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    Ich frage mich, wie die Mutter überhaupt auf Borderline gekommen ist und ob sie weiß, was das wirklich ist? Hat sie die Diagnose selber gestellt???


    Was ich auf jeden Fall bedenklich finde ist, dass das Mädchen bisher anscheinend nicht in Therapie war. Bei den Eltern eines Kindes mit deutlichen psychischen Problemen, sollte man erwarten, dass alles daran gesetzt wird, dass dieses schnellstmöglich die Hilfe bekommt die es braucht. Hier liest sich das so, als sähen die Eltern die Lösung der Probleme ihrer Tochter eher in härterer Erziehung...


    Ich hoffe, dass diese Eltern jetzt endlich aufgewacht sind und sie durch Gespräche mit den Ärzten ihrer Tochter endlich wissen, wie sie dieser beim Gesundwerden unterstützen können und sich entsprechend informieren. Ansonsten wäre ein Wohnortwechsel weg von den Eltern sicherlich keine schlechte Option.

    Sie hat mir geschrieben, dass sie jetzt gerade auf dem Weg zu einem Psychiater ist.


    Vorher war sie in Verhaltenstherapie für ein paar Wochen, aber der Typ kann nichts, ich habe sie dazu gedrängt ihm von den Gedanken zu berichten, weil ich dachte, er ist ein Profi, aber der Typ hat gar nichts unternommen...


    Das ist so unglaublich

    @ Mariposa

    Die Eltern müssen und können ihn gar nicht von seiner Schweigepflicht entbinden. Der Patient ist der einzige, der dem Arzt die Erlaubnis geben darf, die Schweigepflicht zu brechen, bis auf Ausnahmen. Wenn ich meinem Psychiater etwas erzähle, darf er das auch nicht einfach so an meine Eltern weiterverraten.

    Nun, Du hast insofern Recht, dass Dein Psychiater Deine Eltern ohne Deine Zustimmung nicht informieren darf, da Du ja schon Dein 16. Lebensjahr erreicht hat.


    Somit hat Deine Freundin ihren Arzt von der Schweigepflicht Dir gegenüber entbunden? Trotzdem, ich staune sehr über manches, was Du hier schreibst.

    Hey, so wie es aussieht, wird meine Freundin nun doch in einer Klinik in Herborn untergebracht.


    Sie meinen es ist nur "für ein paar Tage", sorry aber ich hege da ein großes Misstrauen...


    Hat jemand Erfahrung mit dieser Klinik gemacht, insbesondere wie sind Regelungen mit Handy, Besuch usw. Und Aufenthalt, wie groß steht die Chance dass sie dann wirklich nach ein paar Tagen wieder draußen ist ?? Ich misstraue Kliniken einfach, nachdem ich meine Erfahrung damit gemacht habe.


    Ich hab ihr trotzdem gesagt, sie soll das als Chance sehen und als Therapieanfang. Und vielleicht darf ich sie ja "sogar" besuchen, anders als sie mich in meiner Klinikzeit :(v


    Wenn sie es trotzdem gar nicht aushält, hab ich ihr gesagt, kann sie mir das sagen. Immerhin hat sie gerade selber am Telefon gesagt, dass es eher auf Zwang basiert, und wenn es ihr nichts bringt, und sie sie vielleicht zwingen wollen, trotzdem drinnen zu bleiben, dann möchte ich ihr helfen. Vielleicht sehe ich das zu kritisch und zu misstrauisch, aber Leute gibts...


    Ich hab ja auch nichts gegen die Ärzte möchte ich gleich anmerken, ich finde es gut, dass sie in der Nähe von Ärzten ist, aber ich weiß halt aus meiner Klinikzeit, dass die Betreuer richtig Schei*e sein können...

    Zitat

    Hat jemand Erfahrung mit dieser Klinik gemacht, insbesondere wie sind Regelungen mit Handy, Besuch usw.

    Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir manchmal ganz gut getan hat, keinen Besuch zu bekommen und mein Handy nur eingeschränkt benutzen zu dürfen. So beschäftigt man sich mal mit sich selbst und kann sich nicht dauernd ablenken.


    Ich hab aber keine Ahnung davon, wie es in dieser Klinik geregelt ist, kommt sicher auf die Station an, auf die sie kommt.

    Vielleicht sollte deine Freundin auch ein wenig offener gegenüber der Klinik sein.


    Klar ist es erstmal zwang, aber sie könnte ja auch sagen "gut, ich teste es ein paar Tage, vielleicht ist es ja sogar gut für mich"...


    Schwer in der Situation, kann es mir schon vorstellen, aber es kann ja ein Einstieg in die ambulante Therapie sein

    Zitat

    Wie genau meinst du "Gespräche mit Eltern und Freundin zusammen" nur sie beide, oder Betreuer oder sonst jemand anderes dabei ?

    Ich meinte Therapeut und dann Freundin mit Familie zusammen und wenn sie will dann auch mit dir zusammen. Einfach damit ein Moderator da ist, jemand der Ahnung hat und erklärt was sinnvoll ist und wo die Möglichkeiten liegen. Auch damit du fragen kannst wieso es diese oder jene Einschränkung geben kann oder muss.


    Zur Klinik:


    Nein, die kenne ich nicht, aber in meiner Klinik herrschte mindestens drei Wochen lang Kontaktsperre, man wurde angehalten es auf ein Minimum zu begrenzen, einfach weil man sich sonst nie ganz auf den ganzen Betrieb einlässt. Man braucht die Klinik als sicheren Raum, einen Schutzraum in dem man sicher ist vor den Problemen vor draussen, wenn man dann vnon Freunden, Partnern oder Familienangehörigen irgendwas negatives mitbekommt steht einem das in der Klinik im Weg, man ist gesitig nicht voll da und noch dazu ist man ja hilflos weil man in der Klinik ist. Damit wird die Klinik vom Schutzraum zum Gefängnis und dann kann man da gar nichts mehr erreichen.


    Dazu kommt noch das man ja meist als kranker Mensch in kranken Struckturen lebt und wenn man die immer wieder an den Hacken hat, so über Besuch, dann ist das auch nicht hilfreich. Es geht um einen selbst und viele die so unsicher sind, orientieren sich viel zu sehr an dem was die anderen Menschen wollen. Erst wenn sie das nicht immer wieder hören, können sie sich selbst richtig wahrnehmen.


    Wenn du eine Maßnahme nicht verstehst, oder auch sie, dann bittet darum euch zu erklären welchen Wert das haben soll.


    Natürlich können Betreuen Deppen sein, sind ja auch Menschen, direkt nach meinem Klinikaufenthalt hätte ich das über meine Therapueten auch gesagt. In der langen Rückschau kann ich allerdings sagen: Sie hatten Recht, ich wollte nur nicht hören was sie mir zu sagen haben. Ja, sie haben Fehler gemacht, aber da war auch viel gutes dabei und ich war einfach nur noch nicht soweit da mitzugehen.


    Also geh erstmal davon aus das die Menschen da helfen wollen und selbst wenn sie mit einem Betreuer nicht klar kommt, wenn man sich vernünftig benimmt und dann mit den Menschen da spricht und sachlich erklärt wieso man mit der Person nicht kann, ist es auch möglich den Betreuer zu wechseln. Also seht es erstmal positiv, sie kommt zu Hause raus und kann die Füße auf den Boden bekommen und du bist auch entlastet.

    @ Danae87

    Ich versuche mir ja einzureden, dass mein grundsätzliches Misstrauen in diesem Fall vielleicht nicht zutrifft. Wir haben telefoniert vorhin, und da hat sie mir erzählt, dass sie 14 Tage da bleibt, wahrscheinlich weil die Medikamente erst nach 14 Tagen circa wirken. Sie durfte ihr Handy nicht behalten, aber es gibt ja in jedem Klinikum Telefone


    Ich versuch auf jeden Fall mal, sie zu besuchen, mit ihr zu telefonieren etc.


    Halt unterstützen während ihrer Klinikzeit, die hoffentlich wirklich nur 14 Tage dauert. Danach kann sie ja eigentlich ambulant therapiert werden, wenn nichts dazwischenkommt. Das hat zumindest dieser Gutachter gesagt.

    Wenn sie nun Medikamente bekommt ist das sehr sinnvoll. Denn die wirken erst Antriebsverstärkend und dann stimmungsaufhellend. Deshalb steigt erstmal das Risiko für einen Suizid bis die Medikamente die volle Wirkung entfallten. Es ist also zu ihrem Schutz sehr sinnvoll unter Beobachtung zu sein.

    Hey Leute, noch eine Sache.


    Und zwar hängt sie sehr an mir, als sie in die Klinik kam ist sie gleich kurz raus gerannt und hat mich angerufen bevor ihr das Handy abgenommen wurde. Nun höre ich von ihrer Mutter, dass sie nicht bleiben möchte, weil sie mich nicht sehen kann, und jetzt meint die Mutter, dass die Ärzte sagen, dass sie erstmal keinen Kontakt zwischen ihr und mir wollen, da die Therapie keinen Sin hat solange sie ihr Leben von meinem abhängig macht.


    Ich denke allerdings manchmal, dass die Mutter das Ärzte-Argument vielleicht erfindet, damit wir uns nicht sehen, ich hatte von Anfang an das Gefühl, das sie mich nicht mögen.


    Denkt ihr ich bilde mir das ein oder könnte sie das tatsächlich erfinden ?


    Es waren zuerst auch 1 bis 2 Wochen angesagt, dann wurde meiner Freundin direkt am Anfang (Mittwoch, sie wurde am Dienstag eingewiesen) gesagt, dass sie vielleicht länger bleibt...


    Ich will lieber das sie länger bleibt und dafür stabil ist, aber ich stell mir sofort vor, dass sie sie am Ende da 5 Wochen oder so gegen ihren Willen drinbehalten.


    Ich mein mir wird gar nichts gesagt, die Mutter richtet mir was aus wenn sie mit ihr telefoniert, aber mir wir jede Chance genommen, mit ihr zu telefonieren, sie zu sehen, ich weiß nichtmal auf welcher Station sie ist. Ich werde kaum miteinbezogen, dabei schreibt sie mir doch so eine wichtige Rolle in ihrem Leben zu, aber ich werde trotzem komplett außen vor gelassen. Hätte sie nicht mit mir telefoniert, würde ich wahrscheinlich nicht mal die Klinik wissen.


    Dabei bitten mich die Eltern, sie gut zu unterstützen, aber ich denk mir : JA WIE DENN ??


    Ich weiß einfach nicht wie, ich hab das Gefühl das alle gegen mich und sie sind. Ich mein, ich dachte im Krankenhaus wird sie überwacht bis die Pillen wirken, wenn sie sie jetzt noch länger drin behalten, obwohl sie das von Anfang an nicht wollte, eine Tagesklinik ist ja auch noch eine Option eigentlich.


    Ich hab das Gefühl sie ist unerreichbar für mich, aber ich weiß dass sie mich auch so unheimlich vermisst. Ich hab ihr einen Brief geschrieben, er heute angekommen sein sollte, aber ich bekomm nichtmal darüber Auskunft, ich weiß nicht mal ob sie ihn bekommen hat, ich weiß nicht wie es ihr geht, ich weiß gar nichts.

    Es ist üblich in einer Klinik in der ersten Zeit "Kontaktsperre" zu haben - das betrifft aber eigentlich alle Personen, auch die Eltern.


    Erst wenn der Patient gefestigt ist und kooperativ, wird diese Sperre aufgehoben.


    In einem Thread wurde erwähnt, dass Zwänge nicht heilbar seien - so ein Quatsch!!!! Mit einer richtigen Verhaltenstherapie, am idealsten stationär, ist das auf alle Fälle möglich. Erkundige dich mal, ob die Klinik das anbietet und wenn nicht, suche für deine Freundin eine verhaltenstherapeutische Klinik. Ohne diese Therapie wird sie ihre Zwänge ewig haben.....


    Depression und Zwang ist leider verwandt, also gleiche Transmitter sind betroffen.


    Mach du dir jetzt mal keinen Kopf und lass deine Freundin in Ruhe Therapie machen - glaube mir, ich bin vom Fach, DU KANNST DAS NICHT!!!! Versuche nicht sie aufzuhetzen, sondern unterstütze sie, indem du ihr erzählst, dass es für sie gut ist, wenn sie dort ist. Sicherlich will sie raus, weil eine Therapie anstrengend (aber effektiv) ist, aber sie muss da durch. Gerade bei Essstörungen ist das häufig ein Problem, da für die Betroffenen die Störung nicht als solche erkannt werden.