Gedankenprobleme

    Hallo liebes Forums


    Ich bin 17 Jahre alt und männlich.


    In letzter Zeit bin ich Abends oft im Bett und denke einfach nur nach. Dabei rede Ich sehr viel mit mir selbst. Oft ist es eine zweite Person in meinem Kopf und manchmal stelle ich mir verschiedene Szenarien vor wie z.B. das ich bei einem Therapeuten wäre und über meine Probleme rede. In letzter Zeit bin ich sehr aufgewühlt da ich das Gefühl habe das ich in Stress bin obwohl ich keinen großen Stress habe. Das wirklich komische jedoch ist dass ich desto mehr für mich allein bin ich umso komischer Gedanken habe. Es wird mir klar das es keinen Grund für die Existenz von irgendwas gibt. Das macht mir Angst und bringt mich auf Gedanke wie das man es Tod am besten hat. Man hat keine Probleme oder Sorgen. Diese Gedanke verwirren mich sehr. Ich würde dann am liesten in einem Raum sein wo sich nichts verändert. Wie eine Gummizelle wo sich nichts verändert und wo ich einfach nur alleine bin und ich weiss das ich keine verpflichtungen habe. Ich möchte dann am liebsten für immer "frei" sein. Keine Probleme aber auch keine fröhlichen momente. Ich weiss nicht warum aber das Erscheint mir momentan am schönsten was ich mir vorstellen könnte . Ich hoffe mir kann jemand sagen ob das alles recht "normal" ist oder ob ich was ändern muss. Diese Art von Gedanken kommen meisst wenn ich am nächsten Tag etwas habe wad mich aufgeregt macht. Wie z.B einen Vortrag in der Klasse halten . Danke im Vorraus

  • 1 Antwort

    Hallo jokoin,


    ich habe beim Lesen Deiner Geschichte auch an Stress gedacht. Das Vorstellen von Szenarien ist glaube ich ein "normales" Geschehen. In Verbindung zum Erleben von Stress-Situationen und Empfinden von Stress in Stress auslösenden Situationen reagiert mM jeder Mensch verschieden/anders.

    Zitat

    Das wirklich komische jedoch ist dass ich desto mehr für mich allein bin ich umso komischer Gedanken habe.

    Auch das ist nicht ungewöhnlich. Vielleicht gibt es etwas, das Du tun kannst, um mehr Kontakt zu anderen zu bekommen? Ich denke, eigentlich geht es im Leben nicht ohne Verpflichtungen, es könnte aber auch eine bestimmte Einstellung im Hinblick zu "Verpflichtungen" (wobei hier nicht genau definiert ist, wie diese aussehen) dazu führen, sich diesen zu entziehen.


    Wie siehst Du Dich selbst, ...ich meine in Bezug auf Deine Aktivitäten? Unternimmst Du selber viel - mit anderen - oder gehen die Anregungen von anderen aus? Das eigene Erleben wird von den eigenen Überzeugungen mit beeinflusst. Deiner Erzählung nach ist mir aufgefallen, dass diese Art von Gedanken meist kommen, wenn Dich etwas aufgeregt hat. Einen Vortrag in der Schule vor der ganzen Klasse zu halten, da geht es bestimmt sehr sehr vielen Schülern/Leuten so oder ähnlich.


    Bestimmte persönliche Überzeugungen können so tief verankert sein, dass ich die nicht erkenne, selbst wenn sie für andere *offensichtlich* sind.

    Zitat

    manchmal stelle ich mir verschiedene Szenarien vor wie z.B. das ich bei einem Therapeuten wäre und über meine Probleme rede.

    Die folgenden Fragen dazu ist vielleicht (gefühlt) nicht so leicht zu beantworten, doch scheint es, dass es in Deinem näheren Umfeld wenige Personen gibt, mit denen Du darüber reden kannst/könntest, oder wenn, diese keine Notiz nehmen bzw. es von diesen keine zufriedenstellenden Antworten gibt. :/


    Ich frage hierzu also einmal, ... Du kannst natürlich entscheiden, ob Du darauf antworten möchtest: was erhoffst Du von einem Gespräch mit einem Therapeuten - oder auch - gibt es Befürchtungen, die in diesem Zusammenhang den Besuch bei einem Therapeuten wieder in den Hintergrund treten lassen?