Gehöre ich zum Psychiater?

    Hallo. Ich bin 30 Jahre alt und komme aus dem wunderschönen Münster.


    Ich habe letztes Jahr die Diagnose MS bekommen. Und nun zu meinen anderen Problemen. Ich bin jeden Abend am Handy und Google meine Symtome. Ich habe fürchterliche Schmerzen in den Beinen und ständig schwindel.


    Mir wird ständig alles zuviel. Bekomme ich kurze Kritik oder es klappt etwas nicht wie ich es möchte, bekomme ich Weinanfälle ohne Ende. Mindestens 2 mal die Woche muss ich Verabredungen absagen, da sie mich schlicht weg überfordern. Ich breche dann halb zusammen vor schmerzen in den Beinen, weil es mich so sehr stresst das jemand vorbeikommen möchte. Ich probiere mir jeden Tag nach der Arbeit frei zu halten, weil ich denke alles wird zuviel, meine Körper schafft das nicht. Wenn ich wochenlang zuhause bin, denke ich jeden Tag hoffentlich will sich niemand verabreden. Nicht das ich meine Freunde nicht mag, aber es stresst mich so sehr ständig Besuch zu bekommen oder irgendwo sein zu müssen.


    Alle symtome werden natürlich immer auf die ms geschoben. Ich Frage mich aber, ob meine Probleme nicht eher psychischer Natur sind.


    Jede Woche habe ich Angst vor neunen Krankheiten.


    Mein Freund hat mir einen Heiratsantrag gemacht. Statts mich normal zu freuen, bin ich mega ängstlich wie stressig der Tag wird. Wie mein Körper das schaffen soll. Alleine der Gedanke und meine Beine werden taub :(


    Danke für eure offenen Ohren. Ich bin für alle Tipps dankbar


    Lg

  • 3 Antworten

    1. Hör auf, Symptome zu googeln.


    Du hast eine Diagnose und da gibt es wohl leider auch keine Zweifel.


    Außerdem ist es selbstverständlich stressig, wenn Du mit so einer Diagnose leben musst. Ich wundere mich etwas, dass das von Deinem behandelnden Arzt anscheinend nicht so berücksichtigt wird.


    Ohne Genaueres über Deine augenblickliche medizinische Versorgung zu wissen, finde ich Deine Frage schwer zu beantworten. Vielleicht kannst Du noch ein bisschen was dazu schreiben, zu was für einem Arzt/Ärzten Du augenblicklich gehst.


    Außerdem könntest Du Dir eventuell eine Selbsthilfegruppe suchen.


    Ich hab Dir da mal was gegoogled:


    http://blog.dmsg-muenster.de/?page_id=5272


    Kennst Du die schon?

    MS-Patienten haben ein deutlich erhöhtes Risiko an Depressionen zu erkranken. Und selbstverständlich ist auch die Diagnose an sich nicht so leicht wegzustecken, da ist es verständlich, wenn einem mal alles zu viel wird. Du solltest auf jeden Fall mit deinem behandelnden Arzt sprechen, der kann einschätzen, ob das "nur" von der MS kommt oder doch eine Depression sein könnte. Manchmal sind Neurologen auch gleichzeitig Psychiater und können das dann selber gut mit der bisherigen Therapie abstimmen, falls Medikamente notwendig sind. Es würde sicher auch helfen, wenn du in eine Selbsthilfegruppe oder auch zur Psychotherapie gehst, damit du deine Probleme besprechen und loswerden kannst.