guten abend, notT!


    hab' gesehen das du viel geschrieben hast, was an sich gut ist, nicht so gut finde ich das es sich hauptsächlich um selbstmord, arbeitsproblemen und hoffnunglosigkeit...


    das thema selbstmord wollte ich eigentlich gar nicht wieder ansprechen, denn ich würde viel lieber mit dir über positives reden, aber ok... also, mir macht es nichts aus über tod zu reden, ich kann es auch sehr sachlich sehen, ich finde aber das du schon mehr als genug darüber nachdenkst, ich sehe meine "aufgabe" eher darin, dir das positive aufzuzeigen, aber ok.


    ich hoffe ich werde hier von den anderen dafür nicht gesteinigt, aber ehrlicherweise muss ich sagen das ich dich verstehe, ich denke auch (zu) oft daran, schnauze voll, alles geht schief, man muss ständig nur ertragen, man wird nicht verstanden, usw, selbstmord würde auf einmal alles löschen.


    aber genau das ist das doofe, wirklich alles, auch all das schöne was du bisher nicht erleben dürftest, und gerade jetzt, wo du berechtigte hoffnungen haben kannst das du doch viel schönes erleben kannst, wo du dich eigentlich dafür entschieden hast, kämpfen zu wollen? das wäre doch der doofste moment dafür, oder? ;-)


    mich hat den satz "man braucht viel mehr mut zum leben, als zum sterben" sehr viel zu denken gegeben, und tatsächlich, was soll an selbstmord mutig sein? das ist das weg rennen schlechthin, aber ist nicht gerade das, was du dein ganzes leben machst, und dich kaputt macht? mut beweist man indem man kämpft, nicht indem man verschwindet.


    das thema "anderen weh tun" durch selbstmord ist auch nicht ganz ausser acht zu lassen, du kannst noch so viel freude haben, und anderen bereiten, könntest du es wirklich mit dir selbst vereinbaren, nach so lange zeit das du auf was gutes hoffst, dir und anderen die möglichkeit weg zu nehmen es je erreichen zu können, und die anderen mit diesen miesen gefühl zurück zu lassen, das die vielleicht was falsches gemacht haben, oder zu wenig? nein, du bist sicher nicht schuld an deinem zustand, aber genauso wenig die anderen, ich meine damit eltern, verwandte usw, auch wenn natürlich die erziehung eine grosse rolle spielt.


    der einfache weg ist selten der richtige, und nie die lohnendere, willst du wirklich bisher für nichts gekämpft haben, und jetzt aufgeben, oder wäre es nicht besser eine "jetzt erst recht" haltung, jetzt das du ein ziel hast, jetzt das du merkst (merken solltest? :=o ) das es doch auch sowas wie belohnung geben könnte?


    schau' dich um, es gibt leute die dich mögen, die dich gerne haben, die dir helfen wollen, die sind doch nicht alle blöd, oder? (bitte keine falsche antwort, ok? ;-D ) also, tu es doch auch selbst, kaputt hat dich das leben schon genug gemacht, willst du lieber deine negative erfahrungen recht geben, und dich selbst endgültig kaputt machen, oder doch lieber die paar leute die in dir was gutes sehen?


    es gäbe auch noch die spirituelle frage, ob mit den tod wirklich alles zu ende ist, ich glaube nicht an gott oder so, und trotzdem, je näher ich ans selbstmord bin, desto mehr packt mich ein unheimliches gefühl, denn hier weiss ich was mich erwartet, da drüben nicht.


    es würde mich wundern wenn bei dir deine ängste gerade da streiken würden...


    also, fühl' dich ferngeknuddelt, geniesse es das man sich um dich kümmert, und freu' dich über die liebevolle tritte im arsch! ]:D

    notT, du bist schlimm! ;-D


    du weisst was ich mit löcher in den schädel meinte, egal ob ich mich mit den datum verschätzt habe... ;-)


    opium und heroin waren anfangs auch medis, und darüber hatten wir es schon, kannst davoin ausgehen das es dir damit keinesfalls besser gehen würde.


    -


    ja, thema arbeit. was hast du mit der therapeutin besprochen, seid ihr zu irgendwelche lösung gekommen?


    ja, wenn du dich entschieden hast, nicht zu dein job zurückzukehren kannst du dann einerseits aufhören dir gedanken darüber zu machen, falls du jemand triffst, denn in diesem fall musst du überhaupt nichts sagen, auf der andere seite musst du dir überlegen wie du kündigen kannst und willst.


    ich verstehe aber nicht wirklich wieso du den job aufgeben willst, meinst du das es woanders besser wäre?


    klar das du angst hast was wegen der klinik zu sagen, das problem dabei sind aber die ängste, und nicht die arbeit. willst du irrationale ängste behalten, und einen job hinschmeissen, was wiederum reichlich rationale problemen, und als folge noch mehr irrationale ängste bedeuten würde, anstatt den job zu behalten, und die ängste bekämpfen? da wärst du in eine viel bessere situation...


    den job hast du noch weder verloren, noch abgegeben, also, es ist viel zu früh um sich existenzängste zu machen, die brauchst du echt nicht jetzt...


    und egal was passiert, du bist jung, kräftig (denke ich) und gar nicht blöd, also, irgendwas wirst schon finden, wenn du dort nicht mehr arbeiten willst, und die beste möglichkeit was anderes, oder sogar besseres zu finden, wäre an deine ängste zu arbeiten, an dein selbstwertgefühl, an dir, während weiter über mögliche katastrophen zu grübeln ist nur die beste möglichkeit, sie auch entstehen zu lassen.


    -


    motivation und antrieb kommen nicht von alleine, und sicher nicht solange du die schwarze brille trägst.


    die beiden brauchen positive erfahrungen um darauf zu wachsen, wenn du aber weiter nur die negative erfahrungen als betrachtenswert siehst, wird es nicht passieren. du hast doch was gutes erlebt, du hast von schönes berichtet, von spass, von nette leute, denk' lieber daran, mach' ein bisschen platz dafür in deinem kopf, selbst dein leben besteht nicht nur aus problemen!


    übrigens, wieso dein wohlfühlen in der klinik und der freundliche umgang deine ängste triggern müsstest du mir bitte besser erklären... ":/


    -


    über das benebelt sein, und das es sich gut anfühlt, hatten wir es schon, ich weiss das es so ist, aber das ist trügerisch, denn du hast problemen die gekämpft werden müssen, und benebelt kannst du schlecht oder gar nicht kämpfen. das es dir die tage schlecht ging kann ein zeichen sein, das der nebel sich lichtet, und erstmal tut es arg weh, deinen problemen direkt in die augen zu sehen, aber leider, das ist der einzige weg, um sie irgendwann los zu werden.


    wenn du klar denken kannst, und merkst das du dadurch deine ängste und problemen bekämpfen kannst, anstatt nur zu ertragen, wirst du auch merken wie gut jedes winzige sieg tun kann, und die problemen tun weniger weh, weil du sie so sehen kannst wie sie sind, und nicht so unglaublich gross wie deine ängste sie machen.


    ich hab' 30 jahre genau wegen dieses benebelt sein gekifft, denn sonst war mir alles viel zu viel, ich habe es verteidigt, weil ich nichts anderes kannte. jetzt geniesse ich es, klar denken zu können, und wie schon gesagt, kein einziger meiner problemen hat sich in der zwischenzeit gelöst, und trotzdem geht es mir besser, viel besser, denn jetzt sind auch die schöne gefühle nicht vernebelt, und die problemen sind klar und angreifbar, anstatt alles einnehmende, unglaublich grosse, magische wesen...


    -


    soso, also bleibt kaum was hängen von dem, was ich schreibe??? :-o


    soll ich ab jetzt für jeden satz einen beitrag herstellen, würdest du dann jedesmal wirklich darauf antworten? ]:D


    nee, quatsch, es sind nur tipps, ich freue mich wenn du antwortest, aber ich hoffe das bei dir doch etwas mehr als nichts hängen bleibt... ;-D


    -


    jaa, ich denke immer noch sehr viel, und das finde ich nicht falsch, aber langsam schaffe ich es viel weniger zu grübeln, ich hab' langsam gelernt, wenn die gedanken sich immer nur wiederholen, ohne zu einen punkt zu kommen, die beiseite zu lassen, denn das bringt nichts ausser noch mehr depressionen. stattdessen schaffe ich es immer besser, wenn auch längst noch nicht immer, die situation und die gedanken zu analysieren, ohne vernebelung kann ich auch viel klarer sehen was gut und was falsch ist, wann es genug ist, usw.


    ja, klar, wenn ich "meine tage" habe grübele ich immer noch, aber ich mache mir keine sorgen mehr darüber, ich denke eher "ja, fi**t euch, blöde gedanken", ich nehme sie nicht mehr (so) ernst.


    achso, taten zählen ja mehr als wissen, man muss aber wissen was man tut, und wieso, und am besten bevor man es tut... ;-)


    -


    hey, muss ich angst haben, da du nicht schreiben willst was du über mich denkst? :-o


    hiiilfeeee..... ;-D


    -


    und zu guter letzt, "gar nichts geht" stimmte vielleicht bis jetzt, ich bin aber überzeugt das jetzt doch was geht, wahrscheinlich als aussenstehender sieht man es besser, du als direkt interessierter glaubst nur noch nicht so recht daran...


    ich bleibe dabei, auch wenn es monoton klingt, hör' doch auf dir blödsinn einzureden, und merke doch das du auch ein paar schöne erlebnisse hast, freue dich darüber, und freue dich, das du wieder freude empfinden kannst, freue dich über nette leute und nette mädchen, über dein mandala und keine ahnung, über alles was gut ist, es gibt viel davon, das bisher in deine schwarze brille hängen bleibt.

    So war das nicht gemeint dass nichts hängen bleibt, es ist mit dem Handy einfach doof, normalerweise habe ich am PC 2 Tabs auf und wechsle von Beiträg zu Antwort .


    Die Arbeit dieses leidige Thema erlaubt mir keine Ruhe, der Gedanke alles hin zu schmeißen und zu beenden ist einfach beruhigend.


    "es würde mich wundern wenn bei dir deine ängste gerade da streiken würden..."


    Ja aber man braucht ja eigentlich keine angst haben ,im Gegenteil man könnte es als etwas positives sehen, man sagt "lebe jeden Tag als ob es dein letzter wäre", das könnte man dann tatsächlich umsetzen, ich würde vielleicht sogar meinen Bruder wieder sehen. Und man sieht ja ich wäre lieber Tod als in die Arbeit zurück, andere würden vielleicht einfach sagen sie waren in einer Klinik wegen der Psyche und würden sich gar nichts dabei denken (benzos können manchmal gut sein um so eine Sicht auf die Dinge zu erlangen um das Leben ohne ängste zu sehen, wie unkompliziert es sein kann; habe keine benzos genommen, aber erinnere mich gerade daran) und gut wäre es, aber worauf ich hinaus will, diese ängste sind ja nicht nur auf die Arbeit bezogen, sondern erstrecken sich auf das ganze Leben, ein normaler Mensch vermag sich nicht vorzustellen wie zäh das leben dadurch wird und sie gehen auch nicht einfach durch Exposition weg, sie kommen einfach später oder an anderer Stelle wieder .Da wäre es doch vielleicht auch besser zu sagen ist gut ,habe es gesehen ,das leben ist nichts für mich ; das muss jeder für sich entscheiden. Früher war ich immer ganz stolz wenn ich mir etwas zugetraut habe, da dachte ich dass ich dadurch mit jedem Schritt einem normalen angstfreien Leben näher komme, irgendwann habe ich dann gemerkt dass es so nicht läuft und wo stehe ich heute, mache gar nichts mehr, bin dazu noch depressiv.


    "übrigens, wieso dein wohlfühlen in der klinik und der freundliche umgang deine ängste triggern müsstest du mir bitte besser erklären... ":/"


    Wenn jemand freundlich zu mir ist, ist mir das unangenehm, weil dann steht etwas auf dem Spiel. Bei Leuten die ich nur einmal sehe und dann nie wieder, ist es mir egal ob ich etwas falsches sage oder wie ich mich verhalte. Aber bei meiner besten Freundin z.B. steht eine Freundschaft auf dem Spiel, da bin ich also manchmal unsicher was ich sagen soll. Die Spannung nimmt also mit zunehmender Vertrautheit nicht unbedingt ab. Ich kann dir sagen sozialängste sind das doofste was es gibt, richtig unnütz und dämlich.


    -Beste Freundin Patienten

    guten morgen, notT!


    gut geschlafen, fertig für ein neuer kampf? ;-)


    jaa, ich weiss schon was du meintest, mit den hängen bleiben, ich hab' mir nur ein spässchen erlaubt! ;-D


    ja moment, du missverstehst doch diesen spruch!


    "lebe jeden tag als es der letzte wäre" heisst das du nicht warten solltest, dir und anderen was gutes zu tun, das du jeden moment nutzen und geniessen sollst.


    und wenn du dazu in der lage bist, braucht es doch nicht der letzte tag zu sein, oooder? ;-)


    was die sozialängste betrifft kann ich nicht viel sagen, ich hab' zwar welche, aber offensichtlich in eine deutlich leichtere form. aber da kann ich zustimmen, das durch exposition sie nicht weg gehen, ich habe sogar als "training" gekifft bevor ich zwischen leute ging, weil das oft meine ängste und unsicherheiten verstärkte, aber es hat nicht wirklich was gebracht...


    das du dich zu was traust würde weiterhin gut tun für die selbstsicherheit, und vielleicht für den antrieb, also es stimmt immer noch das du dir dadurch einen normalen leben nähern kannst.


    gegen die ängste funktioniert bei mir aber viel besser dieses rational bekämpfen, ich hoffe und denke das es bei dir auch der fall sein könnte. also, nicht nur der angst zulassen, sondern auch analysieren, als beispiel, ich hatte immer problemen einkaufen zu gehen, ich wusste das die meisten, wenigstens, was anderes zu tun haben, als auf mich zu schauen, und trotzdem fühlte mich immer unglaublich unwohl deswegen, ich war so verunsichert das ich gestolpert bin, hab' zeug fallen gelassen, hab' an der kasse komischen scheiss geredet, usw.


    das versuchen, ruhig zu bleiben, hat überhaupt nichts gebracht, eher habe ich mich noch mehr aufgeregt, weil ich es nicht einmal schaffte, ruhig zu bleiben...


    irgendwann habe ich angefangen die ganze leute einzeln anzuschauen, und kaum jemand hat zu mir geschaut, also, schon beruhigend, ich hab' mehr rumgeguckt als die anderen...


    ich hab' mir gesagt, gedacht, "wieso sollten die jetzt zu mir schauen, es gibt viel komischere leute", oder auch "was bringt es jetzt, wenn ich mich in jeder schaufenster anschaue, ausser das ich auffalle, und vielleicht stolpere, dann habe ich doch die ungewollte aufmerksamkeit auf mich, und jetzt bin ich da, also kann ich mich nicht verstecken, und nicht umziehen, also brauche ich mir auch keine gedanken jetzt darüber zu machen wie ich aussehe", usw...


    und langsam habe ich es geschafft, nach mehrere monaten, sogar alleine zum zug, mit den zug, in der disco!!!


    wer weiss, nächstes mal brauche ich vielleicht auch weniger alk um tanzen zu können... ;-)


    das ist was anderes als sich nur die ängste stellen, das ist rational bekämpfen, du hast angst, ok, wieso hast du angst, was macht dir angst, was könnte passieren? ist es wirklich so wahrscheinlich das es genau so passiert? wäre es wirklich so schlimm wenn es passiert? was kannst du tun damit es nicht passiert? was kannst du machen wenn es passiert?


    ...als ich im zug zur disco fuhr, war ich der einzige der getröpfelt hat, aber richtig, weil ich fast hingerannt bin, und seeehr nervös war. normalerweise wäre ich, noch vor ein paar monaten, sehr auffällig rausgerannt und rot vor scham wieder nach hause gegangen. diesmal habe ich mir gedacht "naja, jetzt haben alle schon gesehen das ich schweissgebadet bin, also, das kann ich nicht mehr verstecken, und, ist was passiert, habe ich komische blicke oder bemerkungen wahrgenommen? nein, nichts davon. hat es also sinn, das ich mir weiter paranoien darüber mache? nein, ich würde mich nur noch mehr nervös machen, und würde dadurch noch mehr schwitzen, ok, dann lasse ich es." hab' versucht an was anderes zu denken, hab' zugehört was die zwei redeten, hab' gelacht wegen den blödsinn was anderen gemacht haben, hab' aus den fenster geschaut, hab' überlegt wie ich aus dem bahnhof und zur disco komme, undundund. und es ist nichts passiert, es ist alles nicht nur glimpfich, sondern super gelaufen... ;-)


    -


    ok, jetzt verstehe ich was du meinst, mit triggern der ängste beim kennenlernen, oder besser kennenlernen.


    aber das ist eigentlich normal, am anfang kennt man den anderen nicht, also hält man sich sehr zurück, irgendwann muss man aber weiter gehen, und den anderen "erforschen", mitsamt grenzen, und auch den anderen die eigenen grenzen zeigen, es ist also klar das es zu konfliktsituationen kommen kann, das ist aber nichts schlimmes, so funktioniert das leben allgemein, und das kennenlernen ins besondere.


    klar, bei dir ist der angstniveau vom anfang an erhöht, also nehme ich an das dir auch diese konfliktsituationen mehr angst machen.


    aber je mehr du jemandem kennst, und er dich, desto mehr vertrauen gibt es, also sind verständnis für und vertrauen zu den anderen grösser, also ist es einfacher zu verstehen wo die grenzen der andere liegen, was die wahrscheinlichkeit eines konfliktes reduziert, und wenn es zu einem konflikt kommt weiss man eher wie der andere es meint, also ist der konflikt nicht so schlimm.


    ich glaube zu verstehen das du allgemein ziemliche problemen mit konflikte hast, wenn ich z.b. die geschichte mit der arbeit richtig deute. das ist aber vielleicht wieder eine andere baustelle als die sozialängste, vielleicht die angst vor der diskussion, oder vor deine vorgesetzten, oder dich zu öffnen, bloss gestellt zu werden, oder...?


    lass dich aber bitte von alledem nicht noch weiter verunsichern, lass dir die hoffnungen davon nicht nehmen, du bist in der klinik genau um bei diese problemen hilfe zu bekommen, ich verstehe schon das es viele verschiedene fronten sind, wo du zu kämpfen hast, aber es ist alles teil von derselben krieg, wenn du hier ein kleines sieg erfährst, hast du mehr streitkräfte frei, die du woanders einsetzten kannst, jedes kleines teil hilft ein bisschen, und insgesamt wird alles ein kleines bisschen besser, und immer besser, in kleine schritte, viel wenig macht am ende auch viel! ;-)

    Noch eine kurze Antwort, NonT, die hast du verdient. Erst mal danke für die ausführliche Stellungnahme zu meinem mich-nicht-beachtet-Fühlen ;-D


    Es ging mir dabei nicht (auch wenn du dich über diese menschliche Schwäche gefreut hast ;-) )nicht vorrangig um das Persönliche, sondern ob ich dich nicht nerve mit meinen Wiederholungen. Denn so viel habe ich dir ja nicht mehr zu sagen. Es geht immer darum: Lass die Benzoes weg, sei offen für Veränderung usw. - was ich dir alles schon mehrfach schrieb.


    Es geht keineswegs gegen dich oder überhaupt persönlich gegen jemanden, aber ich werde nun eine Weile nicht mehr mitschreiben. Ich überlasse bei dir hier dem unermüdlichen Aelixir das Feld, und zwar weil ich bis auf weiteres eine Forumspause einlege. Euch beiden hier alles Gute.

    Meine einzige und beste Freundin hat mich vorher besucht, es hat gut getan, wenn ich vielleicht öfter solche Erfahrungen hätte könnte ich dem negativen etwas entgegensetzen und etwas ablenken und Kraft tanken, aber ich habe sonst keine Freunde. UND sie hat etwas gesagt was mir zum Denken gibt, sie sagte dass sie es wahrscheinlich nicht mehr ertragen würde wenn sie nochmal so depressiv werden würde, dann wurde mir klar, dass es schon schlimm wäre wenn dann so ein Mensch einfach weg wäre, vielleicht hätte man so einen Menschen noch etwas fragen oder sagen wollen und dann ist er einfach weg. Bei mir gibt es nicht viele Menschen die mich vermissen würden, aber doch welche. Vielleicht könnte man den Menschen noch sagen dass man sie lieb hat, aber man leider gehen muss und wenn sie noch etwas fragen oder sagen wollen es jetzt machen können und man könnte ja auch einen schönen Brief schreiben und Fotos machen, das wäre erstmal unendlich traurig, aber es vergeht, das weiß ich, wenn ich denke dass mein Bruder noch leben würde und dann auch in diesem komplizierten Leben leben müsste, ich weiß nicht.


    Ja hayley alles gute. Vielleicht beantwortest du mir vllt irgendwann meine Frage, von was du denn abhängig warst^^


    Aelixir du sprichst viel wahres aus und wie hayley schon schrieb unermüdlich, du verwendest hier Energie und die ist unsterblich, was man an Energie schafft besteht. Unermüdlich mag positiv klingen, aber ich asoziiere das auch mit ruhelosigkeit, der Geist arbeitet dauernd, aber wenn es produktiv ist, ist es doch positiv.


    Etwas traurig bin ich doch dass meine beste Freundin wieder weg ist, aber wir sind weit gelaufen und ich bin etwas müde.


    Es ist so zäh wieder mit Sport anzufangen, klar ist es immer schwer wieder einzusteigen, aber so zäh schien es mir noch nie und jetzt ist es auch psychisch so schwer, ich fange mit lächerlich kleinen Gewichten an und wenig Wiederholungen, das erscheint mir so sinnlos, das einzige was etwas Mut macht ist der memoryeffekt, der Körper erinnert sich und man macht schnelle Fortschritte und ich habe immer Bilder von mir gemacht, nicht zum Posen, nur für mich, ich fand es selber immer faszinierend wie die Venen hervor stehen und die Muskeln definiert sind, obwohl ich nie fürs aussehen trainiert habe, nur auf Leistung und das aussehen kam von alleine.


    Es kommen jetzt auch wieder düstere Gedanken, aber ich schlafe vllt bald.

    Aelixir die ängste rational bekämpfen mag klappen, aber dieser grüblerei bin ich müde, angenommen man geht 10 Situationen durch und und überlege mir für jede Situation nochmal 10 Alternativen, das ist anstrengend. Ok man kann gegen grübeln nichts machen, aber wenn ich über eine Sache nicht mehr grübeln muss bis ich froh. Manchmal ist auch weniger denken mehr. Die benzos haben mein denken immer lahm gelegt und ich fände es mal interessant ob buddhistische Mönche durch Meditation und Übung den gleichen Geisteszustand erzielen können.


    Aber wenn deine Methode dir hilft ist es gut, ich denke nur manchmal dass weniger denken mehr ist und wenn ich über eine Sache nicht grübeln muss ist es doch gut, eine andere Sache ist es natürlich wenn man bewusst darüber nachdenkt.


    Dass wenig viel macht damit hast du recht, ich bräuchte einen Rückzugsort um meine Kräfte aufzutanken, in der Klinik könnte ich für immer bleiben, aber das echte leben da draußen kostet mich kraft, vllt bin ich nicht dazu gemacht, so eine persönlichkeitsstörung ist eine Behinderung, sie behindert einen im Leben, bei allem was man macht.

    hey, guten abend!


    schön, das du besuch hattest, und schön, das es dich gefreut hat!


    und noch schöner, das du von dir aus so einen satz mit "negativen etwas entgegensetzen und etwas ablenken und Kraft tanken" schreibst! :)^


    du wirkst auch etwas entspannter...


    freunde sind doch (auch) dafür da, und das sie doch für dich da ist (und ok, ich zähle mich auch noch halb dazu... ;-) ) zeigt doch das auch du freunde haben kannst, und das zählt schon sehr viel!


    ok, NOCH hast du keine weitere freunde, das ist aber kein unänderbarer zustand, die eine freundin hält zu dir, du hast hier im forum ein paar (nette... :=o ) zumindest für den moment chat-freundschaften geschlossen, du hast das mädchen in der klinik angesprochen, so, oder sogar besser, kann es doch weiter gehen, oder?


    naja, wenn jemand ganz weg ist, kann man ihm nie wieder was sagen oder fragen, nicht nur in den moment, es gibt vielleicht lebenslang sachen die man mit ihm hätte gerne geteilt.


    wenn jemand stirbt ist es eine sache, wenn jemand sich umbringt eine ganz andere, es gibt so viele sachen die man gerne geklärt hätte, es gibt vieles was man vorher nicht ansprechen konnte, es gibt selbstvorwürfe, es ist nicht schön für die, die zurückbleiben...


    würdest du dir nicht auch selbst vorwürfe machen, wenn deine freundin irgendwann weg wäre, ob du es hättest irgendwie verhindern können?


    würdest du es wirklich so schnell wegstecken?


    oder wie geht es weiter, dann bringst du dich um weil deine freundin weg ist, dann deine mutter weil sie keinen sohn mehr hat, usw?


    das ist doch nicht sinn der sache, oder?


    sehe es so, wenn deine freundin sagt "wenn es ihr wieder so ginge" heisst das es ihr jetzt besser geht, wäre das nicht eher grund zur freude?


    das leben ist kompliziert, ja, kann aber AUCH viel freude bereiten, nicht nur, natürlich, aber das bisschen freude macht es wert, dafür zu kämpfen, der rest zu ertragen.


    ich weiss, bisher hast nur nicht viel schönes erlebt, und wahrscheinlich nicht viel schönes erkannt, aber es ist nie zu spät, um damit anzufangen...


    und du hast jetzt angefangen, also, zieh' es doch durch! ;-)


    ist die freundin auch in irgendwelche therapie?


    -


    "du verwendest hier Energie und die ist unsterblich, was man an Energie schafft besteht."


    heeey, das klingt wunderschön, du bringst mich noch zum heulen!!! :)_


    ich hoffe echt das ein bisschen von diese energie bis zu dir durchkommt, das sie dir helfen kann, das du deine schwere zeiten durchstehen kannst! (ich kann es leider nicht so poetisch wie du, bei mir klingt es plump und platt, aber ok, der gedanke zählt...)


    unermüdlich bin ich sicher nicht, aber sowas kostet mir keine kraft, es gibt mir sogar welche, wenn ich irgendwie ein kleeeines bisschen helfen kann gibt es doch nichts schöneres, was nützlicheres, was ich mit meine zeit anfangen könnte fällt mir nicht ein! ;-)


    -


    achsooo, die bilder sind nur für dich, schaaade, ich hatte schon gehofft... ;-D ;-D ;-D


    ja, wie du sagst, aller anfang ist schwer, und jetzt beschäftigt dich auch viel anderes, nimm' dir nicht zu viel vor...


    ...aber vielleicht etwas öfter im wald spazieren gehen? das scheint dir doch gut getan zu haben...


    auf jeden fall ist es gut, das du wieder mit sport angefangen hast, darfst dich auch selbst loben, so, zur abwechslung! ;-)


    -


    doch doch, man kann auch gegen grübeln was machen, ich hatte dir doch von meinem patentierten super objektivitätstraining zum einschlafen erzählt... ;-D


    es ist eigentlich ähnlich wie mit den ängsten, ich mach' mir auch für jede situation 350 gedanken über jede der 350 möglichkeiten die mir einfallen, für jede der 350 sachen die passieren könnten, und das für jeder der 350 situationen die ich denke unter kontrolle haben zu müssen. dann noch die ganzen gedanken dazu ob ich bescheuert bin, weil ich mir so viele gedanken mache, weil eigentlich halte ich es für richtig, alles zu überlegen, aber dann verplempere ich nur zeit, also fangen die selbstvorwürfe an, und dann finde ich mich blöd weil ich mir vorwürfe machen, dann denke ich aber blöd bin ich nicht, also wieso mache ich das ganze, usw, und das war nur die erste sekunde von manchmal halbe tage wo ich dann natürlich überhaupt nichts auf die reihe kriege... ":/


    manchmal hilft es aber, sich "moment, stop, das bringt jetzt nichts" zu sagen, und das ganze gedankenknäuel nicht zu beachten, den teil was man dazu aktiv denkt weg zu lassen, so das die gedanken nur im hintergund laufen, und manchmal klappt es sogar, das man sich auf einen, oder ein paar gedanken konzentrieren kann, es ist schon viel einfacher, nur 350 möglichkeiten auf einmal in betracht zu ziehen, als 350x350x350x350x350...


    in gewisser hinsicht geht es auch hier darum klarer zu sehen, und realistischer, alles auf einmal kann man nicht lösen, und wenn es immer diesselbe gedanken sind, die sich im kreis drehen, und wiedergekaut werden, kann niemand zu eine lösung kommen.


    also, karrussel stoppen, einen wagen raussuchen, und dann kann man schauen was man damit machen kann.


    natürlich ist das alles theorie, aber irgendwann funktioniert es auch...


    du kannst beeinflussen, ob du grübelst oder nachdenkst, das funktioniert aber sicher nicht, solange du dir sagst das es nicht funktionieren kann... ;-)


    ich hab' dich schon so oft mit diesen anderen blickwinkel genervt, ich hab' fast angst weiter darüber zu reden, aber es ist so, also, ich bin kein psychologe, ich kann nur vergleiche mit mir ziehen, aber genau deswegen sage ich es, meine depressionen sind immer noch da, mein ADHS ist immer noch da, mein charakter hat sich auch nicht geändert, nur eines ist anders, mein blick auf das alles.


    und ich bin überzeugt das es bei dir auch viel bringen kann, in alle mögliche hinsichten, denn in unseren hirn ist doch alles vernetzt, also, egal ob ängste, grübeln, egal welche problemen, anstatt die panik zu kriegen, die hoffnung zu verlieren, die kräfte dafür zu verwenden, sich zu sagen wie schlecht es einem geht, kann man auch, wenn es auch nicht einfach ist, eben die schwarze brille absetzen.


    also, nicht "es ist alles zu viel" sondern "ok, was haben wir da", nicht "ich schaffe es eh nicht" sondern "ok, mache ich", nicht "es ist alles scheisse" sondern "das hat aber gut getan", usw...


    aber wie oft gesagt, es geht nicht darum sich was einzureden, es ist eine verdammter schalter, der umgelegt werden MUSS, so das du aufhörst, dir alles einzureden wie bisher.


    aaaber, und das ist der haken, du musst selber dran glauben, der rest der welt, sei es klinik, freundin oder ich, kann dir nur dabei helfen, z.b. bei der wiederentdeckung von was schön ist und gut tut, oder ein bisschen nähe, abwechslung, interesse an dir, ganz besonders therapien usw, den weg musst du gehen.


    aber schon der weg macht freude und spass, und wie schon gesagt, ich glaube du bist schon auf den weg, aber ich hab' den eindruck das du selbst noch nicht ganz daran glaubst... ;-)


    -


    du hast doch jetzt einen rückzugsort, du hast doch deine eigene wohnung, und eben zur zeit die klinik, ich finde es gut das du sagst das du für immer da bleiben würdest, das geht aber nicht, was geht ist aber das du dort sehr viel lernen kannst, und eben kraft tanken, und ich hoffe du wirst danach weiter ambulant betreut...


    das solche störungen an vieles hindern ist eine tatsache, es wäre aber ein grosses fehler das als unveränderbar zu sehen, selbst behinderungen können vorübergehend sein!!! :)_

    Ja mir ging es etwas besser, aber das war leider verflogen als ich heute morgen aufgewacht bin, es ist einfach zuviel negatives und vor der Zukunft habe ich Angst.


    "...kein unabanderbarer Zustand..."


    Ähm ich bin seit Jahren alleine und wie ich deshalb schon gelitten habe, es kommt ja auch nicht von ungefähr, mir fällt es schwer Freunde zu finden, weil ich zu schüchtern bin und schlicht nicht weiß wo überhaupt. Und mir fällt es schwer Freundschaften oder auch nur Bekanntschaften zu halten. Und noch wegen ein paar anderen Gegebenheiten.


    Ich habe das Mädchen nicht angesprochen, wir haben halt einfach geredet.


    Naja ob man es schnell wegsteckt ist individuell verschieden und wie wichtig einem die Person war, es kann natürlich schon eine Weile gehen.


    Naja ich kann mir halt nicht vorstellen dass es mir einmal soviel besser gehen sollte, dass ich neuen Lebensmut kriege, dafür waren die letzten Jahre zu perskektivlos und enttäuschend, meine lebensmüdigkeit kommt ja nicht von ungefähr, in jungen Jahren hatte ich sehr viel Hoffnung, aber die wurde immer wieder enttäuscht.


    Aus was das Bewusstsein besteht weiß ich nicht, aber denken tut man doch durch elektrische Impulse im Gehirn und Elektrizität ist Energie und die vergeht nie. dadurch und durch das was man geschaffen hat, z.B. Bilder gemalt lebt man weiter, natürlich durch seine Kinder wenn man welche hat, obwohl ich nie welche haben werde, das wäre wohl auch besser, ich komme ja mit mir selber schon nicht klar.


    Aber dich würde ich schon noch einmal treffen wollen.


    Ach wenn du sie sehen willst ,obwohl lieber nicht ^^


    "...aber vielleicht etwas öfter im wald spazieren gehen? das scheint dir doch gut getan zu haben..."


    Das habe ich früher oft gemacht, aber ich habe mich immer so alleine gefühlt, es hat immer etwas gefehlt.


    Manchmal frage ich mich auch ob ich adhs habe, da gibt es doch auch Typen die eher ruhiger sind, als Kind war ich eher wild, aber nur wenn ich mich sicher gefühlt habe, z.B. wenn etwas neues unbekanntes kam wie schulanfang, war ich still und ängstlich, hatte ich mich aber eingelebt war ich teilweise unverschämt.


    Ich würde aber gerne für immer in der Klinik bleiben, in geschütztem Rahmen und wenn ich weiß was ich machen muss komme ich gut klar, vielleicht würde ich auch im Gefängnis besser klar kommen.


    Naja seitdem ich denken kann war die angst da und jetzt sollen 8 Wochen etwas daran ändern, ambulant weiß nicht, wenn ich mich selber darum kümmern muss nicht.

    mahlzeit, notT!


    hmm, wieder die WE-depression, nicht gut...


    ja komm, wieso "zu viel negatives", du sagtest das die woche gut war, es ist nichts schlimmes passiert, hattest sogar ein paar gute erfahrungen, gestern mit der freundin war schön, also, eigentlich hättest du grund zur freude, lasse es doch zu...


    nicht nur das negative kommt nicht von ungefähr, also, wenn du weiterhin denkst das sich eh nie was ändern wird, dann wird sich auch nie was ändern, und das du das kannst wissen wir beide doch sehr gut! ]:D


    aber, darausfolgernd, wenn sich was ändern sollte, müsstest du zumindest die möglichkeit zulassen, das sich was ändern könnte.


    und da hapert es noch gewaltig, würde ich sagen... :-(


    naja, wenigstens am WE, unter der woche schaffst du es scheinbar doch dich zu freuen, und sogar mal ein bisschen spass zu haben, aber endeffekt bringt es auch nichts, wenn du dir gleichzeitig denkst das es eh nichts bringt, und es so schnell wie möglich wieder vergisst, denn es gibt doch negativeres, worüber du denken musst... ;-)


    genauso ist es mit der klinik, ja, das ist schön, und du fühlst dich gut aufgehoben, aber wenn du eh denkst das es nichts bringt, dann brauchst du auch nichts zu tun, ausser da zu sein, ein bisschen mitmachen, aber weiter alles schwarz sehen, und am ende kriegst du sogar die bestätigung das es eh nichts bringt...


    mann, ich könnte dich schütteln!!! ]:D


    ich muss einkaufen gehen, hab' zu viel geraucht beim 350 mal neu schreiben um nicht zu böse zu sein... ;-D ]:D ;-D


    nein, ich bin dir böse, aber du bist echt ein harter brocken!!!


    achsooo, apropo harter brocken, dochdoch, zeig' die bilder her, es geht doch nicht, den stein werfen und die hand verstecken! ;-)

    Außerdem ist es ja bei jedem Mensch verschieden, dem einen geht es irgendwann besser und der andere geht halt unter im Leben, über letztere hört man weniger, das will man nicht hören. Und ich denke nicht dass es egoistisch ist wenn man nicht mehr kann, man kann doch nicht nur weiter leben der anderen wegen, das ist doch auch nicht Sinn der Sache ; wenn man einen Mensch mag, kann man doch nicht wollen dass jemand so leben muss und nur weiter dahin siecht dass man selber nicht traurig ist.

    Ja es hapert gewaltig, aber ist das bei Depression nicht normal, oder bin ich wirklich ein ganz abnorm schwerer Fall (fürchte ja, denn ich bin schon soviele Lebensjahre depressiv und habe noch andere Störungen ).


    Ich kann auch nicht an Veränderung glauben, weil ich so lebensunfähig bin, man kann mir doch nicht alles von der pieke auf erklären.


    Unter der Woche geht es mir auch nur in der Klinik besser, daheim ist es auch schlecht, hätte vollstationär gehen sollen.


    Ich würde ja gerne denken und glauben dass es etwas bringt, vielleicht sollte ich es mir einreden.


    Du musst so einem harten Brocken nicht mehr schreiben, es bringt ja ohnehin nichts. War das jetzt eine selbsterfüllende Prophezeiung?


    Was ich aber weiß dass mich so ganz schwer depressive mit ihren ewigen negativen Mantras nerven ,es ist wirklich mühsam man schreibt und schreibt und nichts kommt an, da sag ich dann auch ist gut dann mach halt so weiter, andererseits kann ich ja auch nicht erwarten dass ich durch mein schreiben mit so einer Person etwas an einer langjährigen Depression ändern kann. Aber ich verstehe wenn man irgendwann resigniert mit so einer Person nicht mehr schreiben mag, jetzt auf aelixir bezogen du schreibst dir hier ja wirklich deine Finger wund, ich finde es nett und stimmemit dir im Großteil überein aber das musst du nicht

    soo, eingekauft, gegessen, und jetzt habe ich zeit, ruhe, und gaaanz wichtig, zigaretten!!! ":/


    ops, und ich hoffe ich hab' keine falsche eindrücke in dir geweckt, ich war nicht wegen dir genervt, ich war nur hungrig, ohne zigaretten, und genervt weil ich kein bock hatte zu duschen, einkaufen fahren, kochen usw...


    also, ich bin immer noch da, und sooo schnell wirst mich garantiert nicht wieder los!!! ]:D


    -


    jaa, ich weiss immer noch nicht ob ich so geeignet bin, um dich von selbstmordgedanken abzubringen, aber ok, vielleicht doch, denn wenigstens kann ich darüber reden ohne gleich in panik auszubrechen, und ja, ich kann dich doch vielleicht schon zu gut verstehen, in der hinsicht...


    aaalso, natürlich ist ein selbstmord egoistisch, denn das tut man nur für sich selbst, und man verursacht anderen schmerzen und paranoien, aber der eigene schmerz ist grosser, wichtiger.


    das paradoxe bei egoismus und mut, die man bei so einen akt braucht, ist das die beiden gar nicht so falsch sind, in gesundem mass, das bekloppte daran ist aber die beiden ein leben lang zu unterdrücken, und erst darauf zurückzugreifen um zu verschwinden...


    so, ganz salopp, deine ängste machen dich kaputt, aber ist nicht genau mut der probateste mittel gegen ängste?


    also, eigentlich könnte man diesen mut gegen die ängste verwenden, anstatt um davon zu laufen...


    du machst dich kaputt bei den gedanke, was die anderen von dir denken könnten, wäre ein bisschen gesundes egoismus nicht dafür geeignet, um ausnahmsweise auf deine bedürfnisse zu achten, an das was du von eine situation haben könntest, anstatt darauf, was alles alle anderen eventuell denken könnten?


    ist es nicht doof, dich dein ganzes leben lang das leben kaputt zu machen, weil du das bisschen egoismus nicht nutzen kannst, um dann als egoist zu gehen?


    zur selbstmord braucht man eine gute dosis "mir scheissegal"-einstellung, ist es nicht gerade ein mangel davon, das dir viel zu vieles viel zu wichtig erscheinen lässt?


    ist das leben zu unwichtig, um diese einstellung dafür zu verwenden?


    was für einen sinn hat, sich so viel mühe zu geben um schluss zu machen, wenn du dir dein ganzes leben lang einredest, das du gerade diese mühe nicht aufbringen kannst?


    ja, ich weiss, der klassische grund für selbstmord ist das man die schnauze voll hat, weil man "nur" negatives erlebt hat, oder weil man vieles davon "nur" als negativ wahrgenommen hat, ok, wir hatten es schon oft darüber das es nicht sein kann, das alles scheisse ist, und oft hast du zugegeben, das es zumindest möglich sein könnte, und das wäre urtypisch für depressionen, das du das schöne, das gute, einfach nicht wahrnimmst.


    also, wieso geht es dir schlecht? nein, nicht weil alles scheisse ist, sondern weil dir das schöne und gute fehlt, es ist zwar da, aber es kommt bei dir nicht an, weil du (ich sage absichtlich angeblich) weder mut, noch egoismus, noch mir egal einstellung usw aufbringen kannst.


    ok, was heisst es, wenn es einem gut geht, die abwesenheit von scheisse? kennst du jemand, der keine problemen hat? ich nicht, klar, es gibt genug leute die scheinbar viel glück gehabt haben, aber ehrlich gesagt ich bin froh das ich viel scheiss erlebt habe, denn dadurch habe ich wenigstens was vom leben gelernt und verstanden, ich weiss vieles zu schätzen usw.


    also, das es einem gut geht heisst nicht das er keine scheisse mehr erlebt, sondern das derjenige auch genügend gute und schöne sachen erlebt.


    also, zusammenfassend, du hättest die ressourcen in dir (gesundes egoismus, mut, scheissegal-einstellung, das sind nur beispiele, es gibt viel mehr), um dein leben so zu ändern, das es dir zumindest besser gehen könnte, aber das es dir besser gehen soll ist nicht so wichtig, das du diese ressourcen benutzen würdest, also lieber leidest du weiter, bis du diese ressourcen dafür ver(sch)wenden kannst, um sicher zu sein das du dich nie wieder besser fühlen kannst? ??? ? es klingt doch ein bisschen komisch, oder?


    auch was die anderen betrifft, jeder der dich mag würde sich freuen wenn du nicht mehr leidest, aber keiner würde sich freuen wenn du nie wieder was schönes erleben darfst, jeder wünscht sich das beste für dich, der tod wäre aber das schlimmste, auch wenn du es (noch) nicht so siehst, dein blick ist von diesen scheiss schwarze brille der depressionen völlig verstellt, wenn du sie ablegen kannst wirst du verstehen wieso alle so dagegen sind, klar das viele dich nicht verstehen, das stimmt schon, aber gottseidank, denn nicht alle sind depressiv, aber merke du auch das du die anderen nicht verstehst, nicht weil du blöd bist, denn das bist du sicher nicht, sondern wegen diese scheissdepressionen die dazwischen funken, die jeden signal schwarz färben, bevor es bei dir ankommt.


    deswegen kannst du nicht auf besserung oder veränderung glauben, du bist nicht lebensunfähig, du wirst "nur" von eine bescheuerte, böse krankheit verhindert, die leider schwer zu fassen ist, aber doch kurierbar, oder zumindest deutlich verbesserbar, und weisst du was das schöne dabei ist?


    man sagt das bei jede krankheit 60% psychisch bedingt ist, also stell' dir vor was für eine kraft in jeder von uns steckt, vor allem wenn man diese kraft gegen die krankheit verwenden kann.


    das ist kein hokuspokus, auch wenn ich nicht wirklich weiss inwieweit das erforscht oder erklärt ist, und ja, am ende geht es doch nur um hirnströme und botenstoffe, und so ein zeug wovon ich keine ahnung habe :=o , es ist aber bewiesen das freude gut tut, das körperkontakt freude bereitet, das sich auskotzen beruhigt, das hoffnung hilft, das sex entspannt, undundundundundundundundund...


    und bei dir auch, also brauchst du dir eigentlich gar nichts einzureden, du brauchst "nur" das ganze ein bisschen zu verstehen, oder zumindest zu verstehen das es funktioniert, wenn auch nicht wie.


    bei mir würde das sich einreden nichts bringen, aber wer weiss, du redest dir schon sooo lange soooooooooooooo viel scheiss ein, das es vielleicht bei dir auch im positiven was bringen könnte... ;-D


    einen versuch wäre es auf jeden fall wert, jeden versuch ist es wert, DU bist es wert, du bist nicht ein problem, du bist eine wunderbare maschine die einen problem hat, also hör doch auf dich selbst runter zu machen, zeig' deine eier (mir auch, wenn du willst |-o , ich meinte es aber metaphorisch... ;-D ), und bekämpfe diese scheiss depression, du kannst es, du musst es, sonst hast du dich weg geschmissen, und das wäre viiiiiiel zu schade!


    glaub' mir, und allen anderen, du kannst so wahnsinnig viel nachholen von dem was du bisher verpasst hast, hol' dir die ganze freude die dir zusteht, sie wartet nur auf dich!


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    wieso sollte man dir nicht alles von der pieke auf erklären, wo wäre das problem? leben tust du schon lange, halbwegs wenigstens ;-) , also alles musst du nicht neu lernen, wie schon oft gesagt, es ist eigentlich nur eine kleine blickwinkeländerung, es wird sich an sich nicht viel ändern, aber du wirst alles ganz anders sehen, ohne schwarze brille...


    du wirst staunen, wie viel gutes das leben auch für dich bringen kann...


    nein, natürlich nicht nur gutes, das zu glauben wäre genauso bekloppt wie dein jetzigen "nur schlechtes", und vielleicht sogar gefährlicher, aber es gibt so vieles, was dir bisher verwährt blieb, obwohl es so nah ist...


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    "es bringt nichts" ist die mutter aller selbsterfüllende prophezeiungen, und die einfachste zu erfüllen, du hast doch schon so viele jahre erfahrung damit, du müsstest es am besten wissen... ;-)


    probier mal gerade diese prophezeiung infrage zu stellen, ein "und wenn doch?" wäre schon ein sehr guter anfang, aber wie gesagt, wenn es bei dir so gut funktioniert, kannst es sogar mit "diesmal klappt's" versuchen, da ist aber die selbsterfüllungswahrscheinlichkeit nicht mehr ganz so hoch, denn bei jede sache gibt es wenige richtige wege, aber vieles was man falsch machen kann. es bleibt so, der einfache weg ist noch nie der beste gewesen, es hat aber seinen sinn, denn ohne schwierigkeiten gäbe es kein lerneffekt...


    wie wäre es damit, auf prophezeiungen zu verzichten, und stattdessen das beste zu versuchen, und offen für einen ergebnis bleiben? ;-)


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    neeneeeneeeee, wie schon gesagt, so schnell wirst mich nicht los, die negative mantras sind natürlich nicht das was ich mir erhoffe, aber es sind auch nicht alles was ich an feedback bekomme, ich hab's schon oft gesagt, ich finde du machst doch kleine fortschritte, ich freue mich jedesmal das du was schönes erzählst, oder locker viel schreibst, usw.


    ich weiss das ich gar nichts muss ]:D , ich mache es aber gerne, und ich mache gerne weiter solange ich den eindruck habe das es dir doch ein winziges kleines bisschen gut tun kann, und das du dir doch ein paar gedanken machst, ich habe keine erwartungen, aber grosse hoffnungen, und ich glaube an dir, und irgendjemand muss dir doch die möglichkeit geben, das für dich selbst zu lernen, oder? ;-)


    naja, als "lehrer" sehe ich mich nicht wirklich ":/ , "freund" ist mir viiiel lieber... :)_


    mach' dir keine gedanken darüber, ob und wann ich resignieren soll, sooo schnell wird es nicht passieren, und das kannst mir überlassen, klar, es sei denn ich nerve dich, und das müsstest du schon sagen, das darfst du auch, ich bitte darum!!! :)z


    ich mag harte brocken, ohne herausforderung wäre es doch langweilig... ;-)


    jaaa, und immer noch apropo harte brocken, wooo bleiben die bilder? ;-D