Hochsensibel oder resilient?

    Es gibt Personen, die sich selbst als hochsensibel bezeichnen. Das hat mich zum nachdenken angeregt. Wie ist man, wenn man nicht hochsensibel ist?


    Mein Vorschlag: resilient.

  • 165 Antworten

    Nun, ich würde vom Prinzip her nicht ausschließen, dass eine hochsensible Persönlichkeit (ich würde mich auch als eine sehen, wenn auch nicht nach 100prozentiger Definition) eben auch resilient ist - Gerade dann, wenn betreffende Person sehr mitgenommen ist von äußeren Umständen, Schicksalsschlägen, sich dann aber trotzdem "fängt" - trotz dessen, dass sie glaube ich, tendenziell mehr an sowas zu knabbern hat.


    Da habe ich mich vor 2 Wochen erst noch mit meinem Vater unterhalten, er ist ziemlich das Gegenteil von mir und steckt alles so gut weg, teilweise ist ihm auch vieles "egal". Auch er hat schon viel Mist erlebt, da sagte ich auch zu ihm, du bist so resilient. Also finde ich das schon zutreffend. Nur kann halt eine hochsensible Person auch resilient sein, auch wenn sie es nicht als "Hauptmerkmal" besitzt, diese Resilienz. @:)

    Je nach Ausprägung der individuellen Sensibilität würde ich es etwa so ausdrücken:

    Hochsensibel, durchschnittlich sensibel, wenig sensibel, unsensibel.


    Wer sich nicht wiederfindet, kann weitere Abstufungen hinzufügen ;-)

    hochsensibel kann ja schon sein, dass man auf kritik mit wut oder starker trauer reagiert. das kann dann gehen bis hin zur mimose. ist man nicht so drauf, dann ist man eben "normal".


    hochsensibel kann aber ebenso sein, auf visuelle, auditive oder andere reize einfach stärker zu reagieren, als andere. also ein gehör von weit über 100% zu haben oder sehr gute oder lichtempfindliche augen. auch da würde ich dann nicht von resilienz sprechen, wenn wir über jemanden reden, dessen reize normal ausgebildet sind.


    resilienz hat für mich eher etwas damit zu tun, wie ich mit stressoren umgehe oder auf sie reagiere, als mit meinen jeweiligen vorraussetzungen. die mimose kann zum beispiel sehr resilient sein - wenn ihre wut oder trauer in reaktion auf kritik oder eine enttäuschung ihr dabei behilflich sind, ihre gefühle zu ordnen und sich ihrer bedürfnisse besser bewusst zu werden. der hochsensibel hörende kann ebenso resilient sein - wenn er sich ohropax zulegt oder sonstige schutzmassnahmen ergreift.


    umgekehrt können auch nicht hochsensible menschen durchaus unresilient sein.

    bellagia schrieb:

    Je nach Ausprägung der individuellen Sensibilität würde ich es etwa so ausdrücken:

    Hochsensibel, durchschnittlich sensibel, wenig sensibel, unsensibel.

    Was mir daran nicht gefällt, ist die Wertung. Mit umgekehrter Wertung kann man es auch so sagen: Überempfindlich, empfindlich, unempfindlich,...

    anfangmitfreude schrieb:

    hochsensibel kann ja schon sein, dass man auf kritik mit wut oder starker trauer reagiert. das kann dann gehen bis hin zur mimose.

    Das ist nicht sensibel, das ist empfindlich. Zumindest für mich gibt es da einen klaren Unterschied ;)

    Hier entsteht meiner Meinung nach ein falsches Bild von Hochsensiblen Menschen.

    Die können genauso gut oder nicht so gut resilient sein, wie ''normale'' Menschen.

    Hochsensibel zu sein heißt doch einfach nur Reize von außen verstärkter wahr zu nehmen.

    Wie gut man Enttäuschungen, Schicksalsschläge etc. weg steckt hat doch mit Hochsensibilität wenig zu tun.

    Auf Kritik reagiere ich ganz normal, denke eher, dass ich sie im Vergleich zu Menschen in meinem Umfeld "normaler" auffassen kann, d.h. ohne beleidigtsein oder gekränkt sein. Also Mimose in dem Fall eher nicht, aber auf andere Bereiche schon eher.


    Extrem geräuschempfindlich (Thema Nachbarn über einem, Trampeln, Krach allgemein) , dasselbe auch bei sehr hellem Licht, aber auch auf emotionaler Seite extrem sensibel/empathisch, wenn ich irgendwas schlimmes lese in den Nachrichten berührt mich das viel zu sehr im Vergleich zu meinem Umfeld und ich fühle das richtig nach, das ist teilweise wirklich anstrengend und auch nicht so normal dass einen das so beschäftigt.

    anfangmitfreude schrieb:

    hochsensibel kann ja schon sein, dass man auf kritik mit wut oder starker trauer reagiert. das kann dann gehen bis hin zur mimose. ist man nicht so drauf, dann ist man eben "normal".

    Ok, dann korrigiere ich meine Fragestellung: Was ist das Gegenteil von hochsensibel?

    hochsensibel kann aber ebenso sein, auf visuelle, auditive oder andere reize einfach stärker zu reagieren, als andere. also ein gehör von weit über 100% zu haben oder sehr gute oder lichtempfindliche augen. auch da würde ich dann nicht von resilienz sprechen, wenn wir über jemanden reden, dessen reize normal ausgebildet sind.


    Das kenn ich als Hochsensibilität.

    übermäßig empatisch bin ich auch... was ich immer rotz und wasser heul, wenn ich ein trauriges Buch les... ich muss auch IMMER mitweinen, wenn jemand anderes weint. Letztens musste ich mir verstolen eine Träne wegwischen, als mein Arbeitskollege zu scharf gegessen hat und daraufhin geweint hat, weil er mir so leid getan hat %:|":/8-(


    Ich versteh selbst nicht, warum ich da so übermäßig stark reagiere. Bessere Sinne hab ich aber nicht, ausser halt die Empathie...

    Plüschbiest schrieb:

    hochsensibel kann aber ebenso sein, auf visuelle, auditive oder andere reize einfach stärker zu reagieren, als andere. also ein gehör von weit über 100% zu haben oder sehr gute oder lichtempfindliche augen. auch da würde ich dann nicht von resilienz sprechen, wenn wir über jemanden reden, dessen reize normal ausgebildet sind.


    Das kenn ich als Hochsensibilität.

    Mir geht es in dieser Diskussion nicht darum, was Hochsensibilität ist. (Zu der Frage gibt es schon andere Fäden.) Mir geht es darum, was das Gegenteil von Hochsensibilität ist.


    Hast Du da einen Vorschlag?

    mond+sterne schrieb:
    anfangmitfreude schrieb:

    hochsensibel kann ja schon sein, dass man auf kritik mit wut oder starker trauer reagiert. das kann dann gehen bis hin zur mimose. ist man nicht so drauf, dann ist man eben "normal".

    Ok, dann korrigiere ich meine Fragestellung: Was ist das Gegenteil von hochsensibel?

    naja, dann sag ich es mal ganz einfach mit fachbegriffen: wenn hochsensibilität hypersensibilität ist, dann ist das gegenteil davon hyposensibilität.

    Gegenteil heisst ja die Reize sind weniger ausgeprägt als bei einem Normalo.

    Man könnte es eingeschränkt oder niedersensibel nennen. Das wäre dann wenn man schlechter sieht, hört, fühlt.... abgestumpft passt vielleicht auch ganz gut.