• Ich bin lebensmüde

    In Hinblick auf die Tatsache, dass das Thema wenig Beachtung finden wird, poste ich dennoch mal meine Gedanken. Mein Leben verlief in vielerlei Hinsicht nicht optimal - sei es bedingt durch das Elternhaus und dortige Alkoholprobleme, Mobbing im Kindesalter und Ausgrenzung. Vieles hat tiefe Spuren hinterlassen.Ich weiß, dass ich unwichtig bin. Für die…
  • 153 Antworten
    Alias 972854 schrieb:

    Das Problem ist eher wirklich auch Menschen zu begegnen, die "echt" sind

    Das würde ich aber nicht als Dein ureigenes Problem ansehen, sondern eher als ein Problem der heutigen Gesellschaft. Vieles ist heute einfach nur noch oberflächlich, egoistisch und kurzweilig. Tiefgründige Gesprächspartner findet man, aber erst nach langer Suche, jeder ist sich selbst der Nächste und guckt, wie er am meisten von Rahm abschöpfen kann und viele sind schnell gelangweilt und brauchen einen neuen Kick.


    Aber ich möchte Dir trotzdem Mut machen, es gibt sie noch, diese "echten" Menschen, die sich nicht verstellen, um zu gefallen, sondern mit sich im Reinen sind, eine gute Portion Empathie mitbringen, aber klar auch kommunizieren, wenn man sie nicht mag soll dejenige wegbleiben. Und ihr Fähnchen nicht in jeden Wind hängen.


    Weißt Du, ich hatte auch wahrlich keine schöne Kindheit, es gab sehr viel Autorität und Strenge. Mit gerade 18 bin ich aus dem Elterhaus geflohen und war auf der Suche nach Anerkennung, die mir bis dahin auch gefehlt habe. Bis dahin war ich geprägt von dem Leitsatz: Bringst Du Leistung, bist Du was. Bringst Du keine Leistung, bist Du wertlos.


    Aber irgendwann kann man sich nicht mehr auf seiner schlechten Kindheit ausruhen, den die Verantwortung für einen selbst hat man als Erwachsener dann in der eigenen Hand. Ich habe mir dann 10 Jahre später helfen lassen, meine Gedanken zu sortieren und zu begreifen, dass das Leben nur so schön ist, wie ich es mir selbst gestalte. Also habe ich mich der Verantwortung gestellt und meine Zufriedenheit nicht mehr an anderen festgemacht. Wenn ich für etwas Lob oder Anerkennung bekam (gerade im Job) war es ein nettes Beiwerk, aber kein Must have mehr. Ich kann selbst beurteilen, ob ich etwas gut mache und kann mich dafür selbst auch "loben und anerkennen", wenn ich etwas für andere tue, dann weil ICH es möchte, aber nicht weil ich daran eine Erwartung knüpfe.


    Heute mit 54 lebe ich ein unglaublich zufriedenes Leben, ich tue überwiegend Dinge, die ich möchte und die mir gut tun. Mit 31 ist ein Mensch in mein Leben getreten, der mich nimmt wie ich bin, noch niemals an mir rumgebastelt hat und mich in all meinen verrückten Ideen immer unterstützt hat. Wir sind nun seit 23 Jahren ein glückliches Paar und seit 19 Jahren verheiratet. Ich wollte nie einen Mann "brauchen müssen" zum Glücklichsein, ein Partner sollte mein Sahnehäubchen auf meinem Leben sein. Ich habe ein Sahnehäbchen mit Kirsche bekommen. ♥


    Ich glaube nicht, dass Du des Lebens wirklich müde bist, ich denke eher, dass Du müde bist, Anerkennung zu finden, gerade weil Du oft enttäuscht wurdest. Wenn Du aber lernst, dass Deine eigene Anerkennung die einzig Wahre ist, dann wirst Du in der Hinsicht nie wieder enttäuscht werden. Eigenliebe ist hier das Zauberwort. Fange an, Dich mit Dir selbst auszusöhnen. Sei Dir selbst etwas wert. @:)

    HasiX schrieb:

    Ich glaube nicht, dass Du des Lebens wirklich müde bist, ich denke eher, dass Du müde bist, Anerkennung zu finden, gerade weil Du oft enttäuscht wurdest.

    Ich habe bereits ein Suizidversuch hinter mir. Das sind nicht nur Gedankenhülsen in meinem Kopf, sondern durchaus sehr plastische Szenarien. Ich möchte dies aber wenn möglich komplett aus meinem Leben verbannen und nicht täglich in Betracht zu ziehen, dass ich auch gehen kann, wenn's mir reicht.

    Evoluzzer schrieb:

    Es gilt: Entscheidend ist nicht, was man erlebt, sondern wie man darüber DENKT.

    Den Satz finde ich grundsätzlich toll, aber ich weiß nicht, ob er tatsächlich immer Anwendung finden kann. Wenn einem Montags das Kind umgebracht wird, Dienstags die Bude ausgeraubt und man Mittwoch gesagt bekommt, dass man Krebs hat, puuhh....dann weiß ich nicht, wie man darüber denken soll, dass am Ende ein positives Gefühl bei rauskommt. Will sagen: es ist schon entscheidend, was man erlebt. Bei manchen Dingen kann man drehen und mauscheln, dass es positiv wird, aber nicht immer.

    Kalinkana schrieb:

    Wenn einem Montags das Kind umgebracht wird, Dienstags die Bude ausgeraubt und man Mittwoch gesagt bekommt, dass man Krebs hat, puuhh..

    Dann fängt man Donnerstag an und haut noch mal richtig auf die Kacke. Man kann sich auch gleich hinlegen und aufs Sterben warten. Es gibt immer eine Alternative! Man muss sie nur sehen wollen. Das Blöde ist immer nur, Alternativen erfordern Veränderung, Veränderung erfordert Arbeit, Arbeit erfordert Motivation. Motivation ist der Schlüssel zu allem. Motivationspsychologie ist keine Insentive-Veranstaltung, sondern Gehirnbiologie.

    Hallo Alias,


    ich habe noch nie viel Anerkennung von außen gebraucht. Ja, ich habe dieses und jenes geschafft und bin da auch irgendwie stolz drauf. Aber was nützt dir das jetzt, wenn ich dir das sage? Das ist tatsächlich eine Lebenseinstellung. Und die muss für dich noch lange nicht richtig sein.

    Es ist schon gut, wenn man mit sich selbst allein sein kann. Aber wenn du für dich Menschen um dich brauchst, dann kann man das wahrscheinlich tausendmal schreiben. Wenn es wider die Natur ist, dann lernt man das nicht. Und wenn, dann könnte das auch Resignation sein, resultierend aus der Erkenntnis, dass man es so, wie man es haben möchte wahrscheinlich nie bekommen wird.

    Zitat

    Du bist nicht darauf angewiesen, dass dir andere sagen wie toll du bist oder wie super du etwas gemacht hast denn Erwartungshaltung ist einer der grössten Fehler der Menschen. Mit der Erwartungshaltung projezieren wir unser Verhalten, unsere Sehnsüchte und unsere Wünsche auf andere und sind dann mal für mal enttäuscht weil wir nicht bekommen was wir erwartet haben. Das gleiche Spiel immer und immer wieder. Selten lernen wir daraus.

    Höflichkeit, Respekt und sich gegenseitig unterstützen kann man meines Erachtens schon erwarten. Wenn man anderen gegenüber nichts erwartet, dann sitzt man ganz schnell in der Ausnutzungs-Falle. In meinen Augen ist das auch kein Erwarten, sondern normales menschliches Verhalten und das Setzen von Grenzen. Ich erwarte zumindest, das man sich bedankt. Und zwar nicht nur oberflächlich aus Höflichkeit. Ein paar Dinge sind auch selbstverständlich, da braucht es kein Danke.

    Für mich geht es um ein gemeinsames Miteinander, nicht um Geben und Nehmen. Das findet zwar statt, sollte aber nicht die Basis einer Freundschaft sein. Leider findet man solche Menschen sehr selten.

    Ich entscheide deshalb selber, mit wem ich spielen will und ich entscheide die Spielregeln mit. Das schützt am besten vor Enttäuschungen. Und beim Geld hört irgendwann die Freundschaft auf.

    Evoluzzer schrieb:
    Kalinkana schrieb:

    Wenn einem Montags das Kind umgebracht wird, Dienstags die Bude ausgeraubt und man Mittwoch gesagt bekommt, dass man Krebs hat, puuhh..

    Dann fängt man Donnerstag an und haut noch mal richtig auf die Kacke. Man kann sich auch gleich hinlegen und aufs Sterben warten. Es gibt immer eine Alternative! Man muss sie nur sehen wollen. Das Blöde ist immer nur, Alternativen erfordern Veränderung, Veränderung erfordert Arbeit, Arbeit erfordert Motivation. Motivation ist der Schlüssel zu allem. Motivationspsychologie ist keine Insentive-Veranstaltung, sondern Gehirnbiologie.

    Sehe ich nicht so. Erst vor zwei Tage sprach eine Philosophie über Optimisten und Hoffnung. Optimisten glauben stets blind daran, dass alles gut wird. Hoffnung ist aber etwas anderes, nämlich die Zuversicht durch sein Handeln die Dinge zum Guten zu bewegen. Das ist ein himmelweiter Unterschied.


    Ich persönlich glaube auch nicht, dass alles "irgendwie" gut wird und es immer Alternativen gibt. Das stimmt so nicht und mein Leben sagt mir deutlich etwas anderes. Es hängt einfach extrem viel davon ab, was man in die Wiege gelegt bekommen hat - sowohl physisch, als auch psychisch. Mich hat meine Kindheit geprägt, der Alkoholismus meiner Eltern, das Mobbing in der Schule, die Nichtbeachtung meiner Bedürfnisse und Begabungen. Das kann ich heute nicht mehr aufholen.


    Wenn man mit einem IQ über 130 ein Geringverdiener ist, wurde da einfach massiv etwas falsch gemacht. Mich ärgert das oft und macht mich wütend. Ich habe in meinem Leben viel Selbstinitiative gezeigt, bin aber immer an die falschen Menschen geraten und habe auch nie eine richtige Chance bekommen. Die gehört halt immer zum Erfolg dazu. Das hat weder beruflich, noch privat jemals funktioniert. Immer 200% gegeben und wenn überhaupt 50% mitgenommen. Genau wie bei Don Quijote.


    Irgendwann hat man keine Lust mehr drauf und da bin ich momentan.

    Dieses "ich gerate immer an die falschen Leute" gibt es nicht, das ist eine kreuzfalsche Opfer-Denkweise. Man trifft Menschen, die bereit sind, das zu geben, was man selbst bereit ist zu geben.

    Ich wage zu beweifeln, dass du ein so gebender Mensch bist. Ich könnte mir vorstellen, dass deine Hilfe eher daraus resultierte, dass du Menschen für dich gewinnen wolltest, damit du Anerkennung bekommst. So wird das aber nichts.


    Den Vorschlag, mehr zu geben, als zu erwarten, den ein User hier gemacht hat, finde ich gut. Engagiere dich in der Freiwilligenarbeit, z.B. alten Menschen vorlesen, Gesellschaft leisten, etc. Erwarte nichts dafür - und deine Persönlichkeit wird sich verändern.


    Alias 972854 schrieb:

    Diese Feststellung, dass ich unwichtig bin, ist eher eine klare Summierung vieler Fakten. Die Welt dreht sich auch ohne mich weiter.

    Ja, das ist eine wichtige Erkenntnis. Genauso ist es nämlich, wir alle sind vollkommen ersetzbar. Wenn man das begreift, lebt man um einiges besser. Grandiositätswünsche à la "die Welt dreht sich ohne mich nicht weiter" verpesten das Leben.

    Alias 972854 schrieb:

    Mir fehlt einfach die Sinnhaftigkeit meines Daseins.

    Weiss nicht, ob die Suche nach Sinnhaftigkeit je etwas gebracht hat. Menschen, die Sinnhaftigkeit erleben, haben nicht danach gesucht. Sie haben sich mit Herz und Seele, d.h. mit Hingabe für etwas engagiert und haben sich nicht nach dem Sinn gefragt. Sinnhaftigkeit ergibt sich im Tun und nicht im Grübeln.


    Ich persönlich finde den Begriff der Sinnhaftigkeit schwierig, man kann nur an ihm scheitern. Das schönste Gefühl ist für mich die Hingabe, egal in welchem Bereich. Dieses sich Verlieren an etwas und keine Fragen mehr zu stellen. Wenn man das hin und wieder erleben kann, ist das schon viel. Du hast das mit deinen Pflanzen, so wie ich dich verstanden habe.

    Alias 972854 schrieb:

    Wenn man mit einem IQ über 130 ein Geringverdiener ist, wurde da einfach massiv etwas falsch gemacht.

    Niemand wird nach seinem IQ bezahlt. Absolut niemand!

    Alias 972854 schrieb:

    Mich hat meine Kindheit geprägt, der Alkoholismus meiner Eltern, das Mobbing in der Schule, die Nichtbeachtung meiner Bedürfnisse und Begabungen. Das kann ich heute nicht mehr aufholen.

    Aufholen kannst du davon nichts, richtig. Aber du musst es auch nicht weiter perpetuieren!

    Bist du dir sicher, sämtliche deiner Möglichkeiten bereits ausgeschöpft zu haben und nicht weiter zu kommen? Wenn ja, dann wäre auch dieser Faden obsolet.

    Alias 972854 schrieb:

    habe eine recht guten Job

    Alias 972854 schrieb:

    Wenn man mit einem IQ über 130 ein Geringverdiener ist, wurde da einfach massiv etwas falsch gemacht.

    Wie passt das denn zusammen? Entweder hat man einen recht guten Job, das beeinhaltet für mich eine gewisse Zufriedenheit incl. Gehalt oder Du bist Geringverdiener und scheinbar arbeitest Du unter Deinen Möglichkeiten?


    Ein hoher IQ ist erstmal nur eine Zahl, d.h. für mich dass Du gewisse Dinge sehr logisch lösen kannst. Aber ein hoher IQ sagt nichts über die Persönlichkeit des Einzelnen aus. Sicherlich bist Du durch den Alkoholismus im Elternhaus auch fehlgeprägt, aber das ist ja nichts, was man nicht ändern kann. Man muss anfangen, losgehen. Warten, dass das gute Gefühl an der Tür klingelt, wird nicht passieren.


    Dann nimmt doch endlich Dein Leben in die Hand, übernimm Verntwortung für Dich. Löse Dich endlich von der Fehlprägung aus Deinem Elternhaus. Ein Therapieversuch ist quasi nix. Versuche es solange, bis eine Therapie endlich anschlägt. Fahrradfahren lernt man auch nicht, indem man sich einmal aufs Fahrrad setzt, umfällt und dann sagt: Ich kann es nicht, ich habe es ja versucht.

    Hab den Thread jetzt vom Anfang durchgelesen und hatte irgendwie schon vermutet, dass eine Hochbegabung dahinterstecken könnte.

    Ein hoher IQ sagt erstmal nichts über die Persönlichkeit aus, aber es gibt leider bestimmte Effekte, die sehr häufig damit einhergehen und Alias "Symptome" sind fast schon klassisch.

    Alias : du bist damit nicht allein. Schreib mir bitte mal eine PN,

    Interessant wäre da fast schon die Frage, ob die Eltern nicht schon Opfer einer nicht erkannten Hochbegabung waren.

    Zitat

    Ich wage zu beweifeln, dass du ein so gebender Mensch bist. Ich könnte mir vorstellen, dass deine Hilfe eher daraus resultierte, dass du Menschen für dich gewinnen wolltest, damit du Anerkennung bekommst. So wird das aber nichts.

    Das ist nur Mist, wenn man das so gelernt und verinnerlicht hat. Anerkennung bekommt man nur, wenn man etwas leistet. Wenn das so ist, verstehe ich nicht, warum man dann kein gebender Mensch ist?

    Zitat


    Den Vorschlag, mehr zu geben, als zu erwarten, den ein User hier gemacht hat, finde ich gut. Engagiere dich in der Freiwilligenarbeit, z.B. alten Menschen vorlesen, Gesellschaft leisten, etc. Erwarte nichts dafür - und deine Persönlichkeit wird sich verändern.

    Und das scheint in unserer Gesellschaft ein gängiges Denkmuster zu sein.

    Anerkennung, Respekt, Liebe, Zuneigung... muss scheinbar immer einen Grund haben.


    Ich glaube aber, dass der TE genau darunter leidet. Ohne Leistung kommt nichts zurück. Um seiner selbst Willen ist da keiner, der zu ihm steht.

    Und sobald er sich aus der Geberrolle rausbewegt, ist er allein. Mehr zu geben als zu erwarten bringt also genau gar nichts.

    Erwartungen sind immer potentiell mit Enttäuschungen verbunden. Damit muss man leben. Sich stattdessen überwiegend auf die Geberrolle zu verlegen, fühlt sich nach erkaufen von Anerkennung, Zuneigung... an. Ja, das verändert die Persönlichkeit. Man fühlt sich ausgenutzt und entwickelt den Glauben, dass man selbst nichts wert ist und in gewisser Weise ist da vielleicht sogar ein Hass auf andere.


    Ich halte es für gesünder, eigene Grenzen zu setzen und zwar von Anfang an. Die Menschen, die kein Interesse an einem gemeinsamen Miteinander haben, werden sich dann schnell zurückziehen. Die Nehmer ist man dann schon mal los. Und wenn man an einen Geber gerät, kann man diese damit im krassesten Fall vor völliger Selbstaufgabe schützen. Es geht nämlich nicht nur um die Grenzen nach außen, sondern auch die eigenen. Wie viel verlange ich von einem anderen?

    Und in diesem begrenzten Rahmen gilt es Menschen zu finden. Es geht in meinen Augen darum, auch ein Stück weit Verantwortung füreinander zu übernehmen. Zu einer Beziehung sollten beide etwas beitragen zum beiderseitigen Wohlergehen.

    Danke zunächst für Eure Tipps und Antworten. Ich sehe aber schon hier, dass viele Ideen sehr auseinander driften und so geht es mir persönlich auch. Es ist schwer sich zu entscheiden, wenn man eine weitere Irrfahrt vermeiden möchte. Offensichtlich habe ich vieles im Leben falsch entschieden und natürlich heute Angst wieder Fehler zu machen. Dann soll es lieber schlecht bleiben, bevor es noch schlechter wird. Tendenziell wird es bei mir nämlich das immer.


    Wie erwähnt bin ich sehr hilfsbereit und war schon immer ein gebender Mensch. Ich habe dafür auch nie etwas zurück erwartet - es wäre nur schön gewesen mal ein Danke zu hören oder wenn man selbst mal Hilfe benötigt nicht nur Abweisung zu bekommen. Es ist oft genug passiert und heute frage ich auch einfach nicht mehr. Für viele scheine ich "Luft" zu sein und heute störe ich mich nicht mehr wirklich dran. Die Frage ist dann nur, was man dann hier eigentlich noch macht, wenn man als Person völlig unbedeutend ist. Jeder will doch auch irgendwie gebraucht werden. Hänge ich mich da weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass das ein menschliches Bedürfnis ist?


    Ja, guter Job ... mit "gut" meinte ich hier tatsächlich etwas, dass mir Spaß macht. Ich vergaß, dass heute vieles materiell gewertet wird. Ich habe ein Auskommen, aber große Sprünge sind nicht drin. Durch die Arbeit bleibt leider auch kaum Zeit für andere Dinge. Manchmal habe ich auch das Gefühl in so einer Burnout-Schleife zu hängen. Arbeiten - schlafen - arbeiten - schlafen ... da wird die schönste Arbeit irgendwann zur Tristesse. Vor allem stört mich da auch der enorme (Zeit-)Druck, der immer auf einem lastet.