generalisierte Angststörung-Verbeamtung in Gefahr?

    Hallo,

    ich werde demnächst demnächst verbeamtet. Die Amtsärztliche Untersuchung findet auf Grund von Corona erst nach der Ernennung, schnellstmöglichst statt. Jetzt habe ich allerdings eine Vorgeschichte.

    Ich habe schon seit der Jugendheit probleme mit der Angst. Ich hatte damals div. Panikanfälle, hab X Medis probiert, war in Therapie etc. Anfang 2019 hatte ich berufsbedingt ein leichten Nervenzusammenbruch. Ich war aber trotzdem noch in der Arbeit. Nach dem ich vom Neurologen 2 Wochen krankgeschrieben war, suchte ich mir einen Platz in einer Tagesstationären Klinik. Dort lernte ich in den 5 Wochen, in dem ich dort war u.a.Entspannungstechniken und bekam Opipramol 150mg. Das ganze war ca. ein Jahr her. Jetzt geht es mir viel besser, nehme noch 50mg Opipramol. Mein berufliches Umfeld hat sich durch meine Iniziative zum positiven geändert. Jetzt befüchte ich allerdings, dass mich ein Amtsarzt deswegen nicht will dass ich verbeamtet werde. Kann mir jemand sagen, ob dies ein Ablehnungsgrund ist?

    Vielen dank!

  • 45 Antworten

    Bei mir steht auch gerade die potentielle Verbeamtung an und die Fragen, die meinen Ärzten gestellt wurden, waren, ob mit häufigen Fehlzeiten, Einschränkungen in meinem Beruf und/oder einem vorzeitigen Ruhestand zu rechnen ist.


    Prinzipiell sollte eine Angststörung also nicht von vornherein ein Ausschlussgrund sein.

    ichhalt38 schrieb:

    Die Amtsärztliche Untersuchung findet auf Grund von Corona erst nach der Ernennung, schnellstmöglichst statt.

    ichhalt38 schrieb:

    Jetzt befüchte ich allerdings, dass mich ein Amtsarzt deswegen nicht will dass ich verbeamtet werde.

    Wenn die Untersuchung tatsächlich nach der Ernennung stattfinden sollte (?!), was soll sie dann noch für einen Sinn haben? Dich in der Probezeit wieder "rauszuwerfen"?


    Dem Amtsarzt gegenüber wirst du diese Vorerkrankung angeben müssen. Ich denke, dass das ein Ablehnungsgrund für die Verbeamtung sein könnte, falls - so habe ich das verstanden - diese Angst nicht spezifisch bei bestimmten Tätigkeiten aufgetreten ist und bei anderen nicht.

    Vielleicht handhaben die das so, dass sie dich zwar einstellen, aber erst mal nicht verbeamten und dann erst mal checken ob dein Gesundheitszustand stabil ist, und du dann ggf später verbeamtet werden kannst.

    ich würde denken, dass die Amtsärzte das beurteilen aufgrund von Fehlzeiten.

    Wenn du aufgrund der Erkrankung nicht allzu viele Fehltage hattest, dürfte es kein Problem sein.

    Es kommt natürlich auch darauf an, in welchem Beruf du arbeitest.

    Wenn du Polizist bist,wird das eventuell anders bewertet als bei einem Verwaltungsbeamter. Aber das ist nur meine Vermutung. Wenn du aber in Therapie bist und "nachweislich" die letzten Monate /Jahre nicht viel krank geschrieben warst deswegen, dann dürfte es kein Problem sein.

    Wenn du nicht explizit gefragt wirst, würde ich das auch gar nicht unbedingt angeben.

    Ich bin Beamtin im Verwaltungsdienst und habe auch diverse Erkrankungen (Hashimoto, Neurodermitis ) und das wurde bei meiner Lebzeituntersuchung gar nicht abgefragt, allerdings hatte ich auch keine Fehlzeiten deshalb.

    Ich bin Verwaltungsbeamtin und wurde inmitten meiner Erkrankung verbeamtet, genau in der Zeit, in der ich längere Krankenhausaufenthalte hatte. Man hat mich trotzdem genommen. Ich hatte auch Angst ohne Ende.


    ABER...ich nimm mal an,....selbst, wenn die dich nicht nehmen, wirst du nicht einfach auf die Straße gesetzt, sondern vielleicht ins Angestelltenverhältnis übernommen. So erging es einer Kollegin von mir, die Neurodermitis hatte.


    Aber mein Fall und der der Kollegin ist schon viele, viele Jahre her. Wie es heute ist, weiß ich nicht.

    Ich habe mich verschrieben. Ich bin momentan Angestellter(unbefristet, keine Probezeit mehr) jetzt erfolgt die Beamtung auf Probe. Der Amtsarzt soll hinterher schnellstmöglichst nachgeholt werden. Falls der Amtsarzt "Nein" sagt, dann habe ich schriftlich, dass ich dann SOFORT vom Bematenverhältnis entlassen bin.

    das versteh ich nicht, wenn du Angestellter bist,kannst du doch aus dem Beamtenverhältnis gar nicht entlassen werden, denn du warst ja nie verbeamtet.

    Ich war erst Beamter auf Wideruf (BaW) dann Beamter zur Anstellung(BzA) und bin nun Beamter auf Lebzeit (BaL)

    Ich war halt letzten Jahr 5 Wochen in Teilstationärer Behandlung und 2 Wochen vorher vom Neurologen Krankgeschrieben. Seit Jul letzten Jahres, war ich 4 Tage wegen Erkältung krank. Ich glaube auch nicht, dass es nochmal so schlimm wird, weil sich die Situation geändert hat. Ich war nicht 5 Wochen krank, weil es unbedingt sein musste(Die 2 Wochen haben gereicht), sondern weil ich einen Weg gesucht habe, wie ich mir selber helfen kann, wenn es wieder so schlimm werden sollte. Und ich habe Wege gelernt um dies sogar zu verhindern.

    Also ich seh trotzdem schwarz für die Verbeamtung :(

    Mietzli schrieb:

    das versteh ich nicht, wenn du Angestellter bist,kannst du doch aus dem Beamtenverhältnis gar nicht entlassen werden, denn du warst ja nie verbeamtet.

    Ich war erst Beamter auf Wideruf (BaW) dann Beamter zur Anstellung(BzA) und bin nun Beamter auf Lebzeit (BaL)

    Ich werde in den nächten Wochen vom Angestellten in ein Beamtenverhältnis (auf Probe) "umgestellt" Die ärztliche Untersuchung wird auf Grund von Corona später nachgeholt. Wenn dies schieff geht, werde ich aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Das habe ich so schriftlich bekommen

    Dann lass das doch auf dich zukommen. Hellsehen können wir alle ja noch weniger als du ;-)

    Verschweigen würde ich deine Krankheit an deiner Stelle keinesfalls - wenn das irgendwann später aufkommt, kannst du extrem große Probleme bekommen.