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    Sie erzählten das wenn man an Gott nicht glaubt dann wird man bestrafft. Und wenn du auf ganzem Herzen glaubst dann wird alles gut und er ist für dich da und rettet dich.

    Auch das ist nicht ungewöhnlich und dieses Prinzip Strafe und Belohnung ist doch allen christlichen Kirchen gemein. Ich vermute du bist nicht christlich erzogen worden, oder? Mit christlichmeine ich jede christliche Kirche.


    Bist du atheistisch oder andersgläubig aufgewachsen?

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    Das würde ja heißen das ein suizid gefährdete Person die sosehr an ihre Sichtweise glaubt sich einfach umbringen darf und ich zuschauen soll. Drastisch dargelegt.

    Hart ausgedrückt: Ja. Jeder darf mit seinem Leben machen was er will, wenn er sich in dieser Art Gemeinschaft gut aufgehoben fühlt wirst du ihn nicht da raus bekommen. Du kannst auch keinem Alkoholiker oder Drogensüchtigen helfen der das nicht will, es geht einfach nicht.

    Ich bin 18 in NRW aufgewachsen und geboren, Evangelische und bin durch die schule auch mit diesem glauben aufgewachsen. Sowie nahm meine Oma mich zwischendurch mit in die Kirche oder ich ging bei meinem Konfirmanden Unterricht in die Kirche. Es wurde nicht mal in eriner kirche gehalten. Was ich eig nicht schlimm finde da ich sage man kann auch zuhausw betten und glauben, nicjt nur in der kirche.Und das ist Kirche und dieses am Sonntag war anders es lief mir kalt den Rücken dazu und ich wusste das ich manipuliert wurde. Aber das Kirchen ihren Glauben auferlegen wollen ist natürlich nix neues aber einen physischen Druck aufbauen ? Das ist doch nicht das Ware.

    Ist aber völlig legal und eben nicht nur in solchen Pfingstgemeinden verbreitet, sowas färbt auch auf klassische evangelische Gemeinden ab. Wie gesagt, in der Gemeinde in der ich aufgewachsen bin wurde teilweise auch die Meinung vertreten alle Sünden wären gleich schlimm, die Bibel wäre absolut wörtlich zu nehmen (inkl. 7 Tage Welt erschaffen) usw., das ist garnicht so merkwürdig und "neu" wie es dir erscheint. Macht die Sache natürlich nicht besser aber es ist einfach eine Tatsache.

    Ich wurde ka nicht so erzogen und aufgewachsen und ich habe schon viel gehört aber es ist gerade frustrierend das ich anscheinend nix machen kann. Ich verstehe nicht das Menschen nicht selbst an sich glauben und deswegen einen Gott brauchen. Nur weil sie mit ihrer last nicht klar kommen ? Sollte man nicht stolz drauf sein Das wir woviel ertragen können und damit leben egal ob schlecht oder gut. Das leben ist kein Wunschkonzert ob es Gott jetzt gibt oder nicht.

    Es gibt aber mehrere Milliarden Menschen die an den einen oder anderen monotheistischen Gott glauben und ein guter Teil davon ist relativ streng gläubig. Ich denke das solche Gemeinschaften in den letzten Jahren verstärkt zulauf haben weil es den Menschen etwas gibt an dem sie sich "festhalten" können während die Welt um sie herum immer schneller, komplexer und komplizierter wird. Wenn dann jemand sagt "alles was hier drin steht ist die Wahrheit" springen viele schnell darauf an.

    @ Nordi

    Dass es problematische Einzelfälle in allen Christlichen Gemeinden gibt, streitet doch keiner ab. Und jeder Fall wo Menschen aus religiösen Gründen unterdrückt, gepeinigt, bekriegt oder gar ermordet werden ist einer zuviel.


    So gesehen ist jede (oder fast jede) Religion ein passendes Instrument um Menschen gefügig zu machen und zu disziplinieren.


    Aber was willst du machen? Der tiefe Wunsch des Menschen nach Gott oder Göttern, nach Regeln des sozialen Zusammenlebens, nach einem besseren Leben nach dem Tod (oder bei Widergeburt) bestand schon immer. Manche Leute brauchen das und kommen in einer Kirchengemeinschaft-ganz gleich wie die sich nun nennen mag, gut oder besser klar als ohne.


    Analog zu deinem Link.


    sollte ich jetzt befürchten katholisch gläubige Männer die mit Kindern arbeiten, könnten Kinderschänder sein? Oder reicht es wenn ich nur die Priester verdächtige?

    In dieser Art Gemeinde sind es halt keine Einzelfälle, daher ja, wenn 3/4 aller katholischen Priester Kinderschänder wären sollte man alle katholischen Priester verdächtigen. Evangelikale Gemeinden sind Fanatiker, da gibt es wohl nur wenige Ausnahmen. Gemein ist denen übrigens das die sich nach außen ein total lockeres, offenes und freundliches Image geben, der Irrsinn wird erst im engeren Kreis gelehrt.

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    Und das ist Kirche und dieses am Sonntag war anders es lief mir kalt den Rücken dazu und ich wusste das ich manipuliert wurde.

    Ganz einfach. Du hast dich dort unwohl gefühlt. Dann geh nicht mehr hin. Dein Kumpel findet es dort gut und es gibt ihm was! vollkommen sein Bier. In Deutschland haben wir Glaubensfreiheit. Er dürfte im Namen dieser Glaubensfreiheit noch ganz andere Sachen machen. ??zB. seinem noch unmündigen Sohn die Vorhaut entfernen lassen.??

    Ahhh Nordi84,

    in deinem Link werden doch alle Freikirchen in einen Topf geworfen. Da wird doch nur ein Fall von der Pfingstkirche berichtet und schwupps sind schon wieder alle Freikirchen "des Teufels". Das ist doch üblste Meinungsmache. Die Freikirchen gehen von freier als die evangelische und kathohlische Kirche bis, in der Tat, zu sektenartigen Konstrukten. Ja, aber bitte doch nicht alle gleich in einen Topf werfen. Das ist doch Quatsch. Und das sage ich als Ex-Evangele. (Bin ausgetreten, aber nirgendwo anders wieder eingetreten.)

    Toleranz und Gelassenheit kann man haben, wenn man die Hintergründe kennt, wie solche Schriften entstanden sind und das man sie nicht eins zu eins auf das Leben übertragen kann, bis auf einige Ausnahmen. Letztendlich sprechen solche Texte das Leben an und das Leben wird über Ideen, die man Verstand empfangen kann, gelebt, je nach Ressourcen an die man glauben oder nicht glauben kann. Normalerweise soll man ja über den Geist Gottes denken, oder? ;-D Die Sache mit dem Denken klappt mal mehr mal weniger gut in der Materie, aber letztendlich können drastische Sichtweisen seelisch viel in Menschen kaputtmachen und das ist dann kein Kavaliersdelikt mehr. Die einen, die sich strikt dran halten, werden sich dabei noch gut fühlen, denn sie erwarten sich eine positive Belohnung irgendwann. In solchen Glaubensgemeinschaften wird man sich aber auch gegenseitig bespitzeln, dass die Texte in ihrem Wahrheitsgehalt auch eingehalten werden. Und da wäre es mir auch egal, ob jemand als Sekte öffentlich dargestellt wird oder nicht. Eine Sekte fängt für mich damit an, wenn sie mit Angst etwas in den Menschen und ihrem Denken verändern will.


    Ich glaube, dass einige Texte in der Bibel, vor allem einige aus dem alten Testament mehr von Menschenhand geschrieben worden sind, als das sie von einer höheren Quelle stammen. Das war schon in meiner Kindheit eine intuitive Erkenntnis. Das normale Bedürfnis nach Unversehrtheit, wird hier doch häufig mit Füßen getreten. ;-) In Baird Spaldings Buch, das über hundert Jahre alt ist, steht z.B. wortwörtlich drinnen, das es wohl genauso gewesen sein soll. Man kann sich natürlich fragen, woher diese dann die Gewissheit haben wollen. Das kann man dann nur selbst herausfinden, ob deren Texte näher an dem dran sind, was man glauben kann. Jedenfalls steht in diesem Buch nichts über einen strafenden Gott. Das scheint wohl auch eher von Menschenhand gemacht zu sein. Das hier nicht alles glatt läuft, das hat aber auch einen Grund. Aber wie gesagt - Glaubenssache. Wer sich mit einem strafenden Gott wohlfühlt, der ist in einer entsprechenden Kirche gut aufgehoben.


    Ich würde einen guten Freund auch nicht fallen lassen. Aber das Denken eines Menschen ist sehr individuell und wenn er wichtige Grundbedürfnisse über eine Glaubensgemeinschaft als befriedigt ansieht, dann ist der eigene Einfluss gering, dessen muss man sich bewusst sein. Da muss jeder selbst seine Erfahrungen machen.

    Du hältst diese Gruppierung für eine Sekte und für gefährlich. Zieht sie den Leuten bewusst das Geld aus der Tasche? Zwingen sie ihre Mitglieder zu bestimmten Ritualen, befehlen sie Ihnen Dinge, belegen sie deren gesamte Zeit? Gestatten sie keinen oder kaum Kontakt außerhalb? Laufen sie riskanten Maßgaben hinterher, die die Gesundheit gefährden könnten?


    Falls das so ist, könntest Du Dich um Rat und Hilfe an einen Sektenbeauftragen wenden - Adressen kann man über die großen Kirchen bekommen. Wenn Du das aber alles nicht bejahen kannst, was macht Dir so angst? Befürchtest Du Gehirnwäsche? Keine Panik: Was andere glauben sollen oder nicht, kann niemand und können auch sie nicht erzwingen. Es ist doch toll, dass wir hier alle frei sind bei solchen Entscheidungen: Du bleibst einfach bei Deinem Glauben, hältst Dich von ihnen fern und kannst den Freund seine eigenen Erfahrungen machen lassen.


    Oder beunruhigt Dich so sehr, was sie so überzeugt von Gott sagen, weil es Dich einfach selbst in Deinem Glauben verunsichert? Dann könntest Du Deinen eigenen Überzeugungen wieder stärken, indem Du Dich mit Menschen darüber sprichst, die sie mit Dir teilen und Dir wieder mehr Sicherheit zu geben vermögen.

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    Bisschen sehr eigenartiger Blick auf die Luther Bibel und ein äußerst gewagter Vergleich. Den Bekannten würde ich in Zukunft nicht mehr so ernst nehmen.


    Ich hab mal Tante Google zu "Christliche Gemeinschaft" befragt. Du kannst beruhigt sein, eine Sekte ist das nicht. Alle gehen freiwillig dahin und können auch ohne Verfolgung oder Ächtung zu befürchten wieder weggehen.

    Ist offensichtlich eine Freikirche, und ja, die können von relativ liberal bis sehr fundamentalistisch sein. Am liberalsten ist halt immer noch die evangelische LK.


    Du wirst Deinem Freund jedenfalls nichts ausreden können, denn er geht da freiwillig hin, weil er dort etwas "bekommt", was er braucht, was auch immer das ist. Fundamentalistische Christen habe ich zur Genüge kennengelernt, das sind häufig Menschen, die enge Führung und Garantien im Leben brauchen und vor jeder Übertretung Angst haben, so sinngemäß: Ist es erlaubt, am Sonntag die Klospülung zu ziehen? Diese Enge wirkt auf einen Teil der Menschheit erdrückend und beängstigend, andere fühlen sich darin geborgen, weil sie meinen, dass ein Befolgen der Gesetze, egal wie hart oder unsinnig sie sind, ihnen etwas garantiert, was aber nicht garantiert werden kann.


    Und was Dich angeht, das ist noch eine ganz andere Sache. Ich kenne das Gefühl, wenn irgendwer nach meiner Seele greifen will, das fühlt sich schlecht an. Also gehe da einfach nicht mehr hin, wenn es Dir nicht guttut. "Retten" kannst Du ihn nicht. Entweder er will dort bleiben oder nicht, es ist seine Entscheidung. Was Du für Dich entscheidest, ist allein Dein Ding.

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    Und wärend des Gottesdienst weinte ich nur

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    Ich habe in meinem Leben sehr viel durch gestanden. Bin durch meine eigenen Depression gekommen alleine

    Ich finde, Du solltest vor diesem Hintergrund vor allem auf eine Person aufpassen und dafür sorgen, dass es dieser gut geht - auf Dich selbst!


    Wenn Dich der einmalige Besuch eines Gottesdienstes in einer Kirche, mit der Du nichts anfangen kannst, mit einem Gott, an den Du nicht glaubst, so sehr aus der Bahn wirft, dass Du in einer Dir fremden Umgebung sitzt und nicht aufhören kannst zu weinen, dann scheinst Du nicht die psychische Konstitution zu haben, Dich noch gezielt um andere kümmern zu können.


    Und das ist nicht abwertend gemeint. Mein gut gemeinter Rat lautet: Pass auf Dich selbst auf und lass Deinen Freund ebenfalls auf sich selbst aufpassen.


    Zumal ich hier nicht erkennen kann, dass Dein Freund diese Hilfe überhaupt möchte und wünscht. Ich gehe davon aus, dass er erwachsen ist. An was er glaubt und welchen Vorbildern er nacheifert oder wessen Gesetzen er folgt, sollte ihm überlassen sein. Solange er keine innere Not signalisiert oder Dich aktiv um Hilfe bittet, dränge ihm diese auch nicht auf.