Die Frage nach dem Lebenssinn, die ist verständlich, denn wenn man sich die Welt so ansieht, dann hat ja alles zwei Seiten. Nur das Positive zu sehen oder nur das Negative und nicht zu wissen, wo beides seinen Ursprung haben könnte, das ist so eine Gradwanderung, die manche zwar hinbekommen, aber nicht alle. Ich bin z.B. der Meinung, dass die Optimisten und die Pessimisten gleichzeitig Recht haben, denn was beide betrachten, ist ein halb volles Glas oder halt, ein halb leeres Glas. Voll ist das Glas jedenfalls nicht, also haben beide recht.


    Spiritualität ist ein großes Pflaster mit vielen Stolpersteinen. Da gibt es alles von absoluter Akzeptanz von allem, was ist, ohne irgendwelche sinnvollen Fragen zu beantworten, bis hin zu selbst gemachten Erfahrungsberichten, die dann vielleicht ein paar Fragen beantworten, aber sie sind halt nicht wissenschaftlich überprüfbar. Und es gibt nicht wenige Menschen, die an den entsprechenden Systemen wie Christentum, Buddhismus oder Hinduismus fast oder tatsächlich zerbrochen sind, sobald sie sich tatsächlich und nicht nur oberflächlich damit befasst haben. Andere wiederum gehen darin völlig auf, oftmals auch mit Dogmen und Machtansprüchen, die aber am normalen Leben vorbeigehen und die auch keinen Bezug dazu herstellen können.


    Ich hab einmal ein Buch gelesen, was ich als mögliche Antwort auf das Dilemma vielleicht noch am wahrscheinlichsten halte würde. Der Autor ist Baird Spalding. Aber letztendlich war er auch nur ein Mensch, der zwar Einiges erlebt hat, falls man seinen Ausführungen glauben kann. Jedenfalls hat er das Buch unter einem Pseudonym erst nach seinem Tode veröffentlichen lassen. Also kann dahinter zumindest kein Geldgedanke stecken.


    Ich kenne auch einen Mann, dem dieses Buch geholfen hat, um eine Krankheit selbst zu heilen. Aber es ist immer eine individuelle Sache und bodenständig sollte man trotz aller spiritueller Möglichkeiten immer bleiben und man sollte das Leben, was man hat, sinnvoll nutzen. Denn man braucht schließlich Geld, man braucht etwas, was einem einigermaßen Freude macht oder zumindest etwas, was nicht an den Nerven zerrt, wenn man es macht.


    Und was dem einen hilft, muss dem anderen noch lange nicht helfen. Wenn man schon nicht lange sitzen kann, dann ist das doch extrem lebenseinschränkend. Warum nicht da mal rangehen mit Krankengymnastik, Atemübungen ect.

    Thalina

    Zitat

    Ehrlich? Ich finde gegen die Schnellschussdiagnose "ist ja bloß faul" oder "der faked" ja ist der Verdacht auf Computersucht nicht abwegig wenn jemand jeden Tag bis 3 oder 4 vor dem Computerhängt. Und garantiert nicht schlimmer als "Du. ist ja nur faul"

    Ich finde halt alles erst mal eine Schnellschussdiagnose."

    Zitat

    So sah damals mein Plan aus in meiner Depression, klar konnte ich ihn nicht IMMER einhalten, aber es war mir eine Hilfe mir ein "normales" Leben beizubehalten anstatt noch tiefer in meiner Depression zu versinken.

    Du hast meinen größtes Respekt dafür. Das muss sehr hart sein mit dieser mistigen Depression. Ich erlebe es ja hautnah bei mienem Mann... ??der ab morgen für mind. 6 Wochen in der Klinik ist. Ich hoffe sooooo sehr, dass es ihm (und damit auch uns als Familie) hilft??

    Ich gebe Dir Recht, ich habe mich blöd ausgedrückt. Ich halte es eben für sehr möglich ,das mehr als nur Faulheit hinter den Problemen des TEs steckt. Selbst wenn es mit Faulheit angefangen haben sollte. Mich hat genervt das sich viele so auf "nur Faulheit" eingeschossen haben. Während ich in seinen faulen Äußerungen ;-) auch ein Vermeidungsverhalten sehen könnte, um nur ja nicht vom lebenswichtigen PC wegzukommen.


    Klar, das kann nur sein.

    Zitat
    Zitat

    So sah damals mein Plan aus in meiner Depression, klar konnte ich ihn nicht IMMER einhalten, aber es war mir eine Hilfe mir ein "normales" Leben beizubehalten anstatt noch tiefer in meiner Depression zu versinken.

    Du hast meinen größtes Respekt dafür. Das muss sehr hart sein mit dieser mistigen Depression. Ich erlebe es ja hautnah bei mienem Mann... ??der ab morgen für mind. 6 Wochen in der Klinik ist. Ich hoffe sooooo sehr, dass es ihm (und damit auch uns als Familie) hilft??

    Naja der hat sich aber auch so entwickelt mit der Zeit... Am Anfang stand nur drauf "Aufstehen" "Frühstück" "Mittagessen" "Abendessen" "Feste Zeit schlafen gehen"


    Ich hab aber gelernt, als ich mit Depression zu hause war, ich hab doch die ZEIT alles ganz langsam anzugehen...wenn ich 2 Stunden für den Einkauf brauche ist das ok.


    Und ich habe stark darauf hingearbeitet wieder arbeiten gehen zu können... ich war ca 2 Monate krank geschrieben vor allem weil ich in meinem Beruf nicht mit den NW von Antidepressiva arbeiten DARF. Chemikalien + Tremor = Gefahr


    Aber mir war immer klar, meine Arbeit ist kein grund für meine Depression, sondern eher ein Grund dass ich noch da bin.


    Die Arbeit diktiert mir in etwa meinen Tagesablauf. Sie zwingt mich morgens aufzustehen, sie beschäftigt mich tagsüber und lenkt von den Gedanken ab.


    Ich denke es ist der völlig falsche Schritt den TE aus der Verantwortung zu nehmen indem er nicht arbeiten muss.


    Es gibt Menschen da hilft es sie mal eine Zeit aus der Arbeit zu nehmen, aber 1,5 Jahre... in der Zeit kann man so viel machen. Man könnte auch erstmal nur Teilzeit-Arbeit machen. Man kann sich einen andren Arbeitgeber suchen und und und...

    Zitat

    Der arme Therapeut der mir nicht helfen kann wie man das System verändert...

    Wie bitte? Ändere doch bitte zunächst einmal wichtige Dinge an Dir selbst, damit hast Du wahrlich ausreichend zu tun.