Gedanken die nicht weichen wollen/Zwangsgedanken Torschlusspanik

    Hallo zusammen,

    ich schreibe heute mal zu Euch unter einem Alias, da ich denke, Eure Antworten werden vielleicht andere sein, wenn Ihr mich nicht kennt, bzw. meine anderen Themen lest.

    Ich versuche mich kurz zu fassen und hoffe, das ich aus Euren Gedanken Tipps erhalte, wie ich mit meinem "Problem" umgehen kann und was ich machen soll oder ob ich mir Hilfe holen soll.

    Kurz gefasst, ich habe/hatte ADS, eventuell spielt das eine Rolle, eventuell auch nicht.

    Ich habe aber ständig diese Gedanken, ich rede mir Dinge ein, aber das will ich gar nicht.

    Gedanken, die ich dann nicht mehr los werde.

    Hier einige kurze Beispiele und ein längeres besonders schlimmes:

    Letztens war ich beim Augenarzt, ich hatte was im Auge was raus musste, er wollte das Lid hochklappen, aber mir wurde so schlecht dabei, das es beinahe nicht ging, der Doc meinte, ich sollte mal autogenes Training machen.

    Dann wurde bei mir Blutdruck gemessen, als die Manschette Druck ausübte, wurde mir schlecht, Blutabnehmen geht sowieso nicht, wird mir schlecht.

    Dann, wenn ich die Wohnung verlasse, kann ich mir verdammt noch mal nicht merken, das ich diese Wohnungstüre verschlossen habe, habe jetzt eine Überwachungskamera installiert, damit es nicht immer Minuten des Kontrollieren dauert, jetzt ist es etwas besser. Hmmm.

    Ich rede mir immer ein, stell dich nicht so an, da ist doch gar nix bei. Aber das hilft nicht.

    Was schlimmer ist, ich bin (m) bald 28 und habe keine Freundin, manchmal denke ich daran, mit wem es meine Ex wohl gerade macht, dann denke ich mir, ich weiß noch nicht mal, ob sie jemanden anderen hat und es interessiert mich eigentlich nicht mehr wirklich. Aber diese Gedanken gehen nicht weg. Jetzt bin ich noch nicht allzu weit gekommen im Leben und ich habe Angst, das zu bekommen, was ich bekommen kann, aber vielleicht nicht will. Dabei strenge ich mich so stark an.

    Ganz schlimm aktuell, ich habe eine Arbeitskollegin, die hatte letztens im Sommer so ein enges Kleidchen an und man hat den Tanga da drunter gesehen, das fand ich natürlich super, da ich eh auf sie stehe, auch wenns unter Arbeitskollegen schwierig ist und es besser sein gelassen werden sollte. Als ich das gesehen habe, wurd mir heiß und kalt und ich war erledigt für den Tag, ich war zu nix mehr zu gebrauchen.

    Jedenfalls kam sie immer zum Quatschen und es war super, ich machte mir Hoffnungen, aber sie hat einen anderen, wie ich dann erfuhr und wohl auch die "Pille danach" brauchte, wie ich erfuhr (aber nicht von ihr). Gott drehte ich da am Rad.

    Seitdem sind die Gedanken ganz schlimm. Dann male ich mir aus, wie sie es machen und wo und wann, ziemlich detailliert, aber das will ich gar nicht. Bestimmt 50 Mal am Tag und das zehrt an meinen Kräften.

    Nachts wache ich auf, immer so um gerade genug geschlafen zu haben, um 4 oder 5 Uhr und dann denke ich daran, das die gerade eben Spaß haben. Dabei weiß ich es nicht, will es nicht wissen und kann mir auch eine andere suchen. Aber die Gedanken gehen wie die anderen nicht weg.

    Das Aufwachen ist nicht das schlimme, ich denke sofort wieder daran, wie lustig und locker die da Spaß haben und sie einfach das macht was sie will und ich nicht und das steigert sich so weit, das ich versuche an alles andere zu denken, es aber nicht klappt, mein Puls eiert dann so vor sich her, das ich mich dann hinlege und denke, es ist doch alles gut, es wird alles gut, beruhig dich mal, aber ich muss mich dann meistens übelst übergeben und hab am nächsten Morgen ganz rote Augen und geh dann arbeiten, dann bin ich am nächsten Tag wieder so fertig und wenn ich wenig geschlafen hab, wird alles nur noch schlimmer.

    Wenn ich mal länger nicht dran gedacht hab, und der erste Gedanke sich wieder einschleift, ist es wie ein kalter schauer und echt unangenehm.

    Bin ich vielleicht einfach nur neidisch darauf, das ich nicht auch so sein kann?

    Mal das Leben genießen? Oder besteht ein Zusammenhang zwischen den anderen Gedanken und ich nenne es mal Angstzuständen?

    Letztes Jahr im Sommer hatte ich irgendwie eine Spinneninvasion in meiner Wohnung, obwohl ich sehr sauber bin, eines Abends entdeckte ich unzählige Mini Viecher von dieser Art. Ich hab dann alle entfernt aber wochenlang hab ich die halbe Nacht die Wohnung mit der LED Lampe abgesucht ob dort noch irgendwo eine sein könnte, bis Nachts um 2 Uhr hab ich dann alle Ritzen und Ecken mit Acryl abgedichtet. Ein paar Tage war ich wohl auch krank geschrieben, weil es wohl was zu viel war.

    Seit ein paar Monaten kann ich jetzt auch nicht mehr am Wochenende ausschlafen, morgens werd ich wach, obwohl ich noch total müde bin und dann drückt es im Kopf und in den Augen, muss dann was kohlenhydrathaltiges essen, damit ich weiter schlafen kann, keine Ahnung ob es was damit zu tun hat.

    Ich hab überhaupt keine Ahnung, was ich tun sollte. %-|

    War beim Doc, der Hausarzt genehmigt die Überweisung an einen Psychologen.

    Ein guter Freund meinte zu mir, kein Wunder das du immer so am Rad drehst, wenn du dir immer alles einredest.

    Ich hoffe, ich bin kein allzu großer Pflegefall und ich bekomme es in den Griff und kann mir die nötigen "Eier" wachsen lassen.

    :)D

  • 1 Antwort

    Ich denke du solltest einen Psychologen aufsuchen.

    Ich gehe mal davon aus dass das nicht deine einzige Baustelle ist. Es wird ja seinen Grund haben dass du uns deine anderen Fäden verheimlichst.

    Warum suchst du dir nicht eine Freundin mit der du Spaß haben kannst?