Fremdenlegion?

    hey, ich hab mal ne frage:


    was passiert einem bei der fremdenlegion? kenne männer die dort waren und sie sprechen nie darüber, weil es scheinbar eine außergewöhnliche seelische belastung ist. hat jemand eine antwort darauf?

  • 46 Antworten

    Ich kenne auch so jemanden. Und kann nur bestätigen, daß es jedenfalls so schlimm sein muß, daß man dann hinterher nicht davon erzählen kann/will. Zusammen mit weiteren problematischen Folgen für die Psyche.

    Die Ausbildung/der Drill ist dort extrem hart und kräftezehrend. Die Legionäre bekommen oft nur wenig Schlaf und stehen fast permanent unter Stress. Außerdem wird die Fremdenlegion häufig in Krisengebieten eingesetzt. Ich will gar nicht wissen, was man da alles zu sehen bekommt.

    Das betrifft nicht nur Legionäre, sondern alle Soldaten, die in Krisengebieten agieren müssen.


    Die Psyche eines Menschen wird auf's Äußerste verletzt.


    Die Soldaten sind Situationen ausgesetzt, die sie auf Dauer nicht verkraften können. So leiden viele unter PTBS

    er war vorher bei der ganz normalen bundeswehr, auch in krisengebieten. das hat dem nicht so wirklich zugesetzt – es war tatsächlich die fremdenlegion und daher suche ich nach antworten für diese sache.

    Naja, Fremdenlegion ist halt keine "normale" Armee. Dort gehen auch viele gescheiterte Existenzen hin, dann der starke Drill usw. Das setzt einem natürlich zu. Und ich glaube auch, die dürfen gar nicht groß über ihre Arbeit sprechen.


    Ich kann nur jedem raten sich von Fremdenlegionen fern zu halten.

    Die Fremdenlegion ist grundsätzlich die Vorhut – wird also losgeschickt, wenn es für die "normale" Armee noch zu früh/zu gefährlich/nicht erlaubt ist, frei nach dem Motto "Problem? Schicken wir mal die Fremdenlegion, die richtet das schon – aber nachher nicht fragen, WIE sie das gerichtet hat".


    Die Methoden sind teilweise wohl wirklich heftig und nichts, was man außerhalb von Stammeskriegen irgendwo im tiefsten Afrika vermuten würde, also alles in allem eher unter "barbarisch" und "Kriegsverbrechen" einzuordnen... :-/

    Zitat

    Dort gehen auch viele gescheiterte Existenzen hin

    Nicht nur das. Nach entsprechender Dienstzeit hat man ein Anrecht auf die frz. Staatsbürgerschaft. Außerdem bekommt man eine Lebensversicherung und hat einen Pensionsanspruch. Das kann für junge Männer aus Schwellen-/Entwicklungsländern ein durchaus lukrativer Anreiz sein.

    @ mincepie

    Zitat

    Die Methoden sind teilweise wohl wirklich heftig und nichts, was man außerhalb von Stammeskriegen irgendwo im tiefsten Afrika vermuten würde, also alles in allem eher unter "barbarisch" und "Kriegsverbrechen" einzuordnen...

    Hast du da ne Quelle zu? Ansonsten finde ich solche Äußerungen extrem gewagt.

    Was ich so am Rande mitgekriegt habe, geht auch in die Richtung, daß es nicht immer ganz "sauber" ist, was die so treiben. Deswegen macht es ja auch die FREMDENlegion und nicht einfach die normale frz. Armee. Es fällt auch auf, daß man zwar hört "die Bundeswehr/Natosoldaten/Blauhelmtruppen agierten da und da", jedoch habe ich noch nie gehört "die Fremdenlegion bekämpfte x in y".

    Zitat

    Was ich so am Rande mitgekriegt habe, geht auch in die Richtung, daß es nicht immer ganz "sauber" ist, was die so treiben.

    Ich behaupte, dass dies bei keiner Armee der Fall ist.

    Zitat

    Deswegen macht es ja auch die FREMDENlegion und nicht einfach die normale frz. Armee.

    Die Fremdenlegion ist als Spezialeinheit zu sehen, die eben für spezielle Fälle ausgebildet ist. Wenns dich wirklich interessieren sollte, kannst du ja hier mal nachlesen.

    Zitat

    Es fällt auch auf, daß man zwar hört "die Bundeswehr/Natosoldaten/Blauhelmtruppen agierten da und da", jedoch habe ich noch nie gehört "die Fremdenlegion bekämpfte x in y".

    Das liegt daran, dass die Fremdenlegion eher im Verborgenen agiert. Jeder Legionär bekommt für die Dauer seiner Dienstzeit eine neue Identität, neuer Name, neue Papiere.