@ criecharlie

    Wieso so aggressiv?


    Ich teile deinen Eindruck übrigens nicht. Immerhin ist er bereit dafür in die Psychiatrie zu gehen, wenn ich mich richtig erinnere, was ja bei Gott keine nette Angelegenheit ist... Das klingt für mich nicht so, als würde er sich hier Absolution für Fehlverhalten holen wollen.

    Ich habe u.a. Soziologie/Psychologie studiert, die postings schreien nach sog. abweichenden Verhalten....


    und der Gefährdungsaspekt (für sich und andere ) ist nicht von der Hand zu weisen. und ich denke, er redet sich das schön und weil er signalisiert, dass er schon in Therapie war/ist, wird ihm alles verziehen. Hauptsache, er "macht" was - und ich denke, es ist Show. Er betrügt sich selbst, weiß es aber nicht. Schau' Dir die postings an, die Wortwahl, den Verlauf..... das ist Adaption an das Forum, wohl nicht viel anderes.

    Klar deswegen kannst du natürlich mehr dazu sagen, als alle ausgebildeten Therapeuten bisher. Niemand hier findet sein Verhalten gut, auch er selbst nicht. Mir ist trotzdem völlig unklar, inwiefern es zielführend ist, jemanden der nach Ideen zur Hilfe fragt vorzuverurteilen. Schlag ihm doch mal konstruktive Lösungsansätze vor, die so formuliert sind, dass er sie als Betroffener auch annehmen kann, und ich werde der größte Fan deiner Kompetenz werden.

    Zitat

    Klar deswegen kannst du natürlich mehr dazu sagen, als alle ausgebildeten Therapeuten bisher.

    Das habe ich nicht gesagt. Aber es ist ein Forum und meine Meinung ist so gleichberechtigt wie der anderen Diskussionsteilnehmer.

    Niemand hier findet sein Verhalten gut, auch er selbst nicht.


    - was ich eben bezweifle.


    Mir ist trotzdem völlig unklar, inwiefern es zielführend ist, jemanden der nach Ideen zur Hilfe fragt vorzuverurteilen.


    - das ist kein "VORverurteilen". Was fehlt denn noch? Du lässt Dich blenden, so, wie er das IMHO selbst macht.


    Und mein konstruktiver Vorschlag ist es, diesen Ansatz mal in die Überlegung mit einzubeziehen. Bei so viel Therapien etc.. - da fehlt ein Element, wenn nicht mal ansatzsweise Besserung zu sehen ist (von Heilung spricht keiner, erwartet auch keiner) - und IMHO ist das fehlende Element intrinsische Motivation. Klar hat er hinterher ein schlechtes Gewissen, heult, ist zerknirscht...


    das hat aber weder was damit zu tun, noch entschuldigt es sein Verhalten. Zumindest bei mir nicht.

    Ich frage ja nur, weil "Oh, das sieht nach Devianz aus" halt so eine absolute Nullaussage ist in diesem Zusammenhang und ich mich frage, zu welchem Behufe man dieser, öhm, Diagnose dann irgendwelche tatsächlichen oder vermeintlichen akademischen Qualifikationen unterstützend zur Seite stellt. Das klingt für mich so ein bisschen, als ob alle bei kräftigem Geniesel ganz selbstverständlich ihre Schirme rausholen oder sich unterstellen, und dann hebt jemand bedeutsam den Finger und verkündet: Hört mich an! Es regnet! Ich bin übrigens Meteorologe!"

    Zitat

    Lebenslauf kam per pn

    Made my day ;-)


    Niemand spricht davon, dass man sein Verhalten entschuldigen kann (aber um Schuld geht es hier doch gar nicht), aber er sucht nach Lösungen. Und "reiss dich einfach nur zusammen, du willst bloß nicht wirklich" ist eine Sache, die man zwar sehr oft hört, die aber noch den wenigsten weitergeholfen hat. Glaubst du wirklich, wenn er nichts ändern wollte, bräuchte er die Absolution von uns ach so bedeutsamen med1-Nutzern um sich fortan im Recht und gut zu fühlen mit seinem Verhalten, und lustig Straftaten zu begehen? Naja, ich jedenfalls nach wie vor nicht, aber das ist natürlich nur meine Meinung.

    Auf welche Weise schöpft ein Mensch aus sich selbst heraus eine Motivation zu Veränderungen in seinem Leben, wenn das Leben in seiner heutigen Form die belastenden wie auch die angenehmen Seiten hat?


    Vor einigen Tagen hat die belastende Seite den TE so sehr bedrängt, dass er alles aufschrieb und hier mit seinen Fragen einstellte. Die Situation kann sich inzwischen geändert haben, selbst wenn alle äußeren Umstände gleich geblieben sind.


    Es könnte sein, dass der Ärger über die hier zu lesenden Texte etwas bewirkt hat. Vermutlich erfahren wir nie in welcher Weise.

    Falls der Threadersteller hier noch mitliest...


    Diese Gedankengänge sind mir nicht fremd. Ich bin im gleichen Alter und ebenfalls noch Jungfrau (masturbiere aber). Ich habe aber keine Phobie gegenüber Frauen, ich kann mit ihnen ohne Probleme interagieren. Aber, eine Misogynie ist mit Sicherheit da.


    Angefangen hat es mit 13/14. Ich war als Kind immer für Gleichberechtigung, aber in dem Alter merkte ich, dass irgendwas "nicht stimmte". Ich kann mich lebhaft an den Fall Karla Faye Tucker erinnern, welcher 1997/1998 durch alle Medien ging. Die erste Frau seit Langem, welche in den USA hingerichtet werden sollte.


    Zu genau diesem Zeitpunkt fing ich an Nachrichten zu konsumieren, und es gab in der Tat Kommentare wie "wie kann man nur eine Frau hinrichten!" - das hat mich damals richtig geschockt. Wieso kann man Hunderte von Männern hinrichten, bei einer Frau hört der Spass aber auf? Wo ist hier die Gleichberechtigung?


    Kurze Zeit später kam der Kosovo-Krieg, und auf einigen Friedensdemos damals gab es Transparente zu sehen wie "Nato-Bomben töten Frauen und Kinder". Auch hier hatte ich die gleiche Reaktion ("die Männer in Serbien haben wohl alle eine feuerfeste Haut"). Auch hatte ich fast schon eine Todesangst entwickelt, denn bald war mein "Kinder-Status" weg.


    Gleichzeitig natürlich das allgegenwärtige "Männer sind Schweine"-Gefasel (zu just genau dem Zeitpunkt auch ein Megahit).


    Diese ganzen Eindrücke haben mir klar gemacht, dass zwar alle gleich sind, Frauen aber doch etwas "gleicher".


    Inzwischen halte ich mich generell von Menschen fern, bei Frauen besteht die zusätzliche Angst, dass die mich falsch beschuldigen könnten, vergiften etc. und auch noch davonkommen könnten (wegen ihres "Frauseins"), weswegen ich wie gesagt noch Jungfrau bin.


    Vielleicht hatte der TE eine ähnliche Entwicklung.