es ist völlig egal in welcher situation ich bin. manchmal rutsche ich dort auch während klassenarbeiten rein, was dann natürlich nicht so gut ist, da ich dann totalen quatsch schreibe. Ich kann in meiner "fiktiven" Welt in stress Situationen, bei Streit, bei Feiern, beim Einschlafen, in der Schule, beim Musik hören, beim Lesen etc. sein.

    Ich glaube ich kann einigermaßen nachvollziehen, wie es dir geht. Meine Schulzeit war auch nicht gerade ein Zuckerschlecken. Lange Zeit war Gegengewalt mein einziges Mittel, wenn ich gemobbt wurde, mir Sachen weggenommen wurden oder ich körperlich attackiert wurde. Zum Glück waren die schlimmsten Mobber keine sonderlichen Leuchten in der Schule und mussten wechseln, sodass es mit 14 oder 15 langsam besser wurde. Ich war dann "nur" noch Außenseiter, und mit 17 dann auch das nicht mehr. Lange schwere Jahre...


    Aber irgendwann ist man aus der Schule raus, der ganze Druck ist weg, und auf der Uni sind wesentlich weniger Arschlöcher. Mobbing oder Gruppenzwang gibt es da kaum. Hilft dir jetzt natürlich nicht viel, wenn ich hier nur Durchhalteparolen ausgebe...


    Ich empfinde Fantasiewelten, Fantasiefreunde oder Tagträume jedenfalls als legitime Hilfskonstrukte, um mit dem Alltag zurecht zu kommen. Wichtig ist nur, dass man sie kontrollieren kann. Während einer Klassenarbeit muss man sie eben bis zur Pause wegschieben können. Wenn du das irgendwann schaffst dann musst du dir meiner unqualifizierten Meinung nach keine Sorgen mehr wegen deiner Fantasien machen.


    Und falls du den Terabithia-Film nicht kennst, sie ihn dir ruhig mal an, der ist echt schön.

    Ja, ich kenne das auch und ich finde es nicht schlimm, dass man sich eine Traumwelt aufbaut, so lange man gleichzeitig versucht, daran zu arbeiten, die Probleme in der realen Welt zu lösen und die fiktive Welt im Griff hat, also selbst bestimmen kann, wann man in der realen Welt lebt und wann in der fiktiven Welt!

    Hallo Jodie!

    Zitat

    Noch eine Frage: Brauchst du um in deine fiktive Welt zu kommen eher Ruhe, z.B. wenn ich abends im Bett liege mache ich auch schonmal eine Phantasiereise oder funktioniert das auch so den Tag über bei normalen Beschäftigungen?

    Ich träume mich überall weg, so, wie es auch Solaia beschreibt, in der Schule, während des Unterrichts, beim Lernen, beim Essen, während einer Feier, beim Fernsehen und Musikhören, beim Einschlafen. Zwingend Ruhe brauche ich dafür nicht, jedoch ist es schöner, wenn man Ruhe hat und ganz ungestört träumen kann, wie vor dem Einschlafen.

    Zitat

    Ich kenne den Film. Finde ihn ziemlich gut! Muss man sich das also so in etwa vorstellen...also man hat Kontakt mit Fantasiewesen und spricht mit diesen!?

    Aber in diesem Film stellen sich die beiden Kinder ja in der realen Welt ihre Phantasiewelt vor und spielen auch tatsächlich in dieser; sie reden in der Wirklichkeit miteinander, sie kämpfen mit den Wesen usw., das hat mit meiner Traumwelt z.B. gar nichts gemeinsam. Bei mir läuft das alles nur in Gedanken ab und es sind auch keine Phantasiewesen, sondern ganz normale Menschen in ganz normaler Umgebung.


    Viele Grüße,


    Chris




    Liebe Solaia,


    es tut mir leid, dass du solche Probleme in der Schule und mit Klassenkameraden hattest und hast :-(. Ich habe wegen chronischer Krankheiten zwar auch Probleme, vor allem viele Fehlzeiten, aber kein Mobbing. Jedoch sind meine Eltern auch wenig begeistert über schlechte Noten und sehen mich schon als Hartz4-Empfängerin :-. Sie machen mir auch viel Druck, obwohl mein Arzt ihnen schon oft gesagt hat, dass sie es lassen sollen. Ich kann mit meinen Eltern nur schlecht über wichtige Dinge sprechen, sie verstehen mich nicht, ist das bei dir auch so?


    Viele Grüße,


    Chris

    Chris.Randall

    Meine Mutter hat es früher auch sehr oft gesagt, dass ich als Hartz4- Empfängerin arbeite oder nur Putzfrau werde. Ich liebe meine Eltern, doch ich habe kein so enges Vertrauen mit ihnen, als das ich darüber mit ihnen reden könnte. An sich fehlt mir einfach eine Vertrauensperson und das mekre ich auch. Ich brauche jemanden zum reden, doch habe ich keinen. Immer wieder bin ich in meinem Zimmer und weine, weil ich einfach niemanden zum Reden habe! Und wenn meine Eltern und ich über diese Probleme rede, fühlt bzw. hört es sich immer so an, als ob sie mich nicht verstehen würden.


    Es ist für mich schlimm, niemanden zum Reden zu haben. Es tut weh und ich verliere mich auch manchmal dadurch!

    Hallo Solaia,


    tut mir leid, dass ich erst jetzt schreibe, mir ging's gesundheitlich mal wieder schlecht. :(v


    Eine richtige Vertrauensperson hab ich auch nicht, wenn überhaupt war das meine Oma, aber sie lebt nicht mehr. Meine Eltern sind Akademiker und erwarten auch von mir Abitur und Studium, nur weiß ich nicht, ob ich das schaffe. Mit ihnen reden, kann ich nur über (positive) Schulsachen und meine Erkrankungen, alles andere ist eher schwierig.


    Vielleicht können wir uns ja gegenseitig ein bisschen helfen, hier im Thread oder über PN?


    Viele Grüße,


    Chris

    Hey Chris....


    danke für deine Erläuterungen! Finde ich nach wie vor total interessant...!


    Ich wünschte in meiner Phantasie könnten auch mal schöne Sachen passieren ..... ich male mir mit meiner Angststörung immer nur aus, was alles an schlimmen sachen passieren kann...und das den ganzen Tag!


    Daher beneide ich euch in eurer "schönen" Phantasiewelt!


    LG @:)

    Hallo Jodie,


    das tut mir leid, dass du eine Angststörung hast :-(. Hast du vor etwas Bestimmtem Angst? Ich kenne so etwas gar nicht...


    So eine Phantasiewelt kannst du dir aber auch jetzt noch erträumen, dafür ist es nie zu spät. :)*


    Viele Grüße,


    Chris

    Hey chris,


    ja ich habe Angst vor bestimmten Dingen, z.B. am schlimmsten vor Schwindel (daher habe ich ja auch immer welchen), Angst die Kontrolle zu verlieren über meinen Körper – so wie es z.B. bei einem Schlaganfall ist....


    Ich mache aber alles ganz normal – arbeiten gehen etc....und man merkt es mir auch nicht an......


    Es belastet mich nur leider sehr, da man nichts mehr so richtig genießen kann.....aber ich arbeite dran! :-)


    LG @:)

    Hallo Jodie,


    ist sicher schwierig, einen Alltag mit so vielen Ängsten zu meistern :-(. Hast du denn Hilfe?


    Ich war lange Zeit bei einer Therapeutin, aber die kann mir meine Erkrankungen auch nicht nehmen, deshalb hat es mir nicht wirklich geholfen. Außerdem hatte ich null Vertrauen zu ihr, deshalb hätte ich ihr auch von meiner Traumwelt nichts erzählt.


    Ich wünsch dir alles Gute! :)*


    Chris

    Hey chris,


    ja das mit dem vertrauen ist so eine sache :)* .....daher mache ich auch keine therapie. ich habe mir selbst sehr viel angelesen, weiß mehr oder weniger die ursachen und habe ja auch gute strategien für den akutfall bzw. ich arbeite auch auf langfristige erfolge hin...da hat mir übrigens dieses forum sehr bei geholfen!


    Als Kind war ich sehr "fantasiezentriert" – in meiner Welt gab es bis ich ca. 9 Jahre alt war: Osterhasen, Christkind, Nikolaus ...etc....und das war auch gut so! Als meine Mutter mir damals sagte, dass es das alles nicht gäbe und sie die Sachen immmer vertelt hätte, brach für mich echt eine Welt zusammen.......ich habe stundenlang geweint, das weiß ich heute noch, weil das so schlimm war....


    Jetzt hätte ich so gerne wieder einen Teil einer fantasiewelt...ich beneide alle, die so etwas haben bzw. können und sich nicht mit 24 Stunden Schwindel und Angst herumschlagen müssen....


    wünsche dir einen schönen 2. advent :)- :)-


    LG @:)

    Er halte Dir Deine Fluchtwelt unbedingt und versuche, mit der realen Welt so gut wie möglich klar zu kommen. Wirklich arm sind die dran, die vor lauter Realität nur so stauben und in der seelischen Not innerlich nicht wissen wohin.

    Ich kann einfach nicht mehr! Jeden Tag habe ich Angst und weine ich. Bei der kleinsten Sache bekomme ich Angst und Panik und es wird einfach immer schlimmer.


    Meine Parallelwelt kann mir nicht mehr helfen, sogar in diesem Teil meines Lebens, wo ich noch etwas frieden hatte, wird diese von meiner angst und von meinen stimmungsschwankungen regiert.


    ich will mit jemandem reden, aber ich hab angst, dass mich diese person enttäuscht oder umgekehrt. ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll und ich kann auch einfach nicht mehr!

    ja, aber ich durch meine angst verliere ich vertrauen zu den menschen. selbst meinen eltern und meiner schwester vertraue ich fast gar nicht mehr. mit einer psychologin habe ich es schon versucht, aber ich hab angst, dass sie mein vertrauen bricht.


    jeden tag muss ich weinen und habe angst. ich kann nicht mehr :-(

    wir haben zur zeit total den stress zu hause und meine mutter leided schon richtig darunter. wenn sie wegen mir noch ein termin aufgedrückt bekommt jede woche, hat sie total stress, danach geht es ihr schlecht. ich will meiner mutter nicht das leben noch schwerer machen und was wird der arzt schon sagen? dass ich zur psychatrie muss?

    @ Solaia

    Hm, wie können wir dir helfen? :)_ Bis jetzt klingt es für mich sehr dramatisch – aber auch sehr pauschal. Richtig kann ich mir noch nicht vorstellen, was in dir vorgeht.

    Zitat

    Es ist für mich schlimm, niemanden zum Reden zu haben.

    Worüber würdest du denn am dringendsten reden wollen, wenn du jemanden hättest? Wäre das auch hier im Forum ansprechbar? Natürlich kann das Forum keinen realen Gesprächspartner ersetzen, aber andererseits: besser erstmal hier als gar nicht. Oder?

    Zitat

    ich will mit jemandem reden, aber ich hab angst, dass mich diese person enttäuscht oder umgekehrt.

    Meinst du das allgemein, oder denkst du dabei an eine bestimmte Person? Was meinst du mit "oder umgekehrt"?



    Noch eine Frage. Ich bin ja für dein Empfinden sicherlich keine ganz "neutrale" Person für dich, und ich kann und will auch nicht so tun als ob ich das wäre. Deshalb möchte ich dich direkt fragen, ob es überhaupt in Ordnung für dich ist, wenn ich hier mitlese und ggf. mitschreibe. Wenn du das nicht möchtest, lasse ich es. Wenn es jedoch in Ordnung ist, mache ich das gern.


    ??(Zur Erklärung für die anderen: es gibt einen "Familienkontext" außerhalb des Forums – Details können hier mit Rücksicht auf die Schutzinteressen beteiligter Personen nicht genannt werden. Nur soviel: ich habe dadurch keinen großartigen Informationsvorsprung bezüglich Solaias Problemen, der mir hier helfen würde.)??

    Für mich ist es völlig in Ordnung, dass du mitließt. Das du keine "neutrale" Person bist, ist mir egal.


    Um es mal konkret zu sagen, ich habe mir vor vier Jahren eine parallel Welt geschaffen, da ich mehrere Probleme hatte. Seitdem habe ich auch immer wieder Angstzustände. Zuerst habe ich die immer wieder ignoriert, doch werden sie immer heftiger. Ich weine täglich (ich verstecke es immer vor meiner Familie) und bei den geringsten Sachen bekomme ich plötzlich total Panik und alles fängt an in meinem Kopf zu blockieren.


    Ich hoffe, dass es jemanden gibt, der bereit ist mit mir über dieses Problem zu reden.


    Vielleicht sollte ich auch mal erklären, wieso ich plötzlich so auf mein Problem konzentriert bin. Ich habe mit jemanden über mein Problem geredet, bzw. er hat mich darauf angesprochen. Er meinte, dass ich mich endlich meinen Problem bewusst werden muss und zu Behandlung gehen muss. Seitdiesem Gespräch kommt es mir vor, als ob dieses Problem einfach immer größer wird. Gestern habe ich immer wieder geweint und ich konnte nicht mehr schlafen. Dann habe ich von einer Sache erfahren, durch diese Sachen habe ich Stress bekommen. Dadurch habe ich völlig Panik bekommen.


    Ich hab mich einfach nicht mehr selbst unter kontrolle. Ich habe zwar sehr oft Angst, aber ich flippe total schnell aus und hab extreme Stimmungsschwankungen.