Führerschein trotz Angst vor Kontrollverlust?

    Nachdem ich schon jahrelang meine Führerscheinprüfung vor mir 'herschiebe' (den theoretischen Kurs habe ich sogar schon zweimal gemacht) muss ich mich langsam, aber sicher, der Sache stellen.


    Allerdings habe ich schreckliche Angst.


    Tatsächlich nicht davor bei der Prüfung zu versagen, sondern viel mehr davor, nach der Prüfung noch nicht alles zu können und mich selbst oder andere in Gefahr zu bringen - weil ich etwas übersehe oder in einer Situation falsch reagiere. Dass ich schon länger keine Fahrstunde mehr hatte macht die Sache natürlich nicht besser.


    Hat jemand Tipps, wie ich diese Ängste unter Kontrolle bekommen kann?

  • 8 Antworten

    Ganz ehrlich, wenn Du solche (wahrscheinlich sogar berechtigte) Angst davor hast, dann lass bitte die Finger davon. Du schreibst in Deinem anderen Thread ja schon, wie Dich Alltägliches überfordert.


    Autofahren erfordert neben der Konzentration und Koordination auch eine gute Reaktionsfähigkeit und Multitasking.


    Vorsicht ist erforderlich, aber Angst ist absolut kontraproduktiv, da macht man noch mehr Fehler als ohne.


    Kannst Du Fahrradfahren, fühlst Du Dich dabei sicher?


    Wie wäre es, erst mal den FS für Mofa oder Motorroller zu machen? Da könntest Du Dich sachte rantasten und selber erkennen, ob Du Dir das Autofahren zutraust.


    Der Straßenverkehr wird immer dichter und komplexer, es fahren schon genug Leute durch die Gegend, wo man sich wundert. Bei manchen wäre es wirklich besser, wenn sie auf das Auto verzichten würden, sich selbst und anderen zuliebe.

    SIcherheit kommt mit Übung.


    ALso vieeeeel fahren, viel praxiserfahrung sammeln :-)


    Bei mir kam die Sicherheit so 4-5 Monate nachdem ich meinen FS hatte und täglich in die Ausbildung fuhr. :-)

    Fahren Fahren Fahren ... :)


    Sinnvoll fände ich ein ADAC Fahrtraining. Das bringt einem wirklich viel und macht auch Spaß ;-) Ich habs total gern gemacht und möchte demnächst auch wieder eins machen, obwohl ich fast 30.000 km im Jahr fahre.


    Ansonsten würde ich auf jeden Fall vor der Prüfung nochmal üben. Entweder in Form von Fahrstunden über die Fahrschule oder mit einem sicheren Fahrer auf Privatgrund. Bei uns kann man z.b. auf dem ADAC Gelände fahren.

    Ich würde mich selbst schon als 'geeignet' für den Straßenverkehr betrachten.


    Ich habe zwar schon daran gedacht, den Führerschein zu verschieben, allerdings wurde schon alles bezahlt und das Problem löst sich auch nicht einfach in Luft auf.


    Insofern dachte ich auch daran, dass zusätzliches Üben vielleicht keine schlechte Idee wäre.

    Nun, da geht es dir nicht anders wie jedem anderen Führerschein-Neuling auch. Nach bestandener theoretischer und praktischer Fahrprüfung hast du bewiesen das du dich im Straßenverkehr sicher bewegen kannst. Vor allem in Deutschland ist die praktische Fahrprüfung nicht einfach. Danach aber kannst du tatsächlich noch nicht wirklich Auto fahren.


    Das kommt erst durch ständige Fahrpraxis, durch fahren, fahren, fahren.


    -> Durch deine Vogelstrauß-Taktik schiebst du dieses "Problem" nur vor dir her, löst es aber nicht.


    Natürlich kannst du mal was übersehen. Natürlich kannst du mal falsch reagieren. Das passiert jedem mal. Solange nichts dramatisches dabei passiert ist das auch alles halb so wild.


    -> Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Diese ständigen Ermahnungen ("Immer voll konzentriert fahren, nicht ablenken lassen, immer für alle anderen mitdenken, nicht von Handy, Radio, Navi, nervigen und besserwisserischen Mitfahrern ablenken lassen. Sonst passiert ein schlimmer unfall und du bist tot oder fährtst jemanden zum Krüppel.") sind zwar gut gemeint und im Grunde richtig, haben aber mit der Realität hinter dem Steuer nichts zu tun.


    -> Du kannst es noch nicht wissen und nicht nachempfinden. Aber wirklich Auto fahren lernst du erst sobald du nach bestandener Prüfung alleine im Auto sitzt und dich vor niemandem mehr rechtfertigen musst.


    Sicher verlangt keiner das du sofort zur Prüfung musst. Ein paar Fahrstunden sind notwendig. Auch wenn alle Pflichtstunden abgerissen wurden inzwischen und diese noch gültig sind.

    Zitat

    ... nach der Prüfung noch nicht alles zu können und mich selbst oder andere in Gefahr zu bringen - weil ich etwas übersehe oder in einer Situation falsch reagiere.

    Menschen, die sich solcherlei Gedanken machen, beunruhigen mich im Straßenverkehr viel weniger als jene, die glauben schon alles zu wissen und zu können. Insofern sehe ich darin kein Hindernis, sondern eher einen Vorteil.


    Falls du allerdings nicht nur während der Prüfung, sondern auch lange danach noch zitternd die schweißnassen Hände ums Lenkrad krampfst, dann gehörst du vielleicht wirklich zu den Menschen, die sich lieber fahren lassen sollten. Aber das ist im gegenwärtigen Stadium nicht absehbar, also ran an den Speck! ;-)

    Wenn du die Führerscheinprüfung ablegst bist du doch nicht sofort gezwungen, alleine Auto zu fahren, wenn du Angst davor hast. Ich würde das getrennt voneinander sehen: Erstmal die Prüfung ablegen und dann schauen, wie du in Übung kommst.

    Also, ich meine: Angst vor dem Autofahren ist doch kein zwingender Grund, die Führerscheinprüfung vor sich herzuschieben, wenn man sich grundsätzlich reif und bereit dafür findet. Was man hat, das hat man.