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    da steckt mehr dahinter. wahrscheinlich die genereralisierte angst.

    Aber diese Angst hat doch wohl auch ihre Ursachen:-/


    Die Probleme mit der Wohnsituation kenne ich gut. Ich bin diesbezüglich auch unflexibel und neige schnell zu depressiven Verstimmungen. So konnte ich mich z.B. ewig lange nicht aufraffen, bei zu lauten Nachbarn (Musik, TV) reklamieren zu gehen, war wie gelähmt. In der WG litt ich jedesmal, wenn jemand auszog und Veränderungen anstanden.

    Zitat

    Meine Eltern hätten das nur gemacht, wenn ich einen Teilzeitjob gehabt hätte. Zu Hause fallen aber die Mietkosten weg und die sind ja nicht ganz unerheblich...

    soll ich dir was sagen? wie das bei dir war, ist mir egal - und woher willst du wissen, wie hoch die mietkosten sind, die sind nämlich regional unterschiedlich.

    @ fiann:

    bei mir ist das leider eine grundangst, die ich eigentlich scon seit der pubertät habe.. auch in "gesunden" abschnitten war diese latent noch vorhanden.

    Zitat

    Die Probleme mit der Wohnsituation kenne ich gut. Ich bin diesbezüglich auch unflexibel und neige schnell zu depressiven Verstimmungen. So konnte ich mich z.B. ewig lange nicht aufraffen, bei zu lauten Nachbarn (Musik, TV) reklamieren zu gehen, war wie gelähmt. In der WG litt ich jedesmal, wenn jemand auszog und Veränderungen anstanden.

    genau so war/ist es bei mir. :-|


    gruß

    grade war ich einkaufen, und ich hatte teilweise das gefühl, als würde es mir den boden unter den füßen wegziehen... glaube nicht, daß ich schon zu einer mehrstündigen arbeit in anwesenheit vieler menschen fähig bin.

    @ Cha-Tu:

    nö, aber ich hab das nur zeitweise. vor ein paar monaten war alles noch ok. (biss auf bissl soziale phobie und agoraphobie, aber vertretbar).


    es geht darum, die aktuelle phase zu unterdrücken. deswegen auch die AD. übrigens vertrage ich trizyklika besser als SSRI :-|

    Wäre es nicht besser, Vitalboy, die Situation nicht zu unterdrücken (verdrängen?), sondern zu bearbeiten? Du hast ja mehrere Phobien, und das auch schon seit der Pubertät, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Ja, es gibt einige Leute, bei denen SSRI keinerlei Wirkung hat, während die "ollen" Trizyklischen Wirkung zeigen. Warum die SSRIs bei einigen Menschen nicht wirken, ist völlig unklar und bedauerlich, denn sie sind (wenn sie wirken!) ein sehr gutes Mittel gegen Depressionen und Ängste, sofern diese Ängste einen depressiven Umkreis haben.


    Schönen Gruss


    Cha-Tu

    @ Cha-Tu:

    auf psychotherapie müßte ich a) lange warten und b) selber was zubezahlen. außerdem denk ich nicht, daß die psychotherapie alles restlos "wegmachen" kann- wenn es mir besser geht, geht es außerdem nur daran, mich eben "zusammenzureißen"und das vermeidungsverhalten zu überwinden. daß ich mich in ner menschenmenge oft so fühle, als würde es mir den boden unter den füßen wegziehen, is einfach eine tatsache, da hilft keine psychotherapie. geht ja auch mehr in richtung depersonalisation als in richtung angst.


    "keinerlei wirkung" bei SSRI ist gut.... eine schlimmer machende wirkung ist die tatsache (gewesen). siehe http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?t=893

    Zitat

    SSRI seien nicht besser verträglich als Trizyklika, hätten aber ein anderes Spektrum von Störwirkungen: Die geringeren anticholinergen Effekte würden mit anderen unangenehmen Effekten wie Agitation, Erregungszustand, Aggressivität, Psychosen, Ängstlichkeit und Schlafstörungen erkauft. Insgesamt sei unter SSRI nicht seltener mit Störwirkungen zu rechnen als unter Trizyklika

    warum wird mir was gegen angst verschrieben, das mich noch ängstlicher macht? verstehe nich nicht... :-/

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    denn sie sind (wenn sie wirken!) ein sehr gutes Mittel gegen Depressionen und Ängste, sofern diese Ängste einen depressiven Umkreis haben.

    was allerdings auch mit häufigen problemen beim absetzen erkauft wird.


    VG

    Dass SSRIs manchmal Angstattacken auslösen, ist leider eine Tatsache, ja. So wie manche Anti-Arhythmica Herzrhythmusstörungen erst auslösen, so kann ein SSRI bei manchen Menschen genau das auslösen, was sie verhindern sollen. Das ist leider so. Und Dein Arzt konnte einfach vorher nicht wissen, zu welcher Gruppe Du gehörst, ich würde da nicht ganz so sauer auf ihn sein (obwohl ich verstehen kann, dass Du es bist!)


    "Angst", "Personalisation" etc. sind Symptome, keine eigentliche Krankheit. Aber sie weisen auf Krankheiten oder Störungen hin. Und bei Symptomen sollte man die Ursache suchen und im Idealfall finden. Zumindest ist das meine Erfahrung und auch die Erfahrung zahlloser Klienten, die ich in meinem Berufsleben kennenlernte und mit denen ich gearbeitet habe.


    Aber man muss selbst den Schritt tun, dies zu erkennen und daran etwas ändern zu wollen. Eine Therapie, zu der man sich überreden oder gar "zwingen" muss, bringt tatsächlich meistens nicht viel.


    Alles Gute


    Cha-Tu