Ist aber natürlich deine Wahl, auch wenn du nun aus Scham nicht mehr weiterschreiben möchtest.


    Denk nur dran, dass aus unserer Sicht kein Grund dazu besteht, hier kennt dich niemand, du bist und bleibst völlig anonym - das Schreiben unter Pseudonym ist eine Gelegenheit, sich weiter zu befreien. Es geht bei allem um DICH, nicht um uns.


    Vielleicht brauchst du auch einfach eine Pause. Wie auch immer du dich entscheidest:


    alles Gute! *:) :)*

    Zitat

    ich wollte das nicht und es tut mir leid

    Ich gestehe dir auch etwas, obwohl Du es kaum glauben wirst: Ich war ebenfalls der "schuldige, unschuldige" Auslöser dafür, dass meine Mutter starb. Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie in der Ewigkeit bei Gott alle Zusammenhänge erkennt, die großen Zusammenhänge sehen kann, und sie nichts mehr wünscht, als dass ich Frieden gefunden habe, so wie ich nichts mehr wünsche, als dass sie ihren Frieden gefunden hat.


    Wenn es nicht die eigene Absicht war, sondern einfach geschehen ist, bleibt nur die Akzeptanz, so schwer sie auch ist.


    Das Leben lässt sich für die Überlebenden nach einer Katastrophe nur auf diese Weise weiterleben. Sonst ist man selbst schon "gestorben", obwohl man noch lebt, und ich glaube nicht, dass das Sinn macht.

    Zitat

    ich wollte das nicht und es tut mir leid

    das glaube ich dir. Ich frage jetzt einfach mal, damit du, wenn du möchtest antworten kannst und ev. die Sache besser verarbeiten.


    Hat die Person auf Grund , dass du die andere Person ins Gefängnis gebracht hast ( sicher nicht grundlos, wenn du da Verantwortung übernommen hast ein großes Unrecht zu melden , ist es kein Verrat...) sich selbst das Leben genommen?


    Das wäre eine traurige Sache, aber dafür hast du definitiv keine große Schuld auf dich geladen... denn jeder entscheidet selbst, wie er handelt und wenn jemand sich das Leben nimmt entscheidet er das selbst und kein anderer ist dafür verantwortlich.


    Weist du manche Personen drohen mit Selbstmord dem Partner, Freunden und sagen dann : wenn ich mich umbringe bist du Schuld. Dem ist nicht so.


    Wenn jamand sich selbst tötet gibt es dafür viele Ursachen...


    Vielleicht hat deine Familie dir Schuldgefühle gemacht, so nach dem Motto: du hast den Verrat begangen (nocmal, es ist kein verrat wenn jemand eine Straftat begangen hat und dafür ins gefängnis kommt) und du bist für alles verantwortlich, was sich daraus und danach entwickelt hat.


    Dem ist definitiv nicht so!!!! Ich hoffe nur, du kannst jemanden anderem glauben.. vielleicht sind anonyme Leute, deine Therapeutin in der Sache bessere Ratgeber , als Familienmitglieder, die zu sehr in die Sache insolviert sind und einen Schuldigen brauchen, um von ihrer eiigenen ev. Mitschuld abzulenken ":/

    Zitat

    wirklich? das tut mir sehr leid mallaig. du arme. aber du bist SEHR tapfer,finde ich

    Mich musst du nicht bedauern, ich bin ja mit allem gut zurechtgekommen, ich frage mich nur: Mich verurteilst du nicht, wieso dann dich?

    Mit "schuldig unschuldig" bezeichne ich das Ungewollte - ich hätte auch "unschuldig schuldig" schreiben können), das ist bei mir nicht anders als bei dir, denn wir beide wollten diese Auswirkung ganz sicher nicht.


    Noch einmal kurz zusammengefasst:


    Daraus, dass du für alle anderen außer für dich Verständnis äußerst, schließe ich, dass daran festzuhalten zur Zeit für dich noch wichtig ist. Ob es unverzeihliche Handlungen gibt, darauf ist vermutlich keine feststehende Antwort zu finden, zu verschieden sind die Ansätze. Man kann es nur persönlich entscheiden, dass es eine Kausalität durch unsere Mitwirkung gab, die andere, nahestehende Menschen mit eingeschlossen hat, und ob wir uns vergeben wollen und können.


    Wie bereits gesagt, glaube ich, sich mit untilgbarer Schuld zu identifizieren kann gleichzeitig Selbstbestrafung und Überlebenstaktik sein. Ich würde mit meinem Therapeuten zusammen den Grund suchen, warum es mir anscheinend seelisch zu überleben hilft, davon um keinen Preis abzurücken.

    ich wollte nochmal allen danke für euren respekt mir gegenüber sagen.


    ja, ich kann mir selbst nicht verzeihen. vielleicht eines tages doch? einerseits wünsche ich es mir sehr und andererseits kann ich mir nicht richtig vorstellen wie das gehen soll. ich kann mir nicht verzeihen weil es einfach zu viel ist, was passiert ist. so fühle ich leider und das ist nicht nur ein gefühl sondern wahrscheinlich hundert unterschiedliche, die ich nicht mal richtig erklären kann. warum es für mich nichts verändert wenn mir andere sagen dass ich nicht schuld und nicht böse bin, das weiß ich selbst nicht so richtig. ich wünsche mir eigentlich genau das: erlösung in irgendeiner form. aber vielleicht wünsche ich es mir einfach nur von ganz bestimmten menschen und alles andere ist einfach nicht entscheidend? oder es ist doch viel komplizierter, was da in mir abläuft an unbewussten gefühlen. ich weiß es einfach nicht, aber ich hoffe dass ich mit der therapie dazulernen kann.


    ja und, vielleicht versteht ihr jetzt auch ein bisschen besser warum es mir so schwer fällt den kontakt zu meiner oma wieder aufzunehmen und weshalb ich auch angst davpr habe. es ist alles sehr verfahren und schwierig, leider

    Hallo hello darkness


    Ich habe mir jetzt hier Deinen ganzen Faden durchgelesen....Es hat mich sehr mitgenommen wie sehr Du Dich immer wieder selbst bestrafst....


    Ja es ist schlimm was Du getan hast bzw. Du Dir einredest getan zu haben....ABER : Keiner (Wir alle hier) kennen die Hintergründe nicht ...Ich vermute das Du damals noch ein relativ junges Kind gewesen bist .....Und ich vermute das es hier um etwas viel tiefergehendes geht als Du uns hier alle teilhaben lässt....


    Lass Dir gesagt sein wenn derjenige der jetzt im Gefängnis sitzt unschuldig gewesen wäre ,würde er dort nicht sitzen!!!!!


    Du hast vermutlich etwas sehr sehr mutiges getan und DEINE Geschwister beschützt...Und leider ist es Dir so gegangen wie vielen anderen die etwas unternehmen gegen Missstände ...Du warst zu unbequem für die anderen ...es ist immer einfacher wegzuschauen und so zutun als wenn nichts wäre, als selbst etwas zu tun !!!Da ist es viel einfacher danach jemanden Schuldgefühle einzureden und den Kontakt abzubrechen ...


    Ich bin mir sicher was auch immer Du getan hast damit diese Konsequenzen entstanden sind ,es war definitiv keine böse Absicht und deswegen bist Du auch nicht Schuld und Du brauchst auch keine Verantwortung zu übernehmen für eine Situation die Du so niemals gewollt hättest!!!


    Du hast Deine Geschwister das letzte mal vor Jahren gesehen ,,,da waren Sie noch klein und wahrscheinlich gar nicht in der Lage die Sachlage realistisch einzuschätzen?!


    Vielleicht würden Sie gerne mit Dir Kontakt aufnehmen und sich jetzt Ihre eigene Meinung dazubilden ?


    Ich wünsche Dir das Du mit deiner jetzigen Therapie weiter kommst ,das Dir der Therapeut hilft einzusehen das es manchmal kein richtig und oder falsch gibt ...sondern nur ein reflexartiges Handeln ....


    Ganz ganz liebe Grüße


    Sunny

    mir gehts nicht so gut derzeit und da wollte ich nicht schreiben. irgendwie habe ich grade sehr mit meinem selbstbild zu kämpfen,viel mehr als sonst, und auch viele negative gefühle. dazu ein problem in der arbeit und manchmal frage ich mich einfach ob ich mit anderen menschen so gar nichts richtig machen kann.


    das vielleicht einzig "gute": zum ersten mal bin ich ein bisschen froh das morgen therapie ist und ich ein bisschen darüber reden kann. aber zugleich weiß ich auch gar nicht wie und worüber, es ist so viel und ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll.

    Ich glaube, dein größtes Problem ist, dass du alles im Kopf regeln willst. Wie ich es sehe, wäre die bessere Lösung, die Dinge auf sich zukommen oder wachsen oder sich entwickeln zu lassen. Rational sein passt hier nicht.

    Hallo darkness @:)


    Schön, dass du noch hier schreiben magst - ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass du wirklich nicht damit auskommst, hier so im Detail über deine Schuld geschrieben zu haben und dann den andern noch, ja nun nicht ins Gesicht zu blicken, geht ja nicht in einem Forum, aber überhaupt noch schreiben zu wollen. Das gehört ja übrigens auch zur Therapie - beim nächsten mal einfach immer wieder freundlich empfangen zu werden und das auch annehmen zu können.


    Dass es dir in der Zeit der Therapie oft nicht gut geht, ist ganz normal. Als ich noch wöchentlich dort gesessen habe, war ich auch meine restliche Zeit in einer ziemlichen Abwärtsspirale gefangen. Da braucht es eine ganze Menge Geduld und man muss auch akzeptieren, sich einfach schlecht zu fühlen. Da hilft's nichts, sich das auch noch zum Vorwurf zu machen. Das Gute ist, es geht eben doch irgendwann wieder aufwärts, fast wie von selbst.


    Wenn du magst, kannst du ja schonmal hier was zu irgendeinem Thema für deine Therapie schreiben, zur Übung. Das ist vielleicht leichter, weil du es dir beim Schreiben genauer überlegen kannst und du mehr Zeit hast.