Frauenhass (Bitte NUR Männer!)

    Mein Problem ist, das ich Frauen verachte und abgrundtief hasse. Ich werde immer total aggressiv sobald mir irgendeine Frau näher als 5m kommt. Im Alltag äußert sich das Problem wie folgt. Sobald ich eine Frau sehe wechsel ich immer vollautomatisch die Straßenseite. Gehe ich durch eine Tür und merke das hintermir eine läuft und auch durch will, dann schlage ich die Tür zu. Das verschafft mir etwas Vorsprung und Distanz. In Wartezimmern setz ich mich auch so, dass weder eine neben mir sitzt, noch dass ich eine sehen muss. Meistens ist ein Stuhl dazwischen frei. Sitzt ein Mann neben mir, dann empfinde ich das als weniger bedränglich. Oder ich fahre mit Bus oder Bahn, dann such ich gleich einen 1-sitzer Platz und wenn das nicht möglich ist, dann steig ich wieder aus und warte auf den nächsten Bus bzw. nächsten Zug. Und wenn sich eine an den Haltegriffen neben mir stehend festhält, dann werd ich ziehmlich ungehalten. Gott sei Dank passiert das sehr selten, das sich eine Frau am Haltegriff der Lehne festhält neben mir. Wenn ich irgendwo warten muss (beispielsweise Ampel oder Supermarktkasse) und eine stellt sich mir zu nahe, dann werde ich ziehmich ausfallend und herrabwürdigend. Ich kann dann irgendwie nicht mal sowas sagen wie "Gute Frau, halten sie bitte Abstand. Ich fühl mich belästigt und bedrängt". Stattdessen rutschen mir Anreden wie "Drecksfot*e", "Hu*e", "Nu**e", "Schlam*e" usw. raus. Das liegt aber nicht an der Person selbst, sondern weil ich es wirklich schwer habe, die auch Frauen zu nennen. Ich habe nur Verachtung für das weibliche Geschlecht übrig. Oder wenn am Schalter weibliches Personal ist, dann werde ich ziehmlich laut. Ich kann das nicht wirklich kontrollieren. Geb mir ja schon vollste Mühe die mir als Mann vorzustellen. Das ist ein riesiges Problem! Obendrein belastet mich das auch sehr und schränkt mich in meinem Alltag enorm ein. Beziehungen bzw. ein Liebesleben war deswegen auch nie möglich. Schon alleine der Gedanke an irgendwelche Intimität mit einer Frau wiedert mich an. Ich fing auch an die Wohnung kaum noch zu verlassen, außer wenn es sein musste (Besorgungen, Termine, etc.). Das ist irgendwie mein frauenfreier Schutzraum. Die Situation ist wirklich sehr belastend und hat mir zusätzlich noch eine Depression bescherrt.


    Männliche Psychotherapeuten habe ich alle in meinem Wohnort schon längst durch und klappere weiter die Nachbarorte immernoch ab. Alle möglichen Theraphieformen waren dabei (Verhaltenstherapie, kognitive und tiefenpsychologische Psychotherpie). Geholfen haben die alle bis jetzt nichts. Wegen Depressionen werde ich z.Z. noch ambulant in der Psychiatrie medikamentös behandelt. Das behandelt aber nicht die Ursache, sondern die Auswirkungen. Stationär war ich auch schon in der Psychiatrie. Geholfen hat das allerdings nichts. Eher im Gegenteil, so das ich eher noch aggressiver geworden bin und mich eben Zuhause so verbarikadiert habe. Das lag sowohl daran, dass da nur eine Stationsärztin war und Pfleger sehr selten. Ich also mit den Schwestern da klar kommen sollte, was in Wutausbrüchen und verbalen Entgleisungen von mir dementsprechend resultierte. Das will ich hier nicht im Detail schreiben. Und mit den Gruppentherapien kam ich garnicht zurecht. Wären das reine Männerrunden gewesen, wären Ergo, Konzentrationstraing, Sport, PMR usw machbar gewesen.


    Ich habe keine Ahnung warum ich Frauen verachte und die mir nicht einfach so am Allerwertesten vorbeigehen. Ich meine damit, warum ich die nicht einfach wenigstens ignoriert bekomme. Normal ist das und meine Aggression denen gegenüber nicht. Das ist mir bewusst, weshalb ich wie erwähnt vieles schon versucht habe. Nur ich bin mit meinem Latein am Ende und weis einfach nicht, was ich sonst noch tun kann. Momentan warte ich wieder auf der Warteliste von dem nächsten Psychotherapeuten im Nachbarort. Erfolgschancen rechne ich mir aber eherlich gesagt da auch nicht mehr aus. Es ist aber besser als nichts und zu resignieren. Die 2 Jahre Wartezeit bis man die nächste Psychotherapie wieder anfangen kann sind dann auch um.


    Das die Ergebnisse bzw. die eventuellen Ursachenspekulation von den damaligen Psychotherpeuten waren eine "posttraumatische Belastungsstörung", "Gewaltelebnis durch das weibliche Geschlecht", "sexueller Missbrauch", "Vernachlässigung durch die Mutter" , "frauenfeindlicher Vater", "männerfeindliche Sexualerziehung" bzw. "Störung der Sexualentwicklung", "Geschlechtsidentitätskriese" oder "Mobbing". Das trifft alles aber nicht zu. Ich habe weder irgedendwelche traumatischen Erlebnisse, noch beschissene Eltern gehabt. Das Gegenteil ist eher der Fall. Hatte ein gutes Elternhaus und eine recht fröhliche Kindheit gehabt. Das ganze Frauenhassproblem fing auch erst irgendwie langsam in der Pupertät an, als ich anfing mich für das weibliche Geschlecht zu interessieren. Gebaggert, geflirtet oder sowas habe ich aber nie. Toll fand ich kein Mädchen an meiner Schule. Und ich habe auch nichtmal ein Wort mit einem Mädchen wechseln wollen.


    Wie kann man rausfinden, wo die Wurzel des übels liegt? Wenn ich wüsste, was die Ursache ist, dann könnte man das Behandeln. Die Psychotherapeuten bis jetzt waren alle recht ratlos. Hat jemand eine Idee oder ein Rat? Oder ist jemand auch betroffen? Ich bin für alles dankbar, was irgendwie weiterhelfen könnte. Gerne auch per PN, wenn jemand nicht öffendlich sich getraut sich zu äußern. Bitte nur männliche Antworten.

  • 123 Antworten

    Hattest Du keine Schwestern, oder warst Du sogar Einzelkind? War es in Deiner Schulzeit auch schon so, das Du Mitschülerinnen nicht mochtest? Guckst Du dir keine Pornos an, mit Frauen? Wie ist es bei Kassiererinnen im Supermarkt, oder weibliche Bankangestellte?


    Hast Du noch nie eine Freundin gehabt, oder hast Du mal mit einer schlechte Erfahrungen gemacht? Was war mit Lehrerinnen? Sorry für die vielen Fragezeichen, aber für mich ist es sehr schwer vorstellbar, so eine Abwehr konsequent durchzuziehen, weil es einfach nur Arbeit macht. Überall begegnen einem Frauen. Auslöser muss doch theoretisch eine negative Erfahrung sein. Oder fiel mal etwas in Deiner Kindheit vor, zB. durch die Tante oder Oma?

    Ist ja optimistisch von dir, hier Hilfe zu erhoffen, nachdem du alle (beide?) Psychotherapeuten des Ortes durch hast.

    Zitat

    rutschen mir Anreden wie "Drecksfot*e", "Hu*e", "Nu**e", "Schlam*e" usw. raus. ... Ich kann das nicht wirklich kontrollieren

    Was du beschreibst, kenne ich als Tourette-Syndrom, bzw. Koprolalie. Warum erwähnst du diese Begriffe nicht? Die liegen doch nahe.


    Du schreibst nichts über das Verhältnis zu deiner Mutter, hasst du die auch? Wie ist dein Verhältnis zu anderen weiblichen Verwandten?


    Magst du dich selber?

    Wir können uns unsere Unwissenheit ja mal gegenseitig um die Ohren schlagen.

    Zitat

    Menschen mit Tourette-Syndrom haben diesen Tick mit den Schimpfwörtern aber regelmäßiger, und nicht nur Frauen gegenüber.

    Die Symptome können entweder permanent auftreten, mehrfach am Tag (zumeist in Serien) oder nur in Belastungssituationen. Lese ich bei Wikipedia.

    Also mir kämen da ja zwei Möglichkeiten in den Sinn, entweder:


    1. Es ist doch etwas in der Kindheit oder Pubertät vorgefallen, aber das war für den TE so dermaßen traumatisierend das er es wirklich vollkommen verdrängt hat, und so toll die Psychologie ja auch sein mag, manches kann selbst der beste Psychologe nicht hervorholen geschweige denn reparieren....denn es wirkt zwar so als würde sich Seestorm zwar wirklich damit beschäftigen woher dieser Hass kommt, aber andererseits hasst man eig. nie etwas völlig grundlos, sprich man kann sich zwar einreden das man nicht weiß woher der Hass kommt, aber tief im inneren weiß man es ja eig dann doch und will es sich nur nicht eingestehen...


    So oder aber und damit kommen wir zu meiner zweiten Idee...


    2. Ein Gehirntumor oder eine sonstige körperliche Störung, oder ja naja vllt auch Tourette, wobei das ja echt seltsam wäre wenn das nur dann auftreten würde wenn jemand Frauen sieht...da würde meiner bescheidenen Meinung nach wie gesagt ein Gehirntumor oder ähnliches sogar noch mehr Sinn machen.


    Darum wäre mein Rat an dich lieber Seestorm dich vielleicht am Besten mal einem Gehirnscan und auch sämtlichen sonstigen medizinischen Tests unterziehen zu lassen, außer natürlich du hast das auch schon alles versucht, ansonsten bleibt einem eigentlich nicht mehr viel...zumindest aus meiner Sicht.


    Ansonsten einfach mal gute Besserung...auch wenn mir ehrlich gesagt die armen Frauen die dich erleben mussten/müssen fast mehr leid tun als du...denn niemand verdient es grundlos beleidigt und gehasst zu werden, aber das weißt du ja sicher selbst. ;-)

    Zitat

    Bitte nur männliche Antworten.

    Zitat

    Frauenhass (Bitte Nur Männer!)

    [...]

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    Ich schätze, du hasst Frauen, weil du sie nicht haben kannst und mit ihnen nicht so agieren kannst, wie du willst. Hass auf sie ist leichter als Hass auf dich.

    Da wird wohl der Hund begraben sein !


    Was passiert mit Dir.. wenn doch Frauen antworten... zwei haben ja nun schon Deine Bitte mißachtet - was macht das mit Dir ?

    @ Nutellabrot 77

    Einzelkind bin ich nicht. Ich kam sehr gut mit meiner älteren Schwester und beiden ebenfalls älteren Brüdern klar.


    Wie gesagt in der Schule waren vorher die Mitschülerinnen mir größtenteils gleichgültig und machten mir nichts aus. Mit der einen oder anderen kam ich gut zurecht. Das fing erst wie erwähnt da an, wo ich interesse an Mädchen entdekte. Ab da gings echt Berg ab. Erst fand ich die nervig und lästig, dann abstoßend. (Nur falls doch eine Frau das hier mitlesen sollte, nicht mitlesen bitte. Ich will hier weder Frauen beleidigen noch das die Begriffe auf sich Münzen!). Zunehmend fand ich die Mitschülerinnen nuttig, billig und voll belästigend. Als ich so ne Diskusion über das "Erste Mal" ungewollt habe mir zumuten müssen, ab dann warn die alle irgenwie nur noch ekelhafte "Dreshen". Aber durch die Bank weg alle Mädchen. In der Klasse, an der Schule und sonst wo. Das unfreiwillig aufgeschnappte Gespräch vor mir sitzenden Mitschülerinnen wird nicht das eigendliche Problem sein. Lehrerinnen konnt ich aber auch nicht ab. Warum auch immer?! Gut, eine war echt ne blöde Kuh, aber die restlichen nette Lehrerinnen. Ich konnte die trotzdem alle auch nicht mehr leiden.


    Pornos nie geschaut, weder gehabt noch interesse daran gehabt, welche zu organisieren und konsumieren. Ich erwähnte, das mir allein beim Gedanken von Intimität mit einer Frau (was auch meint, wenn ich nur zuglotze) sprichwörtlich ein Gefühl von Angewiedert sein von denen aufstösst. Einen "von der Palme gewedelt" hab ich mir dementsprechend auch nie. Abgesehen davon, das es deswegen schon nicht möglich ist, beim Gedanken an eine vielleicht imaginär sexuell ansprechende Frau. Der Gedanke der da auftaucht ist eben ein "Igitt, so eine ekelhafte, wiederliche, dreckige Scheißn***e" und sowas. Keine Ahnung, warum mich Frauen so der maßen anekeln, ich mich genervt, belästigt und provoziert fühle. Aber unabhänig davon, irgendeinen Leidensdruck habe ich nicht, wegen dem "unornaniert" und "jungfräulich" zu sein. Ist nicht das Problem. Leb schließlich immer noch und vermisse nichts, was ich nicht kenne. Gut, und irgendwie bin ich auch bisschen stolz drauf. Bin ja immerhin das lebende Beispiel dafür das nicht alle Männer gleich Schweine oder schwanzgesteuerte, notgeile und sexsüchtige Hurenböcke sind. Also Leidensdruck gibts da nicht. Der liegt auf der Agressionsebene, das alle Frauen mir völlig unberechtigt auf die Nüsse gehen. Und das ist unberechtigt so. Ist ja nicht so, als würden die sich irgendwie verabreden um durch die selbe Tür gehen zu wollen oder an der Ampel zu warten oder umbedingt den selben Bus nehmen wie ich, um belästigend in meinen persönlichen Distanzbereich eindringen zu wollen. Das ist mir völlig bewusst.


    Kassiererinnen guck ich weder an noch geb ich denen Geld in die Hand. Ich leg das immer brav in die vorgesehene Kassierschale und nehm das Rückgeld nur von da wieder weg. Mit Bankangestellten habe ich nichts zu tun. Benutze die Geldautomaten.


    Schlechte Erfahrungen mit Freundin nie gehabt, da es keine gab. Das ist und war eben so nicht möglich. Aber auch wenn ich das Problem hoffendlich endlich gelöst bekomme, Interesse an einer Freundin kommt nicht mehr in Frage. Ich habe mich sehr gut mit mir selbst arrangiert. Ich meine, wenn diese Frauenverachtung nicht wäre. Das ist aber auch vollkommen okay. Deswegen geht trotzdem jeden Tag die Sonne auf und unter. Und das ist auch eher die Beziehungsebene, nicht das wo das Problem liegt. Nämlich das zwischenmenschliche, Frauen nicht mehr als Menschen noch achten zu können (für den Satz könnte ich mir selbst eins direkt in die Fresse hauen! Aber es ist nunmal das Problem).


    Wie du schon sagst, eine Welt ohne Frauen gibt es nicht (was auch theoretisch gut ist). Nur aus dem Weg gehen kann man denen halt nie im Alltag draußen. So sehr man sich auch bemüht. Selbst bei Ämtern und Co möglichst alles telefonisch zu klären. Dann spricht man immerhin "nur" physikalisch mit dem Telefon, nicht mit irgendeiner Angestellten da. Ich red mir immer ein das die Stimme am anderen Ende nur eine Bandansage ist, die nur rein zufällig auf meine Sätze passende Sätze runterleihert. Telefone sind geschlechtslos. Das geht ganz gut. Aber das ist alles auch nur Vermeidungsverhalten und löst das Problem nicht.


    Oma und Tante kenne ich nicht mal. Weis ja noch nicht mal, ob ich überhaupt eine Tante hatte. Beide dürften aber schon tot sein. Allgemein Verwante sind mir unbekannt. In der Kindheit gibts auch keine negativen Erfahrungen. Ich hatte sogar auch bis zum Grundschulalter mit Mädchen gespielt. So die ganzen Klassiker wie Gummihüpfen oder Zahlenhüpfen oder das "Mutter-Vater-Kind"-Krams. Wie gesagt, meine Kindheit war glücklich.


    Das es schwer nachvollziehbar ist für dich kann ich voll verstehen. Ich steig ja selbst nicht dahinter, warum das so ist. Hast du irgendeine Idee, wohin man sich damit vielleicht wenden könnte der einem dabei helfen kann oder wohin vermitteln könnte, der das kann? Oder was würdest du in meiner Situation tun? Frauen komplett ignorieren können wäre wenigstens fürs Erste ein Anfang. Interessiert bin ich aber an einer wirklichen Lösung des Problems. Ich meine damit Ursache finden lassen und beseitigen.

    @ Verschw-praktiker

    Tourette habe ich nicht. Beneide auch niemanden, der das hat. Wäre aber wenigstens eine Entschuldigung für die rausflutschende Wortwahl. Trotzdem gings mir damit auch nicht besser. Es ist irgendwie eine Stresssituation, die mich kopflos ungewollt aggressiv macht. Wie so eine Katze in der Ecke, wenn sie nicht flüchten kann. Die fauchen dann auch und fahren die Krallen aus. Nur, an der Kasse der Kassiererin gegenüber zu stehen ist auch eine Stresssituation. Nur da kann ich brav die Fresse halten. Tourette kann es nicht sein. Wüsste jedenfalls nicht, dass Tourette halt macht, solang da genug Distanz (oder in dem Fall eben ein Einkaufsband dazwischen ist). Sind immerhin weniger als 5m Luftlinie Distanz. Wenns hochkommt geschätzt nur 50cm. Und da geht das doch auch unproblematisch, wenn auch stillschweigend und woanders hinguckend. Während hingegen eine mit Einkaufswargen direkt hinter mir völliges unbehagen auslöst, das ich platzen könnte. Und dabei ist die Distanz zu mir und der die den Einkaufswagen schiebt (geschätzt minimum 1,5m) größer als die zur Kassiererin.


    Die Begriffe mag ich nicht ausschreiben, weil das absolut abwertende Frauenbeleidigung ist! Meiner Meinung nach sollten wir hier und sonst wo respektvoll mit unseren Gegenübern umgehen. Da ich nunmal nicht wirklich davon ausgehe, dass die Frauen hier im Forum wirklich alle dem Faden fern bleiben und die dann solche Wörter lesen müssen, dann ist das hochgradig herrabwürdigend. Das will niemand von uns. Ich musste nur eben auch einen Einblick geben, wie problematisch das ganze bei mir ist.


    Mit meiner Mutter komme ich recht gut klar. Das Verhältnis ist okay. Wir telefonieren so aller 2 bis 3 Monate. Meine Eltern wohnen auch weit weg, was besuchen defakto unmöglich macht. Meine Verwannten kenne ich nicht.


    Ob ich mich selber leiden kann, das kannst du dir denken. Oder wärst du froh drüber wildfremde Menschen (in meinem Fall leider Frauen) ungewollt zu beleidigen, nur weil die Räumliche Nähe in dir ein dermaßen beklemmendes Gefühl auslöst, in einer Situation in der du gerade nicht flüchten kannst? Vermutlich gings dir genauso beschissen wie mir. Und wenn du dann nichtmal weisst, was du noch machen sollst, dann willkommen in meiner Welt. Ich kann mir ja nicht ein T-Shirt drucken "Frauenserienmörder" oder "leidenschaftlicher Vergewaltiger" oder "Psychopath" oder sonst was, nur das die brav Abstand halten, mir ja nicht zu nahe kommen und so dann alle glücklich und zufrieden sind... Wobei ich nicht glaube, das so ein vorgelogener Schockaufdruck keine bleibenden Schäden bei denen hinterlassen würde. Und bei mir erst recht nicht. Und überhaupt fände ich sowas pietätlos und eine Verharmlosung der Gewalt gegenüber Frauen. Würde eine mir übern Weg laufen mit einem ähnlichen T-Shirt ("Männervergewaltigerin", "Männerschlägerin", "Männervergewaltigerin" oder was auch immer), dann bin ich mir ziehmlich sicher, der eins direkt in die Fresse zu geben. Geht mal garnicht sowas. Nicht nur das (wenn auch vorlogene) "Stolz drauf sein" und vom Triggern von wirklichen Opfern reden wir auch mal nicht. Aber selbst sowas wie "Highscore: 461 Tage nicht gewaschen" oder so in der Art wäre jetzt nix was man sich als Schutzschild drüber werfen würde. Wie soll man sich denn da selbst mögen, wenn man unberechtigt aggressiv wird?

    @ Greg91

    Zu 1) Wie kann man das rausfinden lassen, ob da ein verdrängtes Trauma dahintersteckt? Ich weis es wirklich nicht, was die Ursache ist. Wüsste ich es, dann hätte ich keine Probleme mir das einzugestehen. Bei Psychotherapeuten schon mal garnicht. Die sind immerhin dazu da um zu helfen, sind professionell, haben Schweigepflicht und haben wohl weisgott schon mit ziehmlich schlimmeren zu tun gehabt (bspw. Pädophilen, Vergewaltigern, etc.), als das was es bei mir sein könnte, wenn es was gäbe.


    Zu 2) Ernsthaft? Also wenn Gehirntumor oder eine körperliche Störung ernstgemeint ist, dann such ich mir schleunigst einen neuen Hausarzt. Dem jetzigen hatte ich die Einweisung zu verdanken, als ich dem das anvertraute und was ich schon versucht habe dagegen. Wohin braucht man eine Überweisung wegen dem angesprochenen Scan (Wie heißt die Fachrichtung)? Und allgemeine Untersuchungen so nie gemacht. Ich sprech das alles mal schleunigst an beim zukünftigen Hausarzt. Wer kann neben dem auch eine Diagnostik machen? Sorry, wenn ich unwissend nachfrage, aber kenn mich nicht so aus mit Fachärzten.


    Danke für die Besserungswünsche. Ich glaube nicht, das die Frauen dir mehr leid tun als mir. Nicht nur das die das ertragen müssen, ich muss es auch noch. Fühlt sich nämlich echt beschissen an. Ich geh den auch so gut es geht aus dem Weg. Also soviele sind es glücklicherweise nicht. Trotzdem ist jede eine zu viel. Da sind wir beide uns einig. Gut, es gibt sicher ne einige Frauen, die sich durch die Gegend huen, und das als "Sexuelle Erfahrung" sich schön lügen, einen "Männermaterial" verschleiß haben jenseits der 7 Sexualpartner im Leben, sich Gratisprostituieren (ONS und so), Männer als Goldesel missbrauchen, verarschen, betrügen, belügen, usw. Aber das sind wirkliche Schl*en in meinen Augen (persönliche Meinung). Selbst wenn es zufällig so eine abbekommen würde, ist das auch nicht okay und völlig respektlos. Nicht nur weil es erstmal ihr Bier ist, sondern auch weil ich auch respektvoll behandelt werden will von denen. Ich hab schließlich auch keine Lust drauf mich in die "Männerbrigade der Hu**enböcke" einreihen zu lassen, nur weil ich auch einer bin und es eben Männer gibt, die so sind schlampen-like (das ist ebenfalls persönliche Meinung, keine Beleidigung, also nicht angesprochen fühlen, wenn das so ein Typ liest) drauf sind. Will nur auf die analogie hinaus. Da sind uns beide auch einig, das man nur einfordern kann, was man auch gibt. "Wie man in den Wald ruft, ...". Wie erwähnt belastet mich mein ruf in den Frauenwald.

    @ reizende

    Das in Klammern im Fadenthema hast du überlesen oder absichtlich ignoriert? Gut, du musst wissen, was du dir zumuten willst. Mehr als zum Schutz von euch kann ich auch nicht tun. Solang du nix auf dich münzt, ist alles in Butter. Jedenfalls für dich. Mir ist das Problem nämlich mehr als nur unangehnem.


    Zu deiner Antwort, das ist es definitiv nicht! Zum einen kann ich mich wie erwähnt nicht mal selbst leiden, würde da sogar schon von selbst hassen reden. Wird dir vielleicht auch schwer fallen, aber versetz dich doch mal in meine Lage. Denkst du ich finde das toll?


    Und zum anderen, das ich (dein "hasse, was ich nicht bekommen kann"), das ist völlig absurd. Zumal ich nicht eine Frau toll finde. Mit Frauen reden (ich meine auf persönlicher Ebene, nicht am Telefon) kann ich garnicht. Abgesehen, das so Kennenlernen unmöglich ist, ich will es auch garnicht, da habe ich nichtmal Interesse dazu. Wie soll das denn funktionieren?! Sie: "Hallo" - Ich: "Verzieh dich, Drecksf****"?!? "Das wird das beste Date ever!", allerdings in den Top5 der Apocalypsen beidseitig. Ernsthaft, das ist nicht möglich! Und in irgendeiner Weise getoucht oder umgehauen hat mich auch nie eine. Wie soll denn das auch sein, wenn man wegen dem Problem eben nie eine kennenlernen kann? Aber auch so. Nicht mal eine Schwärmerrei für eine, kein verknallt sein, nix, null, nada, njente. Zumal ich auch schon immer die Straßenseite wechsle wenn mir nur eine Frau entgegenkommt.


    Vielleicht hast du irgendwas missverstanden? Nochmal, Frauen schon seit der Pupertät wiedern mich an (wenn sie mir zu nahe kommen). So ab 5m Entfernung ist alles tippi-toppi, sind halt da, "belästigen" mich aber nicht. Das "beläsigen" meint dieses Gefühl von ungewolltem "auf die Pelle rücken", sich bedrängt und eingeengt und angegriffen zu fühlen. Da werd ich immer panisch und hab das Gefühl, als drückt da eine Betonwand gegen den Luftkorb, was das Luftkriegen erschwert (jedenfalls subjektiv gefühlt). Wie ich schon eingangs erwähnte ging es mir nicht so beschissen, wenn ich die angeführten verbalen Kraftausdrücke als Anrede durch ein "Gute Frau" ersätzen könnte. Ein "Gute Frau, sie sind mir zu nah, weshalb ich sie höfflichst bitte doch etwas mehr Abstand zu halten." zum Beispiel. Das ist tausendmal besser als das "(oben genannte verachtende Anrede), verpiss dich!". Also wie kommst darauf, das ich mich nicht selber hasse für sowas? Ich habe zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Tourette (das wäre auch echt ungewöhnlich), aber ich kann die die unter Tourette leidenden sehr gut nachempfinden. Das ist nämlich wirklich beschissen, wenn Worte rausflutschen, die man nicht will. Das verletzt nicht nur den Gegenüber, sondern auch sich selbst. Ich vermute auch einfach mal, dir würde das auch nicht spurlos vorbeigehen, das wenn du in meiner Lage wärst und dir dabei als passiver Beobachter selbst zu gucken musst, wie du etwas tust (in dem Fall sagst, genauer ungewollt eine Beleidigung raushaust), was du nicht willst.


    Wir sollten uns aber hier nicht auf Räzelraten, was es sein könnte einschießen. Das ist nicht produktiv. Produktiver finde ich Ideen oder Ratschläge, wohin man sich damit wenden könnte, um das endlich mal loszuwerden. Ich mein das garnicht böse, aber das ist eben hier nur ein Forum. Das Problem muss definitiv in professionelle Hände. Ich versuche nur hier mein Glück, in Hoffnung, irgendjemand ist auch betroffen oder kennt wen der Betroffen ist und weis daher wo man am besten noch die Wurzel finden und ziehen lassen kann.

    @ EllaPropella

    Natürlich, alle Männer auf dem Planeten haben telefoniert und sich abgesprochen gegen die bösen Frauen zu lästern. Ist das dein Ernst? Ich weis nicht welcher Esel dich beim Verfassen geritten hat, aber entweder du trägst was produktives bei oder hälst dich raus. Was im übrigen der Grund ist, warum da "NUR Männer" steht, damit das hier nicht eine auf sich Münzt. Und Frauen mit Frauenhass, die einem irgendwie nen Rat geben könnten, das wird es vermutlich nicht geben. Nur so gespamme ist weder hilfreich noch sachlich, okay? Entweder du trägst etwas bei oder lässt es bleiben. Auf kontaproduktive Beiträge kann man verzichten. Danke.


    Im übrigen macht das nix mit mir. Du bist physikalsich nicht anwesend hier (in meinem Distanzbereich).

    Zitat

    Ich schätze, du hasst Frauen, weil du sie nicht haben kannst und mit ihnen nicht so agieren kannst, wie du willst. Hass auf sie ist leichter als Hass auf dich. Wenngleich letzteres deutlich begründeter wäre.

    Falls der TE überhaupt Frauen begehrt, halte ich so eine Entwicklung auch für sehr wahrscheinlich.

    @ Reizende und @EllaPropella

    Sorry, aber Eure Beiträge halte ich für absolut deplatziert.


    Aus dem Eingangsbeitrag des TE ist deutlich erkennbar, dass es sich bei ihm um keinen typischen Fall handelt, der einen Hass auf Frauen entwickelt, weil ihn keine ran lässt.


    Ja, solche Fälle hatten wir hier schon zu Genüge. Der TE gehört aber eindeutig nicht dazu. Viel mehr hat er wohl ein sehr ernstes, psychisches Problem, was er auch selbst erkennt.


    Euer Sarkasmus ist daher völlig unangebracht. :(v


    Ihr macht genau das, was der TE vermeiden wollte (und wohl deshalb die Überschrift schon dementsprechend formuliert hat).


    ==

    @ TE

    Wenn bisher noch keine Therapie geholfen hat, dann wurden wohl nicht die richtigen Punkte bei Dir getroffen.


    Von daher halte ich es schon für sinnvoll, eine neue Therapie zu beginnen. Am besten legst Du dem neuen Therapeuten dann ausführlich dar, was bei den bisherigen Therapien schon erfolglos versucht wurde. Vielleicht hat er eine Idee für einen anderen Ansatz.


    Ansonsten hab ich leider nicht viel nützliches beizutragen, außer Dir viel Glück zu wünschen. Ich wünsche Dir, dass Du dieses Problem in den Griff bekommst. In Deinem Interesse und auch im Interesse der Frauen, die Deine verbalen Entgleisungen ertragen müssen. Das hat sicherlich keine davon verdient (aber das ist Dir wohl selbst klar).