Hund hat Katze getötet, wie nun schlichten?

    Hallo,


    letzte Woche wurde leider der Kater der Nachbarn meines Freundes von seinem Hund getötet, nun gibt es Zoff, Streit und Lästereien.


    Dazu erstmal ein paar Informationen:


    Die Familie meines Freundes hat vor einigen Jahren einen Hund aus schlechter Haltung befreit, da wurde sich ein Herdenschutzhund! angeschafft, weil die ja so knuffig sind, dass diese irgendwann mal über 70 cm werden und einen gehörogen Schutztrieb haben, war erst einmal egal.. nun ja dieser Hund ist einfach nur die Seele eines Hundes, absolut lieb und tut keiner Fliege etwas zu Leide, ein Traumhund.


    Mein Freund hat auch zwei Katzen, mit denen der Hund ein Herz und eine Seele ist,die leben sich über alles.. nun war es so, dass seine Katzen häufig mit dem Hund zusammen draußen waren im Garten und der Kater der Nachbarn kam zu Besuch, um seine weibliche Katze gehörig zu verprügeln, Tag ein Tag aus bekam sie den Arsch ohne Ende voll.. den Hund interessierte das alles relativ wenig, andere Katzen waren willkommen in seinem Garten, so lange er seine Ruhe hatte.. irgendwann hat dieser Hund aber wohl mal begriffen, dass seinem Familienmitglied Leid zugefügt wird und so kam es letzte Woche dazu, dass er nicht lange fackelte und den Kater tötete..


    Sehr tragisch, alle sind sehr betroffen, das ist keine Frage!


    Nun ist es aber so, dass die Nachbarn nun richtig! durchdrehen, die erzählen überall herum, dass dieser Hund ein Monster sei, dass er eingeschläfert gehöre, nun habe er eine Katze getötet, beim nächsten mal sei es dann ein Kind (die direkten Nachbarn haben zwei Kinder im Alter von 2 und 4 j. und müssen sich dann diese Horrorstorys anhören).. er habe den Kater blutrünstig im Rausch zerfetzt, das Tier gehöre eingesperrt usw... das geht nun nur noch so..


    Wie kann man da am Besten schlichten? Was würdet ihr tun?


    Direkte Gespräche werden von denen vermieden.. nur hinten rum werden dann die Horrorstorys erzählt.


    Echt alles sehr tragisch und doof gelaufen :(v

  • 590 Antworten

    Das wirst Du jetzt nicht hören wollen, aber in meinen Augen hat ein Hund, der eine Katze tötet in unserer Gesellschafft nichts zu suchen, da sein Wesen ein Risiko darstellt, welches nicht mehr abzuschätzen ist. :-|


    Er hat nicht nur mit der Katze gekämpft, sondern sie direkt getötet - ich nehme an mit einem Kehlbiss?


    Dies ist kein tolerierbares Hundeverhalten. Egal was die Katze vorher getan hat. :-|


    Schlichten ist hier ausweglos. Ihr solltet darüber nachdenken, was mit dem Hund geschehen soll.


    (Maulkorb? Tatsächlich einschläfern?)

    Sehe ich genau so wie Kendalendra!


    Ein Hund, welcher sich so verhält, ist eine Gefahr. Nicht nur für andere Tiere, sondern eben auch Kinder. Ich kann da die Nachbarn zu 100% verstehen. Die Besitzer der Hunde, die Kinder angefallen haben, haben auch immer gesagt "Wie konnte das denn passieren, es war doch ein gaaaaaaaaanz lieber" :(v :(v :(v

    Also das ein Hund wie aus dem Nichts eine Katze tötet, finde ich schon sehr ungewöhnlich. War denn keiner da der auf ihn aufgepasst hat? Ich würde wohl ähnlich wie die Nachbarn reagieren, wenn gleich ich keine Storys rum erzählen würde.


    Ist ne schwierige Sache und es einfach als tragisch und dumm gelaufen hinzustellen finde ich ehrlich sehr dreist und würde euch nicht in ein besseres Licht rücken. Es ist der Hund deines Freundes, also hat er die Aufsicht über ihn.


    Dein Freund kann froh sein wenn da keine Meldung gemacht wird. Denn das der Hund wie aus dem Nichts eine Katze tot beisst, zeigt schon von einer gewissen Aggressivität und Jagdtrieb.


    Lasst ihn in Zukunft nur noch unter Aufsicht in den Garten oder wohin auch immer.


    Versucht es so zu klären das es nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt. Lasst den Nachbarn Zeit und bedrängt sie nicht und vor allem spielt diesen Vorfall nicht so herunter. Fragt was dein Freund tun kann.

    Schuhesüchtige

    Zitat

    irgendwann hat dieser Hund aber wohl mal begriffen, dass seinem Familienmitglied Leid zugefügt wird und so kam es letzte Woche dazu, dass er nicht lange fackelte und den Kater tötete..

    In seinem Garten?


    Erfreulich ist das natürlich nicht und ob -bzw. was- es über den Hund sagt, weiß ich nicht.

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    Hier wird verniedlichend dargestellt, wie der Hund gedacht haben könnte (aus menschlicher Sicht).


    Dummer Weise denken aber Hunde nicht wie Menschen und es ist absurd anzunehmen, der Hund hätte diesem dummen Kater, der die Katze ärgert mal zeigen wollen, wo die Harke hängt.


    Der Kater war offensichtlich aggressiv und der Hund hat reagiert. Wäre er friedfertig, hätte er dem Kater nie etwas getan. Aber hier hat er reagiert. Fakt.


    Und plötzlich soll der ach so liebe Hund, der dem bösen Kater begegnete, woanders wieder lammfromm sein.


    Wer kann es wirklich garantieren? Vielleicht kommt ein kleines Kind in einem nicht beobachteten Moment ohne böse Absicht an und will den Hund aus Spaß mal am Schwanz ziehen. Und der Hund hat plötzlich die gleichen Fantsien wie mit dem dummen Kater?


    Nein, dieser Hund ist gefährlich. Was gibt es da zu schlichten? Nix.

    Es gehört nicht zur Charakteristik eines Herdenschutzhundes andere Tiere tot zu beißen auch "denkt" ein Hund nicht in solchen Strukturen wie: "Familienmitglied". In den Augen eines Hundes handelt es sich bei Rangeleien von Katzen um reine Machtkämpfe, die auch unter Hunden völlig normal und alltäglich sind.


    Vernünftig sozialisierte Hunde beißen sich untereinander nicht tot.


    Um beurteilen zu könnten, ob der Hund stark wesensgestört ist oder nicht, muss man erst einmal erfahren, wie er die Katze tot gebissen hat. Hat er einmal zugebissen, was eigentlich ein "Warnschuss" sein sollte und war dabei "nur" zu grob oder hat er die Katze durch den Garten getrieben und dann irgendwann erwischt und vielleicht sogar regelrecht zerfleischt?

    Ich finde es äusserst bedenklich, dass der Hund den Kater getötet hat. Selbst, wenn der Kater in das Revier des Hundes (eher der Familie) eingedrungen ist, sollte der Hund innerhalb der Familie eine Position (Seinen festen Platz in der Rangordnung) inne haben, in der er nicht eigenständig andere Lebewesen (sei es Mensch oder Tier, Hunde machen da keinen Unterschied!) anzugreifen hat. In diesem Falle sollten das dringlichst die menschlichen Familienmitglieder sein.


    Dies ist hier nicht der Fall gewesen.


    Ich würde dringend raten, zu überlegen, was mit dem Hund passieren soll, bzw. wie sicher nahe lebende Menschen und Tiere vor ihm geschützt sind!


    Die Nachbarn könnten auf lange Sicht Euer kleinstes Problem sein ....

    Also ich sehe das teilweise auch so wie ihr.. wir selbst einen 13 j. alten Labbi, der sich in so einer Situation selbst zurück ziehen würde und Stress aus dem Weg geht, wenn er diesen nicht verpennt.


    Ich kann die Nachbarn ja auch verstehen und hätte ein Hund meine Katze getötet, wäre ich ebenfalls nicht gerade sehr erfreut, um es mal harmlos auszudrücken!


    Allerdings muss man bedenken:


    - Es hat sich in seinem Garten, in seinem Revier abgespielt


    - Es handelt sich um einen Herdenschutzhund, der sowieso Listenhund, der Kategorie 2 ist, heißt es gibt gewissen Auflagen (kenne mich da jetzt nicht so aus), aber auf seinem Grundstück...


    - Meint ihr, dass das jeder Hund, der ein anderes Tier tötet auch automatisch Menschen gefährlich werden muss? Das sehe ich eher nicht so.


    - Es wurde nicht herunter gespielt, die Eltern meines Freundes haben sehr schockiert und meiner Meinung nach angemessen reagiert


    Aber im Grunde verstehe ich natürlich auch die Nachbarn absolut!


    Ich kenne diesen Hund nun auch seit fast 6 j. und aus meiner Sicht handelt es sich um ein lammfrommes Tier, aber es ist und bleibt ein Tier und die Eltern meines Freundes wissen um seine *Gefährlichkeit* durchaus und würden ihn niemals! unbeaufsichtigt mit Kindern lassen oder gar sagen: der würde nieeeee!!! etwas tun.. das würden aber auch wir mit unserem 13j. alten Labi niemals tun

    Naja, Katzen sind ja teilweise auch keine Lämmchen und man muß sich viel bieten lassen. Schleichen sich durch fremde Gärten, kacken in den Sandkasten, töten Fische aus dem Teich und belästigen Wellensittiche, wenn diese im Garten an der frischen Luft stehen oder erschrecken die Kaninchen im Auslauf.

    Zitat

    Grundsätzlich wird alles Fremde innerhalb seines Territoriums zurückhaltend und misstrauisch betrachtet und bei dem geringsten Anflug einer Gefahr für sein Rudel verjagt, wobei die Strategie dieser Hunde eher in der defensiven Abwehr liegt.

    Zitat

    Herdenschutzhunde greifen in der Regel nicht beißend an.

    Der Hund hat seiner Rasse entsprechend anscheinend lange wie erwartet gehandelt und zum Schluss untypisch überreagiert. Das Schutzverhalten ist genetisch fixiert, der Hund kann dafür nichts. Als Halter sollte man sich dessen bewusst sein, das so ein Schutzhund ein Revier- und Territorialverhalten hat und dieses auch schützt.


    Die Sache würde ich es als tragischen Unfall bezeichnen und es ist natürlich Schade um die Katze. Den Hund sehe ich aber nicht als Monster.

    Zitat

    Das Schutzverhalten ist genetisch fixiert, der Hund kann dafür nichts

    Das ist richtig. Aber:

    Zitat

    Schleichen sich durch fremde Gärten, kacken in den Sandkasten, töten Fische aus dem Teich und belästigen Wellensittiche, wenn diese im Garten an der frischen Luft stehen oder erschrecken die Kaninchen im Auslauf.

    Bei Katzen ist das nicht so?


    :(v