• Fällt das schon unter Stalking?

    Seit etwa einer Woche fühle ich mich belästigt und bitte um eure Einschätzung bzw. um Ratschläge, wie ich jetzt am besten weiter vorgehe. Es geht um einen wildfremden Mann, der in meiner Nähe wohnt und mich offenbar schon länger "beobachtet". Angesprochen hat er mich vor zwei Wochen zum ersten Mal, scheinbar zufällig beim Einkaufen. Da ich…
  • 69 Antworten
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    Das ist ja keine große Kunst

    Doch, schon, an meine Adresse kommt man nicht so leicht. Ich bin erst neu hier her gezogen, stehe nicht im Telefonbuch, bin auf sozialen Plattformen nicht angemeldet, habe noch keinen großartigen Freundeskreis hier, kaum jemand kennt mich. Und er ist ja kein direkter Nachbar. Er wohnt nicht mal im selben Ort, wenn seine Angaben stimmen, sondern zwei Orte weiter (ca. 15km entfernt). Der Ort in dem ich wohne, ist zwar eher klein (10.000 Einwohner) aber jetzt auch kein Dorf mit nur einer Straße, wo jeder jeden kennt. Er muss schon eine gewisse Energie investiert haben, um an meine Adresse zu kommen. Entweder rumgefragt oder mich beobachtet.

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    Wenn mich eine Frau interessierte, hab ich so was auch gemacht ;-)

    Ehrlich? Sonntagmorgen mit einer Rose in der Hand bei ihr aufkreuzen, obwohl du die Adresse nicht von ihr bekommen hast - NACHDEM sie die Einladung auf einen Kaffee und/oder Feierabendbier bereits abgelehnt hatte?

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    Doch, schon, an meine Adresse kommt man nicht so leicht.

    Er wird dir schon nachgegangen sein.

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    Ehrlich? Sonntagmorgen mit einer Rose in der Hand bei ihr aufkreuzen, obwohl du die Adresse nicht von ihr bekommen hast

    Morgens habe ich ausgeschlafen, eine Rose hatte ich auch nie, aber Mittags konnte das schon passieren ;-) .

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    NACHDEM sie die Einladung auf einen Kaffee und/oder Feierabendbier bereits abgelehnt hatte?

    Wenn man am Schwärmen ist, wird eine Ablehnung nicht immer direkt als solche erkannt. Das kann passieren.

    Comran, ich weiß nicht wie du augenzwinkernd darauf kommst, dass "uns alle" ja nur der Altersunterschied stört... Der Typ klingt gestört. Ich möchte ihn nicht in die Ecke Gefährlich schieben, aber normal ist sein Benehmen nicht und begriffsstutzig ist noch nett gesagt.


    Und ich finde es auch in einer kleinen Stadt nicht normal jeden in der Nähe zu kennen. Ich wohne hier seit eineinhalb Jahren und kenne einen Großteil meiner Nachbarn im Nebenhaus nicht. Und ich bin niemand der sich ständig zu Hause einigelt. Wer sogar ein oder zwei Straßen weiter wohnt, könnte ich nie sagen...

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    Denn nach meiner Erfahrung führen derartige Drohungen nur zu einer Eskalation.

    Soso, bist du jedes Mal ausgetickt, wenn man dir mit der Polizei gedroht hat, oder auf welche Erfahrungswerte beziehst du dich da gerade genau? Bin neugierig...

    Ich seh es ja ähnlich wie Comran, manchmal muss man auch was riskieren wenn man Erfolg haben will! ]:D


    Aber jetzt, nach der deutlichen Ansage an der Haustür MUSS Schluss sein - sonst würde ich was unternehmen. Polizei, einen Freund drauf ansetzen, was auch immer - hier wär für mich die Grenze!

    Ich finde es übrigens auch schräg bei bloßer Schwärmerei mit einer Rose vor der Tür zu stehen, egal zu welcher Uhrzeit, egal wie alt. Mich hätte man mit sowas ganz schnell abgeschreckt.


    Ich würde auch einfach mal zur Polizei gehen und mich "beraten" lassen, unaufgeregt, aber wenigstens tätig. Das hier beschriebene Verhalten ist schon echt irritierend und bevor ich mich verrückt machen würde, würde ich einfach mal zu einer Beratungsstelle gehen und mich mit jemandem austauschen, der gute Tipps geben kann.

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    Der Typ klingt gestört. Ich möchte ihn nicht in die Ecke Gefährlich schieben, aber normal ist sein Benehmen nicht und begriffsstutzig ist noch nett gesagt.

    Und gerade, weil "gestört" eine harte Verurteilung ist und man dazu neigt, dies emotional zu werten, sollte man ganz nüchtern sich auf die Dinge konzentrieren, die wirklich vorgefallen sind. Sollte er weiter stalken, kann man der Polizei auch nicht sagen "der ist gestört", sondern die will genauso nüchtern wissen, was los ist.


    Was ist bisher passiert? In 14 Tagen gerade 4 Begegnungen. Ein Smalltalk im Supermarkt, eine kurze Begegnung auf der Straße, die Nummer auf der Arbeit (für mich die bescheuertste Aktion) und ein Besuch zuhause ohne große Anstalten, in die Wohnung zu gelangen.


    Weißt du, auf Med1 liest man doch so viele Fäden, wo irgendjemand verschossen ist, auf Facebook oder Google nachrecherchiert und hier um Rat fragt, wie man die Person kennenlernen könnte. Und was raten dann die meisten hier? "Pass ihn/sie doch mal im Supermarkt ab, mach Smalltalk, sprich ihn/sie einfach an ...". Wäre die TE jetzt ein Kerl und der Stalker eine gleichaltrige Frau würden wir das alle total süß finden - solange eben nicht mehr passiert. Oder findest du nicht auch?

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    Wenn wir ehrlich sind, kommt es uns ja wegen des Altersunterschieds schräg vor.

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    Wäre die TE jetzt ein Kerl und der Stalker eine gleichaltrige Frau würden wir das alle total süß finden - solange eben nicht mehr passiert.

    Nein, ich finde so ein Verhalten so oder so völlig daneben, wenn man ein Nein nicht akzeptieren will und so völlig blind ist für Signale des Desinteresses vorher schon, egal ob w oder m und wie alt. Lass doch mal deine Unterstellungen weg, wie "wir alle" etwas angeblich finden würden.

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    Ich seh es ja ähnlich wie Comran, manchmal muss man auch was riskieren wenn man Erfolg haben will! ]:D

    Indem man andere verfolgt und ignoriert, dass die das unangnehm finden und nicht möchten? ... Wie kommt man auf die Idee, dass das der Beginn einer wundervollen Partnerschaft werden könnte?

    Deswegen sagte ich ja:

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    Aber jetzt, nach der deutlichen Ansage an der Haustür MUSS Schluss sein

    Ich komm (so wie Comran) eben noch aus der Generation in der Anbändeln nicht über Facebook lief - sondern persönlich, auch mit einem gewissen Risiko einer deutlicheren Ablehnung!


    Und der Herr um den es hier geht wohl auch....

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    Comran, ich weiß nicht wie du augenzwinkernd darauf kommst, dass "uns alle" ja nur der Altersunterschied stört...

    Mich würde das Verhalten auch irritieren, wenn er in meinem Alter oder nur geringfügig älter wäre. Ich finde es insgesamt einfach grenzüberschreitend. Alleine an meinem Arbeitsplatz aufzukreuzen, nachdem ich ja gesagt hatte, dass ich in dieser (öffentlich zugänglichen) Abteilung nicht mehr zu tun habe und mich unter einem Vorwand rufen zu lassen, war schon unverschämt. Will hier nicht genau schildern, wie er das angestellt hat, aber er hat der Kollegin da schon ganz schön was aufgetischt, damit sie überhaupt bereit war, mich aus dem anderen Bereich zu holen. Und es ist ja nicht nur das zufällig Aufkreuzen hier und da, heute eben vor meiner Wohnung, sondern auch alles was er so von sich gibt. DAS erschreckt mich eigentlich. Dieses "Du willst es doch eigentlich auch" und in ein vermeintliches Interesse meinerseits reinsteigern, selbst nach klarer Absage. Denn ich hätte eigentlich erwartet, dass man sich entschuldigt, wenn man merkt, dass man da offenbar etwas missverstanden hat und jemandem zu Nahe getreten ist und nicht, mir die Rose nach alldem doch noch aufzudrängen und zu sagen, dass es ja auch erstmal reicht, wenn wir uns kurz irgendwo sehen, auch wenn es nicht sein "darf".


    Irgendwas läuft da einfach total schief, wenn er davon ausgeht, dass ich insgeheim total auf ihn stehe und mich nur nicht traue, zu meinen Gefühlen zu stehen %:|

    Comran, grundsätzlich geb ich dir Recht. Der entscheidende Unterschied liegt für mich hier allerdings darin, dass der "Verehrer" der TE scheinbar schon alles mögliche heimlich ausgekundschaftet hat (sogar die private Adresse! Findest du das wirklich noch im Rahmen?), ungefragt bei der Arbeit auftaucht und sogar noch "trickst", indem er sich als Freund ausgibt.


    Besonders abschreckend kommt dann noch dazu, dass er die Rose nicht wieder mitgenommen hat, sich nicht für sein aufdringliches Verhalten in irgendeiner Form entschuldigt hat und scheinbar glaubt, die TE wäre genauso angetan von ihm wie er von ihr und traue sich nur einfach nicht, das zu zeigen?


    Woher kommt so eine abgefahrene Annahme, wenn man sich eigentlich überhaupt nicht kennt?


    Wenn sich mir jemand so distanzlos und aufdringlich präsentieren würde, hätte ich persönlich erstmal nicht das Vertrauen, dass er nun gut sein lässt. Deswegen würde ich mich einfach präventiv und möglichst unängstlich irgendwo mal aussprechen. Wenn er jetzt doch einfach aufhört, umso besser. Wenn nicht, weiß man wenigstens, wie man richtig handeln kann.

    Oh, das hat sich überschnitten. Alias, ich sehe es aber genauso wie du und würde dich wirklich darin bestärken, die Sache nicht runterzuspielen. Ob Stalker oder nicht, sein Verhalten ist aber mindestens daneben.

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    Was ist bisher passiert? In 14 Tagen gerade 4 Begegnungen. Ein Smalltalk im Supermarkt, eine kurze Begegnung auf der Straße, die Nummer auf der Arbeit (für mich die bescheuertste Aktion) und ein Besuch zuhause ohne große Anstalten, in die Wohnung zu gelangen.

    So gesehen klingt es erstmal nach nicht viel, aber fällt das für dich echt noch unter "normales Interesse"? Ich finde, man muss dabei bedenken, dass drei Kontaktversuche stattgefunden haben, nachdem ich bereits gesagt habe, dass ich KEIN Interesse an einem weiteren Kennenlernen habe. Denn es war ja so: Smalltalk im Supermarkt, dann Auftauchen am Arbeitsplatz -> hier die erste Absage ("Nein, kein Interesse") und danach ist er dort trotzdem wieder vorstellig geworden (und wurde diesmal ja nur nicht von den Kollegen durchgelassen) und dann jetzt vor meiner Wohnung. Ich finde es schon bedenklich, wenn jemand so viel Energie aufwendet, nachdem ich sagte, dass ich kein Interesse habe.

    Danke, katiafox @:)


    Wisst ihr, ich lerne Menschen selbst auch noch am liebsten persönlich kennen und habe mit FB, Tinder und Co selbst nichts am Hut. Ich habe gar nichts dagegen, nett angesprochen zu werden, damit kann ich umgehen. Denn ein "Nein danke" hat bis jetzt noch jeder verstanden. Wenn es bei der Aktion an meinem Arbeitsplatz geblieben wäre, hätte ich mir gedacht, okay, nicht mein Ding, aber er wollte eben besonders kreativ sein, Schwamm drüber. Alleine deshalb hätte ich ihn nicht als "irre" abgestempelt. Aber dass er so beharrlich bleibt, finde ich nicht normal.


    Wenn's das nun war, bin ich natürlich froh. Ich will wie gesagt nur gewappnet sein, denn so wie er sich heute verabschiedet hat, habe ich nicht das Gefühl, dass es wirklich angekommen ist bei ihm.