• Gefühl abgelehnt u. unerwünscht zu sein

    Hallo ihr! Ich weiß gar nicht wie und wo ich anfangen soll.. Vielleicht ein bisschen zu mir und meiner Vergangenheit: Ich habe ein relativ bewegtes leben hinter mir bisher und eine relativ schlechte Zeit.. Gründe dafür sind Krebskrankheiten in der engsten Familie, viel und früh Verantwortung für andere Familienmitglieder übernommen, vom Vater…
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    Zitat

    Meine Mutter beschwert sich auch immer, dass ich mich für sie und ihr Leben nicht interessiere. Das Blöde ist, ich würde mich dafür interessieren, wenn ich mit ihr ein besseres Verhältnis hat. Aber im Prinzip ist sie ein anstrengender Mensch, sehr fordernd, und was sie mir "als Tausch" anbietet, brauche ich nicht, nützt mir nicht, ist es nicht ansatzweise wert, ihre anstrengende, strapazierende und meistens irgendwie aussaugende Gesellschaft zu kompensieren.

    Naja, wenn Deine Mutter damals, als Du ein sehr bedürftiges Kind warst, dasselbe über Dich gedacht hätte....Ich finde, man ist seinen Eltern in der Hinsicht irgendwie schon etwas Respekt und Dankbarkeit schuldig (sofern das Verhältnis nicht völlig zerrüttet ist...).

    Ich schätze du hast eine Mutter die Grenzen akzeptiert, die akzeptiert, dass du erwachsen bist und auf ihrer Augenhöhe bist.


    Es wird nicht das reine anstrengend sein...aber anstrengend sein und dann wie ein Kind behandelt zu werden und nicht wie ein Erwachsener, der eigene Entscheidungen treffen kann...


    das macht einen wahnsinnig...ich rede aus erfahrung.

    Mh... Also natürlich kann ich nichts erzwingen oder fordern, was Menschen nicht freiwillig geben wollen, das ist mir schon bewusst.


    Ich soll mich evtl distanzierten oder ändern, wenn man meine Anwesenheit nicht will? Distanzierten tu ich mich ja, den ich will noch ja nicht aufdrängen und ändern? Ich glaube ich kann gar nicht klar machen wie stark verzweifelt ich schon oft war... Zu Zeiten des Zusammenbruchs wusste ich nicht mal, ob es sich so noch lohnt zu leben.


    Ich weiß nicht ob ich verbittert bin, ich fühle in erster Linie Enttäuschung und wenn wir dann wie letzte Woche zusammen sitzen beim Kaffee und 2 std nur über meinen Bruder geredet haben und seine schwangere Frau, und das Haus und ihre Berufsalltage usw und nicht mal eine kurze oder kleine Gegenfrage kommt, dann trifft mich darf einfach sehr. Und so kam es einige std später dazu, dass ich sauer war. Denn das kann einschließlich nicht jedesmal Zufall sein, dass ich nie gefragt werde wie es mir geht.


    Ja ich habe wohl zu viel für einige bzw manchmal getan...Das sagte ich deswegen,weil ich dabei zu wenig an mich selbst gedacht habe. Ein Bsp.; Vor einigen Jahren starb meine Tante sehr jung und mein Onkel war sehr traurig und ich glaube auch einsam. Ich habe alles versucht um ihm zu helfen bzw ihm das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein. Auch obwohl ich selbst schon ernsthaft große Probleme hatte. Für mich war es selbstverständlich füreinander da zu sein..Ich habe viele Angebote gemacht, auch ohne etwas zurück zu kriegen und das war auch gut so!!! Denn er war zwar wie ich jetzt auch erwachsen, aber er konnte sich nicht gut um sich kümmern, so wie ich mich einige Zeit lang nicht gut um mich kümmern konnte. Es gibt Zeiten im leben da sieht man den Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht, aber man fühlt! Jetzt geht's ja wieder besser, aber auch wenn ich keinen Anspruch darauf habe, ich vermisse Menschen, die bleiben, mich auch mal halten, evtl auch mal meine Emotionen aushalten. M A L!!! Ich hätte nicht vor nur noch zu jammern.


    Zum Glück sind meine beiden Freundinnen noch da, das ist das tollste Geschenk. Und wir haben die Vereinbarung getroffen, dass sie mir sagen würden wenn sie überfordert wären oder es nicht gut ertragen würden. Wem es mir mal nicht gut geht. Aber das kam bisher nicht vor :)^


    Achja und ich akzeptiere Grenzen übrigens. Auch die Grenze, dass man mich du nach nicht haben will, deswegen habe ich mich ja auch zurückgezogen.

    Geht es dir generell darum, dass sich andere nicht ausreichend für dich interessieren oder speziell um deine Familie?


    Und auch wenn du deren Verhalten nicht gut finden musst, müssen die sich nicht für dich interessieren. Vielleicht sind sie dazu schlicht nicht in der Lage. Es gibt da auch keine Pflicht zu und Interesse muss schon ehrlich freiwillig entstehen können.


    Klar ist das im Zweifel sehr enttäuschend, wenn man feststellt, dass da auf der anderen Seite kein Interesse vorhanden ist. Im Zweifel täglich neu merkt. Nur können viele das spätestens dann verstehen, wenn sie sich das mal umgekehrt vorstellen mit vertauschten Rollen.


    Vielleicht funktioniert dieser Perspektivenwechsel bei dir nicht, weil du dein eigenes verinnerlichtes Aufopferungsdenken und -handeln zu sehr mitnimmst in die fiktive Perspektive des anderen.


    Die anderen User haben dir das auch mit anderen Worten zu sagen versucht und dich darauf aufmerksam zu machen versucht, dass du zumindest unbewusst doch etwas zu erwarten scheinst von anderen/ deiner Familie und dass das abschreckend wirkt, aber auch, dass es nicht böse ist von anderen, wenn sie dir nicht geben können oder wollen, was du brauchst. Eigentlich fehlt dir elterliche Zuwendung - gerade auch bezogen auf emotionale Unterstützung; Kinder, die fürsorgliche Eltern gehabt haben, können sich das später weitgehend selbst geben und sich selbst trösten, beruhigen, sich Aufmerksamkeit geben etc.. Weil sie es von ihren Eltern gelernt haben. Dass du das nicht bzw. zu wenig bekommen hast früher, ist nicht deine Schuld, aber auch nicht die deiner Geschwister, die ihrerseits in eurem familiensystem aufgewachsen sind. An deinem Bedürfnis ist auch nichts falsch, aber an deiner latenten Erwartung, dass andere endlich auch mal für dich da sein sollen. Es muss nicht mal sein, dass du absolut betrachtet viel erwartest diesbezüglich und ist soweit auch verständlich, gerade mit deinem Hintergrund, aber deine Mitmenschen schulden dir das nicht und sowas muss von dem Gegenüber freiwillig kommen. Dass du enttäuscht bist, zeigt, dass du eben doch eine Erwartung hattest. (Erwartungen zu haben ist allgemein auch nicht falsch). Das verschreckt andere. Und der 2. Punkt ist wie gesagt, dass nicht jeder selbst so stabil und belastbar ist, sich zusätzlich mit den Problemen von anderen zu beschäftigen und denen emotional Beistand zu leisten. Manche wollen das auch nicht, obwohl sie könnten, was auch deren gutes Recht ist. Es bringt dir doch auch selbst nichts, wenn du denen das ankreidest. Dadurch geht es dir doch nicht besser oder?


    Das ist dir möglicherweise gar nicht bewusst, wie du in dem Punkt auf andere wirkst.


    Kann auch sein, dass das mehr die wahrnehmen, die von der anderen Seite her bzgl. solcher Erwartungen an sie negativ geprägt und dafür sensibler sind.

    Sorry, den Satz hier nehme ich zurück, weil er so nicht stimmt

    Zitat

    aber an deiner latenten Erwartung, dass andere endlich auch mal für dich da sein sollen

    Ich wollte darauf hinaus, dass du dir von deinen Verwandten wünscht, dass sie nun wo du "sie brauchst" auch für dich da sind. Du hast ja sehr viel gemacht für die umgekehrt. Aber so schwer das auch zu akzeptieren ist, sind dir deine Geschwister dadurch nicht verpflichtet und haben es schlechtestenfalls auch verlernt/nie gelernt auch mal für dich da zu sein.


    Wobei dein Bruder dich ja zum Kaffee trinken besucht hat. Du hättest von deinem Alltag erzählen können. Auch ohne explizite Nachfrage. ... Es kann auch rücksichtsvoll gemeint sein vom andern, jemanden nicht zu fragen, wie es ihm geht, wenn der so angeschlagen ist. Und ein nettes Kaffeetrinken zusammen ist dann - ein gutes geschwisterliches Verhältnis vorausgesetzt - hilfreicher (auch als Ablenkung für denjenigen) als sich über Dinge zu unterhalten, die schlecht laufen. ... Das einfach mal als andere Sicht darauf.


    Ist schwierig zu beurteilen, warum du das kaffeetrinken so negativ beschreibst. Jedenfalls scheint dich das getriggert zu haben.

    Zitat

    wenn wir dann wie letzte Woche zusammen sitzen beim Kaffee und 2 std nur über meinen Bruder geredet haben und seine schwangere Frau, und das Haus und ihre Berufsalltage usw und nicht mal eine kurze oder kleine Gegenfrage kommt, dann trifft mich darf einfach sehr.

    Soetwas kenne ich auch .... Schwiegervater ist so, schon aus Höfflichkeit würde es sich gehören, dass er nach Stunden mal fragt: und bei dir.... oder ...aber nein es dreht sich nur um ihn


    Nun muss ich ehrlich sagen, dass mir schn klar it, dass ich den absolut nicht interessiere. Bin da abe gar nicht emotional berührt, sondern denke: tja dann nicht....ich erwarte da eben auch nichts (da ist es einfacher)


    Da ich es aber auch komisch finde, wenn ein anderer sich nur um sich dreht und nicht einmal auch sein gegenüber warnimmt, habe ich mir angewöhnt dann doch selbst die Rolle zu über nehmen... und eben von mir das zu erzählen, was mich bewegt.


    Bei manchen kannst du 100 Jahre warten, die fragen nicht....also schau, was du möchtest. Aber jetzt kommst: nicht ich möchte, dass du dich so und so verhälst, mich fragst...sondern: ich möchte über meine Stuation sprechen, also tue es (aber eben aufpassen, nicht zu viel) ....und dieses zuviel ist dir beim Bruder auch aufgefallen.


    Habe mich da mal mit einem Mann drüber unterhalten und der meinte ganz trocken: nee in der Familie, da kann doch jeder frei erzählen und sagen was er sagen möchte.... wenn ich da jeden fragen soll.


    Ich persönlich finde es auch etwas unaufmerksam, bin da selbst auch anders.... aber die Meinung des Mannes hat mir geholfen, eben zu sehen, dass andere das anders sehen.


    Und glaube mir, wenn man sich darauf konzentriert zu beobachten, ob einen einer etwas fragt und es tut keiner, dass ist bitter und enttäuschend.


    Spare dir das lieber und erzähle das nächste mal von dir von allein. So ersparst du dir Enttäuschung und hast auch daas Gefühl, dass deine Belange mal ausgesprochen wurden und wargenommen.


    Du kennst doch deine Familie jetzt, also ändere du deine Vorgehensweise, denn die anderen wirst du nicht ändern.

    Gleiches viel mir auch am Anfang auf, wo du von dem kommenden Baby deiner Schwester erzählst....dass du was schenken willst und sie haben sie haben schon alles.


    Ganz ehrlich, deine Schwester braucht dich zur Zeit nicht, ist gedanklich auf das Baby , neue Situation etc konzentrierst.


    Aber du möchtest gerne: also tue es, suche irgendetwas aus, schenke es... warte aber mit dem Besuch, bis es der Schwester passt, denn nichts ist neviger, als Verwandte die zu früh und in zu großer Zahl gleich die erste Woche nach Geburt antanzen.


    Und jetzt in der Schwangerschaft, würde ich mal anrufen und fröhlich sagen: he ich will mal vorbei kommen, will dein dickes Bäuchlein doch mal sehen, sehen wie es dir geht...wir haben uns lange nicht gesehen . Wenn du das willst..... sie will zur Zeit nicht, sie hat gerade anderes zu tun, fokussiert sich auf sich, ihr Baby, ihre kleine neue Familie ( das muss gar nicht böse dir gegenüber gemeint sein ....)

    Zitat

    StatusQuoVadis


    17.11.16 19:44

    Zitat

    Meine Mutter beschwert sich auch immer, dass ich mich für sie und ihr Leben nicht interessiere. Das Blöde ist, ich würde mich dafür interessieren, wenn ich mit ihr ein besseres Verhältnis hat. Aber im Prinzip ist sie ein anstrengender Mensch, sehr fordernd, und was sie mir "als Tausch" anbietet, brauche ich nicht, nützt mir nicht, ist es nicht ansatzweise wert, ihre anstrengende, strapazierende und meistens irgendwie aussaugende Gesellschaft zu kompensieren.

    Naja, wenn Deine Mutter damals, als Du ein sehr bedürftiges Kind warst, dasselbe über Dich gedacht hätte....Ich finde, man ist seinen Eltern in der Hinsicht irgendwie schon etwas Respekt und Dankbarkeit schuldig (sofern das Verhältnis nicht völlig zerrüttet ist...).

    Ich denke, dass sich Respekt und Dankbarkeit von ganz alleine einstellt, wenn das Verhältnis stimmt. Man erntet, was man gesät hat.


    Es ist völlig unsinnig, so etwas einzufordern.

    Zitat

    Ich weiß nicht ob ich verbittert bin, ich fühle in erster Linie Enttäuschung und wenn wir dann wie letzte Woche zusammen sitzen beim Kaffee und 2 std nur über meinen Bruder geredet haben und seine schwangere Frau, und das Haus und ihre Berufsalltage usw und nicht mal eine kurze oder kleine Gegenfrage kommt, dann trifft mich darf einfach sehr. Und so kam es einige std später dazu, dass ich sauer war. Denn das kann einschließlich nicht jedesmal Zufall sein, dass ich nie gefragt werde wie es mir geht.

    Ich kann es ja verstehen, dass Dich das trifft, andererseits - würde es Dich wirklich weiterbringen, wenn sie sich Deine Sorgen anhören würden? Du willst doch mehr als nur jemanden, der zuhört. Du willst doch eigentlich, dass man Dir gut zuredet, Dir sagt, dass Du ein guter Mensch bist, dass Du das schon alles schaffen wirst, dass es toll ist, wie Du das alles schulterst.... Was, wenn es ihnen widerstrebt das zu sagen, wenn es vielleicht gar nicht ihre Art ist? Nicht jeder Mensch ist in der Lage, jemanden anderen zu trösten, das können v.a. altruistische Menschen gut, aber Deine Verwandtschaft scheint nicht so gestrickt zu sein. Vielleicht wollen sie Dich nicht auch noch in Deinem Kummer bestätigen. Am ehesten denke ich jedenfalls, dass sie keine Jammerei hören wollen.

    Zitat

    Es gibt Zeiten im leben da sieht man den Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht, aber man fühlt! Jetzt geht's ja wieder besser, aber auch wenn ich keinen Anspruch darauf habe, ich vermisse Menschen, die bleiben, mich auch mal halten, evtl auch mal meine Emotionen aushalten. M A L!!! Ich hätte nicht vor nur noch zu jammern.

    So, wie dringend Du Zuspruch benötigst, wäre es mit "Mal" sicher nicht getan, den "Mal" braucht das jeder Mensch, aber Du hast so viele Probleme angehäuft, das wäre ein Dauerthema. Ich glaube, die Leute haben einfach Angst, dass es sie herunterzieht.

    Zitat

    Und glaube mir, wenn man sich darauf konzentriert zu beobachten, ob einen einer etwas fragt und es tut keiner, dass ist bitter und enttäuschend.

    Das sehe ich auch so. Es ist nicht gut, darauf zu warten oder gar einen Test daraus machen.


    Wenn ich das richtig verstehe, hast Du einen Freund und gute Freundinnen - mal ehrlich, das haben nicht alle Menschen. Konzentrier Dich doch mal auf das, was Du hast. Und wenn Deine Familie Dich nicht zufriedenstellt - lass sie. Und hör auf, Dankbarkeit zu erwarten. Das ist kein guter Charakterzug, weil man damit Dinge gegenseitig aufrechnet, andere fühlen sich dann ziemlich schnell erpresst oder zumindest unter Druck gesetzt. Du willst doch gar nicht wirklich, dass man nur aus Dankbarkeit mit Dir zusammen ist sondern weil man Dich gerne mag. Und dazu kannst Du keinen zwingen. Also: Belaste Dich nicht mit dem Teil Deiner Familie, die nicht das "liefert" was Du möchtest sondern freu Dich über Deinen Freund und Deine Freundinnen.

    Zitat

    Du willst doch mehr als nur jemanden, der zuhört. Du willst doch eigentlich, dass man Dir gut zuredet, Dir sagt, dass Du ein guter Mensch bist, dass Du das schon alles schaffen wirst, dass es toll ist, wie Du das alles schulterst....

    Tatsächlich wäre das so ein Satz, dass spüre ich sofort, dass brauchte ich und bräuchte ich immer noch dringend. Und das kam nie, nicht im Ansatz und wird wohl auch nie kommen. Es mir selbst zu geben wäre die Lösung, aber dafür reichte die Kraft oft nicht, weil ich den Glauben verloren hatte, wahrscheinlich sogar die Hoffnung. Vielleicht versteht man das nur wenn man mal wirklich hoffnungslos war in seinem Leben, also nicht in der Lage sich selbst zu sagen " wird schon ", sondern das einfach nicht mehr zu fühlen, dass es noch werden könnte. Das ist eins der schlimmsten Gefühle, die es gibt finde ich, wenn nicht das schlimmste. Man hat sich quasi selbst verloren in dem Moment.


    Sicherlich möchte sich von meinen sorgen und bin mir niemand runter ziehen lassen und fragt deswegen auch nicht.


    Das war der Grund dafür, dass ich mir schon öfter nur noch als Last vorkam und mich gefragt habe was mein Leben so "noch bringt". Ich hatte meine Hoffnung verloren und andere sich daraufhin distanziert und sich auch nicht noch mal genähert. Dabei habe ich immer gekämpft und auch versucht " mich zu halten " und mich nicht hängen zu lassen. Das darüber reden wäre quasi meine Strategie gewesenen mich auszudrücken und mich damit zu erleichtern. Ich war erst randvoll mir Problemen und negativen Emotionen, bin zusammen gebrochen und nun gegen wieder ein paar tropfen rein, versteht ihr? Sport wäre toll, oder wenigstens ausreichend Bewegung. es würde als Erregungsabfuhr dienen können, aber krankheitsbedingt geht das leider nicht.


    Nie hätte ich andere" einfach so " so schwerwiegend belasten wollen, wenn es nicht die einzige Möglichkeit gewesen wäre oder manchmal so erscheint um mich zu halten. Aber bevor ihr es sagt ; nein. Niemand braucht mein Mülleimer zu sein.


    Ich weiß und wusste immer, dass ich das nicht ändern kann... Meinen Freundinnen und meinem freund habe ich von diesem Ausmaß der Verzweiflung nicht erzählt, weil ich Angst davor hatte sie auch" zu verlieren" dadurch bzw nur noch distanziertn Kontakt zu haben.


    Ich verstehe schon sehr gut was ihr alle meint. Mir bleibt nichts übrig als es hinzunehmen und meine Probleme mit mir alleine auszumachen.

    Zitat

    Mir bleibt nichts übrig als es hinzunehmen und meine Probleme mit mir alleine auszumachen.

    Hast Du schon einmal über eine Selbsthilfegruppe, Telefonseelsorge oder Seelsorge allgemein nachgedacht?

    Eine Selbsthilfegruppe lehne ich ab.


    Da ich so voll bin mit mir, so leid es mir tut, da muss ich genau das tun, was ihr gerade beschrieben habt.. Da wären Probleme von anderen nicht mehr auch noch zu tragen und ob ich mich momentan genügend distanzieren könnte, wage ich zu bezweifeln. (Aber da geht's ja auch nicht um Familie).


    Ich bin in Therapie, daher habe ich die Telefonseelsorge nicht in Anspruch genommen. Vielleicht bin ich auch nicht mehr so randvoll, gerade weil ich in Therapie bin.

    Okay...ich dachte halt nur, weil da eben andere Menschen wären, die Dir zuhören. Aber Deine Befürchtung, Dich gegen die Probleme der anderen dort nicht abgrenzen zu können, kann ich nachvollziehen.


    Hoffe, dass Dir wenigstens die Therapie dann in Zukunft noch ein bisschen mehr helfen kann, mit der Situation besser umzugehen @:)

    Zitat
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    Du willst doch mehr als nur jemanden, der zuhört. Du willst doch eigentlich, dass man Dir gut zuredet, Dir sagt, dass Du ein guter Mensch bist, dass Du das schon alles schaffen wirst, dass es toll ist, wie Du das alles schulterst....

    Tatsächlich wäre das so ein Satz, dass spüre ich sofort, dass brauchte ich und bräuchte ich immer noch dringend. Und das kam nie, nicht im Ansatz und wird wohl auch nie kommen. Es mir selbst zu geben wäre die Lösung, aber dafür reichte die Kraft oft nicht, weil ich den Glauben verloren hatte, wahrscheinlich sogar die Hoffnung. Vielleicht versteht man das nur wenn man mal wirklich hoffnungslos war in seinem Leben, also nicht in der Lage sich selbst zu sagen " wird schon ", sondern das einfach nicht mehr zu fühlen, dass es noch werden könnte. Das ist eins der schlimmsten Gefühle, die es gibt finde ich, wenn nicht das schlimmste. Man hat sich quasi selbst verloren in dem Moment.

    Natürlich ist es leichter und schöner, wenn man Trost bekommt. Bekommt man ihn nicht, hilft nur, sich selbst Korsettstangen einzuziehen und vielleicht auch mal wieder etwas so wie Stolz zu entwickeln und zu sagen: Ich lauf euch doch nicht hinterher! Wenn ihr meint, mir nicht beistehen zu müssen, dann bleibt weg.

    Zitat

    Das war der Grund dafür, dass ich mir schon öfter nur noch als Last vorkam und mich gefragt habe was mein Leben so "noch bringt".

    Das ist das Problem. Wenn Du nur noch aus Problem bestehst, dann bist Du eine Last, für Dich und für andere. Es wird Zeit, dass Du auch mal etwas anderes wahrnimmst als Deine Probleme.


    Fangen wir mal an: Du hast ein paar liebe Freundinnen. Fange an, sie wirklich und aufrichtig wertzuschätzen, denn ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: Du schätzt sie nicht wirklich. Du benutzt sie eher. Natürlich nur vorsichtig, aber das auch nur, damit sie Dir nicht irgendwann abhanden kommen. Sei doch mal gnadenlos ehrlich. Deine Wertschätzung umfasst vor allem deren Bereitschaft, sich mit Dir abzugeben. Wie wäre es, ihre anderen Charaktereigenschaften, die sich nicht um Dich drehen, anzuerkennen und zu loben? Kennst Du ihre Bedürfnisse? Weißt Du, was ihnen wirklich Freude bereitet? Dann setze dort an und sei ihnen auch eine gute Freundin.

    Zitat

    Ich hatte meine Hoffnung verloren und andere sich daraufhin distanziert und sich auch nicht noch mal genähert. Dabei habe ich immer gekämpft und auch versucht " mich zu halten " und mich nicht hängen zu lassen. Das darüber reden wäre quasi meine Strategie gewesenen mich auszudrücken und mich damit zu erleichtern.

    Das Reden ist nur der Anfang, nur der Druckabbau, aber das ist kein Kampf. Das ist auch keine Lösung Deines Problems. Das sitzt viel tiefer und kann mit Reden nicht beseitigt werden. Wahrscheinlich sitzt es so tief, dass Du da nie rankommen wirst. Aber Du kannst anfangen, nach etwas zu suchen, was Du auf die andere Waagschale setzen kannst, damit die Waage annähernd ausgeglichen ist. Reden ist eigentlich nichts anderes als Nichts-Tun.

    Zitat

    Ich war erst randvoll mir Problemen und negativen Emotionen, bin zusammen gebrochen und nun gegen wieder ein paar tropfen rein, versteht ihr? Sport wäre toll, oder wenigstens ausreichend Bewegung. es würde als Erregungsabfuhr dienen können, aber krankheitsbedingt geht das leider nicht.

    Wie wäre es aufzuzählen, was geht? Was nicht geht, interessiert nicht. Es interessiert, was geht. Halbvoll oder halbleer, Du weißt schon. Also: Was kannst Du tun?

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    Ich weiß und wusste immer, dass ich das nicht ändern kann... Meinen Freundinnen und meinem freund habe ich von diesem Ausmaß der Verzweiflung nicht erzählt, weil ich Angst davor hatte sie auch" zu verlieren" dadurch bzw nur noch distanziertn Kontakt zu haben.

    Und hier kommt, was ich vorher meinte: Du verschonst sie, aus Angst, sie zu verlieren. Das ist ein rein egoistisches Motiv. Arbeite daraufhin sie zu verschonen, weil Du sie liebhast und nicht möchtest, dass sie traurig werden, weil sie nicht helfen können. Das wäre etwas weniger eigennützig - und auch etwas liebevoller.

    Zitat

    Ich verstehe schon sehr gut was ihr alle meint. Mir bleibt nichts übrig als es hinzunehmen und meine Probleme mit mir alleine auszumachen.

    Das ist das andere Extrem. Warum eigentlich nur schwarz und weiß? Du musst es nicht hinnehmen. Du mußt daran arbeiten in dem Rahmen, der möglich ist, und wenn man will, ist verdammt viel möglich. Deine Probleme mußt Du auch nicht mit Dir allein ausmachen, das hast Du doch noch nie getan. Selbst hier im Forum disktuieren wir es mit Dir aus. Du bist nicht allein. Aber Du mußt sorgsam mit Deiner Last umgehen und vor allem verantwortungsvoll, wem Du welches Päckchen anvertraust und ob die Person dem auch gewachsen ist/bereit dazu ist.

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    Natürlich ist es leichter und schöner, wenn man Trost bekommt. Bekommt man ihn nicht, hilft nur, sich selbst Korsettstangen einzuziehen und vielleicht auch mal wieder etwas so wie Stolz zu entwickeln und zu sagen: Ich lauf euch doch nicht hinterher! Wenn ihr meint, mir nicht beistehen zu müssen, dann bleibt weg.

    Ich glaube diese Haltung man sich nur leisten wem man nicht darauf angewiesen ist, dass andere zu einem stehen.. Das war ich aber und manchmal bin ich es noch, dass gebe ich doch auch zu. Die vielen negativen Ereignisse der kürzeren Vergangenheit haben mich überwältigt

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    Das ist das Problem. Wenn Du nur noch aus Problem bestehst, dann bist Du eine Last, für Dich und für andere. Es wird Zeit, dass Du auch mal etwas anderes wahrnimmst als Deine Probleme.

    Genau so war es aber! Und etwas anderes wahrzunehmen ging einen nicht..nenn es Lebenskrise, in der alles mögliche gleichzeitig weggebrochen ist oder Depression, es ging nicht etwas positives wahrzunehmen! Zumal auch nichts positives greifbar war, was ich hätte wahrnehmen können. Und jetzt wäre es vielleicht da, ich kann es aber kaum fühlen :/ sicherlich meiner Depression mit geschuldet. Es fühlt sich dumpf bis tot an wenn ich mich freuen möchte... Und das heißt nicht, dass ich es nicht will!

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    lAlso: Was kannst Du tun?

    Das frage ich mich auch. Ich bin schon dabei mich sehr zu aktivieren...So sehr, dass ich mich oft überlaste, vor allem seelisch, weil ich leider dazu neige mich zu sehr unter Leistungsdruck zu stellen. Das wiederum mach ich aus Angst nicht aus der Depression und meiner arbeitsunfähigkeits-u. Lebenssituation heraus zu kommen. Ich will ja, mein Akku ist nur leider nicht so voll und meine Angst und mein mich unter Druck setzen zieht noch mehr Energie.

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    Und hier kommt, was ich vorher meinte: Du verschonst sie, aus Angst, sie zu verlieren. Das ist ein rein egoistisches Motiv. Arbeite daraufhin sie zu verschonen, weil Du sie liebhast und nicht möchtest, dass sie traurig werden, weil sie nicht helfen können. Das wäre etwas weniger eigennützig - und auch etwas liebevoller.

    da könntest du recht haben :-/ ich habe es nicht gemerkt.