Ja mit Beziehungsfähig kommt noch dazu. Vertrauen ist schwer.


    Habe kein schizo. ...habe ich schon geschrieben.


    Man sagt dummen Menschen nicht wie doof sie sind. Man grüßt...es sei denn der andere grüßt nie und man scheisst nicht in die Ecke. Denke die Grundregeln verstehen alle...

    Vewrtrauen können hängt ganz davon ab, ob ein Mensch das Urvertrauen im Mutterleib und als Baby bekommen hat. Wer in dieser Phase immer abgelehnt wurde, wird das Urvertrauen nicht haben. Ich meine, ob man beziehungsfähig ist, hängt nicht davon ab, was für ein Syndrom man hat oder welche Krankheit, sondern immer von der Einstellung und dem Charakter. Da sehe ich bei Dir kein Problem, sollte also möglich sein!

    Nein. Urvertrauen entwickelt sich in den ersten Jahren durch Wechselwirkung mit der Umwelt. Als Asperger hat man aber nicht die gleichen Kanäle für diesen Austausch wie das Gegenüber , also ist es wirklich möglich, dass das mit dem Urvertrauen etwas hinkt....


    wenn man über das Urvertrauen argumentiert....

    .... und tatsächlich ist Asperger eine psychiatrische Störung, die verhindert, dass man sich an die soziale Umwelt anpasst. Klar kann man über "Einstellung" viel kompensieren, das ist der Idealfall, aber je nach Grad der Betroffenheit ist das so, wie als wenn Du zu jemanden mit Rheuma sagst:


    jogg' doch mal die Treppe da rauf. Ein, zwei Stufen - okay, aber dann hilft die Einstellung auch nicht mehr weiter.

    Zitat

    und tatsächlich ist Asperger eine psychiatrische Störung, die verhindert, dass man sich an die soziale Umwelt anpasst.

    Man kann es auch umdrehen: Nicht der Mensch mit Asperger ist der Gestörte, sondern das Umfeld.


    Einen schönen Film, der mögliche "Probleme" mit Asperger Menschen darstellt, ist der französische Film "Birnenkuchen mit Lavendel". Wenn Menschen Probleme mit Asperger-Menschen haben, sehe ich starke Probleme bei den Menschen, die nicht verstehen, mit Asperger-Menschen umzugehen, Menschen die unter Umständen ständig Blödsinn oder Flachheiten schwafeln (und damit nerven) und das nicht merken ...

    psychiatrisch = organische Schädigung /+ in Folge Adaptionsstörungen. Der mediale präfontale Cortex ist auffällig (organisch).


    Das bedeutet eine gestörte Theory of mind (Adaptionsstörung/psychologisch).


    psychologisch = seelische Probleme bzw. Adaptionsstörungen, keine organische Ursache .

    Zitat

    ls Asperger hat man aber nicht die gleichen Kanäle für diesen Austausch wie das Gegenüber , also ist es wirklich möglich, dass das mit dem Urvertrauen etwas hinkt

    Das Urvertrauen hinkt nicht, sondern das fehlende Urvertrauen ist aus der Erfahrung und der genauen Wahrnehmung des Umfeldes erwachsen und ist eine sehr reale wahre Wahrnehmung und gerechtfertigt. Der Austausch ist einfach rational, logisch und kausal ohne große unlogische Herumeierei oder Fehlwahrnehmung möglich.

    Deswegen hinkt es.


    Denn "Vertrauen" hat vor allem für kids eine stark emotionale Komponente, weil die Ratio nicht ausgeprägt, da kognitive Ausstattung noch mangelhaft.


    Die großen drei der Psychologie:


    affektiv, emotional, kognitiv. GLEICHberechtigt und sowhl in sich als auch im Konklumerat logisch im Hinblick auf die Entwicklung.


    Lies' Dich bitte ein.

    Zitat

    Denn "Vertrauen" hat vor allem für kids eine stark emotionale Komponente, weil die Ratio nicht ausgeprägt, da kognitive Ausstattung noch mangelhaft.

    Das halte ich für einen schwerwiegenden Denkfehler vieler "Erzieher" und führt nicht selten zu Erziehungsproblemen bei Kindern. Die Ratio ist schon bei vielen sehr kleinen Kindern ziemlich gut ausgeprägt und die kognitive Komponente oft alles andere als mangelhaft- nicht unbedingt mangelhafter als bei erwachsenen Personen.

    Zitat

    Die großen drei der Psychologie:


    affektiv, emotional, kognitiv.

    Was soll das?

    Sony, ich finde keine wirklich konkreten Antworten auf meine Fragen.


    Man muss eben ein bisschen differenzieren zwischen Partner, Freunden, Kollegen, Nachbarn... Ich stelle die Fragen nochmal.

    Zitat

    Und ich bin traurig, dass ich mit Menschen nur einigermaßen zurecht komme, wenn ich mich angepasst verhalte und nicht auslebe wie ich bin. Verständlich.

    Was heißt denn "zurecht kommen" und was heißt "sein wie man ist".


    Man ist ja nicht starr. Jeder hat ganz unterschiedliche Facetten in sich. Ich verhalte mich ja meinen Freunden gegenüber auch anders als dem Bäcker oder dem Geschäftspartner.

    Zitat

    Ich wünsche mir schlaue, verständisvolle und liebe Menschen, die mich nehmen wie ich bin. Ich tu das ja auch, WENN ich jd mag.

    Da wären jetzt zwei Dinge zu klären:


    - Kennst du schlaue, verständnisvolle und liebe Menschen von denen du gemocht werden willst?


    Hapert es daran, dass sie es nicht tun oder daran dass du niemanden kennst der passt?

    Zitat

    Und wenns nicht passt sollen sie mich in Ruhe lassen.

    Woher weiß dein Gegenüber nun, ob er in die Kategorie gehört die sich um dich kümmern soll oder eher in die Kategorie die dich in Ruhe lassen soll?

    Zitat

    Ich werde zu oft zu penedrant vollgequatscht, weil ich gut zuhören kann.

    In welcher Hinsicht? Kommen Menschen zu dir und besprechen ihre Beziehungsprobleme mit dir oder geht es um das Gespräch übers Wetter im Büro?

    Zitat

    Ich will das nicht. Ich wurde von meiner Mutter als Psychologin missbraucht. War gar nicht gut für mich.

    Verstehe ich. :°_

    Zitat

    Ich will eimal gute Erfahrungen machen mit Menschen oder dass sie weit weg von mir verschwinden.

    Ich finde das klingt etwas kompromisslos. Entweder bist du perfekt für mich, dann sei für mich da und wenn nicht, dann geh weg.

    Zitat

    Und nur privat. In der Arbeit will ich nicht tratschen.

    Wie und in welchen Bereichen lernst du privat Menschen kennen?

    Zitat

    möchte, wenn eine Freundin 1ü msl bei mir zu Besuch war, dass sie mich auch mal einlädt oder mal jemand auf mich aupasst.

    Kommen die Freunde regelmäßig? Wie sind die Treffen? Warum sollte eine Freundin auf dich aufpassen? Woran erkennt sie, dass das nötig ist?


    In welcher Form stellst du dir das vor?


    Ich halte mich für eine gute Freundin. Wenn eine Freundin mich braucht, bin ich da.


    Aber eine Freundschaft entsteht nicht dadurch, dass jemand ein Defizit hat und ich herbeieile und dieses stopfe.


    Eine Freundschaft entwickelt sich. Man hat gemeinsame Interessen. Unterhält sich. Unternimmt etwas. Lernt sich kennen. Hat Spaß zusammen. Erlebt schöne Momente. Und dabei wächst man sich ans Herz. Dann irgendwann ist der andere mir so wichtig, dass ich für ihn da bin. Aber ja nicht als Grundausgangslage.

    @ Sunny36

    Jetzt habe ich noch einmal Deine Beiträge durchgelesen und auch Teile Deiner anderen Fäden. Den Asperger würde ich erst einmal in den Hintergrund stellen und an anderen Punkten arbeiten. Intelligente Menschen entwickeln sich weiter und es macht Ihnen Spaß das zu tun. Das ist zumindest meine Meinung. Wenn sich Verbesserungen ergeben dann sieht man schon was vom Asperger noch bleibt. Dein Selbstvertrauen und Vertrauen in andere wäre ein Thema wo man daran arbeiten kann. Auch Grenzen richtig setzen können. Wenn Du z.B. belästigt wirst.


    Bei Youtube gibt es ein paar Videos dazu (Grenzen). https://www.youtube.com/results?search_query=grenzen+setzen


    Viele der Persönlichkeitsprobleme beruhen aus falschen Annahmen und Denkweisen über sich selbst oder über andere. Daran kann man arbeiten. Manche Denkmuster waren in der Kindheit begründet. Als Erwachsene hat man andere Möglichkeiten. Das hat man nur noch nicht erkannt. Mir persönlich hat das Buch "Persönlichkeitsstile" sehr geholfen vieles zu verstehen. Das Buch ist leider nicht mehr im Handel. Es gibt noch einige andere gute Bücher wo ich so einiges daraus gelernt (verstanden) habe.


    Grundsätzlich noch. Du fragst am Anfang des Fadens. Wie merkt man ob es andere gut meinen oder nicht. Dazu möchte ich sagen das jemand eine Gegenposition einnehmen kann zu anderen oder mittragend unterstützen kann. Ich musste mich früher abgrenzen in der Familie und habe angefangen eine generelle Gegenposition zu anderen einzunehmen. Das kommt natürlich nicht gut an. Meine Mutter war sehr einnehmend, quasi distanzlos, da ist die Gegenposotion (generelle Oposition) eine Distanzhaltung (Abwehrhaltung). Vielleicht ist das auch Dein Grundproblem, das andere Dich anscheinend nicht mögen. Als ich das verstanden hatte, habe ich mich da um 180 Grad gewendet. Gut meinende Menschen sind mittragende Menschen. Man kann das sogar noch weiter klar benennen. Im Buch Persönlichkeitsstile sind es die psychisch gesunden. Die Leute haben ein klares Gespür für sich selbst und andere und erlauben es sich nicht Dinge zu tun die andere verletzen. Wenn andere diese "Gesunden" verletzen wollen sagen sie: Moment mal, es ist nicht ok was du da tust. Sie können anderen die Hand reichen. Kommen mit anderen klar. Haben authentische Gefühle. Spielen keine psychologischen Spiele und sind nicht ausbeuterisch. So in etwa steht es auf S191 im Buch. Wie Du siehst kann man durchaus klare Antworten und Lösungen finden auch bei psychologischen Themen.

    Bin zwar kein Asperger, aber kenne dein Problem in etwa, wenn auch nicht ganz.


    Zum Partner zB wünsche ich mir eher jemanden mit dem ich die sinnliche Ebene intensiver ausleben kann. Ich bin auch ein sehr sensibler Mensch.


    Was Freundschaften anghet finde ich es besonders als Frau schwer, denn viele Frauen scheinen wirklich etwas einfacher gestrikt zu sein. Nicht dass sie unbedingt dumm sind. Nein, eher fokusiert auf belanglose Dinge.


    Ich kenne auch Frauen mit nachgewisesenem hohen IQ und meiner Meinung nach EQ die so funktionieren, dass sie eher mit normalintelligenten Menschen klar kommen (andere Intelligente sogar ablehnen). Ich denke mir da immer, die stellen sich dumm oder haben irgendwann mal eine Entscheidung getroffen so wie die anderen zu funktionieren oder benutzen ihre Intelligenz dazu umso besser so wie die anderen zu funktionieren und auch sehr beliebt bei Normalos sind.


    Langer Atem... Intelligente Menschen gibt es vielleicht mehr als man denkt. In allen Formen und Farben. Es geht einfach um die Wellenlänge. Menschen die die selben Bedürfnisse haben wie du und deshalb ähnlich funktionieren.


    Ich beschäftige mich zB gerne mit Dingen, die einen Lerneffekt haben. Irgendwas was einem im Leben weiter bringt. Die neue Big Brother Staffel bringt mir im Leben nichts. Aber auf der anderen Seite kann ich mich auch ab und zu herrlich über irgendetwas belangloses kaputt lachen. Auch Sereine oder TV shows.


    Manchmal ist es auch die eigene Lebensgeschichte, die einen erst zu einem Aussenseiter macht, nicht unbedingt die Intelligenz.


    Ein Patentrezept gibt es nicht wie du dein Glück findest. In der Biologie sagt man, man muss seine Niche finden. Mache etwas in deinem Leben, was dich aussergewähnlih macht und was der Gesellschaft irgend einen Nutzen bringt. Ich denke dass ist das nähste zum Glück was ein Mensch der eben anderes ist finden kann.


    Wahrscheinlich ist er danach auch nicht wirklich glücklicher, es sei denn er weiss sein Glück doch zu schätzen.


    Aber mal ehrlich. 90% der Menschen sind nicht 100%ig glücklich, weil das Leben eben nicht für alle zu jeder Zeit die idealen Lebensbedingungen bereithalten kann.


    Und meiner Erfahrung nach haben fast alle Menschen das Gefühl Aliens zu sein. Du bist also in guter Gesellschaft.


    Viele Mesnschen hassen eigentlich auch Small Talk, tuen es aber trotzdem. Ich merke zb immer wie nervös und gestresst 98% der Menschen mit denen ich rede dabei sind.


    Ich mag es zb auch nicht in der Regel. Aber was mir aufgefallen ist, ist, dass ich es nicht mag wenn ich zB erschöpft oder mit wichtigerem belastet bin im Grunde.


    Wenn alles bei mir toll und super ist, dann kann ich der tollste small talk Partner sein. Sorgt mich irgendetwasim Hintergrund, dann werde ich introvertiert und bin eher aus meinem Panzer rauszulocken, wenn mir jemand etwas nützliches an INformation in der Konversation zu bieten hat.


    Wenn man unbeschwert ist, dann fällt einem unbeschwerte Konversation denke ich leichter.


    Du sagst, du warst der Psychiologe deiner Mutter. Das ist vielleicht so ein Balast auf deiner Seele, der im HIntergrund immer wie eine Feed Back schleife abgespielt wird und dich daran hindert Small Talk zu machen.


    Du kannst Small Talk zb auch so sehen. Es ist wie eine Art dumme Witze zu reissen. Ein erstmal sinnloses rescheinendes Ball hin und her werfen. Dabei ist es nicht sinnlos. Es geht eher darum den anderen zu manipulieren. Ihm ein Lächeln abzuluchsen. Etwas universelles zu sagen, wo jeder schmunzelt.


    Ein Spiel, dass einem soziale Punkte einbringt.


    Ich weiss nicht, ob diese Betrachtung es für einen Asperger interessanter macht. Ich bin wie gesagt keiner. Mein Problem ist dagegen nämlich, dass ich zu viel von meinem Gegenüber mitbekomme. Seine Emotionen etc. Das lenkt mich ab und nervt mich beim Small Talk. Beim Small Talk muss man in sich ruhen, sonst geht dass nicht.


    Mein Problem beim Small Talk ist auch, dass ich mir dabei denke, dass der andere doch merken müsste, dass das was ich sage nicht darauf beruht, dass ich mich für ihn interessiere. Aber ich denke, das Gegenüber ist eben meistens froh wenn ihm geheuheltes Interesse entgegen kommt.


    Manchmal weiss man einfach, ok wir werden wahrscheinlich eh nie dicke mit einander, aber es ist doch bläd wenn beide einander spüren lassen: Hez ich denke wir passen nicht zusammen, deshalb brauchen wir nicht mit einander zu reden.


    Niemand mag Ablehnung. Deshalb ist es eine nette Geste auf der Small Talk ebenen zu kommunizieren. es ist auch eine Kunst. Denn es existiert nun einmal nicht nur die eine Kummunikationsebene. Die tiefgründige. Es gibt wahrscheinlich mehrere. Nur eine zu beherschen ist arm. Reich ist der, der mehrere beherscht und umschwenken kann von der einen zur anderen je nach Situation.


    Deshalb denke ich nicht, dass man sich daran aufwerten sollte, die iefgründige zu bevorzugen.


    Das ist wie beim schwimmen. Unter Wasser zu tauchen ist auch viel leichter als oben zu schwimmen. Oben schwimmen bringt einem auch weiter, denn wenn man immer nur unter Wasser taucht und damit versucht eine Strecke zu bewältigen, dann kommt man nicht weit.


    Das gilt auch für Beziehungen. Ich kannte mal jemand, der hat so viel gelabert. Es war einfach zu viel und irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf den. Mann wusste alles über ihn und seine Art zu denken war immer die selbe und am Ende war alles eh egal, denn was bringt all das tiefgründige Gelaber? %:|


    Noch etwas. Du hast wahrscheinlich wie ich etwas gemeinsam, nämlich die Liebe zur Wahrheit. Das Leben ist schon hart genug, die Menschen wollen meist wenn sie vor die Haustür treten, nicht noch damit konfrontiert werden. Das hilft ihnen manchaml die Maske aufzubehalten, die fast alle aufsetzen, sobald sie vor die Haustüre treten. Denn wären wir alle immer so wie wir es gerade wollten, dann würde keine Gemeinschaft existieren. Das wäre zuviel Chaos. Deshalb synchronisieren wir uns. Das ist anstrengend am Anfang, wenn man ganz anderes tickt, jeden Tag sobald man das Haus verlässt, aber es ist notwendig befürchte ich.


    Deine Einstellung in allen Eheren was Small Talk etc angeht, ich teile viel Unmut diesbezüglich, aber es hat mit sicherheit seine guten Gründe, warum alle Menschen überall auf der Welt das in der Überzahl machen.


    Überleben heisst auch anpassen. Erwarte nicht, dass sich die Welt dir anpasst und glaube nicht, dass du die einzige bist, die sich in dieser Welt anpassen muss, um halbwegs gut existieren zu können. Du bist da nicht alleine und viele der Leute, von denen du denkst, die müssen das nicht tun, tuen das doch aber een auf ihre Art und Weise und weinen über ihre Alienexistenz, sobald sie alleine sind.


    Jeder auf seine Art und Weise. Ob du Asperger bist oder nicht.


    So, hoffe das ist halbwegs sinvoll zusammen gefasst. :-)