Ich bin meine eigene Gefangene

    Vor ein paar Jahren hatte ich ziemliche Probleme (auf die ich jetzt nicht eingehen will) und habe immer noch welche. Jedenfalls habe ich angefangen neue Welt zu erstellen, in meinen Kopf. Ich flüchte mich in diese Welt seit knapp 4 Jahren. Die reale Welt wo man lebt ist für mich fast eine fiktive Welt geworden und meine erfundene Welt, die reale Welt geworden. Dort habe ich alles was mir hier fehlt. Ich bin fast die ganze Zeit dort, beim Einschlafen, beim Lesen, Beim Musik hören, während der Schule, also so oft ich kann. Ich kann mich dort zurück ziehen, meine wahren Gefühle zeigen, also Liebe, Wut, Angst, Verzweiflung. Ich werde dort so akzeptiert, wie ich halt bin.


    Ich liebe diese Welt und ich will sie nicht verlieren, den ohne sie wäre mein Leben um eigenes leerer und freudloser. Aber ich will wieder mehr in eurer Welt teilhaben, wieder leben wie früher. Doch wenn ich, das probiere, fühle ich mich leer und bin unsicher und vermisse meine perfekte Welt. Ich habe versucht mit meinen Eltern, darüber zu reden, aber ich kann es einfach nicht und meine Zwillingsschwester bemerkt es nicht (ich habe mit ihr schon darüber geredet).


    Was soll ich tun? Hat jemand auch so ein Problem oder hat jemand Ahnung in so was?

  • 53 Antworten

    Wie alt bist du denn?

    Zitat

    Ich liebe diese Welt und ich will sie nicht verlieren, den ohne sie wäre mein Leben um eigenes leerer und freudloser.

    Welches Leben wäre denn freudloser und leerer? Das fiktive oder reale Leben? Wenn du nur in der Fiktion lebst ist die Realität bereits leer und freudlos.

    Zitat

    Doch wenn ich, das probiere, fühle ich mich leer und bin unsicher und vermisse meine perfekte Welt.

    Das reale Leben ist leer und freudlos. Das ist DAS LEBEN! Es ist noch mehr: Monoton, langweilig, anstrengend...manchmal kann das Leben richtig scheiße sein. ;-) Doch das Leben hat auch Freude, Überraschungen und viele geile Sachen auf Lager. Aber wer in der geilen Realität leben will und daran teilhaben will muss stetig daran arbeiten, dass es nicht freudlos oder leer ist. Das ist tatsächlich Arbeit und keine Sache die aus dem Himmel fällt. Und perfekt ist das Leben nie. Die Fiktion ist perfekt. Aber Fiktion ist ein Bestandteil der Imperfektion der Realität.

    Zitat

    Was soll ich tun? Hat jemand auch so ein Problem oder hat jemand Ahnung in so was?

    Naja wenn du 4 Jahre in der Fiktion lebst, dann wirds schwierig jetzt einfach so Gründe zu finden in der Realität zu leben. Gibt es Freunde, einen Partner, Hobbys, Interessen in der Realität? Oder nur in der Fiktion?


    Wenn das alles nicht so ist, dann wäre das ein Fall für eine Psychotherapie. Aber wie gesagt, wie alt bist du? In der Pubertät baut man sich oft eine fiktive Welt...was kein Grund ist nicht auch in der Realität zu leben.


    Aber wir alle flüchten schonmal in die fiktive Welt. Alleine schon sobald wir den Fernseher einschalten. Trotzdem muss es reale Inhalte im Leben geben.


    Wenn das alles nicht der Fall ist, dann müsste wie gesagt ein Psychotherapeut irgendwann mal her, weil die Fiktion nichts ist auf der man ein Leben aufbauen kann.


    *:) @:)

    Ich bin 15 Jahre alt.


    In der fiktiven Welt besitze ich, dass was ich vor ein paar Jahren verloren habe (durch den Umzug nach Deutschland). In dieser Welt besitze ich Freunde. Dort habe ich wirklich alles. Meine Welt ist eher wie eine Geschichte und besteht im Grunde aus einer Geschichte (von einem Buch), die ich weitergeführt habe und wo ich mich ausleben kann. Ich habe dort Freunde, Dort kann ich meinen Frust, einfach alles rauslassen!


    Ich habe Freunde und auch Hobbys und Interessen! Ich lese gerne und reite gerne. Höre Musik, rede, telefoniere und mache andere Sachen, doch ist es hier längst nicht so schön wie in meiner Welt.

    Zitat

    Aber ich will wieder mehr in eurer Welt teilhaben, wieder leben wie früher.

    Solaia, was ist Deine Hauptmotivation, dies jetzt – nach 4 Jahren – wieder tun zu wollen, obwohl Du selbst sagst, Deine fiktive Welt ist schöner? Es muss ja einen Grund geben, etwas, das in der realen Welt erstrebenswert ist (oder aber in der fiktiven Welt fehlt). Was wäre das? Kannst Du es benennen?

    Hm, aber dann ist doch eigentlich alles prima. Also finde so eine fiktive Welt in die man sich manchmal flüchtet durchaus auch normal. Es darf nur nicht Überhand gewinnen. Wenn du in der Realität alles hast, dann würde ich sagen das ist doch okay. Lass die fiktive Welt ruhig sein und das ist in deinem Alter durchaus okay.


    Das es längst nicht so schön ist wie in der Fiktion ist normal. Und in der Pubertät lernt man ja genau das kennen. Die Realität mit all ihren Facetten. Du wirst dich mit der Zeit wahrscheinlich ganz automatisch von der fiktiven Welt distanzieren. Das du im Moment unsicher bist und die Realität nicht so schön ist, ist normal und wird mit der Zeit bestimmt weggehen. ;-)


    *:) @:)

    Ich liebe meine fiktive Welt, weil ich dort meinen Kummer vergessen kann und dort in Rollen schlüpfen kann, die mir gefallen. Ich kann dort sein, wie ich einfach BIN. Dort kann ich loslassen, vergessen was mich hier quält. Den Schmerz und alles andere!

    hi,


    ich hatte eine schlimme Kinderzeit und habe damals angfangen, eine Parallelwelt zu schaffen,


    sind mittlerweile bestimmt 32 oder 33 Jahre.


    Seitdem lebe ich mit einem Alter-Ego.


    Dieses war ein paar Jahre verschwunden, in der Zeit, in der ich meinen Mann gefunden und eine Familie gegründet habe.


    Nun kommt es seit einigenJahren phasenweise wieder.


    ich haber auch Geschichten dazu aufgeschrieben, ganze ordner.


    das geht zur zeit so, dass wenn ich mich in solchen phasen befinde ich auch den eindruck habe, ich fühle mich körperlich genauso wie mein alter ego in der parallelwelt.


    nun bin ich körperlich krank geworden und – welch zufall – habe im richtigen leben die gleichen symptome, die mein alter ego in meiner fantasiewelt seit jahren mit sich rum schleppt. ":/


    ob zufall oder nicht,


    ich versuche nun strategien aus der depressionsbehandlung anzuwenden, d.h. wenn ich merke, ich drifte ab, dass ich mir im kopf eine lieblingsmelodie oder ähnliches spiele.


    das muß man ein paar wochen trainieren, dann läuft das ziemlich automatisch.


    und sich einfach eines bestimmten appetits nicht mehr hingeben,


    z.b. lange ich meine geschriebenen ordner nicht mehr an und lese alte geschichten, die ich z.b. vor 20 jahren in der oberstufe geschrieben haben, als mir langweilig war.......


    das ganze fällt mir sehr schwer, weil ehrlich gesagt:


    wenn ich die möglichkeit hätte zu wechseln, würde ich es sofort tun.


    aber das ist natürlich quatsch- ich hoffe aber schwer, dass zu meinen lebzeiten noch das holo-deck erfunden wird ;-)


    schau dir noch mal den film "a beatiful mind" an- da geht es auch um eine "diät des verstandes", diese metapher passt sehr gut.


    von alleine geht das nicht weg- man muß schon daran arbeiten, aber es ist wirklich schwer und ein langer prozess. ich überlege schon, ob ih diesbezüglich nicht eine psychotherapie machen soll, gerade eben, weil ich echt ziemlich krank geworden bin und das los werden möchte.

    Solaia, war das die Antwort auf meine Frage? Dann hast Du die Frage missverstanden.


    Ich stelle sie noch mal kürzer:


    Was ist an der realen Welt erstrebenswert, so dass Du jetzt beschlossen hast, wieder mehr in dieser leben zu wollen?

    ich will eigentlich nicht wirklich wieder in diereale Welt zurück kommen, aber seitdem ich in der fiktiven Welt bin, aber ich immer wieder Zoff mit meinen Eltern, dass ich mich zu wenig beteilige im Familienleben!


    Aber was ist wenn ich aus der fiktiven Welt rausgehe? Dann habe ich überhaupt nichts mehr wo ich meine Gefühle verarbeiten kann und freien Lauf lassen kann!

    Zitat

    immer wieder Zoff mit meinen Eltern, dass ich mich zu wenig beteilige im Familienleben!

    Aha. Danke. Das wollte ich wissen. Das ist also Deine Motivation für diesen Faden?


    Dann reizt Dich sozusagen nichts an der realen Welt. Es geht eher darum, dass es durch die fiktive Welt vermehrt Ärger gibt. Ist natürlich ungünstig, denn es ist keine Motivation, die aus einem positiven Gedanken entspringt.

    Zitat

    Aber was ist wenn ich aus der fiktiven Welt rausgehe? Dann habe ich überhaupt nichts mehr wo ich meine Gefühle verarbeiten kann und freien Lauf lassen kann!

    Wie wäre es mit dem Gedanken, dass Du ja Deine fiktive Welt gar nicht aufgeben musst? Nicht dauerhaft und nicht für alle Ewigkeit. Ein bisschen Fiktion tut uns allen gut. Auch den Erwachsenen. :)z Phantasie ist etwas Tolles und sollte jedem erhalten bleiben. Nur darf sie nicht die Realität komplett verdrängen.


    Wage Dich doch immer ein Stückchen weiter ins Hier und Jetzt. Such Dir das Positive. Das gibt es, ganz sicher! Du musst es nur finden. Glaub mir, im realen Leben kann man so einige seiner Fiktionen Wirklichkeit werden lassen. Das ist – jemand schrieb es ja schon – anstrengender als in der Phantasie und erfordert ein wenig Arbeit. Möglich ist es. Nimm sozusagen Deine Fiktion mit hierher und lasse sie leben. Lebe DU sie. Du wirst älter und Deine Möglichkeiten, dies unabhängig tun zu können, werden größer. Nutze sie. :)*

    Hey Solaia,


    ich kann Dich evtl. ein wenig aufklären. Ich hab das gleiche Problem, und die gleichen Symptome, bin jedoch seit über 2 Jahren, genau deswegen in psychologischer Betreuung. Es handelt sich hierbei meines Erachtens um eine 'dissoziative Identitätsstörung' oder auch, im Hinblick auf die Probleme die in deiner VERGANGENHEIT auf dich wirkten, eine ' posttraumatische dissoziative Identitätsstörung' als Untergruppe der 'Dissoziationen'. Ich schreibe Vergangenheit groß, weil dieses Aufbauen und Abdriften in diese fremde Welt meist auf einem Schutzmechanismus des Gehirns auf "weltliche Probleme" basiert. Dieser Schutzmechanismus deines Verstandes versucht deinen Geist aus der Welt zu lösen, um ihn vor möglichen Gefahren zu schützen. (Das ist ganz natürlich) Ich bitte Dich jetzt einfach mal direkt, BITTE BITTE such Dir unbedingt psychologische Hilfe, auch wenn es nur ein Erstgespräch ist. Das ganze kann, wenn es das ist was ich denke und davon sollte man ausgehen, Ausmaße annehmen die du überhaupt nicht mehr kontrollieren kannst. Dazu zählen totale Blackouts, Gefährlich z.B. beim Autofahren. Naja wichtig ist, dass du begreifst, dass es direkt um dein Leben hierbei geht, ich kann dir subjektiv nur empfehlen dir mit Hilfe eines Experten zusammen diese Struktur aufzuarbeiten. Ich bin bei einem sytemischen Therapeuten, aber ich denke, dass dir eigentlich jeder Therapeut helfen kann (von der Qualifikation her).


    Wichtig ist auch, wie 'In-Kog Nito' hier ansprach, dass du Dir einen Anker im 'realen Leben' schaffst, sonst verlierst du irgendwann die Orientierung und verlierst noch das Gefühl für Realität. Das kennt man auch ganz einfach unter dem Vorgang sich 'zu erden' machst du Sport? Überleg Dir, was dir Spaß macht. Irgendwas, wo du ganz auf dich zurückkommst. Kunst? etc. ...


    Ich will Dir nicht Angst machen, aber bitte nimm deine Symptome nicht auf die leichte Schulter, sondern hol dir so früh wie möglich Hilfe! :-)


    Du wirst im Internet sehr viel zum Thema Dissoziation finden, schau dich doch evtl.mal rein, du wirst total viel über dich lernen!

    Hallo Solaia,


    ich habe auch so eine Traumwelt, in die mich ständig zurückziehe, weil es dort einfach schöner ist und ich auf diese Weise weiterleben kann. Als ich krank wurde (vor ca. 6 Jahren), habe ich mir diese Welt erschaffen und kann es nie erwarten, wieder dorthin abzutauchen. Wann immer es geht, träume ich mich weg. Es gab eine Anfangsgeschichte, die ich mir ausgedacht habe und die ich immer weiter ausgebaut habe; manchmal gehe ich auch ein paar "Kapitel" zurück, wie bei einem Film, den man zurückspult, um sich die Stelle noch mal anzuschauen. Ohne meine Traumwelt könnte ich nicht mehr leben, mir würde etwas fehlen, es würde mich traurig machen und ich hätte nichts mehr, worauf ich mich freuen könnte.


    Mit meinen Eltern habe ich wegen meiner Träumereien auch viel Ärger. Sie wissen nichts von dieser anderen Welt an sich, aber merken eben, dass ich mit meinen Gedanken häufig woanders bin und das nervt sie.


    Die meiste Zeit bin ich wegen meiner Traumwelt sehr glücklich und ausgeglichen, daher bemerkt niemand, dass ich mich in der realen Welt nicht wohlfühle. Aber es gibt Tage, da bin ich sehr unfreundlich zu allen, zu meinen Eltern, meinen Schulfreunden und Verwandten, weil in der realen Welt mal wieder irgendwas schiefgelaufen ist und ich dann traurig werde, dass es nicht so schön sein kann wie in meiner Traumwelt. Das macht mich immer furchtbar wütend und ich ziehe mich noch mehr zurück. Doch das ist nur selten der Fall, die meiste Zeit ist es einfach nur schön.

    Hallo zusammen,


    mich interessiert der Faden sehr, aber ich verstehe noch immer nicht so richtig, wie ihr das meint mit der Traumwelt....also muss ich mir das so vorstellen, dass ihr dann mit euren Gedanken einfach woanders seid – so wie bei einer Phantasiereise? Oder ist das noch extremer, wie z.B. dass ihr dann da auch mit den Personen sprecht, die in der "Geschichte" bzw. der Welt vorkommen. Wenn ja: Antworten diese auch etwas? Ich denke, das mich das so interessiert, weil ich manchmal echt gerne ein bisschen aus der reaken Welt weg wäre....aber das funktioniert leider irgendwie nicht,.....daher stelle ich mir das ganz schön vor, was ihr so beschreibt.....


    Vorausgesetzt, es bleibt alles in einem verhältnismäßigen Maß.....


    LG @:)

    Hallo Jodie,


    dann schreibe ich dir schon mal, wie das bei mir ist.

    Zitat

    also muss ich mir das so vorstellen, dass ihr dann mit euren Gedanken einfach woanders seid – so wie bei einer Phantasiereise?

    Ja, eine Phantasiereise ist es, eine Geschichte, die wie ein Film in Gedanken abläuft.

    Zitat

    Oder ist das noch extremer, wie z.B. dass ihr dann da auch mit den Personen sprecht, die in der "Geschichte" bzw. der Welt vorkommen. Wenn ja: Antworten diese auch etwas?

    Ja, ich spreche in Gedanken auch mit den Personen :)z, gerade das ist so schön :-). Es ist wie ein Film, den man sich anschaut oder ein Buch, das man liest, nur dass sich alles in Gedanken abspielt. Das Schöne ist, dass diese Geschichte nie endet, dass man sie immer weiter ausbauen kann, mit neuen "Schauplätzen" und neuen Personen.

    Liebe Solaia,


    kannst du mal beschreiben, wann und wie genau das anfing? Du hast geschrieben, seit du nach Deutschland gekommen bist. Kannst du ein bisschen mehr darüber schreiben?


    Ich bin natürlich kein Psychologe und kann das "diagnostizieren", aber ich glaube nicht, dass du eine dissoziative Störung hast.


    Du bist 15, im Moment passiert in deinem Leben total viel und ich finde es einigermaßen normal, dass man, wenn man damit überfordert ist, sich etwas sucht, woran man sich festhalten kann.


    Ich bin überzeugt davon, dass diese Welt dir etwas gibt, was du in der "realen" Welt erst noch finden muss, nämlich Halt und Stabilität und sicher ein stückweit auch eine Ahnung davon, wer und wie du eigentlich bist.


    Ich glaube außerdem daran, dass es dir gut tun könnte, wenn du dich mit beiden Beinen fest auf diese Welt stellst ;-D Ich würde daher eher versuchen, woanders anzusetzen:


    Statt über die fiktive Welt nachzudenken oder ein schlechtes Gewissen zu haben oder auch Angst, dass du wirklich eine psychische Störung hast, würde ich alle Kraft aufwenden und mir anschauen, wo die Probleme liegen. Was ist passiert, als du nach Deutschland gekommen bist? Was sind deine Probleme? Wieso fällt es dir schwer, am Familienleben teilzunehmen und was bräuchtest du, damit das besser funktioniert?


    Dann würde ich wohl schauen, wie ich diese Ängste und Probleme in den Griff bekommen kann, damit du dich in der realen Welt wieder wohler und sicherer fühlst.


    Dass man mit 15 noch nicht alles über sich und seine Identität in jeder Facette weiß, finde ich übrigens total normal... :)z :)z :)z :)z


    Liebe Grüße :)*

    Vor ein paar Jahren von ich von Luxemburg nach Deutschland umgezogen. Dadurch habe ich meine ganzen Freunde verloren. Ich bin dann in die neue Klasse gekommen, aber weil ich den falschen Kleider geschmack hatte, wurd ich von den Mädchen dumm angemacht.


    Dann bin ich zur sechsten Klasse gekommen und habe in die parallel Klasse gewechselt. Doch auch in diesem Jahr hatte ich Probleme, denn ich fiel sehr lange bei der Schule aus, da ich mehrere Unfälle gehabt hatte.


    In der siebten Klasse eskalierte es vollkommen. Meine Klassenkameraden fingen an mich auf verschiedene Arten und Weißen zu mobben. Ich bin zu einer Psychologin gegangen, aber die war schlecht und sagte immer, ich soll mich wehren, indem ich sie "schlage"! Erst am Ende des Schuljahres wurde es besser.


    Doch nahmen meine Probleme trotzdem nicht ab. Denn meine schulischen Noten waren total abgesackt. Meine Eltern haben mir dann Druck gemacht und mich die ganze Zeit lernen lassen. Es hat sich von ihrer Seite aus mittlerweile gebessert (auch wenn sie sich immer noch über eine 3 aufregen und wollen, dass ich eine eins anstatt einer zwei in Beteiligung habe), doch durch den vorherigen Druck, mache ich mir jetzt selber Druck.


    Die Fantasiewelt hat im siebten Schuljahr richtig angefangen und ich bin fast die ganze Zeit dort drinnen, da ich dort meinen Schmerz verdrängen kann und dort auch meinen Gefühlen freien Lauf lassen kann. Ich bin dort frei. Ich will zwar aus dieser Welt raus, aber irgendwie auch nicht. Auch habe ich Angst dann alles zu verlieren, dass ich meine Gefühle nicht mehr kontrollieren kann.

    Hey chris.Randall,


    danke schonmal für die Beschreibung! Jetzt kann ich mir das schon ein wenig besser vorstellen...


    Noch eine Frage: Brauchst du um in deine fiktive Welt zu kommen eher Ruhe, z.B. wenn ich abends im Bett liege mache ich auch schonmal eine Phantasiereise oder funktioniert das auch so den Tag über bei normalen Beschäftigungen?

    @ Milchmann76:

    Ich kenne den Film. Finde ihn ziemlich gut! Muss man sich das also so in etwa vorstellen...also man hat Kontakt mit Fantasiewesen und spricht mit diesen!?


    LG @:)