philip10

    Ich habe seit Jahren Katzen, sagen wir mal so, die Zeit ist für mich vorbei. Natürlich bestrafe ich sie nicht für ihr Raubtierverhalten und nach wie vor mag ich Katzen sehr, ich möchte nur keine mehr halten in Zukunft. Eine meiner besten Freundinnen hat eine Schar Wohnungskatzen, so hats bei mir auch angefangen, auch das ist nicht mehr meins, aber wenn ich dort bin, finde ich sie alle ganz wunderbar. :)z Weils nicht meine sind. So ähnlich vielleicht wie bei Kindern, ich bin froh, dass meine groß sind und freue mich aus der Ferne an anderer Leute Babys.

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    Die eine Katze jagt mehr, die andere gar nicht, so wie z. B. meine.

    Dieser Kater, den ich jetzt noch habe, toppt alle meine bisherigen. Nicht nur, dass er eine Riesenauswahl an Opfern hatte, er bringt manchmal gleichzeitig zwei und ganz viele quicklebemdige, die sich bei mir schon über Wochen häuslich eingerichtet hatten an allen möglichen Stellen im Haus oder irgendwo stickend verendet waren. DAS habe ich wirklich dick und er darf jetzt nicht mehr unkontrolliert rein und raus wie früher.

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    Es ist ja wirklich kindisch zu sagen,die Katze hat unerlaubt fremden Boden betreten. Der Katze das vorzuhalten,da kommen wirklich nur Katzenhasser drauf.

    Es ist nicht kindisch, es ist Fakt. Da geht es ja nicht um die Besitzverhältnisse der Menschen, sondern darum, dass dort ein großer Hund sein Revier hatte – und auch andere Katzen, von denen sie möglicherweise eine terrorisiert hat. Katzen bekommen das durchaus mit, wenn sie in das Revier vordringen, das eine andere Katze für sich beansprucht. Sie hat ganz unter Katzen fremden Boden betreten, sozusagen, und hat sich, was den Hund betrifft, verschätzt.
    Ich käme nicht auf die Idee, das der Katze "vorzuhalten", es ist ein ganz blödes Unglück gewesen. Nur ist es eben anders herum auch albern, dem Hund etwas vorzuhalten oder dessen Besitzern. Darum geht es. Niemand ist schuld dran – alle menschlichen Randfiguren wären sehr viel glücklicher, wenn es nie geschehen wäre, und alle tierischen Beteiligten haben ganz andere "moralische" Maßstäbe als Menschen, was es in jedweder Hinsicht albern macht, sie mit solchen zu messen.

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    Wenn es hier um meine Katze ginge, und der Nachbar dessen Hund meine Katze geplättet hat käme mit so einem Vorschlag um die Ecke, hätte der auf Lebenszeit verschissen.

    Och je. Ich empfinde ein Tier auch als unersetzlich. Aber in dem Fall würde ich denken, Mensch, der hat zwar keine Ahnung, aber er versucht ganz hilflos, es wiedergutzumachen. "Auf Lebenszeit verschissen" find ich ein bisschen arg hart – man muss jemanden, der so anders tickt als man selbst, ja nicht heiraten, aber guten Willen anzuerkennen sollte ja wohl drin sein.

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    Och je. Ich empfinde ein Tier auch als unersetzlich. Aber in dem Fall würde ich denken, Mensch, der hat zwar keine Ahnung, aber er versucht ganz hilflos, es wiedergutzumachen. "Auf Lebenszeit verschissen" find ich ein bisschen arg hart – man muss jemanden, der so anders tickt als man selbst, ja nicht heiraten, aber guten Willen anzuerkennen sollte ja wohl drin sein.

    Mhm. Vielleicht. Aber nicht eine Woche danach. ;-)

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    So ist eben die Natur. Löwen jagen auch kleine Kälber,die einem leid tun. Außerdem kann man nicht verallgemeinern. Die eine Katze jagt mehr, die andere gar nicht, so wie z. B. meine.

    Ahja, interessant.


    Wenn das selbe ein Hund tut, wird draufgedroschen und "Todesstrafe" ins Gerede gebracht.

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    Es sind einfach wunderschöne,liebenswerte Tiere,die viel Freude machen.

    Unbestritten. Aber auch das darf man nicht verallgemeinern, denn auch unter den Katzen gibt es richtig fiese Charaktere. Und da rede ich aus leidvoller Erfahrung...

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    denn auch unter den Katzen gibt es richtig fiese Charaktere. Und da rede ich aus leidvoller Erfahrung...

    Das liegt wohl daran, das Katzen prima Menschenkenner sind und nach dem Motto handeln, "wie es in den Wald reinruft....................." ;-) :=o

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    Das liegt wohl daran, das Katzen prima Menschenkenner sind und nach dem Motto handeln, "wie es in den Wald reinruft.

    Wenn Nachbars Katze heimlich still und leise abwartet, bis Vater in mühevoller Arbeit die Beete im Frühjahr hergerichtet hat, und dann, wenn er zufrieden über sein Tagwerk seine verdiente Tasse Kaffee trinkt und das hinterhältige Vieh die Sämereien ausbuddelt und dafür in die fein gerechte Erde kackt, dann kann man sich vorstellen, dass das nix mit Waldrufen zu tun hat, sondern einfach Sorge um den Blutdruck des alten Herrn.


    Aber hauptsache mal Laut gegeben ;-) *:)

    Tarias

    Schon wieder eine Vermenschlichung eines Tieres. Die Katze ist also hinterhältig? Stell ich mir gerade bildlich vor, wie sie in der Deckung sitzt und sich die Pfoten reibt "dem wisch ich eins aus" ]:D


    Das machen meine beiden Katzen aber mit mir auch, wenn ich im Vorgarten mal frisch die Beete gemacht habe, finde ich einen Tag später einige Spuren. Aber sie desswegen hinterhältig zu nennen, nöö, mach ich nicht. Katzen mögen frisch aufgelockerte Erde :=o

    Öh. Tarias, das ist keine fiese, hinterhältige Katze, die Deinen Vater ärgern wollte – die hatte da höchstwahrscheinlich irgendwelche ganz persönlichen Projekte, die mit Deinem Vater nichts zu tun hatten. So wie unsere Katze nicht mich gemeint hat, als sie sich gestern auf ein mit viel Sorgfalt gefertigtes Dings von mir gestürzt hat, um es zu vernichten und in die Hölle zu schicken und ihm zu zeigen, wer hier die Krallen anhat, nämlich sie, die wildeste Ninja-Katze ever ... he, Moment mal, warum nimmst du mir das weg und schreist mich an, HALLO, ich rette hier gerade die WELT?!? Klar nervt so was und macht auch mal sauer, aber Katzen haben ihre Gründe für das, was sie tun. Kann auch mal Katzen geben, die man einfach nicht sympathisch findet, klar, kenne ich auch, aber Bosheit im menschlichen Sinne ... wäre mir bei einem Tier jetzt wirklich noch nie begegnet, da gab es immer andere Erklärungen (und oft auch Lösungen).


    Entsprechend ist das hier:

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    Das liegt wohl daran, das Katzen prima Menschenkenner sind und nach dem Motto handeln, "wie es in den Wald reinruft.

    auch totaler Unfug. Katzen sind ebenso wenig gute Menschenkenner wie Hunde oder Wildschweine, wenn man mit "Menschenkenner" meint, dass sie erkennen, wer ein "guter" Mensch ist. Das gehört zu der Sorte Tier-Idealisierung, die für mich mit Tierliebe nichts mehr zu tun hat, sondern eher mit der kindlichen Sehnsucht nach einem Universum, in dem alles richtig sein könnte, wenn nicht der fiese Mensch undsoweiter. ;-)

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    auch totaler Unfug.

    spricht wieder eine Expertin und ausgebildete Tierpsychologin.


    Wie kommt es, das ich z.B. überall eine Katze streicheln und anfassen kann, die eher scheu sind und Fremden gegenüber misstrauisch.


    Warum merken die Katzen, dass ich ihnen nicht Böses will. Wo hingegen sie bei anderen sofort das Weite suchen.


    Das erkläre mir mal.


    Klappt übrigens auch bei Hunden, man nennt mich den Hundepflüsterer, erst kläffen sie auf ihren Grundstück, wollen mich am liebsten zerreissen, aber wenn ich dann vor ihnen stehe und auf sie einrede, sind sie lammfromm. Geht nicht bei jedem, aber fast bei jedem

    Lord have Mercy.


    Es ist ein Tier. Nicht mehr und nicht weniger. Alle tierpsychologischen Deutungen, alle Versuche, das Verhalten der Katze aus anthropogener Sicht zu interpretieren, sind schlicht nicht nachprüfbar und schlicht Humbug.

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    Warum merken die Katzen, dass ich ihnen nicht Böses will. Wo hingegen sie bei anderen sofort das Weite suchen.

    Wenn das der Fall wäre, gäbe es wohl nicht so viele misshandelte und getötete Tiere.