das mit ihr weiter entwickelt. Und Fakt ist: gestern in der Situation selbst habe ich mich nicht unwohl gefühlt. Das sollte ich mir nochmal vor Augen führen.

    @ katiafox

    So weit ich weiß, hast du bei jedem Therapeuten fünf Sitzungen (zur Probe), die auf jeden Fall bezahlt werden.


    Bevor du wechselst, würde ich die auch nehmen.


    Ich bin auch manchmal chaotisch. Vielleicht passt es ja doch mit dieser Therapeutin......beim zweiten oder dritten oder vierten Mal.

    Zitat

    Und Fakt ist: gestern in der Situation selbst habe ich mich nicht unwohl gefühlt. Das sollte ich mir nochmal vor Augen führen.

    "nicht unwohl" klingt zwar nicht so gut wie "wohl gefühlt", aber in der ersten Sitzung ist es vielleicht auch einfach normal, dass man noch nicht so voll drin aufgeht. Ich finde es auch die beste Lösung, einfach mal möglichst unvoreingenommen abzuwarten.

    Beim ersten Sitzung wäre es unseriös eine Diagnose zu stellen. Die erst Sitzung ist da, damit man sich erstmal kennenlernt.


    Kenne keine Psychologen (oder andere Menschen) die nicht ab und zu schusselig sind. Passiert uns alle mal.


    Die Notizen an sich sieht keine. Sie sind Eigentum der Psychologin. Nur Befunde werden ausgestellt, behalten aber nicht das Gesprächsinhalt.

    Zitat

    soll ich meinem Bauchgefühl trauen?

    Nach meinen eigenen Erfahrungen kann ich nur antworten: Ja, nimm dieses Gefühl ernst!


    MMn entsteht ein Bauchgefühl nicht nur aus eindeutig sichtbaren Sachen, die man skeptisch beäugen oder auch fahrlässig übersehen kann, sondern vor allem aus unbewussten Prozessen und Signalen.


    Wie stehst du sonst zu deinem Bauch als Ratgeber?

    Zitat

    gestern in der Situation selbst habe ich mich nicht unwohl gefühlt.

    Aber du schreibst auch nicht, dass es gut war, du dich angenommen, verstanden und sicher gefühlt hast und sie kompetent empfindest und lediglich ein paar Fragen zu dem dir unbekannten Gebiet Therapie hast.


    Ich habe beide Seiten kennengelernt. Der eine Therapeut, bei dem ich gesagt habe: ...na ja...ganz ok...schaue ich mal... - und bei dem anderen hingegen sofort sagen konnte: Ja, der ist es! Das passt!


    Wenn ein Therapeut mir grundsätzlich ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz vermitteln kann, dann habe ich kein Problem bei etwaigen organisatorischen Schusseligkeiten. Habe ich aber dieses Gefühl nicht, dann fallen mir solche Sachen unangenehm auf.

    Zitat

    MMn entsteht ein Bauchgefühl nicht nur aus eindeutig sichtbaren Sachen, die man skeptisch beäugen oder auch fahrlässig übersehen kann, sondern vor allem aus unbewussten Prozessen und Signalen.


    Wie stehst du sonst zu deinem Bauch als Ratgeber?

    Gerade das ist ein großes Thema bei mir. Ich glaube schon, dass ich feine Antennen habe. Ich habe aber viel zu oft schon mein ungutes Bauchgefühl versucht zu ignorieren, bin darüber hinweg gegangen oder habe sogar aktiv versucht, mich vom Kopf her selbst zu überzeugen, dass das alles ja gar nicht so sein kann und es nur an meiner merkwürdigen Wahrnehmung liegt. Aber da arbeite ich schon länger dran, auch erfolgreich.


    Und ja, mein erster Eindruck war, dass sie nicht so wahnsinnig souverän rüber kommt. Ob sie fachlich gut ist, weiß ich natürlich noch nicht. Deswegen gebe ich ihr jetzt mal noch eine Chance, vielleicht auch noch zwei, aber wenn sich mein Gefühl nicht bessert, werde ich nicht mehr hingehen und mir etwas anderes suchen.

    Zitat

    Deswegen gebe ich ihr jetzt mal noch eine Chance,

    Finde ich eine gute Idee, zumal du da auch noch mal nachspüren kannst, ob es sich mit der Therapeutin auch menschlich stimmig anfühlt, ob die Chemie passt.


    Auf jeden Fall wünsche ich dir so oder so viel Erfolg mit deiner Therapie :-)