• Neu

    Ich bin meinen Eltern egal

    warum verlieren manche eltern das interesse an ihren kindern? ist das normal? redet niemand darüber, weil das das bild von der glücklichen bilderbuchfamilie zerstören würde? meine mum hat seit jahren keine zeit mehr für mich, wenigstens ist sie nett zu mir und brüllt mich nicht permanent an, wie mein vater es tut. der hasst mich seit ich 14 war, weil ich das "richtige" abi machen wollte und nicht aufs berufskolleg. er hasst mich weil ich nicht das gemacht habe, was er wollte und meinen eigenen weg gehen wollte. seitdem legt er mir wo es geht steine in den weg und behandelt mich sonst wie luft... er redet nur mit mir wenn er einen grund findet, mich anzubrüllen. Ich mache was und es ist immer falsch und ein grund zum augenrollen oder um mich anzubrüllen. andere haben tausendmal schlimmere eltern. tut trotzdem beschissen weh und das will ich auch mal sagen dürfen

  • 15 Antworten
    • Neu
    unpolar schrieb:

    (...) meine mum hat seit jahren keine zeit mehr für mich, wenigstens ist sie nett zu mir und brüllt mich nicht permanent an, wie mein vater es tut. (...) Ich mache was und es ist immer falsch und ein grund zum augenrollen oder um mich anzubrüllen. andere haben tausendmal schlimmere eltern. tut trotzdem beschissen weh und das will ich auch mal sagen dürfen

    Setz dich mit deinen Eltern doch mal in aller Ruhe an einen Tisch und rede mit ihnen über deine Gefühle und Eindrücke (ohne laut zu werden oder sie mit Vorwürfen in die Ecke zu drängen).

    Wie alt bist du jetzt?

    • Neu
    Mietzli schrieb:

    warum schreibst du denn nicht alles in deinen ersten Faden?

    ups ... hätte ja mal schauen können ...

    • Neu
    Sylphide schrieb:
    Mietzli schrieb:

    warum schreibst du denn nicht alles in deinen ersten Faden?

    ups ... hätte ja mal schauen können ...

    kann man ja nicht ahnen, wenn man "ihn" nicht kennt, aber es ist müsig, sich in 3 Fäden immer wieder neu einzulesen , wenn die Problematik Hand in Hand geht.

    Vorallem muss er ja dann in allen Fäden seine Geschichte schildern, die ja immer die Gleiche ist. Könnte er sich sparen und die Zeit in die Wohnungssuche investieren.

    • Neu

    Es ist nicht schön, wenn die eigenen Eltern einen nicht unterstützen, sondern einem auch noch Steine in den Weg legen.


    Mit 18 bist du aber nun erwachsen und kannst selber für dich sorgen. Es bringt jedenfalls nichts, sich zu grämen und mit der Vergangenheit zu hadern.

    Vielleicht hilft dir eine Therapie?

    • Neu

    Wie in den anderen Fäden schon beschrieben: SUCH DIR HILFE


    Fang beim Jugendamt an, die haben Adressen, etc. für dich.

    • Neu
    unpolar schrieb:

    tut trotzdem beschissen weh und das will ich auch mal sagen dürfen

    Ja, die Frage ist, ob das auch wirklich so von deinen Eltern gemeint ist, wie du es auffasst. Wenn du es ihnen sagen willst, dann tue es.

    • Neu
    Zitat

    Ja, die Frage ist, ob das auch wirklich so von deinen Eltern gemeint ist, wie du es auffasst.

    Naja, wenn ich permanent angebrüllt werde und mir jemand ständig sagt, er hätte keine Zeit, dann ist da doch nicht viel falsch zu verstehen, oder?

    • Neu
    melb1985 schrieb:

    Naja, wenn ich permanent angebrüllt werde und mir jemand ständig sagt, er hätte keine Zeit, dann ist da doch nicht viel falsch zu verstehen, oder?

    Das hängt doch von der Person ab.

    Das Bild, das der TE zeichnet hat einige Ähnlichkeiten zum Verhalten meines Vaters und er hat mich abgöttisch geliebt. Trotzdem hat er, als ich zu Hause gelebt habe, herumgebrüllt, geschlagen, abgewertet, mich und meine Mutter unterdrückt, etc. - tja, ein Patriarch, wie er im Buche steht, weil er es einfach so gelernt hat. Dass ich mich so mit 12-13 zeitweise nicht sonderlich geliebt gefühlt habe, ist klar. Ich glaube da habe ich auch mal in mein Tagebuch geschrieben, dass ich meine Eltern hasse. Ja, ist halt im kindlichen Kopf so, wenn es nur um die eigenen Bedürfnisse geht. Je älter ich wurde, umso besser verstand ich, warum er, sie so war und dass das bei ihm keinen Zusammenhang hatte. Wenn die Sach- oder Beziehungsebene nicht da war, sondern nur die emotionale, habe ich es genauso gespürt.

    Keine Zeit - nein, hatten meine Eltern auch selten, erstens, weil sie einfach geschuftet haben, damit ich es besser habe, als sie und sie auch viel zu sehr unter Stress und im Überlebenskampf waren. Wenn es nur um den Überlebenskampf geht, dann gibt es keine Zeit, sich auf die nächste Ebene der maslowschen Bedürfnisphyramide zu erheben, dafür hatte ich umso mehr Zeit, mir viel Wissen anzueignen. Klar kann man das seinen Eltern vorwerfen, wenn man will, man kann vergleichen, dass andere Eltern anders sind. Bringt am Ende nur Selbstunzufriedenheit und Gram oder auch Respektlosigkeit gegenüber den Eltern. Oder man man schaut, dass man sein Leben so einrichtet, wie es einem passt und das geht dann halt zu Hause bei den Eltern nicht.

    • Neu

    Aber muss man für alles Verständnis haben? Muss man alles verzeihen?


    Wenn der TE sich durch das Anbrüllen des Vaters verletzt fühlt, dann kann man ihm das nicht vorwerfen, denke ich. Und warum der Vater das gemacht hat, spielt doch da keine Rolle. Für den TE ist es nicht ok. Und da sollte sich das Gegenüber auch ein bisschen in den Griff kriegen. Wir reden hier auf beiden Seiten von erwachsenen Menschen.


    Ich erlebe im privaten Umfeld auch Familien bei denen die Kinder zu Hause ausgezogen sind, um ihr eigenes Ding zu machen, weil sie mit dem Verhalten der Eltern nicht zurecht kamen. Das Verhältnis ist aber oft eher unterkühlt und distanziert. Man wahrt nach außen hin den Schein.


    Ich sehe es allerdings auch so, dass das zu Selbstunzufriedenheit führt und man da seine eigenen Schlüsse draus ziehen sollte und dementsprechend handeln. Darauf zu hoffen, dass sich das ändert, bringt tatsächlich nichts. Wo ich nicht mitgehe, ist das Thema "Respektlosigkeit". Das muss ja nicht mal bewusst sein. Manchmal ist man auch nur das Kind seiner Eltern. Und da werden "Respektlosigkeiten" ihrerseits bei den erwachsenen Kindern dann zum Boomerang. Man hat es sich ja jahrelang abgeschaut.


    Ich glaube der Schlüssel ist hier, ob da ehrliche Signale von den Eltern kommen, dass man geliebt wird. Ich halte es allerdings auch für möglich, dass man sich das einreden kann. Der TE schrieb ja auch mal, dass seine Eltern wunderbar wären und ihn mit Geld überhäufen würden. Wenn ihm das reicht, ok. Ich habe allerdings den Eindruck, dass er als Person wahrgenommen und deshalb geliebt werden möchte. Und wenn da unter Erwachsenen gar nichts kommt, dann halte ich es für legitim, dass man für das sonstige Verhalten auch kein Verständnis haben muss.


    Und es wäre auch der Job der Eltern gewesen ihren Sohn für das Leben fit zu machen. Das haben sie verpasst, sonst würde er auf die Unterstützung der Eltern pfeifen und sein Leben selbst in die Hand nehmen. Deine Eltern waren da wohl geschickter. Aber diese Erkenntnis nützt dem TE jetzt auch nichts. Und das das nur am jugendlichen Leichtsinn des TE liegt und sich irgendwann verwächst, wage ich zu bezweifeln.


    Lange Rede, kurzer Sinn. Das Verhalten des Vaters kommt beim TE so an wie es ankommt. Ob das anders gemeint ist, steht auf einem anderen Blatt. Und ob ihm die Begründung dann plausibel genug ist, um Verständnis für das Verhalten aufzubringen und ihm gar zu verzeihen, ist tatsächlich von der Person abhängig.

    • Neu

    ich sehe das wie melb1985... kann ja durchaus sein, dass mein vater es im grunde nicht so meint... aber ist es deshalb ok, mir non stop das gefühl zu geben, dass ich nichts wert bin? finde ich nämlich nicht...

    ich sage nicht, dass man seinen kindern alles erlauben und finanzieren oder sie nie kritisieren soll. aber ich finde, egal, ob man mit seinem kind, elternteil freund oder mit wem auch immer redet: der austausch sollte respektvoll sein und man sollte für kompromisse offen sein. beide seiten.

    früher habe ich echt gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt, weil ich immer alles falsch mache. das hat mir mein selbstbewusstsein kaputt gemacht. ich habe echt lange gebraucht um zu verstehen, dass nicht jede kritik angemessen ist, dass ich nicht immer alles falsch mache.

    was mir bringt mir diese einsicht? am ende nicht viel. es macht mich trotzdem kaputt, dass ich immer wieder merke, dass sich meine eigenen eltern nicht für mich interessieren. fairerweise muss ich sagen, dass meine mutter wenigstens nett zu mir ist. glaub aber nicht, dass sie ehrliches interesse an mir hat. ich war in dem moment angeschrieben, als sie meine halbschwester bekommen hat. ich bin nicht neidisch auf meine schwester, weil sie auch nichts dafür kann, dass sie bevorzugt wird. eher frage ich mich, was passiert, wenn sie irgendwann mal nicht mehr klein und süß ist. ob meine mutter dann an ihr auch das interesse verliert. bei mir war das so.

    • Neu

    Nun unterm Strich ist das alles extrem blöd für dich- ja, das kann dir keiner absprechen!!!!!


    Nichtsdestotrotz bist du jetzt 18 und somit frei dein Leben selbst zu regeln. Du bist schüchtern was Vorstellungsgespräche angeht? Es gibt zig hunderte Videos und Ratgeber im Internet dazu. Du magst Telefonate nicht? Auch dazu gibt es unzählige Hilfen im Internet. Bereite dich bestmöglichst vor und du wirst sehen, dass das meiste von selbst kommt.


    Ich frage mich auch, wo dein Selbststolz ist. Die Kohle deines Vaters wäre mir so scheißegal an deiner Stelle. Beweise dir selbst, dass du es allein packst!!!!


    Mache dir einen Plan was Unis, Gebühren, WGs, Finanzen etc angeht. Aber hör auf in deinem Zimmer deinen Vater zu verfluchen und über sonstige Probleme zu grübeln und leg los.

    • Neu
    Zitat

    früher habe ich echt gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt, weil ich immer alles falsch mache. das hat mir mein selbstbewusstsein kaputt gemacht. ich habe echt lange gebraucht um zu verstehen, dass nicht jede kritik angemessen ist, dass ich nicht immer alles falsch mache. was mir bringt mir diese einsicht? am ende nicht viel.

    Oh, diese Einsicht ist sehr wertvoll und erwachsen. Das ist der erste Weg zur Einsicht, dass du etwas kannst. Hey, du hast das Abi geschafft. :-)

    Ich würde diese Einsicht unbedingt verinnerlichen. Selbstbewusstsein entwickelt sich nämlich und kommt aus einem selbst heraus. Und irgendwann schafft man es auch, sich gegen unberechtigte Kritik zu wehren.

    Du bist jung und deine Eltern haben es offenbar verpasst, dir beizubringen, wie du da draußen an das kommst, was du willst. Aber dafür gibts ja offenbar Leute in Foren. Die sagen dir nicht, was du tun sollst, sondern was möglich ist. Gehen musst du erstmal selber, aber wenn du an die richtigen Stellen gerätst wird man dir dort helfen. Du wirst nicht überall allein gelassen. Das wird ein bisschen Arbeit und Herumprobiererei, aber lohnt sich, wenn du dafür deinem Wunsch nach einem Studium nachkommen kannst.

    Zitat

    eher frage ich mich, was passiert, wenn sie irgendwann mal nicht mehr klein und süß ist. ob meine mutter dann an ihr auch das interesse verliert. bei mir war das so.

    Klingt, als ob du deine Schwester gern hast. Super, da hat sie dann ja dich als großen Bruder.

    • Neu

    Ich bin mir sehr, sehr sicher sollte dem TE etwas schlimmes passieren und er käme ins Krankenhaus, wären der Vater und seine Freundin die ersten die ihn dort besuchen würden.