Essstörung Rückfall

    hallo zusammen :)

    ich schreibe hier, weil ich mich über einen austausch bzgl. essstörungen und deren überwindung sehr freuen würde, da ich im realen leben nicht (mehr) wirklich darüber reden kann. ich bin weiblich, 20 jahre alt und war von meinem 14 bis zu meinem 17 lebensjahr aufgrund verschiedener erkrankungen immer wieder in stationärer und ambulanter behandlung. zurzeit fällt mir wieder vermehrt auf, dass ich essstörungsgedanken habe, den körper gerne an seine grenzen treiben und schnell und viel abnehmen möchte, obwohl ich schon seit knapp einem jahr ein gesundes gewicht halte und mein verhältnis zum essen in dieser zeit auch als einigermaßen gesund bezeichnen würde. ich habe dem druck (noch) nicht nachgegeben, aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe, weil ich gerade auch wenig motivation habe, dem entgegenzuwirken, obwohl ich mir dessen bewusst bin, dass ein rückfall sehr unangenehme folgen haben kann. ich fühl mich einfach alleine mit diesen gedanken und kann sie auch nicht mitteilen, was es noch verlockender macht, einfach nachzugeben und auf die essstörung zu hören. ich weiß rational, dass das nicht richtig wäre und mich nicht glücklicher machen wird etc aber irgendwie vermisse ich meine essstörung, die kontrolle, die leere usw... klingt total verrückt irgendwie.

    na ja, vielleicht ging es ja schonmal jemandem ähnlich - ich würde mich über ein paar worte und erfahrungsberichte sehr freuen :)

  • 6 Antworten

    Du brauchst sicher dringend psychologische Hilfe. Ruf ruhig deine Krankenkasse an und Schilder die Problematik. Dann wird dir geholfen schneller einen Termin zu bekommen. Erst Hilfe wäre die Frage was hat sich denn in der letzten Zeit verändert das bei dir wieder solch ein Druck ausgelöst wird? Die Essstörung ist ja Ausdruck von etwas.

    Alles Liebe :)*

    danke für deine antwort :)

    ja, ich hab jetzt auch schon schon mal einen termin bei einer beratungsstelle ausgemacht, der ist nächste woche. die wartezeiten für eine therapie, die von der kk übernommen wird, sind halt leider eeewig lang. hab aber eh vor, mich auch da auf eine warteliste setzen zu lassen. ich hab mich letzte woche auch schon informiert, da gibt es zb auch ambulanzen mit therapeutInnen in ausbildung, die stunden zu einem sozialtarif je nach einkommen anbieten, das wäre ansonsten auch möglich, bloß weiß ich halt nicht, wie gut die mit meiner problematik insgesamt umgehen können.

    zu deiner frage - es gab nicht wirklich den einen grund, der gerade etwas ausgelöst haben könnte. ich habe halt jetzt wieder prüfungen, was mich schon ziemlich stresst, weil ich perfektionistisch bin und sehr hohe ansprüche an mich, aber gleichzeitig auch kaum motivation bzw konzentration zu lernen habe. ansonsten fällt mir aber nicht wirklich etwas ein. die üblichen probleme mit ängsten, depressiven verstimmungen und selbstwertproblemen halt. aber das hat sich in letzter zeit nicht wirklich verändert. die essstörung war für mich immer eine möglichkeit, schuldgefühle erträglicher zu machen bzw zu verdrängen und da könnte es schon sein, dass die derzeitige situation mit meiner familie etwas getriggert haben könnte - allerdings war das vor 2-3 monaten "akuter" als jetzt und es belastet mich im alltag nicht mehr sooo sehr...

    und ich glaube schon auch, dass ich ein stück weit meinem umfeld sozusagen zeigen will, dass es mir nicht gut geht. früher war ich halt offensichtlich krank und mein umfeld hatte dadurch mehr verständnis und hat rücksicht genommen aber mittlerweile leide ich eben im stillen, weil ich schlecht darin bin, meine gefühle zu kommunizieren. das ist halt auch der scheiß mit dem krankheitsgewinn...

    nein, zu denen hab ich schon lange keinen kontakt mehr. eher freunden und generell meinem umfeld - vielleicht auch deshalb, weil dann alle ihre erwartungen an mich ein wenig runterschrauben würden.

    kaffeekoala schrieb:

    vielleicht auch deshalb, weil dann alle ihre erwartungen an mich ein wenig runterschrauben würden.

    na das wäre doch ein guter Grund sich ihnen zu öffnen