Es wird nicht akzeptiert, dass ich normal bin

    Hallo, ich versuch mich kurz zu fassen:


    ich hab ein Problem, das gabs wohl noch nie auf der Welt. Ich werd im Alltag betreut, von Psychologen, ob ich will oder nicht. (sowas gibts, falls das jemand komisch vorkommt) Obwohl ich längere Zeit keinerlei Sprechstunde wahrgenommen habe, irgendwo. Naja. Vor zwei, drei Jahren, da meinte man, ich hätte solche Nervenkrankheiten, also Psychose, oder manisch - depressiv. Ich hab davon nix gemerkt, u. wehrte mich gegen die Einschätzung, u. gegen die Medikation. Nachdem man mir die ganze Zeit unterstellt hatte, dass ich z.B. Symptome verschweigen würde, oder so, habe ich nun 2 Jahre bewiesen, dass ich vollkommen ohne Tabletten auskomme, u. wohl auch durch mein restliches Verhalten, so dass dieser - man muss sagen - Horror von damals vom Tisch ist. Das hat mir furchtbar zugesetzt. Ich würde mir wünschen, dass man aus dieser hässlichen Episode nun bitte sehr den Schluss zieht, dass ich wohl doch noch einigermaßen weiß, wer ich bin, u. z.B. auch spasseshalber richtige Angaben mache. Da hat man mir nämlich auch schon das Gegenteil unterstellt, was ich nicht gerad schön finde. Ich bin 44, kirchlich, hab ne 3 jährige Therapeutenausbildung gemacht, usw.. U. finde solche Unterstellungen ziemlich anmaßend.


    Jetzt gibt es seit 2 Jahren (!!!) ein neues Reizthema, jetzt soll ich also bisexuell sein. So. Ich selber hab das nie behauptet. Ich bin damit jetzt also zwei Jahre lang permanent gestichelt worden, durch die vielfältigsten Manipulationen im Alltag. Das kann man sich gar nicht vorstellen, dass es sowas gibt, wenn mans nicht erlebt hat. Ich hab Freunde, die in so ne Richtung gehen. Hab also nicht mal eine übermäßige Homophobie, wie man sieht. Wenn ich dagegen solchen Leuten aus dem Weg gehen würde, wäre DAS dann wahrscheinlich der Grund, aus dem man diese Einschätzung bestärkt. Ich hab mir inzwischen mit Beteuerungen u. Erklärungen die Seele aus dem Leib geredet, ohne nachhaltigen Erfolg. Dieses Thema MUSS aber geklärt werden, weil die mich sonst nicht in Ruhe lassen. Sowas "können" die nicht, als hätten sie keine anderen Sorgen. Seit einem halben Jahr ist es nun so, dass es immer wieder kurze Zeiten gab, wo sie kurz in der Realität gelandet waren, u. mir rückgemeldet hatten, dass ich doch recht hab, man wills nicht glauben. Hat aber nie lange gehalten.


    Mich macht das KRANK.


    Was kann man gegen solche Leute machen???


    Nächste Woche geh ich doch noch mal zu einem Gesprächstherapeuten, sicher nicht der Schlechteste. Als ich ihm allerdings vor zwei Jahren mit genau diesem Thema kam, wiegelte auch er sofort ab, u. nahm mich nicht ernst. Könnte mir allerdings auch keinen anderen so richtig vorstellen. Die ich da noch so kenne - ich weiß nicht recht.


    Ich muss leider erleben, dass man nicht mehr für voll genommen wird, wenn man ein paar Mal auf der "falschen" Seite des Schreibtisches saß. Ist echt krass zu erleben. Ich wusste ja nun auch, was ich für Krankheiten hab, oder aber eben nicht. Und wenn die bei mir noch nicht mal Diagnosen stellen können, müssen dir mir auch nicht sagen, was ich für Neigungen hab. Würd ich mal behaupten. Ich bin: ratlos. Ein paar Mal hatten sie es ja begriffen, so ist es nicht. U. anstatt sich zu entschuldigen, u. barfuss nach Canossa zu gehen, ging es immer kurz darauf wieder los. Ausgelöst durch völlig nichtige Äußerungen oder Aktionen meinerseits.


    Naja. Ich würde mich freuen über ein paar Antworten, wo nicht nur diese Betreuung angezweifelt wird, sondern wo vielleicht auch jemand versucht, sich mal in meine Lage zu versetzen. Danke

  • 38 Antworten

    Ähh, Umfeld wechseln?


    Evtl. mal über einen Wechsel der Arbeitsstelle und des Wohnortes nachdenken und woanders neu anfangen?


    Du kannst die anderen nicht ändern! Du kannst nur dich selbst ändern!


    Auch wenn das lediglich heißt den Standort/Lebensmittelpunkt zu verändern.


    (Beispielsweise von München nach Hamburg umziehen oder ähnliches.)

    Hast du einer Betreuer oder was ist da los? Ist nicht ganz klar was du meinst.


    Ob du zum Psychologe oder Psychotherapeuten gehst, ist doch deine Entscheidung. Zwingen kann dir keine und ich nehme keine Patienten an, die nicht freiwillig da sind. Bringt nichts.


    Wie schränkt dir die Diagnosen ein ? Die bleiben doch beim Behandler. Und sie haben Schweigepflicht.


    Es muss auch einen Grund gegeben haben, warum du zum Psychiater gegangen bist. Warum?


    Bist du selber Psychotherapeut?


    Ist alles ein bisschen unklar was du schreibst.

    Was kümmert dich das Geschwätz der Leute?


    Dann lass sie doch behaupten du wärst bisexuell. Wäre das was schlimmes? Irgendwie habe ich das Gefühl das "die" deutlich homophober sind als du. "Warum fragst du? Willst du was von mir? KnickKnack?"


    Wer sind eigentlich "die"? Und warum bist du in psychologischer Behandlung wenn du das gar nicht willst und es auch keine Diagnose gibt?


    Lass die Leute doch reden. Je stärker du dagegen hälst, desto mehr werden sie dadurch angestachelt. Wenn sie sehen das dir ihr Geschwätz "am Arsch vorbei geht" hören sie sicher freiwillig auf, weil sich ihre Anstrengung nicht mehr lohnt.

    Elaf:


    Umfeld wechseln? Wozu? Mit dem Umfeld habe ich weniger Probleme. Mit den Freunden war z.B. geklärt, dass ich nicht so einer bin. Da war alles in Ordnung - gegenseitige Akzeptanz. Bis man angefangen hat, "sich um uns zu kümmern". Ähm: muss man nicht. Wir an sich kommen schon klar.


    Andrusch:


    Es wird ja nicht nur behauptet, dass ich es sei, sondern auch, "das ich Probleme damit hätte". Könnte ich allerdings nur haben, wenn ich auch etwas davon merken würde. So. Wenn mir jemand sagte, dass jemand anders mit irgendwas Probleme hat, was auch immer, dann bin ich ja, würd ich mal sagen, in seiner Gegenwart in dem betreffenden Bereich schon verunsichert, oder nicht? U. dann ist es schon besser, oder gar unabdingbar, wenn es geklärt wird.


    Tatjana, du sollst die Betreuung doch nicht anzweifeln. Das wird an so einer Stelle immer gemacht, u. ist immer Zeitverschwendung.


    Tja, wer behauptet das? Gute Frage. Namentlich haben sie sich mir nicht vorgestellt, sonst könnte ich sie ja anzeigen, damit sie sich aus meinem Leben vertschüssen, wo sie wahrlich schon genug angestellt haben.


    Ich weiß noch, wie schrecklich das damals war, als mir niemand glaubte, dass ich keine schwankende Depression hab, u. nun auch nichts Verrücktes an mir. (Damals hat mich ja gleich gar keiner mehr ernst genommen.) Ich finds einfach unbeschreiblich, dass aus diesem Vorkommnis niemand gelernt hat. Das kanns einfach nicht geben.

    In meiner Verwandtschaft ist ein Mann, der gar nicht merkt, dass er nicht normal ist. Der hat Schübe von Schizophrenie und behauptet Sachen, da kann man sich nur ":/":/":/


    Der behauptet von sich, er ist normal, während andere ihn als xyz oder blablabla bezeichnen oder dies und oder jenes behaupten. Und alles sei falsch.


    Da ist dann kein Gedankengang nachvollziehbar. Nur er selbst sieht es nicht, er verweigert auch Medikamente - und er mischt durch seine Ansichten den Rest der Familie auf. Alle anderen sind die Bösen, niemand versteht ihn....


    Das hier Geschriebene hört sich ähnlich an.

    Zitat

    Wenn mir jemand sagte, dass jemand anders mit irgendwas Probleme hat, was auch immer, dann bin ich ja, würd ich mal sagen, in seiner Gegenwart in dem betreffenden Bereich schon verunsichert, oder nicht?

    Bisexualität ist kein Problem - also nein, mir wäre es völlig egal, wenn jemand das von mir behaupten würde oder ich wüsste, das ein Freund(in)/ Bekannte(r) bisexuell wäre. Nur weil jemand auf beide Geschlechter steht, fällt derjenige/ diejenige doch nicht über alles her, was sich anbietet %-|


    Verstehe also Dein Problem tatsächlich nicht. Und wenn Du nicht mal weißt, wer das von Dir behauptet, dann kommt mir das schon etwas seltsam vor - daher bin ich hier raus.