• Festplatte mit halbem Leben drauf ist weg - schwere Depression

    Hallo zusammen Es war mir was passiert, was für mich sehr dramatisch ist. Es war mir vor einigen Tagen passiert und es vergeht seitdem kein Tag, an dem ich nicht daran denken muss. Ich befinde mich seitdem in einer schweren Depression. Mag fast nichts essen, muss mich regelrecht dazu zwingen, lasse mich hängen, fühle mich innerlich leer, die Gedanken…
  • 158 Antworten

    So ein Flugblatt muss doch kein Rieseninteresse wecken. Es soll lediglich informieren, dass eine Festplatte verloren wurde und man sich bei Person X melden kann, sollte man eben diese gefunden haben.

    WENN sie denn verloren und gefunden wurde, dann entwder von jemandem, der sie stumpf löscht und benutzt. Oder jemandem, der mit dem Ding dasitzt und nicht weiß, wohin. Wenn so jemand das Flugblatt sieht: Problem gelöst. Und Fundbüro: Kann zu Corona etwas schwierig sein.


    Ansonsten: Es ist doch völlig egal, dass man ggf. eine Festplatte verloren hat. Im Sinne von "was denken die Leute?". Es gibt wohl nix, was man nicht verlieren kann. Einfach mal Dokus über Fundbüros schauen, da fragt man sich wirklich dann doch, wie Leute DAS verlieren konnten. Eine externe Festplatte ist da total banal gegen. Alles, was man mitschleppen kann, kann man verlieren.


    Und ansonsten:

    Zu Hause noch genauer suchen.

    Mit dem Verlust abschließen (ich hab's 2x durch im Abstand von 15 Jahren. Der war wohl zu lang, denn ich bin im Lauf der Zeit nachlässig geworden. Ist aber halbwegs gut gegangen, da ich die Daten doch zusammenbekam und der tatsächlich Verlust nebensächlich war. Seither tägliche BackUps auf sogar 2 externen Platten, die auch nie am selben Ort sind. Ich hoffe, ich bleibe am Ball).

    Und: Es zukünftig besser machen. Dinge nur an EINEM Ort zu speichern: Nicht gut. Mir sind auch schon externe Platten gecrasht.

    Wenn es sich um eine externe Festplatte handelt, müssten all die Daten ja irgendwann mal einmal auf deinem PC gewesen sein. Evtl. könnte ein IT-Spezialist diese wieder herstellen, auch wenn sie einmal auf dem PC gelöscht wurden.

    schnecke1985 schrieb:

    Steve

    Ohne Angriff möchte ich dir nur meine persönliche Erfahrung mit Verlusten schildern: es tut scheißweh, aber irgendwann habe ich erkannt, dass das wirklich Wichtige in mir, in meinem Herzen und Erinnerungen gespeichert ist. Materielles ist vergänglich, aber Erinnerungen überstehen (bei Pflege) Jahrzehnte :)_

    Meine Verluste gehen über ermordete Haustiere, willwntliche Zerstörung von Erinnerungsstücken, Sterbefällen bis Datenverlust. Es tut weh, aber man kann drüber hinwegkommen bzw. in Zukunft besser / achtsamer vorsorgen :)_


    Alles sehr schmerzlich, was dir da alles geschehen war. Ich kann gut mit dir mitfühlen. Für deine geschilderten persönlichen Erfahrungen ein herzliches Dankeschön. Denn dadurch fühlt man sich auch nicht mehr so ganz alleine. So wie ich es verstehe, hast du für dich Wege gefunden, mit Verlusten besser umgehen zu können, indem du dir die "richtigen" Gedanken setzt.


    Ja, es ist wirklich so, wie du es schilderst: Verluste schmerzen sehr und tun scheißweh. Ganz besonders wenn man einen persönlichen emotionalen Bezug hat, wie der Verlust des geliebten Haustieres oder auch "nur" materiellen Verlust wie Erinnerungsfotos oder von Erinnerungsstücken.


    janek75 schrieb:

    mir ist auch schon ne Platte verreckt, da war ich Mitte 20, 50 GB mp3´s (teilweise jahrelang gesucht) waren weg, dazu alle Fotos und Zeugnisse in elektronischer Form. Seit dem immer Backup, wichtiges kommt verschlüsselt in die Cloud!


    ist hart aber du kommst drüber hinweg ;-)


    Danke für den aufbauenden Satz am Schluß. Ja, es ist hart. Sogar sehr hart. Irgendwann komme ich schon drüber hinweg, doch bei mir dauert das eben seine Zeit. Wo ein anderer Mensch vielleicht in wenigen Tagen das abhaken kann, hängt es mir noch sehr! lange Zeit nach.


    Ich bin ein Mensch, der mit Verlusten sehr schwer zu kämpfen hat. Der Verlust der Festplatte an sich ist mir auf gut Deutsch gesagt egal, nicht aber die Sachen auf dieser, die für mich einen emotionalen Wert besitzen und mir sehr viel bedeuten. Dieser Verlust belastet mich enorm und macht mir sehr zu schaffen.


    Mehno schrieb:
    Steve1982 schrieb:

    Für mich ist es emotional sehr wichtig und von grosser Bedeutung was drauf ist. Es mag Menschen geben, die wegen sowas keine Depression bekommen. Doch es gibt auch solche, die fallen wegen sowas sehr wohl in eine Depression. Ein Vogelschiss ist es jedenfalls für mich nicht.

    Dann mach Dich mal schlau, was eine Depression ist. Die Bedeutung des Verlustet für Dich zweifelt keiner an. Die Bezeichnung Nervenzusammenbruch wäre vielleicht passender.


    Das macht es jedoch nicht weniger schlimm.


    Mehno schrieb:

    Meiner Meinung nach kannst Du in der Umgebung der Verlust-Orte Flugblätter aufhängen. Dabei würde ich den emotionalen Wert der Daten für Dich betonen (wie hier bereits geschildert)


    Danke. Die Info mit dem emotionalen Wert ist also sehr elementar, wenn ich mir die Empfehlungen von euch hier so durchlese.


    Berberitze1 schrieb:
    Steve1982 schrieb:

    Ich finde dein Urteil sehr anmassend. Und anhand deines Textes habe ich den Eindruck, du nimmst das Ganze nicht wirklich ernst und tust es als Vogelschiss ab. Und da du mich nicht persönlich kennst, wie willst du da bitte genau wissen, was das alles mit mir macht und wie sehr mich das seelisch belastet?

    Ich tue es nicht als Vogelschiss ab, aber versuche Dir zu erklären, dass das was Du gerade empfindest, keine Depression ist.

    Ich kann gut nachvollziehen, wie sehr Dich das belastet und daher war mein Tipp auch, Dir sofort (das bedeutet unverzüglich, also jetzt) eine Backup Strategie aufzubauen, damit Dir das nie wieder passiert. Eventuell gibt Dir das schon wieder etwas Erleichterung.

    Es kam halt so rüber, als wäre es nichts mehr als ein Vogelschiss. In dem Fall hatte ich es völlig missverstanden. Entschuldigung! Ja, es belastet mich enorm. Und das ist in keinster Weise übertrieben. Selbst wenn es keine Depression ist, so ist es dennoch ein Gefühl der Ohnmacht mit ständigem Grübeln und Nachdenken um diese Sache, Nichtabschaltenkönnenn und Motivation und Antrieb im Keller um mal einige Auswirkungen zu nennen. Auch im Schlaf begleitet es mich. Es ist sehr belastend und frisst mir sehr viel Energie.


    Berberitze1 schrieb:

    Wie schon geschrieben, versuch' die Platte auf allen Wegen zurück zu bekommen aber freunde Dich parallel schon mal mit dem 4. Artikel des Rheinischen Grundgesetzes an:


    Artikel 4: Wat fott es, es fott.
    („Was fort ist, ist fort.“)
    Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.


    Vielen Dank. Wenn ich die Festplatte (MIT Inhalt) zurückbekäme, dass wäre für mich dann das grösste Geschenk. Ich versteh, was du mit dem Satz "Was fort ist, ist fort" sagen willst. Das braucht bei mir sehr viel Zeit, dies zu akzeptieren, falls ich die Festplatte nicht mehr zurückbekomme.


    Fiorentina2017 schrieb:

    Würde ich deine Festplatte finden und den Zettel nicht sehen, würde ich sie vernichten, damit niemand Schindluder mit den Daten treiben kann. Ob das bereits geschehen ist (also dass wer deine Daten vertickt, falls auch wirtschaflich interessante Daten drauf sind), lässt sich auf den Seiten überprüfen auf denen sie verkauft werden.


    Ich hoffe für dich, dass die Platte noch auftaucht und es mehr als eine Lehrstunde in IT-Sicherheit wird.

    Zum Inhalt der verlorenen Festplatte:

    Auf der Festplatte sind Erinnerungsfotos aus früheren Tagen, Fotos meines Hundes, von mir, Dateien meiner Krankheitsgeschichten, alte Bewerbungen mit meinem vollständigen Namen, meines Geburtsdatums und meines ehemaligen Wohnortes usw. Es hat zudem auch Sachen drauf die mir sehr peinlich sind.


    Würdest du die Festplatte finden, du würdest diese vernichten, damit keiner Schindluder damit macht. Dass du darauf Wert legst, dass kein Schindluder damit getrieben werden kann, das finde ich ein sehr feiner Zug, der von Respekt zeugt. Dennoch erlaube mir bitte die Frage: Warum würdest du die Festplatte nicht auf einen Polizeiposten oder auf ein Fundbüro bringen?


    TimFaber schrieb:

    in der IT gibt es einen spruch, kein backup - kein mitleid.


    jetzt trifft es dich sehr hart, lerne daraus.

    Ja, sehr hart sogar.


    TimFaber schrieb:

    ich kann schon sehr gut nachvollziehen, wenn es dich runter zieht. jeder hat irgendwo seinen wunden punkt.

    Danke für's Verständnis.


    TimFaber schrieb:

    gib acht auf dich und viel erfolg bei der suche

    Vielen Dank, das ist sehr lieb von dir. Das wünsche ich dir auch, dass du auf dich acht gibst.


    Melete schrieb:
    Steve1982 schrieb:

    Was könnten mögliche Gründe sein, weshalb sich kein Mensch meldet? Empathielosigkeit, Angst vor Konsequenzen?

    oder jemand hat es einfach in den nächsten Mistkübel geschmissen, so dass sich niemand bei dir melden kann.


    Das ist natürlich auch eine Möglichkeit. Dann könnte sich niemand bei mir melden. Das wäre für mich ganz blöd. Ich will es nicht hoffen, dass es so ablief.


    Melete schrieb:
    Steve1982 schrieb:

    Wie würdet ihr mit dem mir Geschehenen umgehen? Da jeder Mensch individuell ist, ist diese Frage sehr berechtigt.

    Zuerst mal würde ich nicht sehen, dass mein Leben auf einer Festplatte ist. Es ist eine Festplatte und die ist jetzt weg. Sehr schade, aber da kann man nichts machen.

    Ist damit gemeint: Dein Leben ist nicht von einer Festplatte abhängig, und dein Leben ist nicht die Festplatte? Du würdest und könntest also das voneinander trennen? Dein Leben ist dein Leben und die Festplatte ist die Festplatte und nicht dein Leben? Habe ich das so bitte richtig verstanden?


    Melete schrieb:

    Du weißt doch gar nicht, wo es verloren gegangen ist. Das ist verlorene Energie.

    Das stimmt zwar schon, doch ich kann es ungefähr eingrenzen, wo es verloren gegangen sein könnte.

    Naja, mal ehrlich, es gibt Menschen die beispielsweise bei einem Wohnungsbrand alles verloren haben, Menschen die ihre Sachen und auch ihre liebsten zurücklassen mussten, weil sie aus ihrem Land fliehen mussten uvm.


    Für wertvolle Erinnerungen braucht man nichts Materielles, denn sowas bleibt immer in unserem Herzen.


    Mag zwar ärgerlich sein, aber Materielles ist nicht so viel Wert wie das eigene Leben und vielleicht ist sie ja auch wirklich irgendwo unterm Autositz, oder in einem anderen Karton.

    Eine Festplatte scheppert schon ordentlich, wenn sie einen irgendwo runterfällt... evtl. ist sie dabei kaputt gegangen oder derjenige, der sie gefunden hat, hat den Inhalt bereits gelöscht und überschrieben, dann würde sich so eine Person auch nicht melden.

    Ganz blöder Gedanke aber, könnte dein Bekannter das Ding mitgenommen haben?

    Hast du mal im Haus wo der Keller ist nachgefragt?

    Moon84 schrieb:

    Für wertvolle Erinnerungen braucht man nichts Materielles, denn sowas bleibt immer in unserem Herzen.

    Auch nicht immer. Es bleibt zunächst im Kopf gespeichert und wenn da auch ein Crash stattfindet, sind die Daten dort auch weg.

    Hallo Steve,


    ich kann mir sehr gut vorstellen wie es dir gehen muss.

    Mir ist meine Festplatte kurz nach den Flitterwochen in den USA (hunderte Bilder) runtergefallen und kaputt geworden. Es waren neben diesen Bildern auch noch Bilder von anderen Urlauben, von meiner Familie und viele Dokumente drauf.

    Wir konnten ein paar Daten und Bilder noch retten mit so einem Programm (mein Mann kennt sich ein bisschen aus), aber das meiste kommt nie wieder zurück :-(


    Seit dem das passiert ist, werden alle Bilder und Daten sogar dreifach abgespeichert.

    (neue) externe Festplatte und NAS-Speicher, der automatisch doppelt abspeichert.

    (Wir haben zwischenzeitlich Nachwuchs bekommen und die Bilder sind mir wichtiger als alles andere...)

    Parallel dazu fertige ich auch jedes Jahr von unserem Kleinen ein Fotobuch an, damit ich auch noch in Papierform die schönsten Bilder der einzelnen Jahre bei mir habe, falls doch mal unerwartet irgendwas mit der Elektronik passieren sollte.

    Ist verrückt, aber für mich seit dem Vorfall absolut beruhigend.


    Für die Zukunft für dich vielleicht auch eine Überlegung.


    Ich hoffe sehr, dass deine Festplatte wieder auftaucht @:)

    Weil ich der Polizei zutrau das Ding nach sechs Monaten in den normalen Mistkübel zu hauen ohne die Daten unleserlich zu machen.(und im Fundbüro erstrecht. Hab zu viele ITler im Umfeld/Familie, mein Misstrauen gegenüber den Fähigkeiten der Polizei in solchen Fällen beruht auf deren Arbeitserfahrungen) Ich würde aber wohl schauen, dass ich einen Blick darauf werfe falls es leicht erschiene den Besitzer zu ermitteln.


    Du schriebst dass es eine externe Platte ist. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Leute schlicht nicht erkennen was das ist, es für Plastikmüll halten, zack hats die Stadtreinigung entsorgt.

    Hallo,


    Ich musste mal "mit nur einem Koffer umziehen" und musste quasi alles zurücklassen.


    Ich kann deine Gefühle daher ziemlich gut verstehen.


    Ich kann dir nur raten, wirklich zu versuchen das zu akzeptieren.


    Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich mein Herz nicht mehr großartig an Dinge hänge - auch nicht an Erinnerungen und Fotos.


    Natürlich zwickt es wenn ich an manches denke, aber: es sind echt nur Sachen. Die damit verbundenen Gefühle aber bleiben in dir.


    LG


    Paritu

    Dass es anderen Menschen schlechter geht, die mehr Verluste erlebt haben,...: Ist so. Aber das ändert nichts an der Belastung des TE. Und diese Menschen, denen es schlechter geht, haben als Folge auch ihre persönlichen seelischen Narben.


    Ja, der TE muss seinen Weg finden, mit dem Verlust umzugehen. Ist so. Ihm aber zu sagen, stell dich nicht so an, andere erleben Schlimmeres: Das ist ein Ignorieren SEINES Anliegens.

    Fiorentina2017 schrieb:

    Weil ich der Polizei zutrau das Ding nach sechs Monaten in den normalen Mistkübel zu hauen ohne die Daten unleserlich zu machen.(und im Fundbüro erstrecht.


    Das hiesige Fundbüro macht es nicht so.

    Ich habe z. Bspl. schon mehrfach Smartphones ersteigert und die waren alle wieder im Werkzustand .Und ich bin mir da recht sicher, dass die bei Festplatten auch so verfahren würden.

    Ich habe mal von privat ein auf Werkzustand zurückgesetztes Smartphone gekauft und da hatte ich nach der Inbetriebnahme Probleme und habe es noch einmal zurückgesetzt.

    Da hatte ich dann plötzlich Fotos vom Vorgänger drauf.

    Keine Ahnung was da passiert ist, es waren Fotos die man jetzt nicht jedem zeigt,

    Der Typ hatte seine Bong und seinen Drogenvorrat fotografiert.

    Ich habe die Fotos dann wieder gelöscht und gut wars.

    Seitdem werden aber sämtliche Smartphones von mir wenn sie kaputt sind zerstört, und nur zum recyclen weiter gegeben,

    Ich habe mal ein entsperrtes Smartphone gefunden und der Besitzer hatte sich tatsächlich im Adressbuch unter Ich eingetragen, mitsamt Adresse. ;-D

    Der wohnte gleich um die Ecke und da habe ich ihm das Teil gleich vorbeigebracht,

    War eine Teenager der es auf der Parkbank vergessen hatte.

    Ähem... ich habe mich auch unter "ICH" in meinen Smartphones eingespeichert. Einfach, weil ich auch meine Festnetznummer ständig vergesse. Wer braucht die denn noch...

    Allerdings ohne Adresse.

    Ich stehe sogar zweimal im Smartphone drin., einmal ich und einmal Vorname. ;-D

    Wenn ich irgendwo meine Handynummer angeben muss, gucke ich lieber nach.

    Hab mal einen Zahlendreher eingebaut, als ich sie aus dem Gedächtnis heraus jemandem mitgeteilt habe,