Deine Eltern

    Liebe Kitsune,


    auch ich nehme Deinen Faden und Deine Fragen ernst - auch wenn Du nicht wirklich weißt, "wohin" genau Du eigentlich damit willst.


    Ich sehe Deine Eltern bzw. ihr Verhalten und Deine heutige Wahrnehmung desselben als zentrales Problem.


    Dein Bruder scheint ein verhaltensauffälliges bis schwer verhaltensgestörtes Kind, beziehungsweise Jugendlicher gewesen sein. Du schreibst auch an keinem Punkt etwas darüber, dass dein Bruder irgendeine Form von Therapie, Hilfe oder Ähnliches bekommen hat? ":/


    Deine Eltern waren die Erwachsenen, und haben eindeutig folgender Dinge versäumt und vernachlässigt:


    • Deinem verhaltensauffälligen Bruder therapeutische Hilfe zukommen zukommen zu lassen


    • Dich vor diesem Bruder ausreichend zu schützen


    Du findest auch verschiedene Erklärungen dafür, weshalb Deibe Eltern ihre Fürsorgepflicht weder Dir noch Deinem Bruder gegenüber nachgekommen sind:

    Zitat

    Eltern können nicht überall sein, haben eigene Dinge, um die sie sich kümmern müssen und unser Vater war damals in unserer Kindheit bereits schwer krank gesundheitlich und hat sich stark aufgeregt (und war überfordert), wenn er mitbekommen hat, dass mein Bruder und ich uns "gestritten" haben (so wurde das genannt). Das war seiner Gesundheit sehr abträglich, deshalb hat unsere Mutter sich darum hauptsächlich gekümmert und es war auch wichtig, dass wieder Ruhe war, weniger, wer was genau gemacht hat.

    Diese Sätze von Dir habe mich sehr betroffen gemacht. :-|


    Sie zeigen leider und traurigerweise ganz deutlich, dass du noch nicht erkennen kannst dass deine Eltern die Verantwortung hatten, dass deine Eltern sich nicht korrekt verhalten haben.


    Auch wenn Eltern eigene Probleme und Belastungen haben, sind Sie immer noch in der Pflicht sich ausreichend um ihre Kinder zu kümmern.


    Können Sie das nicht oder sind sie überfordert, haben Sie die absolute Pflicht sich selbst Hilfe zu holen.


    Einfach "Ruhe" haben zu wollen, weil man selbst genug Probleme hat oder krank ist, das geht als Eltern nicht!


    Das ist kein pflichtbewusster oder liebevoller Weg.


    Das ist Vernachlässigung.


    Warum nimmst Du Deine Eltern immer noch in Schutz?


    Sie waren die Erwachsenen.


    Sie haben die Verantwortung getragen.



    Zitat

    Außerdem müssen Geschwister ihre Sachen untereinander austragen lernen. Man muss eben lernen, sich selbst schützen zu können bzw. verteidigen zu können. Das kann man von Kindern erwarten, denke ich.

    In einem normalen Rahmen ja, nicht aber wenn ein Geschwisterkind verhaltensgestört ist.


    Das ist die Sichtweise, die deine Eltern dich glauben lassen wollten.


    Mit dieser Sichtweise auf Eure häusliche Situation, haben Sie dir Verantwortung zugeschoben Stadt und haben dich alleine mit der Situation gelassen. :°_


    Deine Eltern haben es sich auch meines Erachtens sehr einfach gemacht - das sind auch Formen von Vernachlässigung, Gewalt und seelischem Missbrauch:

    Zitat

    Die Eltern waren auch immer sehr dafür, dass das jüngere Geschwister das ältere Geschwister nicht ignorieren darf und mit ihm spielen soll, weil sich das so gehört unter Geschwistern.

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    Vor allem, wenn die Eltern nicht da sind bzw. die Kinder alleine sind und das ältere Geschwister gerade "schlecht drauf ist" oder Langeweile hat und dann ein Ventil braucht?

    Deine Grenzen wurden nicht geachtet,


    Deine Bedürfnisse ignoriert. Stattdessen wurdest Du situativ dafür verantwortlich gemacht, deinen Bruder "bei Laune" zu halten, beziehungsweise seine (Wut-) Anfälle zu verhindern.

    Zitat

    Für den Charakter meines Bruders können sie auch nichts, denn er war als kleines Kind schon stark cholerisch und ist ausgeflippt, wenn er seinen Willen nicht bekam. Unsere Eltern haben ihm durchaus Grenzen gesetzt obwol er dann ausgetickt ist, aber sie sind eben auch keine Übermenschen und können 24h wach sein, nebenbei arbeiten, diverse Arzttermine und OPs wegen unseres Vaters regeln plus Stress mit Großeltern händeln und sich dann noch darum kümmern, dass sich die Kinder nicht in einer freien Minute den Schädel einschlagen.

    Auch hier noch mal:


    Sie waren alleine verantwortlich.


    Wenn Sie die Fürsorgepflicht für ihre Kinder aufgrund eigener Probleme nicht erfüllen konnten, hätten Sie sich Hilfe holen müssen.



    Zitat

    Keine Ahnung, mein Bruder ist eben in vielerlei Hinsicht übergriffig gewesen, emotional, verbal, körperlich, sexuell.

    :°_

    Zitat

    Nein das habe ich nicht vor. Das möchte ich nicht, dass das offiziell irgendwo dokumentiert ist - und das wird es vom Therapeuten. Mal abgesehen davon, dass das Vertrauen in den Therapeuten voraussetzen würde. Das habe ich nicht.

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du irgendwann den Mut findest, Deine Vergangenheit mit einem guten Therapeuten aufzuarbeiten.


    Dass du schwer Vertrauen fassen kannst, ist aufgrund deiner Kindheitserfahrungen kein Wunder.


    Die Menschen denen du am tiefsten hättest vertrauen können sollen, haben Dich komplett im Stich gelassen.


    Du bist es Wert Gehör und Hilfe zu erhalten.


    :)* @:)

    Zitat

    Du schreibst auch an keinem Punkt etwas darüber, dass dein Bruder irgendeine Form von Therapie, Hilfe oder Ähnliches bekommen hat? ":/

    Nein, hat er nie. Auffällig war er gegenüber anderen nie, außer eben Zuhause. Diese Ausraster hat er bei seinen Freunden oder sonstwo nie gehabt. (Das habe ich ihm auch mal angekreidet, weil er behauptet hat, dass er nichts für seine Ausraster könnte und sich dann eben nicht kontrollieren konnte; konnte er aber, wenn er wollte). Er hat mal irgendwann als Erwachsener Betablocker gegen seinen zu hohen Blutdruck bekommen vom Arzt. Wenn er die nimmt, ist er deutlich friedlicher und entspannter, aber wegen der Nebenwirkungen nimmt er sie selten.


    Von Therapeuten haben unsere Eltern nie viel gehalten, weil die, die sie privat gekannt haben, selbst irgendwelche größeren Probleme hatten. Unsere Mutter hat das etwas differenzierter gesehen als unser Vater (für den existieren psychische Erkrankungen de facto nicht), aber vom Ergebnis her auch ablehnend.

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    Warum nimmst Du Deine Eltern immer noch in Schutz?

    Weil ich sie mag und das immerhin mit die nettesten nahen Menschen sind, die ich kenne und gekannt habe. Und sie sind auch die dauerhaftesten Bezugspersonen.


    Außerdem haben sie mir Leid getan. Deren eigene Eltern, meine mittlerweile komplett verstorbenen Großeltern, waren sehr speziell. Die hatten es ihrerseits nicht leicht und werden selbst durch den 2. Weltkrieg traumatisiert gewesen sein, jeder für sich. Entsprechend hatten meine Eltern ihrerseits eher emotional abwesende bzw. suboptimale Eltern. Meine Eltern sind eigentlich sehr liebevoll-zugewandt, wenn sie nicht gerade gestresst sind, und haben immerhin viel für meinen Bruder und mich getan, vor allem materiell, aber auch so. So wie sie das eben zeigen können - da hat ja auch jeder eine andere Art. Sie zeigen das eher durch praktisches Tun, indirekt, aber auch nicht nur.


    Mein Bruder hat mir eigentlich auch Leid getan, er war ja im Kern stark unglücklich, und ursprgl. habe ich ihn mal sehr gemocht. Aber das was er gemacht hat, war in der Summe zu krass.

    Zitat

    Deine Eltern haben es sich auch meines Erachtens sehr einfach gemacht

    Möglich, aber ich weiß, dass sie das nicht aus böser Absicht gemacht haben, eher aus Überforderung, während es meinem Bruder mitunter gerade darauf ankam, mich zu brechen und zu demütigen und zu besitzen. Je selbstständiger ich wurde und je unabhängiger, desto gewalttätiger und skrupelloser waren seine Angriffe. Entschuldigt hat er sich nie. Die Gründe für sein Handeln sind mir weitgehend bekannt, weil er sie mir in diversen aufgenötigten und eher monologartigen Gesprächen freimütig vorgetragen hat.


    Unsere Eltern haben sehr viel später (als es ihnen und mir aus verschiedenen Gründen jeweils besser ging) das ein oder andere wieder gut gemacht. Zwischenzeitlich hatte sich mein Bruder bevorzugt mit ihnen angelegt, weil ich mich so weit wie möglich entzogen habe nach meinem Auszug. Sie haben dadurch mehr davon mitbekommen, wie er wirklich tickt. Du hast aber recht damit, dass ihnen das sehr schwer fällt, diese Seiten an meinem Bruder nicht zu verleugnen. Unsere Mutter kann das eher realistisch sehen und ungeschönt, unser Vater verdrängt das komplett, weiß das aber an sich auch.


    Ich habe mittlerweile zu ihnen ein Verhältnis, das ganz ok ist. Sie werden nie geeignete Ansprechpartner für "emotionale Probleme" meinerseits sein, aber ich finde den Kontakt, so wie er ist, in Ordnung.

    Ich glaube dass es leider für die meisten Kinder mit Gewalterfahrungen normal ist die Eltern zu verteidigen .


    Das habe ich jahrelang genauso gemacht.


    Meine Psychologin meinte dies ist eine Art von Selbstschutz da man sonst nicht in diesen Verhältnissen hätte bleiben können und da man sich früher nicht indem Maße wie heute um die Kinder gekümmert hat


    blieb den Kindern ja nichts anderes übrig als sich zu fügen .


    Ich habe meine Mutter bis zu ihrem Tod geliebt und mir noch immer gewünscht sie möge mir die Mutter sein die ich so sehr gebraucht habe .


    Und wenn es mir als Erwachsene so ging wie sollte dann ein Kind in der Lage sein diese Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe aufzugeben und die Eltern mit realistischen Augen zu betrachten ?

    Zitat

    mit realistischen Augen

    Ich weiß, dass meine Eltern keine Bilderbucheltern sind oder Chancen auf den Parents-of-the-year-award haben. Aber nur weil sie Fehler gemacht und Defizite haben, nivelliert das nicht gleich alles, was sie noch an anderen Sachen gemacht haben und was sie noch für andere Eigenschaften haben. Das gilt auch für meinen Bruder, allerdings mit Einschränkungen, weil er sich nicht geändert hat und nach wie vor Probleme mit der Empathie mit anderen hat. Das könnte durchaus am Können liegen, weils bei ihm nie anders war, und nicht am Wollen, aber ich weiß das selbst nicht genau.


    Weder mein Bruder noch unsere Eltern sind irgendwelche "Monster" oder "bösen Menschen". Sie sind eben menschlich, was bedeutet, dass sie ganz verschiedene Facetten in ihrer Persönlichkeit haben. Das ist bei jedem Menschen so und ich finde es für mich auch unmöglich, da nur eine Facette zu sehen, wenn ich auf die einzelne Person schaue.


    Ich vereinfache das manchmal teilweise aus praktischen Gründen oder bei Menschen mit Gefahrenpotential für meine Unversehrtheit auf bestimmte Seiten bei der Betrachtung aus reinen Selbstschutzgründen. Weil es da verkehrt wäre, weiterhin empathisch mit der jeweiligen Person zu sein. Das ist ein Mittel zum Zweck, um die sonst übermäßige Empathie mit anderen vorübergehend auszuschalten. Grenzverletzende Menschen fliegen je nachdem auch komplett und endgültig aus dem Kreis der Mitmenschen raus, mit denen ich empathisch bin. In diesem Kreis sind erstmal fast alle Mitmenschen drin; automatisch. ... Das, was mein Bruder "von Natur aus" zu wenig hat an Empathiefähigkeiten, habe ich etwas zu viel.


    Als Kind war das nicht gut - es gab genügend Mitmenschen, die das arg ausgenutzt/benutzt haben. Das zu begrenzen und mich nicht automatisch unbewusst in jeden reinzuversetzen und empfänglich für dessen inneren Zustand zu sein, mit dem ich in einen Raum bin, habe ich irgendwann als Kind gelernt. Das mache ich teilweise halbbewusst, aber bei bestimmten Sachen passiert das automatisch. Das kann man sich in etwa wie bei einem Antivirenprogramm vorstellen, dass im Hintergrund die laufenden Prozesse scannt und überwacht, und bei Gefahr vorsichtshalber als Erstes das Auto-Mitgefühl für den anderen und das sich-in-den-anderen-hineinversetzen in die Sandbox verschiebt. Weil die empathische Verbindung das erste ist, über das Viren reinkommen. Manipulationen laufen immer über das Mitgefühl bzw. die Empathie für den anderen. ... Kann sein, dass gesunde Menschen das anders machen und weniger komplett abgegrenzt.


    Ich brauche auch heutzutage oft meine Ruhe und Abstand zu anderen, weil ich deren Innenleben (das, was man eben mitbekommt), energiefressend finde, auch wenn das gleichzeitig sehr aufschlussreich ist. Und ich spüre mich unter Menschen nicht gut und mag keine vollen Innenstädte und bin etwas licht- und lärmsensibel, weshalb ich unterwegs am liebsten per Kopfhörer Musik höre. Man könnte das einfach unter Introversion zusammenfassen.


    Es ist außerdem immer schwierig, ein komplettes Bild zu beschreiben und x Jahre zusammenzufassen.

    ich finde, ein ganz wichtiger Punkt ist, neben den Geschehnissen aus der Vergangenheit, der Umgang in der Gegenwart damit. Wenn ein verletzendes Verhalten der Vergangenheit nach wie vor gerechtfertigt wird, oder geleugnet, oder gar einem selber die Schuld dafür gegeben wird, ist das für mich eine Grenze, wo ich ziemlich ungnädig werde. Man sollte sich schon auch aus Respekt vor sich selber nicht emotional missbrauchen lassen. Wer das mit Vorsatz versucht hat verspielt.


    Tut aber weh und is anstrengend sich das alles einzugestehen und durchzuziehen, und dann rechtfertigt man lieber die Misse täter (genauso liest sich das - niemand ist nur böse usw etc) und lügt sich damit eigentlich nur selber in die eigene Tasche.


    Natürlich steht es mir kaum zu, sowas hier zu sagen und die Informationslage ist natürlich zu dünn für eine teffsichere Aussage (abgesehen davon dass ich nur den ersten und letzten Beitrag überhaupt gelesen hab) aber exakt genauso wirkt das auf mich. Wie im Klischee.

    Gerade was die Eltern angeht finde ich es relevant, ob sie nun einsehen, dass da was schief gelaufen ist (verzeihen kann man ja viel) oder nicht. Wäre für mich der entscheidende Punkt. Wenn man immer nur draufzahlt und es stark einseitig ist, tut das auf Dauer nicht gut.

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    Wenn man immer nur draufzahlt und es stark einseitig ist, tut das auf Dauer nicht gut.

    Stimmt, dem ist aber nicht so.

    Zitat

    (abgesehen davon dass ich nur den ersten und letzten Beitrag überhaupt gelesen hab) aber exakt genauso wirkt das auf mich. Wie im Klischee.

    Bist du dir sicher, dass du mir antwortest und nicht eher in deinem persönlichen Film bist?

    ja, bin ich. aber was soll so eine antwort? wenn du hier wie gewünscht offene meinugen willst, solltest du dich auch (bzw gerade) mit denen auseinandersetzen die dir nicht gefallen. wenn du nur das hören willst was dir passt kannst du auch ein selbstgespräch führen.

    Du sagst selbst, dass du nur den ersten und den letzten Beitrag von mir gelesen hast. ... Ich mag das nicht so, wenn man etwas auf mich überträgt, das nicht meins ist.


    Es steht dir selbstverständlich frei, hier zu schreiben, was du willst.

    Gut, dann interessiert mich, woran du diese Schlussfolgerung:

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    und dann rechtfertigt man lieber die Misse täter (genauso liest sich das - niemand ist nur böse usw etc)

    in meinen Beiträgen festmachst.


    Vielleicht haben wir auch einfach ein Missverständnis oder eine andere Auffassung von dem Begriff "Rechtfertigung" im Unterschied zum Begriff "Erklärung".


    Persönlich fand ich das vor allem als Kind sehr hilfreich, zu verstehen, warum Mitmenschen handeln, wie sie handeln. Und dass deren Verhalten mit mir als Person nur bedingt zu tun hat, das war so mit die wichtigste Erkenntnis aus meiner Kindheit. Auch wenn ich das nicht erklären konnte, weil ich die nötigen Informationen für die Erklärungen (zB aus der Lebensgeschichte meiner Großeltern und Eltern) erst viel später mal erfahren habe; als Puzzleteile. ... Es ist merkwürdig, wenn man viel später für das, was man gespürt/so unterschwellig mitbekommen hat, Erklärungen bekommt.


    Für mich sind Erklärungen etwas anderes als Rechtfertigungen.

    mir wurde selber genau das vorgeworfen was Du beschreibst, bis hin dazu, dass es per se als falsch deklariert wurde, zu versuchen zu verstehen, was da der Fall war.


    Aber ich weiss auch welchen Prozess ich selber durchgemacht hab und ich kenne etliche andere "Fälle" die ähnlich zu sein scheinen und es ist ein typisches Muster, dass die Abgrenzung, die wirklich radikale Abgrenzung schwer fällt (weils halt weh tut und man da arg gegen fest sitzende Muster an muss). Und da neigen die Leute dazu, genau sowas zu schreiben wie Du, hab ich selber auch getan, aber das ist letztlich nur ein sich-in-die eigene-Tasche-lügen. Aber wenn man mal wirklich gnadenlos ehrlich zu sich ist merkt man dass da was schief läuft und man sich nach wie vor verbiegt und unterwirft, Dinge stillschweigend hinnimmt die man eigentlich nicht will, weil man genau weiss, es gibt nur "ganz oder gar nicht", verbiegen oder den großen Knall.


    Und nun gibts zwei Möglichkeiten - meine Wahrnehmung und Interpretation stimmt, oder halt nicht. Eins von beiden trifft mit Sicherheit zu ;-)

    Zitat

    die wirklich radikale Abgrenzung

    Was soll das sein?


    Kompletter Kontaktabbruch zu den Eltern?

    Zitat

    und man sich nach wie vor verbiegt und unterwirft, Dinge stillschweigend hinnimmt die man eigentlich nicht will, weil man genau weiss, es gibt nur "ganz oder gar nicht", verbiegen oder den großen Knall.

    ":/ Wo verbiege ich mich? ... Das finde ich fast unfreiwillig lustig, weil ich gerade aufgrund meiner Vorgeschichte jemand bin, der kaum Bindung an nahe Bezugspersonen hat und dem seine Autonomie über fast alles geht und mit meinen Eltern hatte ich große Auseinandersetzungen später und habe durchgesetzt, dass sich bestimmte, entscheidende Dinge ändern und meine Eltern haben sich ihrerseits geändert in diesen Punkten. Ich tue ganz sicher keine Dinge, die ich absolut nicht will, und bin meinerseits nicht narzisstisch, sondern eher schizoid gepolt.