• Ich, 28, kann mich nicht von meiner Mutter lösen

    Hallo zusammen, ich möchte euch kurz mein Problem schildern in der Hoffnung, dass ich Hilfe bekomme oder aber mich mit jemandem austauschen kann, dem es vielleicht ähnlich ging oder geht. Mein Hauptproblem ist, dass ich immer mehr merke, wie sehr ich an meiner Mutter hänge, wie abhängig ich von ihr bin, wie unselbstständig ich bin und wie sehr ich…
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    @ Sonnenschein

    deine mutter hat eben schon ihre rolle in dieser konstellation. sie ist ein teil des problems gewissermaßen, denn sie tut wenig, um dich gehen zu lassen.

    Sonnenschein_85

    Zitat

    Ja, das müsste sie wirklich machen.

    Genau:


    Wir haben da auch schon mal darüber gesprochen und sie sagt, dass sie halt auch einfach nicht sagen kann, dass sie jetzt keine Lust hat.


    Meine Mutter sagt dann auch immer zu mir, dass ich mir nicht so viele Gedanken machen soll. Sie versucht dann immer, das Gespräch zu wechseln und über was anderes zu reden. Sie meint es sicherlich gut, das WEISS ich auch, aber in dem Moment fühle ich mich dann immer so alleine gelassen. Meine Mutter sagt aber immer (und da hat sie wohl auch recht), dass es ja immer das gleiche ist, was ich sage und es nichts bringt.


    Manchmal aber, wenn ich mal wieder total traurig bin, merke ich, dass sie auch keine Nerven mehr hat. Sie schreit dann schon mal rum und sagt, dass ich auch mal an Sie denken soll.

    Wie nimmst du Beziehungen ganz allgemein wahr? Sind sie eine Bereicherung oder ehr anstrengend und belastend? Mal ganz abgesehen von deiner Mutter meine ich. Hast du das Bedürfni danach eine BEziehung zu führen?

    Wer sagt, dass es daran nichts ändert? Wir Hobbypsychologen? Also bevor ich jemanden schon fast einrede, er sollte doch mal zum Psychologen gehe, rate ich ihm erst mal das naheliegenste zu tun und das ist sowieso ein Schritt, der einfach mal fällig wird.


    Wir können doch überhaupt nicht wissen, wie es sich dann entwickelt :|N Mein Freund war auch eher ein Muttersöhnchen und jetzt macht es ihm sogar weniger aus als mir. Das hätte keiner von uns gedacht.


    Mit solchen Pauschalaussagen wäre ich vorsichtig. :-X

    Zitat

    Also bevor ich jemanden schon fast einrede, er sollte doch mal zum Psychologen gehe, rate ich ihm erst mal das naheliegenste zu tun und das ist sowieso ein Schritt, der einfach mal fällig wird.

    damit es ihr dann eher noch schlechter geht?


    man braucht kein hobbypsychologe zu sein, um zu erkennen, dass es hier nicht mehr um einen normalen abnabelungsprozess geht. die zeilen der te sprechen eine andere sprache.

    Zitat

    Mein Freund war auch eher ein Muttersöhnchen und jetzt macht es ihm sogar weniger aus als mir. Das hätte keiner von uns gedacht.

    das worum es hier geht hat doch nichts mehr mit muttersöhnchen/töchterchen zu tun.


    ich denke aus der mutter-tochter-beziehungskonstellation wird die te allein nicht rauskommen, denn die mutter bindet sie (subtil) zu stark an sie.

    Sonnenschein_85

    Zitat

    Meine Mama zeigt sich mir gegenüber immer stark, eben auch weil sie nicht will, dass ich mir Sorgen mache. Manchmal aber, wenn ich mal wieder total traurig bin, merke ich, dass sie auch keine Nerven mehr hat. Sie schreit dann schon mal rum und sagt, dass ich auch mal an Sie denken soll. Dabei mach ich das ja die ganze Zeit. Neulich waren wir auf einer Feier von Nachbarn und vorher hatten wir auch wieder eine Diskussion zu diesem Thema. Dann auf der Geburtstagsfeier wurde dem "Geburtstagskind" ein Lied gesungen. Auf einmal musste meine Mutter raus, weil sie ganz schrecklich das Weinen anfangen musste. Da habe ich gemerkt, dass ich sie damit kaputt mache - nicht nur mich

    Entschuldige, aber der Tenor ist das einer 13jährigen – also dem Kind in Dir. Hast Du auch eine Erwachsenenstimme?

    Zitat

    Ja, das müsste sie wirklich machen. Wir haben da auch schon mal darüber gesprochen und sie sagt, dass sie halt auch einfach nicht sagen kann, dass sie jetzt keine Lust hat. Wir haben halt schon die gleichen Hobbies. Es wäre dann ja so, dass sie dann zB zum Schwimmen geht, wenn ich wieder komme. Oder sie fährt dann hinter mir zum einkaufen.

    Du lebst also das Leben einer 64jährigen bzw. eher der Mutter dieser 64jährigen? Weißt Du, Du kannst natürlich Beispiele noch und nöcher aufzählen. Nur Du kannst etwas ändern und das müsstest Du einmal wollen. So lange Du nicht willst, wirst Du Gründe suchen, warum was weshalb nicht geht.

    Zitat

    mutter bindet sie (subtil) zu stark an sie.

    Und nochmal: Wer sagt, dass sich die Situation nicht ändert, wenn sie ausgezogen ist? Wenn der Abstand größer wird? Gerade, wenn das Problem bei der Mutter liegt.


    Man kann sich vieles vorher einfach nicht vorstellen und wenn es dann soweit ist, dann ist man oft überrascht. Man kann auch alles "zerdenken" oder wie man das auch bezeichnen mag.


    Klar ist die Bindung stärker als bei vielen anderen. Aber sie schreibt auch, dass sie die Freiheit, wenn sie sie dann hat, durchaus genießen kann.


    Für mich kommt da nur ein Auszug in Frage, nicht gleich zum Psychologen rennen. %:| Aber gut, jeder hat da halt andere Ansichten. Aber ich wäre über ein Forum etwas vorsichtiger mit diesen Aussagen. :-X Das geht einfach gar nicht.

    Zitat

    Warum nicht? Wenn jemand Schnupfen hat ist es doch auch ok ihm zu einem Hausarzt besuch zu raten.

    verstehe auch nicht, warum so stark dagegen spricht, sich zumindest mal bei einem psychologischen psychotherapeuten beraten zu lassen.


    der wird einem dann schon seine fachliche einschätzung der situation geben und sagen, ob eine therapie sinn macht oder nicht.


    mir sagte eine therapeutin damals, nicht die diagnose an sich zählt, sondern ob man einen leidensdruck verspürt. den sehe ich bei der te ganz klar gegeben, und sie schafft es eben nicht sich alleine zu helfen. natürlich kann sie ausziehen, aber aus dem was sie schreibt, wie e ihr geht wenn sie mit anderen zusammen ist, glaube ich persönlich nicht unbedingt, dass ihr befinden allein aufgrund der räumlichen trennung besser wird.

    Krabbelkäferle

    Zitat

    Wer sagt, dass es daran nichts ändert? Wir Hobbypsychologen? Also bevor ich jemanden schon fast einrede, er sollte doch mal zum Psychologen gehe, rate ich ihm erst mal das naheliegenste zu tun und das ist sowieso ein Schritt, der einfach mal fällig wird.

    Ja sicher, wenn das Problem neu ist, aber die TE hatte mindestens 6 Jahre Zeit auszuziehen, wenn nicht auch 10. Wozu noch mehr Lebensverschwendung raten?

    Zitat

    Wir können doch überhaupt nicht wissen, wie es sich dann entwickelt :|N Mein Freund war auch eher ein Muttersöhnchen und jetzt macht es ihm sogar weniger aus als mir. Das hätte keiner von uns gedacht.

    Ich sehe überhaupt keinen Grund, warum sich jemand sein Leben nicht erleichtern soll, sogar wenn ich etwas alleine kann. Allerdings will sie es doch gar nicht herausfinden - egal ob alleine oder mit fachlicher Unterstützung.

    Zitat

    Mit solchen Pauschalaussagen wäre ich vorsichtig.

    Ich sehe da keine Pauschalaussage. Die Abklärung, ob eine Therapie angebracht ist oder nicht, führt nicht automatisch zu einer Therapie. Gerade das kann die TE ja dann mit dem Fachmann besprechen (natürlich wenn sie sich mal erkundigt hat, was sie überhaupt für Möglichkeiten hat). Auch hier liegt die Entscheidung bei ihr. So lange sie täglich dieselbe Entscheidung trifft, wie in den letzten Jahren, bleibt ihr Leben, wie es ist.

    Zitat

    Aber ich wäre über ein Forum etwas vorsichtiger mit diesen Aussagen.

    nochmal: was ist so schlimm, bei einem psychologischen psychotherapeuten vorstellig zu werden und in einem erstgespräch mal eine fachliche meinung eines außenstehenden einzuholen? ich sehe daran nichts skandalöses oder schlimmes.

    Krabbelkäferle

    Zitat

    Und nochmal: Wer sagt, dass sich die Situation nicht ändert, wenn sie ausgezogen ist? Wenn der Abstand größer wird? Gerade, wenn das Problem bei der Mutter liegt.

    Das Wort "Abhängigkeit"?

    Zitat

    Aber gut, jeder hat da halt andere Ansichten. Aber ich wäre über ein Forum etwas vorsichtiger mit diesen Aussagen.

    Das kannst Du ja gerne sein. :-) Wenn Laien auf einen Spezialisten hinweisen, so sehe ich nichts Unvorsichtiges darin.

    @ Sonnenschein_85

    Was noch gar nicht (?) angesprochen wurde: nicht jeder Mensch leidet wenn er allein ist ! Lesen, bewußt TV schauen, Radio hören oder Internet surfen, Gartenarbeit...sind allein-Beschäftigungen. Deiner Mutter macht es sicher Spaß, auch mal alleine was zu tun. Dir eher nicht nehme ich an ? Du brauchst jemand um dich rum ?


    Und wenn du schreibst dass deine Mutter eher nicht nein sagen kann: dann leidet sie doch auch !