ich finde es sehr gut, dass Tavor nicht verschrieben wird. Aus dem einfachen Grund, dass der Arzt umöglich abschätzen kann, ob du es wirklich nur bei Bedarf nimmst. Weil viele Leute diese Kraft halt nicht haben und in eine Abhängigkeit rutschen. Dein Arzt ist verantwortungsbewusst, wenn er es dir nicht gibt. Unabhängig davon, ob du es wirklich nur bei Bedarf nehmen würdest.

    Hallo, alle zusammen! Melde mich auch mal wieder zu Wort. Ich denke die Medikamente sind nix für die Dauer. Am besten man fängt erst gar nicht damit an. Nun ja, wie dem auch sei, ich kenne das Gefühl selber sehr gut immer wieder die gleichen Symptome in gewissen Situation zu erleben. Es ist meist sehr nervig und auch unangenehm, aber bisher habe ich es, gott sei dank, immer ohne irgendwelche Medis ausgehalten. Das einzige was auf Dauer hilft ist Training. Man muss sich den schlimmsten Situationen immer und immer wieder aussetzten, damit man daraus lernen kann. Wichtig dabei ist in der unangenehmsten Situation, die man sich nur vorstellen kann auch zu bleiben und nicht schnell davon zu rennen. Wenn man das so praktiziert lernt man daraus nix, außer das man die unangenehme Situation schnell hinter sich lassen soll. Die Beschwerden werden aber dann auch beim nächsten mal genau so schlimm sein. Viel besser ist es in der Situation zu bleiben, bis die Beschwerden etwas abklingen. Nur so kann man daraus lernen! Es ist zwar leicht dahin gesagt, aber nur so kann man es irgendwie schaffen die Symptome auf ein "erträgliches" Maß zu halten.


    Vitalboy, wie so oft im Leben ist der schwere Weg, meist auch der richtige, bzw. den den man gehen sollte. Es kostet eine Menge Überwindung und Kraft diesen Weg zu gehen, aber ganz tief im deinen inneren glaube ich das du das auch weißt. Versuche die Situation so gut es geht zu meistern, mach dir irgendwie Mut, versuch deine Gedanken auf positive Dinge zu richten. Ganz gut finde ich Musik, jeder hat bestimmt ein Lieblingslied oder kennt einen Ohrwurm, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Wenn man nun merkt das die Gedanken anfangen zu kreisen, schaltet auf "play" und singt den Song im Kopf nach! Beim ersten, zweiten mal klappt es vielleicht noch nicht so gut, aber umso öfter man es macht, desto besser kappt es auch!


    P.S. Wie sieht es eigendlich mit Entspannungsübungen aus? Hilft dir da nix in der Richtung? Auch hier gilt es am Ball zu bleiben, auch wenn man anfangs denkt das es nichts bringt. Man hat im Grunde doch nix zu verlieren, man kann also nur gewinnen...


    Wünsche allen eine erholsame, gute Nacht! :-)

    klar ist es richtig, dass die Ärzte mit der Vergabe von Benzos. vorsichtig sein müssen. Ich wäre allerdings ein Beispiel, die noch nicht abhängig geworden ist von dem Zeug. Nehme es ja auch nicht so regelmäßig. Lebe aber schon Jahrzehnt mit einen Benzo in der Tasche. Versuche auch ohne Tabletten klar zu kommen. Im Notfall muss es aber sein, weil ich sonst im KH landen würde. Wegen meinem Herzen. Wenn sich bei mir eine PA hochschaukelt.


    Also was für den einen richtig ist, kann für den anderen durchaus falsch sein. Kommt immer auf einen selbst an, wie man damit umgeht. Ich frage mich nur immer was besser ist, mit Hilfe wieder gesund werden (Benzos). Oder immer alles ausstehen zu müssen und dann den Mut verlieren.


    Ich möchte auf gar keinen Fall diese Benzos "schönreden" das Abhängigkeitrisiko ist sehr hoch. Bei mir halfen die Dinger. Schon der Gedanke so eine Tablette in der Tasche zu haben, hat sehr oft dazu geführt, dass ich keins brauchte.


    Der Arzt wird wahrscheinlich abschätzen können, wer zu Abhängigkeit neigt und wer nicht. Auf Dauer wäre dann niemanden geholfen.


    ;-)

    hallo ihr lieben!


    naja, es ist halt so, daß ich mir schon zutrauen würde, mit dem lorazepam verantwortungsvoll umzugehen - aber in der tat kann das ein arzt natürlich ambulant schwer nachprüfen. kann ihn da schon verstehen. was ich nicht verstehe: warum bekomme ich dann kein benzo, bei dem das abhängigkeitspotenzial nicht ganz so groß ist? (z.b. tafil/alprazolam) - das nimmt emandy ja auch. laut wikipedia darf die gesamtbehandlungsdauer bei xanax 8-12 wochen betragen, also deutlich mehr als bei tavor. http://de.wikipedia.org/wiki/Xanax


    komisch auch, daß die in der klinik irgendwie nur tavor und valium benutzen, tafil haben die gar nicht da...


    die niederpotenten neuroleptika wie dipiperon/promethazin, die nicht abhängig machen, dämpfen mich nur runter und haben auch ihre NW. wundert mich nicht, daß man davon nicht abhängig wird. hab mir in der klinik nach dem tavor-absetzen auch nur ein einziges mal promethazin geben lassen.


    das dilemma ist, daß meine DP/DR zustände vom sertralin nicht besser werden, von benzos jedoch schon. im "feeling unreal"-buch das ich habe steht daß benzos bei über 50% der dp/dr probanden eine besserung der symptome bewirken.


    und seit sonntag abend geht es mir leider wieder schlechter was dp/dr betrifft. aber ich schreib besser nicht weiter davon, denn schon das daran denken ist ein trigger dafür.

    Zitat

    P.S. Wie sieht es eigendlich mit Entspannungsübungen aus? Hilft dir da nix in der Richtung? Auch hier gilt es am Ball zu bleiben, auch wenn man anfangs denkt das es nichts bringt. Man hat im Grunde doch nix zu verlieren, man kann also nur gewinnen...

    das bringt leider nicht wirklich viel, hatten wir auch in der klinik: frage der schwester: "herr xxx, bei ihnen hat's nix gebracht oder?"


    obwohl ich mir wirklich mühe gegeben habe. da gab's progressive muskelentspannung. könnte ich aber mal wieder probieren.


    LG :-)

    autogenes training ist sinnvoller. das ist selbsthypnose und bringt auch was für das tageserregungslevel. das wird komplett gesenkt...nicht nur während der übung.


    neuroleptika machen schon abhängig. ich hab jetzt 5 jahre lang seroquel genommen und ich kämpfe immer noch seit anfang februar mit den absetzerscheinungen am morgen beim aufstehen. schneller puls, übelkeit und schlafstörungen.


    der stoff fehlt einfach. aber es ist schon besser geworden. hoffe, dass es irgendwann ganz weggeht.


    lg


    lama

    habe eine Medidations-CD von meiner Therapeutin erhalten. Die ist recht gut. Ich bin nur nicht der Mensch, der sich so fallen lassen kann. Bin mit einem Ohr immer in der realen Welt. Kann das mit der Zeit besser werden?


    Ich wußte es auch nicht, dass eine autogene Übung den ganzen TAg positiv beeinflussen kann, in Sachen Erregungslevel..... Gut zu wissen.


    Bei Achtsamkeitsübungen werde ich meist noch hippeliger. Schade.


    LG*:)

    hallo ihr lieben!


    ich komm grad vom arzt - heute wurde die schilddrüse wieder überprüft (bluttest). nehme ja seit ende dezember l-thyroxin.


    autogenes training habe ich noch nicht probiert, das wurde in der klinik auch nicht angeboten. wäre vllt ne überlegung wert. aber was emandy dazu schreibt kommt mir sehr bekannt vor - habe momentan große probleme damit, mich richtig fallen zu lassen. das liegt an der angst vor kontrollverlust oder daß dann was schlimmes passiert.


    achtsamkeitsübungen: hab ich in der klinik auch gelernt, bringen leider nicht richtig viel. aber was ganz gut ist ist z.b. mandalas auszumalen (hab ich in der BT gemacht). hab mir das (erwachsenenmal-)buch "energie und kraft durch mandalas" gekauft, das finde ich voll gut.


    echt neuroleptika machen abhängig? hm die niederpotenten, die auf bedarf gegeben werden, sollen das angeblich nicht - keine ahnung. aber wie gesagt die wirkung ist bei mir lange nicht so angenehm wie bei einem benzo.


    ja hoffentlich gehen die absetzerscheinungen bei dir noch weg @lama. viel glück.


    LG

    als ich meine ärztin drauf ansprach, dass die die entzugserscheinungen habe, meinte sie : nee...das macht nicht abhängig und wenn, dann kommen die symptome von der grunderkrankung.


    mein therapeut hat sich bei der aussage an den kopf gelangt.


    ich hab das hier auch schon gepostet, und auch grashalm hat seroquel mal genommen und die symptome gehabt.


    is ja auch irgendwo klar. es beruhigt, macht müde etc.


    wenn man das ne zeit nimmt, dann gewöhnt man sich dran und wenns fehlt, dann stresst der körper eben erstmal rum.


    nur halt nicht so stark wie bei benzos.

    jubb @lama, kann das nachvollziehen.... hab auch nicht so wirklich lust auf die absetzerscheinungen vom sertralin, wenn ichs denn mal absetze - wird ja irgendwann der fall sein.

    Zitat

    als ich meine ärztin drauf ansprach, dass die die entzugserscheinungen habe, meinte sie: nee...das macht nicht abhängig und wenn, dann kommen die symptome von der grunderkrankung.

    die floskel is standard, auch NW werden überaus gerne auf die grunderkrankung geschoben.


    ich glaub, daß AD und NL nicht als süchtig machend gelten, liegt daran, daß es bei ihnen angeblich keine "toleranzbildung" wie bei benzos gibt. das heißt, daß man nicht immer mehr braucht, um eine wirkung zu erzielen.


    VLG

    ich hatte heute nacht einen heftigen dp/dr-zustand. bin um 2 aufgewacht und war mir selbst total fremd. hat mir ziemlich angst gemacht, stand kurz vor der panikattacke. hätte ich ein tavor da gehabt, hätte ich es heute nacht bestimmt eingenommen. steh jetzt noch ziemlich neben mir.


    VG

    @ Lama:

    Nee, ich hatte vom Seroquel keine Absetzsymptome. :- ich hatte während ca. 3 Monaten zwischen 250 und 400mg täglich, hab es dann abgesetzt weil ich davon so zugenommen habe...mir gings halt danach wieder schlechter, aber sonst habe ich nichts gemerkt...:-

    @ Vitalboy:

    Bei Bedarfsmedikation ist eigentlich keine Abhängigkeit zu erwarten...aber ich denke, das ist auch wieder ne WIrkstoffsfrage und ne Dosis- und Einnahmedauer-Frage...und wohl auch nicht bei jedem gleich - wie bei Antidepressiva, wo die einen Probleme haben und die anderen nicht...

    Zitat

    @Vitalboy: Bei Bedarfsmedikation ist eigentlich keine Abhängigkeit zu erwarten... aber ich denke, das ist auch wieder ne WIrkstoffsfrage und ne Dosis- und Einnahmedauer-Frage...und wohl auch nicht bei jedem gleich - wie bei Antidepressiva, wo die einen Probleme haben und die anderen nicht...

    ja das ist so eine sache mit der abhängigkeit.... irgendwann muss ich ja auch das sertralin absetzen - nehme momentan ja eine hohe dosis von 150 mg am tag.... und die absetz-horrorgeschichten z.b. auf http://adfd.org klingen ja wirklich nicht so angenehm... naja, es kann ja auch sein daß ich zu den leuten gehöre, die da nicht so empfindlich sind. jetzt muß ich das sertralin aber eh noch ein weilchen nehmen. nehme es jetzt seit fast 10 wochen ein. mitte april hab ich einen termin beim ambulanten psychiater