• Festplatte mit halbem Leben drauf ist weg - schwere Depression

    Hallo zusammen Es war mir was passiert, was für mich sehr dramatisch ist. Es war mir vor einigen Tagen passiert und es vergeht seitdem kein Tag, an dem ich nicht daran denken muss. Ich befinde mich seitdem in einer schweren Depression. Mag fast nichts essen, muss mich regelrecht dazu zwingen, lasse mich hängen, fühle mich innerlich leer, die Gedanken…
  • 158 Antworten
    Berberitze1 schrieb:

    Du kannst ja auf verschiedenen Wegen versuchen die Festplatte zurück zu bekommen. Flugblätter, Fundbüro, Facebook, rumfragen, ... Aber ich würde mir keine allzu großen Hoffnungen machen. Wenn sie wirklich auf der Straße gelegen hat, kann sie schon längst in einer Kehrmaschine verschwunden sein.

    Dass diese in einer Kehrmaschine verschwunden ist, ist natürlich auch möglich.

    Berberitze1 schrieb:

    Wie ich damit umgehen würde? Ich würde mich ziemlich über meine eigene Blödheit ärgern. Überlegen ob da etwas wirklich wichtiges drauf ist und wenn ja, versuchen das anderweitig wieder herzustellen/beschaffen. Ansonsten würde ich das Thema wahrscheinlich nach ein paar Wochen vergessen haben. Eine Depression bekommt man von so etwas sicher nicht, das ist etwas ganz anderes!

    Für mich ist es emotional sehr wichtig und von grosser Bedeutung was drauf ist. Es mag Menschen geben, die wegen sowas keine Depression bekommen. Doch es gibt auch solche, die fallen wegen sowas sehr wohl in eine Depression. Ein Vogelschiss ist es jedenfalls für mich nicht.

    Du machst dir da viel zu viele Gedanken. Den Leuten ist egal, WARUM du deine Festplatte verloren hast. Du bist da nicht im Erklärungszwang.

    Die denken bei dem Text nur: Ok, wenn ich das Teil finde, melde ich mich. Ich würde vielleicht noch so kleine Abreißstreifen mit Telefonnummer und Mailaddi dranmachen, denn wenn die den Text lesen, schreiben die sich ja nicht deine Kontaktdaten auf. Und es läuft nicht jeder mit einem Stift herum. Und wenn die Leute dann die Festplatte irgendwo finden, wissen die nicht mehr, wo sie sich melden sollen und haben womöglich keine Lust, die Stelle wiederzusuchen, wo dein Zettel hing.

    Steve1982 schrieb:

    Dass diese in einer Kehrmaschine verschwunden ist, ist natürlich auch möglich.

    Für mich ist es emotional sehr wichtig und von grosser Bedeutung was drauf ist. Es mag Menschen geben, die wegen sowas keine Depression bekommen. Doch es gibt auch solche, die fallen wegen sowas sehr wohl in eine Depression. Ein Vogelschiss ist es jedenfalls für mich nicht.

    Sorry, eine Depression ist etwas anderes als sich über ein paar verlorene persönliche Dateien zu ärgern. Das wäre ein Hohn gegenüber allen wirklich betroffenen.

    Berberitze1 schrieb:
    Steve1982 schrieb:

    Dass diese in einer Kehrmaschine verschwunden ist, ist natürlich auch möglich.

    Für mich ist es emotional sehr wichtig und von grosser Bedeutung was drauf ist. Es mag Menschen geben, die wegen sowas keine Depression bekommen. Doch es gibt auch solche, die fallen wegen sowas sehr wohl in eine Depression. Ein Vogelschiss ist es jedenfalls für mich nicht.

    Sorry, eine Depression ist etwas anderes als sich über ein paar verlorene persönliche Dateien zu ärgern. Das wäre ein Hohn gegenüber allen wirklich betroffenen.

    Ich finde dein Urteil sehr anmassend. Und anhand deines Textes habe ich den Eindruck, du nimmst das Ganze nicht wirklich ernst und tust es als Vogelschiss ab. Und da du mich nicht persönlich kennst, wie willst du da bitte genau wissen, was das alles mit mir macht und wie sehr mich das seelisch belastet?

    quarksalber schrieb:

    Du machst dir da viel zu viele Gedanken. Den Leuten ist egal, WARUM du deine Festplatte verloren hast. Du bist da nicht im Erklärungszwang.

    Die denken bei dem Text nur: Ok, wenn ich das Teil finde, melde ich mich. Ich würde vielleicht noch so kleine Abreißstreifen mit Telefonnummer und Mailaddi dranmachen, denn wenn die den Text lesen, schreiben die sich ja nicht deine Kontaktdaten auf. Und es läuft nicht jeder mit einem Stift herum. Und wenn die Leute dann die Festplatte irgendwo finden, wissen die nicht mehr, wo sie sich melden sollen und haben womöglich keine Lust, die Stelle wiederzusuchen, wo dein Zettel hing.

    Vielen Dank für jeden noch so kleinen Tipp. Das mit dem Abreissstreifen finde ich eine geniale Idee. Das hatte ich nicht berücksichtigt.

    Berberitze1 schrieb:
    Steve1982 schrieb:

    Dass diese in einer Kehrmaschine verschwunden ist, ist natürlich auch möglich.

    Für mich ist es emotional sehr wichtig und von grosser Bedeutung was drauf ist. Es mag Menschen geben, die wegen sowas keine Depression bekommen. Doch es gibt auch solche, die fallen wegen sowas sehr wohl in eine Depression. Ein Vogelschiss ist es jedenfalls für mich nicht.

    Sorry, eine Depression ist etwas anderes als sich über ein paar verlorene persönliche Dateien zu ärgern. Das wäre ein Hohn gegenüber allen wirklich betroffenen.

    @ Berberitze1


    Du, ich leide an Ängsten und Depressionen. Ich hing schon über Monate in so tiefen grausamen Zuständen fest, dass ich die Umwelt nur noch derealisiert wahrnehmen konnte. Es war unformulierbar schlimm und grausam. Kein Zustand, den man mit normalem schlechten Befinden vergleichen konnte. ABER trotzdem verstehe ich Steves Gefühle. Die kenne ich auch. Man kommt um vor Gram, wenn einem sowas passiert, ist total fertig, kann nur noch daran denken und ist extrem mies drauf und meint, dass man sich aus dem Zustand nicht mehr erholen könne.

    Es ist zwar nicht das, wie bei einer klinischen tiefen Depression, aber trotzdem ein ernstzunehmendes Gefühl, was man ernstnehmen sollte. Und wenn einem die einzige Speicherdatei, die man hatte, verlorengeht und da das halbe Leben drauf war, ist das schon eine Katastrophe für den Betroffenen.

    Steve

    Ohne Angriff möchte ich dir nur meine persönliche Erfahrung mit Verlusten schildern: es tut scheißweh, aber irgendwann habe ich erkannt, dass das wirklich Wichtige in mir, in meinem Herzen und Erinnerungen gespeichert ist. Materielles ist vergänglich, aber Erinnerungen überstehen (bei Pflege) Jahrzehnte :)_

    Meine Verluste gehen über ermordete Haustiere, willwntliche Zerstörung von Erinnerungsstücken, Sterbefällen bis Datenverlust. Es tut weh, aber man kann drüber hinwegkommen bzw. in Zukunft besser / achtsamer vorsorgen :)_

    mir ist auch schon ne Platte verreckt, da war ich Mitte 20, 50 GB mp3´s (teilweise jahrelang gesucht) waren weg, dazu alle Fotos und Zeugnisse in elektronischer Form. Seit dem immer Backup, wichtiges kommt verschlüsselt in die Cloud!


    ist hart aber du kommst drüber hinweg ;-)

    Hallo,

    du bist jetzt auf die anderen Fragen nicht mehr eingegangen: Bist du wirklich sicher, dass die Festplatte in diesem Karton war und hast du alles schon ausgepackt und gesichtet? Ist die alte Wohnung schon leer geräumt? Ich habe schon so oft Sachen gesucht, und selbst wenn ich vorher schon 5 mal am gleichen Platz geschaut hatte ,war sie beim 6. Mal auf einmal doch dort. Das finde ich definitv realistischer, als dass sie aus der Kiste gerutscht wäre.

    Steve1982 schrieb:

    Für mich ist es emotional sehr wichtig und von grosser Bedeutung was drauf ist. Es mag Menschen geben, die wegen sowas keine Depression bekommen. Doch es gibt auch solche, die fallen wegen sowas sehr wohl in eine Depression. Ein Vogelschiss ist es jedenfalls für mich nicht.

    Dann mach Dich mal schlau, was eine Depression ist. Die Bedeutung des Verlustet für Dich zweifelt keiner an. Die Bezeichnung Nervenzusammenbruch wäre vielleicht passender.


    Meiner Meinung nach kannst Du in der Umgebung der Verlust-Orte Flugblätter aufhängen. Dabei würde ich den emotionalen Wert der Daten für Dich betonen (wie hier bereits geschildert).

    Ansonsten schaue noch mal, ob sie wirklich verloren gegangen ist oder ob sie nur irgendwo dazwischen gerutscht ist oder in einem anderen Karton gelandet ist.

    Um nochmal auf Deine Fragen einzugehen:


    Was könnten mögliche Gründe sein, weshalb sich kein Mensch meldet? Empathielosigkeit, Angst vor Konsequenzen?


    a) es hat sie keiner gefunden.

    b) man kommt nicht zum Fundbüro

    c) man kann sie selbst gerade gut gebrauchen

    d) man findet keinen Hinweis auf den Besitzer



    Wie würdet ihr mit dem mir Geschehenen umgehen? Da jeder Mensch individuell ist, ist diese Frage sehr berechtigt.


    - Ich würde versuchen, die wichtigsten Daten erneut zusammenzustellen. Ansonsten würde ich es als Verlust abhaken und es beim nächsten Mal besser machen.


    Wie würdet ihr bitte ein solches Flugblatt zusammenfassen, so dass es starkes Interesse weckt und gleichzeitig die Menschen bereit sind, sich zu melden und/oder Hinweise zu geben? Was sollte unbedingt darin enthalten sein und was sollte eher vermieden werden? Was ist zu tun, damit es das Interesse der Menschen weckt und sie eher bereit sind, zu helfen?


    - Da wurden schon einige gute Vorschläge gemacht. Meine Meinung: kurze Fassung:

    Liebe Leute, mir ist meine externe Festplatte (Marke, Modell) hier verloren gegangen. Darauf sind viele persönliche Foto, die mir sehr viel bedeuten. Wer kann dazu etwas sagen? Finderlohn: 100 €.

    Dazu die Abriss-Zettel mit Deiner Telefonnummer oder mailadresse.

    Ich würde dazu eine Prepaid-Nummer und eine Extra-Mailadresse einrichten.


    Je mehr Text, desto eher die Gefahr, dass es von vielen Menschen gar nicht gelesen oder überlesen wird. ABER: Je weniger Text, desto eher die Gefahr, dass wesentliche Informationen fehlen könnten. Wie lässt sich dieses Dilemma bitte lösen? Sollte ich es stichwortartig machen?

    - Stichworte lösen bei mir eine allergische Reaktion auf den Verfasser aus...


    Welche Möglichkeiten gibt es, um möglichst viele Menschen (vor Ort in der Region) zu erreichen?

    - Zeitungsanzeigen, Online-Anzeigen, ein Zeppelin, Lautsprecherdurchsagen, Klinkenputzen...

    Scherz beiseite, in Deinem Fall würde ich die Zettelvariante durchführen.


    Ich drücke die Daumen, dass die Platte wieder auftaucht.



    Steve1982 schrieb:

    Ich finde dein Urteil sehr anmassend. Und anhand deines Textes habe ich den Eindruck, du nimmst das Ganze nicht wirklich ernst und tust es als Vogelschiss ab. Und da du mich nicht persönlich kennst, wie willst du da bitte genau wissen, was das alles mit mir macht und wie sehr mich das seelisch belastet?

    Ich tue es nicht als Vogelschiss ab, aber versuche Dir zu erklären, dass das was Du gerade empfindest, keine Depression ist.

    Ich kann gut nachvollziehen, wie sehr Dich das belastet und daher war mein Tipp auch, Dir sofort (das bedeutet unverzüglich, also jetzt) eine Backup Strategie aufzubauen, damit Dir das nie wieder passiert. Eventuell gibt Dir das schon wieder etwas Erleichterung.


    Wie schon geschrieben, versuch' die Platte auf allen Wegen zurück zu bekommen aber freunde Dich parallel schon mal mit dem 4. Artikel des Rheinischen Grundgesetzes an:


    Artikel 4: Wat fott es, es fott.
    („Was fort ist, ist fort.“)
    Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.


    Werde Dir bewusst, dass da nicht Dein Leben drauf ist, sondern nur Erinnerungsstücke. Vielleicht kannst Du ja einen Teil der Daten aus anderen Quellen (Freunde, Familie) rekonstruieren.


    Gruß, die Berberitze


    Ich muss Berberitze da zustimmen: Backups sollten Standard sein. Ich hab noch an der Uni tausendfach 'mein Laptop ist weg und da war die einzige Kopie meiner Magisterarbeit drauf' gehört. Wenn wichtig, dann Backup. (Dennoch haben wir hier oft genug gecrashte Festplatten wiederherzustellen. Manchmal klappts, manchmal nicht)


    Würde ich deine Festplatte finden und den Zettel nicht sehen, würde ich sie vernichten, damit niemand Schindluder mit den Daten treiben kann. Ob das bereits geschehen ist (also dass wer deine Daten vertickt, falls auch wirtschaflich interessante Daten drauf sind), lässt sich auf den Seiten überprüfen auf denen sie verkauft werden.


    Ich hoffe für dich, dass die Platte noch auftaucht und es mehr als eine Lehrstunde in IT-Sicherheit wird.

    in der IT gibt es einen spruch, kein backup - kein mitleid.


    jetzt trifft es dich sehr hart, lerne daraus.


    es ist auch gut die daten mit bitlocker zu verschlüsseln.


    ich kann schon sehr gut nachvollziehen, wenn es dich runter zieht. jeder hat irgendwo seinen wunden punkt.

    gib acht auf dich und viel erfolg bei der suche

    Steve1982 schrieb:

    Was könnten mögliche Gründe sein, weshalb sich kein Mensch meldet? Empathielosigkeit, Angst vor Konsequenzen?

    oder jemand hat es einfach in den nächsten Mistkübel geschmissen, so dass sich niemand bei dir melden kann.

    Steve1982 schrieb:

    Wie würdet ihr mit dem mir Geschehenen umgehen? Da jeder Mensch individuell ist, ist diese Frage sehr berechtigt.

    Zuerst mal würde ich nicht sehen, dass mein Leben auf einer Festplatte ist. Es ist eine Festplatte und die ist jetzt weg. Sehr schade, aber da kann man nichts machen.



    Steve1982 schrieb:

    Wie würdet ihr bitte ein solches Flugblatt zusammenfassen, so dass es starkes Interesse weckt und gleichzeitig die Menschen bereit sind, sich zu melden und/oder Hinweise zu geben? Was sollte unbedingt darin enthalten sein und was sollte eher vermieden werden? Was ist zu tun, damit es das Interesse der Menschen weckt und sie eher bereit sind, zu helfen?

    Du weißt doch gar nicht, wo es verloren gegangen ist. Das ist verlorene Energie.