Genitalien entfernen lassen

    Hallo Forum! Hoffendlich ist das der richtige Bereich.


    Vorab, meine Frage ist absolut ernst gemeint. Ich bin weder pädophil, noch ein Vergewaltiger oder sonstiges. Ich habe meine Gründe und die will ich hier nicht darlegen. Bitte nur ernsthafte und mein Anliegen hilfreiche Antworten.


    Ich möchte mich meine Genitalien komplett entfernen lassen. Selbst kann man die nicht entfernen, jedenfalls nicht wenn man das überleben will. Eine GaOp wäre zwar eine Option, allerdings hab ich Sorgen, dass die sinnfrei angelegte Scheide nicht komplett zuwächst. Daher wäre eine direkte Entfernung kostengünstiger und sicherer, ohne das vielleich ne wiederliche Öffnung zurückbleibt.


    Meine Frage: kennt wer Chirogen, die mir da helfen könnten? Welche Vorraussetzungen braucht man?


    Vielen Dank im Vorraus!


    Klaus33

  • 80 Antworten

    Eine OP wirst Du nicht ohne Weiteres bekommen. Zuerst findet ein Gespräch mit Deinem Arzt statt. Vielfach sind solche OP-Wünsche in geringem Selbstvertrauen, traumatischen Erfahrungen oder dem Gefühl, in einem falschen Geschlecht zu stecken, begründet. Dem muss der Arzt auf den Grund gehen. Es könnte sein, dass es erstmal beim Neurologen (oder Psychologen?) ein Gespräch geben muss. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Arzt grünes Licht für eine OP geben. Vor einer OP gibt es natürlich auch ein Arztgespräch, in welchem der Patient seine Wünsche, Ängste usw. äußern kann und der Arzt die Vorgehensweise, Risiken und Folgen erläutert.

    Hallo Andifreak,


    erstmal danke für deine Antwort. Dessen bin ich mir bewusst. Situation aktuell bei mir für Plan B ("GaOp mit zuwachsenlassen der Neovagina"):


    * geforderte 3 Jahre als "Tunte rumlaufen" abgearbeitet


    * GaOp Indikation liegt vor


    * Bin noch auf Warteliste für GaOp-Termin


    * HRT seit 24 Monaten


    * Zeit beim PT abgesessen


    ... von daher, Plan B ist schon in Sack und Tüten. Sorge macht mir nur, dass ich mit einer Öffnung unten ewig rumlaufen muss, die nicht vollständig zuwächst. Daher such ich noch nach Plan A ohne erst eine Vaginoplastik. Ich bin ein Mann und will garkeine Frau werden... Hab nicht umsonst alles getan, dass eben keine Brüste wachsen. Es geht nur darum das nutzlose "Teil" sammt Hoden entfernen zulassen. Das ist eh schon verstümmelt, zerritzt und vereitert. Will ich loswerden, weil wiederlich. So. Vielleicht sollt ich dazu sagen: Partnerschaft, Fortpflanzung/Kinderwunsch, Geschlechtsverkehr/Sex bzw. allgemein Sexuallität und Selbstbefriedigung in diesem Leben weder gehabt, noch will ich und werd ich jemals haben wollen/können. Von daher, hilft mir deine Antwort nicht weiter. Trotzdem Danke.


    Klaus33

    Ich finde, Du hast mit PLan B den falschen Weg eingeschlagen, denn der bringt Dich nicht weiter.


    Bei Dir liegt eine andere Störung vor, siehe Dysmorphophobie


    Ich würde mich an einen anderen Psychologen wenden, um Deinen Plan B nicht zu gefährden (der Dir aber dann eine Vulva und Vagina beschehrt, die Du auch nicht möchtest) und ihm Deine wahren Beweggründe mitteilen und eben auch, dass Du schon erheblichen Aufwand auf Dich genommen hast, um eine GaOp zu bekommen.


    So kannst Du ihn vielleicht überzeugen und es könnte eine Amputation gemacht werden, die mit Sicherheit sehr viel weniger kompliziert und aufwendig ist, als eine GaOp.


    Vielleicht kann man sich so auch die dauerhafte Hormonbehandlung sparen, wenn die Hoden erhalten bleiben und nur nach innen gelegt werden und weiter Hormone produzieren können.


    Allerdings wird Dir eine Öffnung bleiben, irgendwie musst der Körper ja seinen Urin loswerden und da ist eine Harnröhrenöffnung sicher besser als ein Schlauch, aber die ist ja weniger auffällig (und störend) als eine Vulva.

    @ Kurt:

    Danke für deine Antwort, die schon recht nützlich ist. Vor knapp 25 Jahren hatte ich den Weg auch schon 20 Jahre lang versucht. Psychotherapeuten, Pyschologen, PIA sammt Psychater abgeklappert. Erfolglos. Das Schamgefühl, die Redehemmung und das fehlende Vermögen Menschen zu vertrauen können trägt leider viel dazu bei. Und noch immer auch keinen Chirogen gefunden, der das tun würde. Daher den TS-Weg eingeschlagen.Das der nicht der optimalste ist, ist mir auch bewusst. Von daher gut, das du das nochmal einbringst. Ich werd das nochmal bei 1-2 Psychotherapeuten versuchen. Mehr wird nicht schaffbar sein, da die Wartelisten sehr lang sind. So 12-16 Monate sind keine Seltenheit da. Bis zu den Ops (GaOp sind ja mehrere, i.dR. 2) bleiben nur noch 19 Monate. Wird knapp also. Das Problem liegt zwar nicht im Kopf, sonder eher an den Organen (Fortpflanzungsorganen). Versuch ist es aber trotzdem wert.


    Betrefflich Hoden: deine überlegung ist gut, nur Andifreak hat da nicht unrecht. Die sind nicht um sonst exogen, da auch Wärme und Quetschungen ihnen schadet. Man sollte nicht vergessen, dass es sich um überlebenswichtige Hormondrüßen (neben Spermiendrüßen) handelt. Endogen scheidt damit aus. Um Hormonersatzpräperate komm ich da auch nicht drum herrum. Wäre der Vorteil auch von Hodenkrebs verschont zu bleiben.


    Den Dysmorphophobie Artikel hab ich gelesen, trifft aber nicht zu. Da gehts um Leute mit verzerrter Selbstwahrnemung und ktankhaften Idealvorstellungen. Quasi um subjektive "hässlichkeit ". Bei mir ist das aber ojektiver Fakt. Ich weiß ja selbst am besten, wie oft sich Messer da durch gebohrt haben. Lag seiner Zeit an immernoch nicht behandelter Traumatas/PTBPsen... Irgendwo muss man ja den Hass loswerden, wos keiner sieht. Das Teil ist futschi. Ich behalt den Dysmorphophobie aber trotzdem mal im Hinterkopf. Vielleicht wirds nützlich. Machen wir das beste draus.


    Ne Professionelle Lösung ist da insofern nötig, um nicht die Hufe hoch zu machen. Hätte ich keine kleine Nichte würd ich das auf eigene Faust weiter versuchen: abbinden, aufritzen und Deck rein schmieten, damit der abfault oder selbst wegsägen was aber wohl eher zu erwungenen Cluburlaub in der Klapse und/oder Blutvergiftung oder Verblutung führt. Ist daher keine Option.Muss ja auch ans Wohl der Kleinen denken - und das würde sie halt nicht verkraften. Bleibt also nur chirogische Weg irgendwie. Darauf sollten wir uns konzentrieren.


    Vielen Dank!


    Klauss33

    Deine Frage lautet, ob jemand hier einen Chirurgen kennt, der eine solche Operation vornehmen würde. Es gibt aber zumindest in Westeuropa keinen verantwortungsvollen Chirurgen, der das machen würde - schlicht und einfach, weil bei dir eine massive psychische Störung vorliegt, die mit dem Wegschnippseln deiner Geschlechtsteile nur vordergründig gelöst werden würde. Dein Selbsthass würde bleiben!


    Nun, was könntest du machen: Kurt hat dir einen Link gegeben, der unter "Behandlung" Möglichkeiten aufzeigt. Wenn du diesen Artikel genau gelesen hast, dann hoffentlich auch der Hinweis, dass an Dysmorphophobie Erkrankte sich ihrer Krankheit nicht bewusst sind oder sie ablehnen. Das erscheint mir bei einer psychischen Krankheit logisch zu sein. Psychiater und Psychologen hast du schon durch. Ich würde dir empfehlen, dich selbst in eine Psychiatrische Klinik einweisen zu lassen und dort stationär so lange zu bleiben, bis du dich selber nicht mehr verstümmeln willst. Ich hoffe sehr, dass du einen Weg findest, der dir ein lebenswertes Leben ermöglicht!

    @ Haki:

    Ja, vielleicht ist es so, dass es sich um Dysmorphophobie handelt die Klaus33 nicht erkennt, nicht erkennen will, oder nicht wahr haben will, weil er eine gestörte Wahrnehmung seines Körpers hat und krankheitsuneinsichtig ist.


    Aber, wenn jemand sich im falschen Körper geboren fühlt, dann ist das ja auch eine gestörte Wahrnehmung, die man vor ein paar 10 Jahren auch noch hätte "wegtherapieren" wollen, wo es heute aber eben (zum Glück) die GA-OP gibt.


    Vielleicht ist der Fall von Klaus33 einfach ein besonderer Fall einer Transsexualität ... er ist in Wirklichkeit "geschlechtslos", aber leider im Körper eines Mannes geboren.


    Ich halte es für durchaus möglich, dass ihm eine Amputation daher wirklich dauerhaft helfen kann.


    Wirklich wissen kann man es aber erst dann, wenn man es tatsächlich versucht.


    Nach all den Auflagen, die er für eine GA-OP aber schon erfüllt hat, klingt das nicht einfach nach einem Menschen, der seinen Selbsthass auf einen bestimmten Körperteil richtet, und wenn dieser dann entfernt ist, dann richtet er sich eben auf ein Anderes.


    Ansonsten hätte er dann nicht nur sich selber, sondern auch schon eine Menge Fachleute erfolgreich getäuscht.


    Die Amputation wird so, oder so durchgeführt, es geht nur noch darum, ob er anschließend eine Vagina hat, oder nicht.

    @ Klaus33:

    Vielleicht ist ja kaum/nicht möglich einen Psychologen zu überzeugen, nur eine Amputation zu empfehlen, aber Du kannst ihn vielleicht überzeugen, die (schon genehmigte und geplante) GA-OP dieses mal nicht in 2 sondern in 3 Schritten zu machen.


    Und in Schritt 1 nur die Amputation von Hoden und Penis und das Bilden eines neuen Harnröhrenausgangs durchzuführen.


    In einer nachfolgenden Phase, die von ihm psychologisch betreut wird, kann er sich dann davon überzeugen, dass das für Dich eine dauerhafte, positive Lösung ist, oder eben nicht.

    Hallo zusammen!

    @ Haki:

    Den Link hatte ich gelesen.Ich schrieb doch, dass Dysmorphophobie nicht zutrifft, ich das aber trotzdem im Hinterkopf behalte. Der Begriff hat mir sogar mit Hilfe des Sozialpsychiatrischen Dienstes eine Psychotheraphie vermitteln können, wo ich am 31.8. einen Termin hab. Hatte denen allerdings nur erklärt, dass demnächst ne GaOp ansteht und ich noch für mich zur Sicherheit eine zweite Einschätzung bräuchte, um nochmal unabhängig eine Dysmorphophobie und sonstige psychiatrosche Störung wirklich auszuschließen. Details gehen ja nur den Behandelnden was an.


    Ich kanns aber für mich ausschließen. Jedenfalls, wenn zwei unabhängige und darauf speziallisierte Gerichtsgutachter, eine PT-Kappazität auf dem Gebiet, sowie zwei unterschiedliche MDK-Gutachter eine psychische Erkrankung als Ursache zweifelsfrei ausschließen. Das sind Leute, die wissen worums geht. Den kann man auch nix vorgauken. Selbst die Psychiaterin in der Psychiatrischen Institutsambulanz hat nie Einwände gebracht zwecks GaOp.Noch ne Meinung mehr kann aber nie schaden. Geht immerhin ums Zerstören gesunder und funktionsfähiger Fortpflanzungsorgane (inklusive Terminierung überlebenswichtiger Hormondrüsen), was lebenslange Abhängigkeit von Hormonpräperaten bedeutet, die Niere und Leber belasten und schädigen können, sowie gegen die man auch Unverträglichkeiten entwickeln kann, plus GaOp-spezielle Op-Riesiken (Darmdurchbruch, Fisteln, ...), plus folge Ops, plus übliche Op-Risiken (z.B. Nakose)... plus für "normale F64.0'er" Risiko der genitalen stimmulativen Unsensibilität (=23-25%iges Risiko das nicht ein einziger sensitiver Nerv den Op-Marathon übersteht). Da gucken alle ganz genau hin (was ich auch völlig richtig find).


    Jede und Jeder transexuelle die ihr untenrum ohne GaOp nutzen können würde ich auch abraten. Penis macht keinen Mann aus, Vagina keine Frau. "Das Geschlecht"(=die Summe aller Teilgeschlechter - sprachliches, logisches, empathisches, usw.) sitzt im Kopf, der Rest sind nur Organe - in dem Fall: (1) der sensive "Glied" und (2) die Hormon- & Spermiendrüsen "Hoden". Nur mal so am Rande, Transexuallität ist so alt wie Intersexuallität - nämlich seit es Säugetiere gibt.


    Was Kurt dir mit der gänigen (aber völlig falschen) Metapher "im falschen Körper" sagen will ist: das sich die falschen anatomischen Veranlagungen während der Schwangerschaft ausgebildet und die falschen zurückentwickelt haben. Jeder Embrio hat immer beide, es gibt nur dieses eine Grundgerüst. Vergleich mal rein anatomisch z.B. die Hodensackfalte und Scharmlippen oder Eichel vs. Klitoris usw. :) Kann man aber auch sehr schön an den Intersexuellen sehen. Männlein wie Weiblein produzieren beide Testosteron und Östrogen (in unterschiedlicher Menge) und haben dafür auch die notwendigen Rezeptoren.


    Hoffe ich hab dich nicht missverstanden, dass du meinst "Mann = Penis+Hoden, sonst ist das Verstümmelung". Wenn dem so ist, dann streich den langweiligen Input. Falls ichs doch richtig verstanden hatte, dann nur mal bissel fundierte Infos, die leider aus Gründen der Langweiligkeit keine RTL2-Einschaltquote liefert (Freakshow vermarktet sich halt nur besser), dass du auch siehst, hier gehts nicht um ne "Schnappsidee eines Gesteskranken" (nicht abwertend gemeint) und auch nicht um "Verstümmelung". Ich weiß genau was und worauf ich mich einlasse und auch muss.


    Ich dank dir aber trotzdem für den Einwand. So Blick von außen ist nie verkehrt, egal wie unbequem, ist nie verkehrt. Nur das hätten auch die Fachleute eingeworfen und abklären wollen, wenns da nur den geringsten Zweifel gäbe, das sowas voriegen könnte und nicht 100% auszuschließen ist. Sind aber auch nur Menschen und die können sich bekanntlich irren.

    @ kurt

    Wie immer auch dir danke für die Antwort, die ich immer sehr hilfreich finde. Wie ich schon schrieb, die Dysmorphophobie behalt ich trotzdem im Auge zur Sicherheit.


    Ja zum Glück gibts auch GaOp, die noch glücklicherweise auch nicht mehr Pflicht ist zu VN/PSÄ. Für einige war die Regelung im TSG damals nämlich aufgezwungene Verstümmelung, wenn sie diese GaOp garnicht für sich benötigt hätten... Das ist genauso erfreulich wie die unterbundene per gesetzliche vorgeschriebene Verstümmelung postnatale intersexueller Babys und Kleinkinder, in der DDR-Zeit. Stimm dir da zu, zum Glück. Aber gut, Genitalangleichungen gabs ja schon bei den Mayas. Ist jedenfalls die früheste Überlieferung. So neu ist alles ja nicht, passt nur nicht in christlich-steriotypische, kirchliche Weltbild seit damaliger Zeit.


    Transexuallität kann ich mir nicht vorstellen, weil das bedeutet "dem anderen Geschlecht zugeordnet werden zu wollen". Also die Geschlechtsidendität müsste sich mit dem beißen, wozu einen die Hebamme zur Geburt an den anatomischen Geschlechtsmerkmalen (die sichbaren Teile der Fortpflanzungsorgane, wohl gemerkt, Merkmale, die ein überwiegend korrekten Anhaltspunkt geben, wie das Geschlecht - also das Hirn - sich entwicken wird, es also sein müsste, wenn keine Hormonstörungen während der Schwangerschaft auftreten). Witzigerweise hat die Natur nur eine winzige Bandbreite an "Nadelfichtelbad-Hormonen" als Spielraum gelassen, dass sich der Embrio weiblich entwickelt. Sonst (wenn der Spiegel da drüber oder drunter ist) wirds nämlich männlich. Da hat sich die Natur schon was bei gedacht. Wie mit dem "Outsourcing" der Hoden.


    Ich hab aber nie unwahre Angaben gemacht - nicht auf Fragebögen wie TICS & Co. und nicht im (nennen wirs) Q&A-Dialog bei den ganzen Sachverständigen.


    Jedenfalls ,würde mich nicht als "dem anderen Geschlecht zu ordnen". Bin da selbst buff, das F64 eindeutig dignostiziert ist, nur per Definition ja garnicht zutrifft. Geschlechtslos wäre irgendwo ausserhalb einer männlichen und weiblichen Geschlechtsentwicklung. Bin glaub ich schon männlich oder sowas in der Art. Vielleicht ja doch sowas in der Art wie weiblich und merks nur nicht oder lehn das irgendwie ab? Aber wenn letzteres zuträfe... Dann kommt mir noch ein vollkommen absurder und irgendwie unlogischer Gedanke grad: kann es sein dass man sich als sowas wie "Hetero-Mann" glaubt, aber eigendlich ne "Homo-Frau" ist, also Lesbe, Homosexuallität aber irgendwie unterschwellig ablehnt?? Ich mein ich bin total tollerrant und weltoffen, aber gibts sowas, dass man das bei sich ablehnt - total unbewusst? Wäre zumindestens ne Erklärung, warum ich mich nicht mit ner Öffnung unten anfreunden kann und Brüste unterbunden hab, so gut es geht. Und F64'er sein soll. Oder? Aber nur weil das Genital entfernt wird, ändert das nix am Geschlecht oder ner Orientierung oder der Idendität oder so. Vielleicht sollt ich das auch mal mit abklären, mit der Anti-Lesben-Lesbe wenns das gibt.


    Aber vielleicht hast du ja recht und es könnte auch so ne Art Sonderform ist von TS? Glaub Harry Benjamin hat Transexuallität als Unterform der Intersexuallität eingestuft. Vielleicht gibts da noch davon zig Unterformen???


    Amputation macht keiner, jedenfalls nicht, bei medizinisch gesunden Organen (nach Wissenstand). Hab mich aber mal getraut und anonym mal zart beim Chirogen abgeklopft... ist auch möglich keinen Scheidenkanal bzw. nur extrem verkürzt anzulegen - quasi nur optisch von außen "Vagina" ohne Kohabilitationsfähigkeit. Das wird auch gemacht wenn die GaOp-Patientinen das wünschen - und das ist auch recht häufig, lt. seinen Angaben. Amputation aber nicht. Irgendwie absurd. Aber immernoch besser als ne komplette Vaginoplastik, also Ursprungsplan B. Vielleicht find ich noch wen, der Plan A umsetzt ggf. mit Indikation für ne reine Amputation.


    Zum: "Die Amputation wird so, oder so durchgeführt, es geht nur noch darum, ob er anschließend eine Vagina hat, oder nicht."


    Genau!


    Die 3-Schritte-statt-2-Schritte Idee ist verdammt gut, hat nur den Harken: Die Haut wird gebraucht. Also erst Amputieren (was keiner macht) und dann prüfen, obs das ist und dann "notfalls" nur rein äuserliche Vaginoplastik funktioniert daher nicht... aber andersrum vielleicht? Probier ich mal so Vorzuschlagen. Dank dir tausendfach für die Idee.

    Zitat

    . Es gibt aber zumindest in Westeuropa keinen verantwortungsvollen Chirurgen, der das machen würde

    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Irgendwo auf der Welt gibt es sicherlich Stümper, die das gegen das nötige Kleingeld tun würden. Auf die gesundheitlichen Gefahren muss ich wahrscheinlich nicht näher eingehen.


    Deine Selbstverstümmelungen und die Vereiterungen sind übrigens auch eine massive Gefahr für dich. Stichwort Sepsis. Muss man nicht übertriebene Angst vor haben, wie oft im Forum der Fall, aber in diesem Fall ist der Hinweis durchaus angebracht.

    Ein Infekt oder Eiter durch selbstverstummelung wird einen OP ggf. unmöglich machen. Die Infektionsgefahr wird zu hoch sein, besonders wenn die Eiter nach oben zieht. Du siehst ja nur die Oberfläche.


    Du gehst auch die Gefahr ein, die Hahnleiter stark zu verletzen. Selbstverstummlung bringt gar keine Vorteile.


    Ich tendiere auch Richtung körperdysmorphische Störung, da du dich als Mann und nicht als Frau siehst. Ich bezweifele, ob ein OP deine psychische Zustand gross ändern wird.

    Hallo zusammen.


    Ganz sachlich und nüchtern betrachtet:


    Hab ich Zwangsgedanken?


    Nein


    Find ich mich hässlich?


    Nein


    Denk ich andere finden mich Hässlich?


    Nein, interessiert mich auch garnicht


    Glotz ich mehrfach am Tag in Spiegel und/oder reflektierender Oberflächen zur überprüfung?


    Nein


    Vergleich ich mich mit anderen?


    Nein


    Kaschiere ich irgendwas?


    Nein


    Hab ich Angst vor Ablehnung?


    Nein


    Isoliere ich mich sozial?


    Nein


    Viele es mir schwer eine Liebesbeziehung aufzubauen?


    Nein, ich hab und hatte nur nie Interesse dran


    Hab ich wahnhafte Überzeugung, von einem körperlichen Defekt betroffen zu sein?


    Nein


    Scham gegenüber Mitmenschen?


    Nein, außer ich sprech das "entfernen" an, aber auch nur weils von außen nicht irgendwie nachvollziebar ist. Da besteht dann Redehemmung und Scham.


    Hab ich sexuelle Hemmungen?


    Ebenfalls Nein, ich hab und hatte nur nie Interesse dran


    Verletz ich mich selbst an dem Körperteil?


    Nein, seit 8 Jahen nicht mehr. Gibt ja andere Lösung zum loswerden.


    So. Körperdysmorphische Störung eigendlich wiederlegt.

    @ mnef

    Ist schon bisschen zulang her für ein Sepsis-Risiko. Aber wenns dich beruhigt kann ich ja mal ein Urologen und Dermatologen drübergucken lassen.

    @ Luci32

    Kam vielleicht nicht so zum Ausdruck, aber Ich selbst so seh mich äußerlich als Mann und sortiere mich gewohnheitsmäßig auch da ein. Wo andere mich ein sortieren ist mir relativ egal.


    Aber so vom Gefühl her bin ich vielleicht ne Art Mann oder sowas was dem irgendwie Ansatzweise entspricht?? Dazu müsste man mal wissen: (1) was ist ein Mann und (2) wie fühlt ein Mann sich als Mann... Da ich alles nicht kenne und niemand das bei sich auch weiß, weil sich wohl jeder da anders fühlt, schrieb ich doch: das ich glaub männlich zu sein. Glaub nämlich nicht das auch du weißt, was der Kern wäre aller Frauen, die sich als Frau fühlen, wie du. Nur wir reden hier vom anatomischen, daher Mann. Anatomisch "Mann-sein" bedeutet nicht automatisch "männlich zu sein"...

    Ich dachte bislang, dass Dysmorphophobie sich hauptsächlich auf das Gesicht bezieht.


    Dass von Dysmorphophobie Betroffene denken sie hätten eine hässliche Fratze.


    Dass man seine Geschlechtsteile loswerden möchte, weil man sie hasst kenne ich nur von Personen die äußerlich bzw. biologisch männlich sind, sich aber immer schon als Frau gefühlt haben.

    Zitat

    * geforderte 3 Jahre als "Tunte rumlaufen" abgearbeitet

    Sicher, dass du nicht einfach im falschen Körper steckst und das irgendwie nicht wahrhaben willst?

    hallo Klaus33,


    wirklich hilfreiches kann ich dir leider nicht schreiben. nur dies:


    mich erinnert dein wunsch eher an das:


    Body Integrity Identity Disorder, z.b.: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/selbstgewollte-amputation-als-ob-man-einen-schalter-im-gehirn-umlegt-a-702406.html


    da empfinden menschen ein körperteil als fremdkörper. ob die genitalien da auch betroffen sein können, weiß ich natürlich nicht.


    LG

    Hallo nochmal.


    Danke für die Antwort auch an euch.

    @ Plüschbiest

    Zum "Sicher dass du nicht einfach im falschen Körper steckst und das irgendwie nicht wahrhaben willst?":


    Wenn du mir erklärst, wie es denn einen falschen Körper geben soll, in dem man steckt, wenn es nur das eine Grundgerüst dafür gibt...


    Aber denke zu wissen was du fragen willst. Nein, seitdem eher absurden Gedankengang, den ich dank Knuts "geschlechtslose TS" hatte, das es vielleicht auch lesbische Anti-Lesben Transfrauen geben könnte, kann ich das irgendwie nicht mehr so recht beantworten, ob ich mir da sicher bin und es nur nicht wahrhaben will.


    Wie erwähnt per Definition: TS = wenn die eigene Geschlechtszuordnung nicht der entspricht, die andere einem augenscheinlich zuordnen. Wie ich finde hat Knut TS als Wahrnehmungsstörung gut einsortiert.Welche Partei - ob der/die Betroffene wegen der Diskrepanz zwischen Geschlechtsidendität und Zuweisung von außen; oder durch den Betrachter von außen, der Geschlecht und Fortpflanzungsorgane in ein Topf wirft, der schlicht weg auch "Intersexuallität" als Ammenmärchen hält und für den ein Mann männlich zu sein hat umd ein Penis zu besitzen bzw. ne Frau weiblich sein muss und nur mit Vagina existent ist - das lass ich offen. Soll jeder für sich entscheiden.


    Ich kann bzw. konnte TS ausschließen, weil ich den Körper anatomisch (von der Entwicklung her) als "Mann" sehe und mich dementsprechend da einsortiere. Aber irgendwie erfen die ganzen Diskussionen hier soviele Fragen und Gedanken auf, das ich deine Frage nicht mehr (jedenfalls nach eigenem Bauchgefühl) richtig mit "Ja, schon sicher, Mann und nein, ich will das nicht wahrhaben, trifft nicht zu" beantworten könnte.

    @ going

    Danke dir für den Artikel. Da gehts allerdings um Leute, die sich absichtlich alltägtlich benötigter Körperteile entledigen wollen, um Behindert zu sein oder sein zu wollen... Arme, Beine, etc. Ich vermute mal sichtbare Körperteile. Genitalien sieht niemand, außer vielleicht ein Urologe, wenn benötigt, oder aber der Sexualpartner. Sonst sieht die keiner, also kann man auch nie angestarrt werden. Ich hab auch noch nie erlebt, das es üblich ist, dass auf offener Straßen alle die Hosen runter zu lassen, um sich gegenseitig zu signalisieren "guck mal ich hab nen Penis, nimm mich doch bitte als männlich wahr" bzw. "und ich hab ne Vagina, nimm mich als Frau wahr"... mal spitz formuliert.


    Aber vielleicht trifft der Artikel auch au Genitalien zu?! Würde aber wenn dann nur zutreffen, wenn sie diese denn auch gebrauchen - sei es für Autostimmulation, GV und Fortpflanzung - oder ganz allgemein, wenn sie ein Sexualleben hätten bzw. das wollten oder so. Dann kann man von "herbeigeführter Behinderung" sprechen, also eine Einschrenkung im Leben dadurch erleiden würden. Trifft auf mich also nicht zu.


    Ich fühge mal mit an, ich lern oft auch Frauen kennen, Verabrede mich auch gern mit ihnen für Unternehmungen oder zum Quatschen, vielleich Flirt ich sogar (k.A.), aber spätestens wenn darum geht, dass ich eine hinterher mit aufn Kaffee mit raufzunehme, dann erklär ich klipp und klar im Vorfeld schon, dass es sich nur um Käffchen und schnattern handelt. Benutze gern die Lüge "Schwul zu sein", damit die auch rallt das ich keinerlei sexuelles Interesse an ihr hab. Kann man ja nicht sagen "Du, bist hüpsch und mag deine Gesellschagt, aber hab kein Bock auf mehr mit dir". Vermute mal, die fühlt sich dann abgelehnt, nicht begehrenswert oder hässlich. Wollen wir ja nicht. Daher ist die Lüge immer völlig okay. Würde mein Hetro-Sein (wieder bewusst ohne Suffix "-sexuell") darauf definieren, mich zu Frauen emotional hingezogen zu fühlen. Bock auf Sex hab ich generell nicht. Von daher ist das dann keine Behinderung - behindert mich im Leben nicht bzw. schränkt mich nicht ein, auch wenn das Teil ab wäre oder ne Vaginoplastik durch wäre. Meine, produziert keine Komplexe oder sonstige Folgen. Schließt daher aus.


    Und obendrein, so wie ich das lese, tun die ja Amputieren auch mit lebensmüder Attitude. D.h. selbst wenn die dabei draufgehen würden. Und das auch ohne Rücksicht auf Verluste. Jedenfalls soweit ich da informiert bin jetzt. Ist ebenfalls auch nicht der Fall. Such ja nach medizinischer Lösung mit Überlebenswahrscheinlichkeit von 120%.


    So klar ich auch das hier viel angesprochene Dysmorphophobie-Thema für mich auch selbst ausschließen kann, aber das wäre immer noch (selbst mit 0% Wahrscheinlichkeit) möglicher, als das "BIID". Schon desshalb (auch wenn ich das sinnfrei erachte) gedenke ich Dysmorphophobie auch abkläre zu lassen Ende August beim zweiten PT.


    Ich danke dir dennoch trotzdem auch für den Gedanken, der, das geb ich auch, in Betracht kommen könnte, wenn man die Lebenssituation nicht kennt. Konntest du nicht kennen und war mir auch nicht bewusst, dass ich die hätte so grob skizzieren sollen, weil die auch wichtig sein könnten. Entschuldige daher dafür.